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	<title>Kommentare zu: Die subtile Manipulation einer Masse</title>
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		<title>Von: Titus</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2009/12/11/die-subtile-manipulation-einer-masse/comment-page-1/#comment-1182</link>
		<dc:creator>Titus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 00:55:59 +0000</pubDate>
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		<description>@ Thinkabout
Ich bin schon in der Antwort oben dem Aspekt «politisch operierenden / politisch instrumentalisierten Gruppe» ausgewichen, weil ich mir da noch nicht im Klaren bin. 

Konkret geht es darum: Wenn ich an eine politische Partei denke, welche ja gewissermassen auch eine bestimmte «Religion» predigt (also Dinge predigt, an die wir im sehr bestimmenden weltlichen Leben glauben und die wir unterstützen sollen), beabsichtigt diese doch auch, Macht auszuüben oder unseren Alltag zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Es geht dabei schon lange nicht mehr um den idealistischen Ansatz, sich nur fürs Gemeinwohl einzusetzen... 

Eine gewisse Partei meinte dabei in der Vergangenheit sogar, dass die eigenen Bundesräte in der Öffentlichkeit sagen dürfen sollten, wenn sie anderer Meinung als der Gesamtbundesrat gewesen wären. Das heisst, man will sich - und damit auch die eigene Partei - sich klar von den anderen distanzieren. Damit zeigt man keinen Gemeinsinn mehr. 

Ich will damit nicht vom Thema abweichen, sondern frage mich nur, wo die grössere Gefahr liegt: Bei jenen, die wir klar als Gefahr betrachten oder bei den salonfähigen Polterern, welche die Volkesmeinung nur allzu oft mit flapsigen Ideen beeinflussen (welche nichts damit zu tun haben, dass sie dem Volk besser zuhören, denn niemand aus dem Volk kommt auf die Idee, die Menschenrechte in Frage zu stellen).

Mir leuchtet der Unterschied von Dir angesprochene Unterschied schon ein. Nur, eben, ich frage mich, ob wir das Augenmerk nicht zu sehr nur auf die einen richten...

Deine Schlussfrage erlaube ich mir zu ergänzen mit den Fragen:
- Warum wird überhaupt unterschieden zwischen muslimischen und nicht muslimsischen Kindern und warum betrachten wir sie nicht ganz einfach als Kinder?
- Davon abgeleitet: Warum unterscheiden wir überhaupt nach Muslime, Christen, In- und Ausländer?

Denn da fängt meiner Meinung nach der Teufelskreis an; die Chancenungleichheit führt dazu, dass sich Zuzüger selber organisiert (organisieren muss), sprich, es entstehen halbwegs Parallelgesellschaften...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Thinkabout<br />
Ich bin schon in der Antwort oben dem Aspekt «politisch operierenden / politisch instrumentalisierten Gruppe» ausgewichen, weil ich mir da noch nicht im Klaren bin. </p>
<p>Konkret geht es darum: Wenn ich an eine politische Partei denke, welche ja gewissermassen auch eine bestimmte «Religion» predigt (also Dinge predigt, an die wir im sehr bestimmenden weltlichen Leben glauben und die wir unterstützen sollen), beabsichtigt diese doch auch, Macht auszuüben oder unseren Alltag zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Es geht dabei schon lange nicht mehr um den idealistischen Ansatz, sich nur fürs Gemeinwohl einzusetzen&#8230; </p>
<p>Eine gewisse Partei meinte dabei in der Vergangenheit sogar, dass die eigenen Bundesräte in der Öffentlichkeit sagen dürfen sollten, wenn sie anderer Meinung als der Gesamtbundesrat gewesen wären. Das heisst, man will sich &#8211; und damit auch die eigene Partei &#8211; sich klar von den anderen distanzieren. Damit zeigt man keinen Gemeinsinn mehr. </p>
<p>Ich will damit nicht vom Thema abweichen, sondern frage mich nur, wo die grössere Gefahr liegt: Bei jenen, die wir klar als Gefahr betrachten oder bei den salonfähigen Polterern, welche die Volkesmeinung nur allzu oft mit flapsigen Ideen beeinflussen (welche nichts damit zu tun haben, dass sie dem Volk besser zuhören, denn niemand aus dem Volk kommt auf die Idee, die Menschenrechte in Frage zu stellen).</p>
<p>Mir leuchtet der Unterschied von Dir angesprochene Unterschied schon ein. Nur, eben, ich frage mich, ob wir das Augenmerk nicht zu sehr nur auf die einen richten&#8230;</p>
<p>Deine Schlussfrage erlaube ich mir zu ergänzen mit den Fragen:<br />
- Warum wird überhaupt unterschieden zwischen muslimischen und nicht muslimsischen Kindern und warum betrachten wir sie nicht ganz einfach als Kinder?<br />
- Davon abgeleitet: Warum unterscheiden wir überhaupt nach Muslime, Christen, In- und Ausländer?</p>
<p>Denn da fängt meiner Meinung nach der Teufelskreis an; die Chancenungleichheit führt dazu, dass sich Zuzüger selber organisiert (organisieren muss), sprich, es entstehen halbwegs Parallelgesellschaften&#8230;</p>
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		<title>Von: Thinkabout</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2009/12/11/die-subtile-manipulation-einer-masse/comment-page-1/#comment-1180</link>
		<dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 23:50:40 +0000</pubDate>
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		<description>@Titus
Dass das Ergebnis der Sprachtests in Wien besser ausfällt als im Rest des Landes, wird hier erklärt: 
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/474744/index.do?from=simarchiv
In Wien müssen Religionslehrer eben schon seit 2006 Sprachkenntnisse beweisen, sonst werden sie gar nicht angestellt. 
Aber das ist ein Nebenschauplatz, in dem wir uns nicht verlieren müssen, nur um Recht zu behalten: Ich habe in meinen Kommentaren selbst die Bemekrung gemacht, dass ganz offensichtlich Probleme da sind, obwohl die Sprachkenntnisse eigentlich sehr gut sind und auch so nachgewiesen werden. Es ist also ein Beispiel dafür, dass diese Kenntnisse wichtig sind, es aber nicht mit Sprachtests getan ist, was ja auch logisch ist. 

Und wenn ich irgendwelche Frömmler oder eine Scientology nicht als so wichtig ansehe, so hat das wesentlich damit zu tun, dass wir es umgekehrt bei den islamistischen Bewegungen mit einer politisch operierenden oder zumindest politisch instrumentalisierten Gruppe zu tun haben - welche politisches und religiöses Leben nach dem Selbstverständnis gar nicht zu trennen vermag. Sorry, aber wenn dieser Unterschied nicht einleuchtet, dann ist jede weitere Diskussion sinnlos.

Übrigens fühle ich mich für ein Kind, das aus einer evangelikalen Familie stammend, eventuell darin behindert wird, die gleiche Bildung zu kriegen wie andere Dorfbewohner, genau so verantwortlich. Ich wage aber zu behaupten, dass es, wird in einem solchen Fall für die Bildungsinteressen des Kindes staatliche Autorität bemüht (bisher) deutlich weniger Geschrei von links gegeben hätte, das sich für die eigene Kultur der Familie stark gemacht hätte. 
Wieso, verd.... nochmal (Verzeihung), fragt man eigentlich nicht mal so rum: 
Warum soll das muslimische Kind, das bei uns aufwächst, partout weniger Recht auf Bildung haben als das Kind einer anderen Migrations- oder Glaubensgemeinschaft???</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Titus<br />
Dass das Ergebnis der Sprachtests in Wien besser ausfällt als im Rest des Landes, wird hier erklärt:<br />
<a href="http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/474744/index.do?from=simarchiv" rel="nofollow">http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/474744/index.do?from=simarchiv</a><br />
In Wien müssen Religionslehrer eben schon seit 2006 Sprachkenntnisse beweisen, sonst werden sie gar nicht angestellt.<br />
Aber das ist ein Nebenschauplatz, in dem wir uns nicht verlieren müssen, nur um Recht zu behalten: Ich habe in meinen Kommentaren selbst die Bemekrung gemacht, dass ganz offensichtlich Probleme da sind, obwohl die Sprachkenntnisse eigentlich sehr gut sind und auch so nachgewiesen werden. Es ist also ein Beispiel dafür, dass diese Kenntnisse wichtig sind, es aber nicht mit Sprachtests getan ist, was ja auch logisch ist. </p>
<p>Und wenn ich irgendwelche Frömmler oder eine Scientology nicht als so wichtig ansehe, so hat das wesentlich damit zu tun, dass wir es umgekehrt bei den islamistischen Bewegungen mit einer politisch operierenden oder zumindest politisch instrumentalisierten Gruppe zu tun haben &#8211; welche politisches und religiöses Leben nach dem Selbstverständnis gar nicht zu trennen vermag. Sorry, aber wenn dieser Unterschied nicht einleuchtet, dann ist jede weitere Diskussion sinnlos.</p>
<p>Übrigens fühle ich mich für ein Kind, das aus einer evangelikalen Familie stammend, eventuell darin behindert wird, die gleiche Bildung zu kriegen wie andere Dorfbewohner, genau so verantwortlich. Ich wage aber zu behaupten, dass es, wird in einem solchen Fall für die Bildungsinteressen des Kindes staatliche Autorität bemüht (bisher) deutlich weniger Geschrei von links gegeben hätte, das sich für die eigene Kultur der Familie stark gemacht hätte.<br />
Wieso, verd&#8230;. nochmal (Verzeihung), fragt man eigentlich nicht mal so rum:<br />
Warum soll das muslimische Kind, das bei uns aufwächst, partout weniger Recht auf Bildung haben als das Kind einer anderen Migrations- oder Glaubensgemeinschaft???</p>
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		<title>Von: Titus</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2009/12/11/die-subtile-manipulation-einer-masse/comment-page-1/#comment-1176</link>
		<dc:creator>Titus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 20:56:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.augenreiberei.ch/?p=3332#comment-1176</guid>
		<description>@ Ate
Organisiert wurde die Demo vom neu gegründeten «Islamischen Zentralrat der Schweiz», dessen Präsident genauso europäischer Herkunft ist wie jener deutsche Redner, welcher ein Einreiseverbot erhielt.  

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es ungeschickt, nicht nur gegen diesen Volksentscheid zu demonstrieren, sondern dazu noch einen fragwürdigen Redner einzuladen. Die schon lange bestehenden islamischen Verbände der Schweiz haben sich deshalb auch von dieser Demo und dessen umstrittenen (und schliesslich nicht zu Wort gekommenen) «Star-Redner» klar distanziert. 

So aus dem Bauch heraus, also ohne Belege, halte ich das Ganze für Trittbrettfahrerei einiger junger, zum Islam konvertierten Europäer, welche meinen, es besser machen zu können als die bereits bestehenden islamischen Verbände.

@ Thinkabout
Gestatte mir Dich darauf hinzuweisen - und ich bitte darum, mir den Spiegel auch vorzuhalten, sollte es mir gleich ergehen - wie undifferenziert Du argumentierst.

Zitat: «Ein paar radikale Evangelikale in einem Chrachen in irgend einem Winkel unseres Landes haben da nicht die gleiche Bedeutung – nicht mal Scientology ist von annähernd ähnlicher Tragweite.»

Mich stört diese Aussage nicht nur deshalb, weil ich sie als Behauptung erachte, sondern auch weil sie das Wegschauen legitimiert. 

Könnte es sein, dass vor einigen Jahren auch schon einige sagten, dass «ein paar radikale Muslime in einem Chrachen in irgend einem Winkel unseres Landes» keine Bedeutung hätten? Diskutieren wir hier nicht eigentlich deshalb, weil wir weggeschaut hatten?

Und ob 3 von 169 islamischen Religionslehrer in Wien (1.8 %) oder ein Drittel von 210 österreichweit Befragen (33 %) Probleme mit der deutschen Sprache haben, ist doch ein Unterschied, oder?

Warum sind diese Zahlen so wichtig?

Wenn der Gesetzgeber (das sind ja auch nur Menschen) jene Kontrollorgane schaffen sollen, die Du Dir wünschst, dann ist der Druck doch ein anderer, wenn den Parlamentariern (oder den Stimmbürgern) das Argument «33 Prozent» statt nur «1.8 Prozent» in den Kopf gesetzt wird. 

Wenn es darum geht, die richtigen Massnahmen gegen Fundamentalisten zu ergreifen, dann wäre es doch noch interessant zu wissen, was in der Grossstadt Wien anders (besser) läuft als im restlichen Österreich, oder?

Zur social correctness gehört nicht nur die Differenzierung, sondern auch die Gleichbehandlung (z. B. beim Beobachten der radikalen Elemente in unserer Gesellschaft). Sonst strafen wir auch die gemässigten Gesellschaftsteilnehmer ab und es kommt nicht zur gewünschten Flächenwirkung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ate<br />
Organisiert wurde die Demo vom neu gegründeten «Islamischen Zentralrat der Schweiz», dessen Präsident genauso europäischer Herkunft ist wie jener deutsche Redner, welcher ein Einreiseverbot erhielt.  </p>
<p>Zum jetzigen Zeitpunkt ist es ungeschickt, nicht nur gegen diesen Volksentscheid zu demonstrieren, sondern dazu noch einen fragwürdigen Redner einzuladen. Die schon lange bestehenden islamischen Verbände der Schweiz haben sich deshalb auch von dieser Demo und dessen umstrittenen (und schliesslich nicht zu Wort gekommenen) «Star-Redner» klar distanziert. </p>
<p>So aus dem Bauch heraus, also ohne Belege, halte ich das Ganze für Trittbrettfahrerei einiger junger, zum Islam konvertierten Europäer, welche meinen, es besser machen zu können als die bereits bestehenden islamischen Verbände.</p>
<p>@ Thinkabout<br />
Gestatte mir Dich darauf hinzuweisen &#8211; und ich bitte darum, mir den Spiegel auch vorzuhalten, sollte es mir gleich ergehen &#8211; wie undifferenziert Du argumentierst.</p>
<p>Zitat: «Ein paar radikale Evangelikale in einem Chrachen in irgend einem Winkel unseres Landes haben da nicht die gleiche Bedeutung – nicht mal Scientology ist von annähernd ähnlicher Tragweite.»</p>
<p>Mich stört diese Aussage nicht nur deshalb, weil ich sie als Behauptung erachte, sondern auch weil sie das Wegschauen legitimiert. </p>
<p>Könnte es sein, dass vor einigen Jahren auch schon einige sagten, dass «ein paar radikale Muslime in einem Chrachen in irgend einem Winkel unseres Landes» keine Bedeutung hätten? Diskutieren wir hier nicht eigentlich deshalb, weil wir weggeschaut hatten?</p>
<p>Und ob 3 von 169 islamischen Religionslehrer in Wien (1.8 %) oder ein Drittel von 210 österreichweit Befragen (33 %) Probleme mit der deutschen Sprache haben, ist doch ein Unterschied, oder?</p>
<p>Warum sind diese Zahlen so wichtig?</p>
<p>Wenn der Gesetzgeber (das sind ja auch nur Menschen) jene Kontrollorgane schaffen sollen, die Du Dir wünschst, dann ist der Druck doch ein anderer, wenn den Parlamentariern (oder den Stimmbürgern) das Argument «33 Prozent» statt nur «1.8 Prozent» in den Kopf gesetzt wird. </p>
<p>Wenn es darum geht, die richtigen Massnahmen gegen Fundamentalisten zu ergreifen, dann wäre es doch noch interessant zu wissen, was in der Grossstadt Wien anders (besser) läuft als im restlichen Österreich, oder?</p>
<p>Zur social correctness gehört nicht nur die Differenzierung, sondern auch die Gleichbehandlung (z. B. beim Beobachten der radikalen Elemente in unserer Gesellschaft). Sonst strafen wir auch die gemässigten Gesellschaftsteilnehmer ab und es kommt nicht zur gewünschten Flächenwirkung.</p>
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