«Die Atomlüge»

Die AKW-Frage wird in nächster Zeit die Schweiz im Allgemeinen und den Kanton Bern im Speziellen beschäftigen. Sie beschäftigt allerdings auch unsere Nachbarn im Norden. Darum lohnt sich ein Blick über die Grenzen.

Die mächtige Atom-Lobby verfügt über grosse finanzielle Mittel um ein positives Bild über die Herstellung von Strom aus AKWs zu vermitteln. Es wird dabei nicht davor zurückgeschreckt, auch mit falschen Argumenten zu operieren.

Demgegenüber verfügen die Gegner kaum über die notwendigen Mittel, um viel Gegensteuer geben zu können. Dafür gibt es verschiedene Dokumentationen zu diesem Thema – allerdings keine, welche Atomstrom nur Positives abgewinnen könnte.

Anderes Land, aber die gleichen Fragen

Eine dieser Dokumentationen mit Titel «Die Atomlüge» stammt von Gesine Enwaldt vom NDR. Diese wurde erstmals am 26. Juli 2010 auf «Phoenix» im Doku-Format «45 Min» ausgestrahlt (dementsprechend dauert die Doku auch so lange) und ist darum auch noch relativ aktuell.

Sie gibt spannende, verblüffende, peinliche und erschreckende Einblicke in die Situation in Deutschland und zwar vor allem bezüglich Sicherheit, Katastrophenschutz und Endlagerung der atomaren Abfälle. Auch wenn Deutschland nicht mit der Schweiz vergleichbar ist, stellen sich letzten Endes eben doch die gleichen Fragen.

Darum: Schauen Sie rein und stellen Sie sich dabei die Frage, wie das denn in der Schweiz aussieht. Spannende Unterhaltung!

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

3 Antworten auf „«Die Atomlüge»“

  1. Krass, wie zum Teil mit nicht belegbaren Argumenten von geschmierten entlöhnten Gesundheitsexperten, Verharmlosen von bekannten Gefahren und uneingeschränktes Vertrauen in die Technik, die für 200000 (sic!) Jahre strahlenden Abfall produzierende Atomwirtschaft verteidigt wird.

    Und bei uns?
    Nachdem nun die unterschlagene Information über die zusätzlich geplanten übergrossen Zwischenlager ebenfalls an die Öffentlichkeit drang, (ohne den Weg in die Abstimmungsunterlagen gefunden zu haben), und Regierungsrätin Barbara Egger, anstatt die positive Stellungnahme zu Handen des Bundes zu übermitteln, sich erst mal vehement gegen die Atomkraft stellte, bin ich gespannt, welche Angst am 13.01.2011 mehr überwiegt. Die Angst vor der lebenseinschränkenden Stromlücke oder die Angst vor der lebensbedrohenden Strahlenbelastung.

  2. @ Bobsmile
    Das nicht erwähnen des ZwiLa ist dahingehend für die AKW-Gegner gut als dass es unterstreicht, nicht immer über alle Fakten informiert worden zu sein. Dieser Eindruck dürfte bei vielen schon vorher unterschwellig vorhanden gewesen sein und wurde nun bestätigt.

    Nicht über die Fakten informiert worden zu sein heisst eben auch, dass wir nie im Dunkeln sitzen werden, so wie das die Befürworter suggerieren. Der grösste Stromverbrauch findet nämlich kurz vor Mittag statt – und da ist es hell. Nachts würden hingegen die Wasserkraftwerke bei weitem ausreichen. Also blieben wohl eher Maschinen tagsüber stehen als dass uns das Licht nachts ausginge…

    Zu den Ängsten: Da ist es eben auch wichtig, den Finger auf die Alternativen zu halten. Im Gegensatz zu noch vor 30 Jahren gibt es heute solche Alternativen – wenn man denn will…

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