Archiv für die Kategorie „Frau Habermacher“
Völlig unverhofft – wie immer bei Frau Habermacher, Hausfrau, Mutter und Nachbarin zur Augenreiberei – klingelte es heute morgen an der Tür. Nun sitzen wir da, eine Tasse Tee vor uns, und führen ein Zwiegespräch…
«Bringt das was?»
«Was?», frage ich zurück.
«Na das… wie nannten Sie es doch gleich? Blocken?» und deutet mit dem Kopf in Richtung meines Bildschirms, auf dem eindeutig mein Blog zu sehen ist.
«Sie meinen bloggen?»
«Genau! Bloggen.»
«Na ja…» beginne ich zögerlich.
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Es war einmal… eine Welt, in welcher die einzelnen Staaten mehr oder weniger in sich geschlossene, wirtschaftliche Einheiten waren. Doch die Zeiten haben sich geändert und eine verstärkte, internationale Koordination tut Not…
Die (etwas andere) Geschichte zum Sonntag
In dem Moment, in dem ich meine Hände nach Abschluss der wöchentlichen Haushaltsreinigung wasche, klingelt es an der Tür zur Augenreiberei. Noch immer die Hände mit dem Handtuch trocknend nähere ich mich dieser und öffne sie schliesslich ohne vorgängigen Blick durch den Türspion.
Der Klang der Türklingel verriet mir bereits, dass jemand die Klingel direkt neben der Türe betätigte und nicht etwa unten beim Eingang. Dieses Klingeln hätte anders getönt. So ahne ich irgendwie bereits, wer da vor der Türe steht…
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Es war einmal… eine Schweiz, in welcher ein Bundesratskandidat zur richtigen Partei gehören und im richtigen Kanton wohnen musste, um wählbar zu sein. Doch die Zeiten ändern sich…
Die (etwas andere) Geschichte zum Sonntag
«Hu-hu!» höre ich da hinter mir jemand mit schrillender Stimme rufen, währenddem ich dem Trottoir* entlang nach Hause in Richtung Augenreiberei laufe.
Ähnlich dem Pfeifen nach einem Hund reagiere ich auf solche unpersönlichen Rufe eigentlich nicht. Eigentlich. Ausser eben man hört ein zweites Mal diesen Ruf, was diesmal auch tatsächlich der Fall ist: «Hu-hu!».
So drehe ich meinen Kopf nach dem Ruf hinter mir und erblicke sie, Frau Habermacher, Hausfrau, Mutter und Nachbarin zur Augenreiberei. Sie winkt mir zu, wohl erfreut darüber, dass ich sie nun entdeckt habe.
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Es war einmal… eine Welt, in welcher jede und jeder eigenständiger war als heute. Das erforderte viel von jedem Einzelnen, mussten doch alle alles können. Dafür war die Abhängigkeit von den Anderen viel kleiner…
Die (etwas andere) Geschichte zum Sonntag
Die Kundin vor mir ist soeben mit dem Bezahlen ihres Einkaufs fertig, sodass nun ich an der Reihe bin. Da höre ich hinter mir das Näherkommen eines metallischen Schepperns. Da meine Unterstützung fürs Einscannen meiner Artikel nicht erforderlich ist drehe ich mich um, um nach diesem merkwürdigen, immer lauter werdenden Geräusch zu schauen.
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Es war einmal… eine Welt, in welcher das «Wir» noch als Gemeinschaft, auch als Zeichen der Solidarität zu anderen verstanden wurde. Doch die Zeiten ändern sich eben und mit ihnen auch die Bedeutung des «Wir»…
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Es war einmal… eine Welt, bestehend aus unzähligen Nationen, in welchen wiederum unzählige Sprachen gesprochen wurden. Das hat die Verständigung untereinander nicht vereinfacht. Doch die Tendenz in Richtung einer «Vereinheitlichung» der Sprache birgt auch so ihre Gefahren…
Die (etwas andere) Geschichte zum Sonntag
Eines dieser Länder mit unzähligen Sprachen ist die Schweiz. Sie kennt vier Landessprachen, drei Amtssprachen und zahlreiche weitere Sprachen aufgrund ihres Ausländeranteils von einem Fünftel der gesamten Bevölkerung.
Und die Schweiz kennt das Absurdum, dass die meist gesprochene Sprache der Schweiz, das Schweizerdeutsch, weder Landessprache noch Amtssprache ist. Diese Sprache ist wohl zu facetten- respektive zu dialektreich als dass sie je Einzug in die Schweizerische Bundesverfassung gefunden hätte.
Doch diese «Geheimsprache des trotzigen Alpenvolkes», wie es böse Zungen auch nennen, wird unter den Geheimsprachigen in eben dieser Schweiz meistens am besten verstanden. Meistens.
Denn wie im Hochdeutschen halten auch im Schweizerdeutsch neue Begriffe Einzug, welche nicht immer von allen sofort verstanden werden, so auch nicht von Frau Habermacher, Hausfrau, Mutter und Nachbarin zur Augenreiberei. Daraus ergeben sich dann ganz merkwürdige Gespräche…
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Es war einmal… eine Welt, in welcher die Börsen dieser Welt in den Nachrichten keine Rolle spielten. Was lebten wir doch glücklich und zufrieden in den Tag hinein, so ganz ohne Dow und Jones, DAX oder SMI…
Die Geschichte zum Sonntag
Eigentlich glaubte man, dass man das 1929 gesehene Gesicht der bösen Hexe «Börsencrash» nie mehr sehen würde. Die Welt wurde 1987 eines Besseren belehrt. Ab diesem Zeitpunkt gehörte es zum guten Ton jedes Mediums, den Stand des Dow-Jones-Indexes oder des SMI bekannt zu geben.
Was hinter dem Begriff «SMI» genau steckt, wissen zwar die Wenigsten. Die Vermutung, es handle sich um einen Sado-Maso-Index, ist offiziell zwar falsch. Inoffiziell ist jedoch bekannt, dass, wer an der Börse handelt, schon eine gehörige Portion Masochismus mit sich bringen muss. Denn die böse Hexe zeigte in den vergangenen 20 Jahren immer wieder mal ihre sadistische Ader.





