Die Maxime des beruflichen Seins liegt darin, die Karriereleiter bis nach oben erklommen zu haben. Uns wird ständig eingetrichtert, diese Leiter besteigen zu müssen. Aber warum eigentlich? Und was heisst «Erfolg»?
Der Eintritt in den Kindergarten, spätestens aber der Eintritt in die Schule veranlasst die Erwachsenen häufig, den betroffenen Kindern vor allem eine Frage stellen: «Was willst Du denn mal werden, wenn Du gross bist?»
Es wird nicht nach einem bestimmten Beruf gefragt, sondern was man werden will. Damit wird unterschwellig bereits schon nach der Karriere gefragt. Darum erstaunt es wenig, wenn man dann Antworten wie «Zirkusdirektor» oder «Schiffskapitän» erhält.
Die Kleinen kennen in dem Alter schliesslich nur die beruflichen Positionen, nicht die Berufe und Ausbildungslehrgänge an sich, und orientieren sich entsprechend an diesen Karrieren.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Nach Teil 1 und Teil 2, welche eher schulmeisterlichen oder aufklärerischen Charakter hatten, wirft dieser letzte Teil zahlreiche kritische Fragen zur Registerharmonisierung und zur Volkszählung auf.
Alles beginnt im Kleinen, meint der Volksmund. Volkszählungen sind zwar nicht neu. Neu ist hingegen die Art und Weise, wie «gezählt» wird. Und dieses Wie ist wahrlich nicht klein.
Was hier bezüglich Registerharmonisierung und Volkszählung umgesetzt wurde und noch weiter umgesetzt wird, ist «ein grosser Wurf» oder ein «Meilenstein» im Bereich der Registerführung sowie im Bereich Statistik.
Kritisch zu betrachten sind dabei die folgenden Aspekte:
- Der digitale Datenaustausch zwischen amtlichen Behörden
- Die Vereinheitlichung der Führung von Registern jegwelcher Art
- Die Verknüpfungen von Daten aus mehreren (amtlichen) Registern
- Datenschutz im Allgemeinen
- Unklare gesetzliche Vorgaben
- Der steigende Hunger nach Statistiken
Diesen Beitrag weiterlesen »
In Teil 1 von «Harmonische Daten» ging es um die Basisstatistiken der ab diesem Jahr durchgeführten «Volkszählungen». Dieser zweite Teil behandelt die anderen drei Statistik-Arten.
Die Basisstatistiken, wie sie im erste Teil beschrieben wurden, basieren auf Daten, welche vierteljährlich und digital aus verschiedenen Personen- und Gebäuderegistern seitens Gemeinden, Kantonen und Bund ans Bundesamt für Statistik (BfS) übermittelt werden.
Die anderen drei Statistik-Arten werden hingegen «manuell» seitens einer zufälligen Auswahl von Personen erhoben. Zur Erinnerung die Gesamtübersicht:

Diesen Beitrag weiterlesen »
Eigentlich hätte an dieser Stelle der zweite Teil «Harmonische Daten» erscheinen sollen. Dieser ist aber noch nicht ganz fertig gestellt – unter anderem weil die Website des Bundesamts für Statistik Merkwürdiges anzeigte…
Nach dem ersten Teil, welcher die Basisstatistiken der Volkszählung behandelte, bestehend unter anderem aus Daten seitens der Einwohnerregister, hätte nun der zweite Teil über die anderen drei Statistik-Arten folgen sollen.
Doch dazu fehlen noch einige Details sowie die in diesem Blog immer angegebenen Links zu den Quellen, im aktuellen Fall die Links auf die Website des Bundesamts für Statistik (BfS).
Die direkte Eingabe der Web-Adresse des BfS, www.bfs.admin.ch, führte gestern Abend jedoch auf eine unerwartet andere Website des Bundes…
Diesen Beitrag weiterlesen »
Volkszählungen finden in der Schweiz jeweils alle 10 Jahre statt. Die Letzte wurde im Jahre 2000 durchgeführt, womit wir heute, im 2010, wieder in einem «Volkszählungsjahr» wären. Doch nichts ist mehr, wie es einmal war – und darum läuft die Volkszählung ab diesem Jahr anders ab als bis anhin…
Bestimmt erinnern Sie sich noch an die kürzlich durchgeführte Anti-Minarett-Abstimmung und an die Diskussionen davor und danach. Einige sprachen dabei davon, dass es in der Schweiz 300′000 Muslime gäbe, andere erwähnten die Zahl 400′000 und wiederum andere meinten, es wären 350′000 – oder vielleicht doch eher 380′000?
Dieses Zahlen-Dilemma rührt daher, dass es niemand so richtig weiss. Die letzten verlässlichen Zahlen sind schon zehn Jahre alt. Seither ist der Anteil an Moslems an der Gesamtbevölkerung aufgrund des Balkankrieges und den dadurch ausgelösten Flüchtlingsstrom aus dieser muslimisch geprägten Region sicher gestiegen. Aber um wie viel?
Diesen Beitrag weiterlesen »
Wir leben in einer personifizierten Gesellschaft. Aber nur oberflächlich. Gräbt man etwas tiefer, ist jeder von uns zunehmend nur eine Nummer. Nicht mehr, nicht weniger.
Na, haben Sie diese Woche auch Post bekommen, in welcher man Sie mit «Sehr geehrter Herr X» oder «Sehr geehrte Frau Y» begrüsst? Ist doch nett, wie Sie da so ganz persönlich angesprochen werden, nicht wahr?
Selbst bei Mahnungen, häufig mit dem freundlicheren «Erinnerung» betitelt, wird man persönlich und mit einer etwas heuchlerischen Sprache angesprochen: «Bestimmt ist es Ihnen entgangen, lieber Herr Soundsowieso, dass der nachstehende Betrag usw…». Den Rest können Sie sich denken.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Schneefall und Sonnenschein wechseln sich in diesen Tagen ebenso schnell ab wie Temperaturen über und unter dem Gefrierpunkt. Die Folge: Vereiste Fahrbahnen. Das schafft selbst im Bahnverkehr Probleme.
Die Lebensdauer von Schneeflocken ist dieser Tage besonders kurz. Kaum sind sie gefallen, tauen sie auf und führen zu nassen Fahrbahnen.
Spätestens in der Nacht sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, womit auch die nassen Fahrbahnen vereisen. Das gängigste Mittel dagegen ist Streusalz. Wie kürzlich bekannt wurde, neigen sich dessen Vorräte nun aber langsam dem Ende zu.
Schneeflocken machen allerdings auch keinen Halt vor den Gleisen des öffentlichen Verkehrs. Ihnen widerfährt das gleiche Schicksal wie den Strassen und den Trottoirs: Sie vereisen.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Seit 40 Jahren soll es das World Economic Forum (WEF) in Davos schon geben. Darüber zu schreiben lohnt sich nicht, denn eigentlich wissen wir ja bereits jetzt schon, was herauskommen wird. Darum geht es hier um das, was in Davos kaum diskutiert wird…
Wie jeden Januar seit 40 Jahren trifft sich die «Elite» aus Wirtschaft und Politik in Davos beim WEF. Es ist erstaunlich, wie ein Forum, das im Titel den englischen Begriff für «Wirtschaft» enthält, sich solange halten kann.
In der Wirtschaft gehört es nämlich dazu, dass man ineffiziente Dinge abstellt. Ineffizient ist beim WEF in jedem Fall etwas: Entweder sind es die Treffen an sich, aus welchen für die Allgemeinheit jeweils nicht viel hervorgeht. Oder dann ist es die «Vermarktung» der Resultate aus dieser Treffen, welche ungenügend ist, sodass wir mehr Sinn in dieser Veranstaltung sehen können.
So oder so: Was letztes Jahr in Davos diskutiert wurde, wissen wir heute bereits nicht mehr. Gemessen an dem, lässt sich erkennen, wie wenig nachhaltig entweder diese Diskussionen verlaufen oder wie wenig nachhaltig die «Vermarktung» der Resultate ist.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Ein Plädoyer für Blogs in Zeiten zahlreicher Umbrüche und «Strukturwandel».
Über Blogs an sich zu schreiben ist etwas müssig, da man dabei schnell in eine selbstverliebte Schreibe verfällt. Trotz diesem «Risiko» seien hier für einmal die Vorteile von Blogs gegenüber den etablierten Medien hervorgehoben.
Auslöser dieses Artikels ist die Überarbeitung der Augenreiberei-internen Seite «Was andere schreiben» (siehe Menü-Leiste oben). Diese Seite entstand aus der Aktion «Von Blogger zu Blogger – pro Linkliebe» heraus.
Letztere zielt darauf ab, dass in den Blog-Artikeln (wieder) vermehrt auf andere Blogs verlinkt wird und zwar im Durchschnitt einmal pro Beitrag. Im Wissen darum, dass ich dies aufgrund des Charakters meiner Beiträge kaum erreiche, zugleich aber das Verlinken und Vernetzen begrüsse, habe ich die besagte Seite als Kompromiss erstellt.
Sie enthält neu nun ein kleines, Button-ähnliches Bildchen pro Blog. Das alleine ist aber noch kein Blog-Artikel wert.
Nein, es ist der Eindruck, der zumindest bei mir haften bleibt, wenn ich diese Seite runterscrolle: Man wähnt sich wie in einem Kiosk mit lauter Süssigkeiten in allen möglichen Farben und Formen in den Auslagen, die einem nur so zum Zugreifen animieren.





