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	<title>Kommentare zu: Färbt sie röter!</title>
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		<title>Von: Sind Boykotte sinnvoll?</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2010/03/15/farbt-sie-roter/comment-page-1/#comment-2027</link>
		<dc:creator>Sind Boykotte sinnvoll?</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 12:34:07 +0000</pubDate>
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		<description>[...] zu schauen, um die Problematik solcher Herkunftsbezeichnungen zu erkennen. Kürzlich hatten wir es hier über die so genannte «Swissness-Vorlage», welche im Parlament noch nicht behandelt [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] zu schauen, um die Problematik solcher Herkunftsbezeichnungen zu erkennen. Kürzlich hatten wir es hier über die so genannte «Swissness-Vorlage», welche im Parlament noch nicht behandelt [...]</p>
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		<title>Von: Titus</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2010/03/15/farbt-sie-roter/comment-page-1/#comment-1729</link>
		<dc:creator>Titus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 12:57:46 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;a href=&quot;http://videoportal.sf.tv/video?id=41531c9c-1b57-4581-bee9-e39cbabf11dd&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Der Fall mit den Mondaine-Uhren&lt;/a&gt; kam ja kürzlich im «Eco». 

Wenn wir ehrlich sind, hat Mondaine jahrelang davon profitiert, Billig-Komponenten aus dem Fernen Osten einzukaufen und dann später unter dem Laben «Made in Switzerland» zu verkaufen. 

Vom sozialen Aspekt her spielt das Label eine zweitrangige Rolle. Was hier aufgrund dieser Vorlage deutlich wird, ist das bekannte «Nord-Süd-Gefälle». Das gilt übrigens auch für die anderen Beispiele oben: Steht beispielsweise «Nokia» drauf, haben wir Konsumenten den Eindruck, wir würden ein erstklassiges High-Tech-Produkt in den Händen halten. Und High-Tech kann doch nichts Schmutziges dran haben, nicht wahr?

Das Label, ob nun «Made in Switzerland» oder «Nokia» oder «Coca Cola» oder ... ist mir letzten Endes egal, sofern wenigstens die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer im Fernen Osten in etwa unseren Arbeitsbedinungen entsprechen (korrekter Lohn gemäss den örtlichen Gegebenheiten, Arbeitsvertrag, Kündigungsfrist, Arbeitslosenversicherung usw.). Das wird allerdings kaum möglich sein... :-(

Wir können den Spiess auch umdrehen: Durch den Einkauf ausländischer Billig-Komponenten hat Mondaine Arbeitsplätze ins Ausland verlagert - nur spricht davon niemand...

Ich frage mich zudem, ob beispielsweise die Herstellung von Zifferblätter in der Schweiz soviel teurer sein soll. Ich sehe die Hauptarbeit vielmehr im Zusammensetzen der Uhr, was ja weiterhin in der Schweiz geschieht. Die einzige Erklärung scheint mir zu sein, dass die Herstellung dieser Komponente im Fernen Osten eben nicht so automatisiert erfolgt, wie ich mir das vorstelle...

Last but not least: Wer eine Billig-Uhr kaufen will, der futiert sich um das Label «Made in Switzerland». Dem ist der Preis wichtiger. Und wer trotzdem darauf achtet, der zweifelt (zu Recht), ob eine «Schweizer» Uhr wirklich so billig sein kann...

Die Sache hat allerdings auch einen berechtigten Haken: Andere Länder können weiter mauscheln, weil auch da niemand genau hinschaut - siehe Beispiel Nokia und Coca Cola. Darum bräuchte es die gewünschte Transparenz bezüglich Herkunft weltweit auf allen Produkten...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=41531c9c-1b57-4581-bee9-e39cbabf11dd" rel="nofollow">Der Fall mit den Mondaine-Uhren</a> kam ja kürzlich im «Eco». </p>
<p>Wenn wir ehrlich sind, hat Mondaine jahrelang davon profitiert, Billig-Komponenten aus dem Fernen Osten einzukaufen und dann später unter dem Laben «Made in Switzerland» zu verkaufen. </p>
<p>Vom sozialen Aspekt her spielt das Label eine zweitrangige Rolle. Was hier aufgrund dieser Vorlage deutlich wird, ist das bekannte «Nord-Süd-Gefälle». Das gilt übrigens auch für die anderen Beispiele oben: Steht beispielsweise «Nokia» drauf, haben wir Konsumenten den Eindruck, wir würden ein erstklassiges High-Tech-Produkt in den Händen halten. Und High-Tech kann doch nichts Schmutziges dran haben, nicht wahr?</p>
<p>Das Label, ob nun «Made in Switzerland» oder «Nokia» oder «Coca Cola» oder &#8230; ist mir letzten Endes egal, sofern wenigstens die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer im Fernen Osten in etwa unseren Arbeitsbedinungen entsprechen (korrekter Lohn gemäss den örtlichen Gegebenheiten, Arbeitsvertrag, Kündigungsfrist, Arbeitslosenversicherung usw.). Das wird allerdings kaum möglich sein&#8230; <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir können den Spiess auch umdrehen: Durch den Einkauf ausländischer Billig-Komponenten hat Mondaine Arbeitsplätze ins Ausland verlagert &#8211; nur spricht davon niemand&#8230;</p>
<p>Ich frage mich zudem, ob beispielsweise die Herstellung von Zifferblätter in der Schweiz soviel teurer sein soll. Ich sehe die Hauptarbeit vielmehr im Zusammensetzen der Uhr, was ja weiterhin in der Schweiz geschieht. Die einzige Erklärung scheint mir zu sein, dass die Herstellung dieser Komponente im Fernen Osten eben nicht so automatisiert erfolgt, wie ich mir das vorstelle&#8230;</p>
<p>Last but not least: Wer eine Billig-Uhr kaufen will, der futiert sich um das Label «Made in Switzerland». Dem ist der Preis wichtiger. Und wer trotzdem darauf achtet, der zweifelt (zu Recht), ob eine «Schweizer» Uhr wirklich so billig sein kann&#8230;</p>
<p>Die Sache hat allerdings auch einen berechtigten Haken: Andere Länder können weiter mauscheln, weil auch da niemand genau hinschaut &#8211; siehe Beispiel Nokia und Coca Cola. Darum bräuchte es die gewünschte Transparenz bezüglich Herkunft weltweit auf allen Produkten&#8230;</p>
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		<title>Von: Bobsmile</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2010/03/15/farbt-sie-roter/comment-page-1/#comment-1728</link>
		<dc:creator>Bobsmile</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 23:23:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin für Swiss Banana Flakes und Zitronengrassorbet. 

Gemäss der erwähnten St.Galler Studie erkennen 75% ein Schweizer Produkt am Schweizerkreuz. (Vorsicht, erkennen heisst nicht kaufen.)
Und sie erwarten 70%-80% der Herstellung und Entwicklung in der Schweiz, nicht nur 60%.
Aber eben, Erwartungshaltung und Wahrnehmung sind zwei paar Rohnersocken. Hübsch verpackt bleibt und schmeckt die Schweizer Schoggi eben (nach) Schweizer Schoggi. 
So wie Päcklitomatensuppe und eine richtige Tomatensu... , aber das ist eine andere Baustelle. :-)

@kikri/Uhrenbranche
Leider profitieren von der &quot;swissness&quot; - Vorlage wieder mal nur die grossen Konzerne (Swatch Group, Rolex und Co), die kleineren Uhrenunternehmungen (z.B. Mondaine) haben keine Möglichkeit, die Mehrkosten für 60% Schweizer Wertanteil bei Quarz und 80% bei mechanischen Uhren abzuwälzen, ohne an Konkurrenzfähigkeit zu verlieren. Das eben geschaffene Werk in Biberist SO und somit mehrere Arbeitsplätze, wären bereits schon wieder gefährdet.

Aber das ist dann wohl der Preis, den die Gesellschaft für die aus dem Schweizer Selbstbewusstseins - Hype von 2007 entwachsene Edelmarke &quot;swissness&quot; zu zahlen hat. Also, wer hat&#039;s erfunden?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin für Swiss Banana Flakes und Zitronengrassorbet. </p>
<p>Gemäss der erwähnten St.Galler Studie erkennen 75% ein Schweizer Produkt am Schweizerkreuz. (Vorsicht, erkennen heisst nicht kaufen.)<br />
Und sie erwarten 70%-80% der Herstellung und Entwicklung in der Schweiz, nicht nur 60%.<br />
Aber eben, Erwartungshaltung und Wahrnehmung sind zwei paar Rohnersocken. Hübsch verpackt bleibt und schmeckt die Schweizer Schoggi eben (nach) Schweizer Schoggi.<br />
So wie Päcklitomatensuppe und eine richtige Tomatensu&#8230; , aber das ist eine andere Baustelle. <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>@kikri/Uhrenbranche<br />
Leider profitieren von der &#8220;swissness&#8221; &#8211; Vorlage wieder mal nur die grossen Konzerne (Swatch Group, Rolex und Co), die kleineren Uhrenunternehmungen (z.B. Mondaine) haben keine Möglichkeit, die Mehrkosten für 60% Schweizer Wertanteil bei Quarz und 80% bei mechanischen Uhren abzuwälzen, ohne an Konkurrenzfähigkeit zu verlieren. Das eben geschaffene Werk in Biberist SO und somit mehrere Arbeitsplätze, wären bereits schon wieder gefährdet.</p>
<p>Aber das ist dann wohl der Preis, den die Gesellschaft für die aus dem Schweizer Selbstbewusstseins &#8211; Hype von 2007 entwachsene Edelmarke &#8220;swissness&#8221; zu zahlen hat. Also, wer hat&#8217;s erfunden?</p>
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