<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Augenreiberei, die; -, -en &#187; In eigener Sache</title>
	<atom:link href="http://www.augenreiberei.ch/category/in-eigener-sache/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.augenreiberei.ch</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Sep 2010 10:59:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Blog-Empfehlungen</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2010/06/29/blog-empfehlungen/</link>
		<comments>http://www.augenreiberei.ch/2010/06/29/blog-empfehlungen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 02:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Blogroll]]></category>
		<category><![CDATA[Technische Einschränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Umleitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.augenreiberei.ch/?p=5103</guid>
		<description><![CDATA[Heute gibt es hier drei Blogempfehlungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Dienstag und morgen Mittwoch bekommt die Augenreiberei einen neuen «Unterbau»: Beim Hosting-Provider steht ein Systemwechsel an.</p>
<p>Die gute Nachricht zuerst: Sie sollten diese Seiten und die Beiträge trotzdem uneingeschränkt anschauen können.</p>
<p>Die schlechte Nachricht: Die Kommentarfunktion wird temporär bis und mit Mittwoch Abend ausgeschaltet sein.</p>
<p>Dies bietet eine gute Gelegenheit, Sie auch einmal auf einige Blogs in der Blogroll aufmerksam zu machen. Nachfolgend werden jene drei Blogs vorgestellt, welche noch nicht so lange in der Blogroll stehen und Sie daher wahrscheinlich noch nicht kennen. Und: Wo Sie zurzeit problemlos einen Kommentar abgeben können.</p>
<h6><span id="more-5103"></span></h6>
<table border="0">
<tbody></tbody>
<col width="180"></col>
<col width="390"></col>
<tbody>
<tr>
<td>
<h2>contextlink</h2>
<p><a href="http://www.contextlink.blogspot.com/" target="_blank"><img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Blogroll/2010/contextlink.jpg" alt="" width="150" /></a></td>
<td>
<p style="text-align: justify;">Andrea Müller berichtet darin regelmässig über «Hintergründe,  Zusammenhänge, Anderes und Unwichtiges». Von Letzterem kann allerdings  kaum die Rede sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Oder finden Sie etwa die ad acta gelegte Korruption durch die FIFA  unwichtig, also jenen Zürcher Verein, der zurzeit in Südafrika  Milliardenumsätze macht?</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders schätzenswert ist der häufige Blick ins Ausland, der nicht  bloss bis nach Deutschland reicht. Selten findet sich ein Schweizer  Blog, welches sich diesem Blickwinkel annimmt.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<h2>Gesellschaft, Behinderung und Invaliden-versicherung</h2>
<p><a href="http://ivinfo.wordpress.com/" target="_blank"><img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Blogroll/2010/IV-Info.jpg" alt="" width="150" /></a></td>
<td style="text-align: justify;">Menschen mit einer Behinderung lösen bei vielen häufig drei Dinge  aus. Zuerst ist da eine gewisse Zurückhaltung oder gar Scham, weil wohl  viele nicht wissen, wie sie mit behinderten Menschen umgehen sollen.</p>
<p>Dann folgt das Mitleid, das zwar gut gemeint ist, den Betroffenen  aber nicht wirklich etwas bringt…</p>
<p>Und schliesslich folgt eine Art Diskriminierung, indem Behinderte  vielfach nur als «Kostenfaktor» betrachtet werden. Je nach politischen  Entscheiden kann das sogar zur Ausgrenzung führen.</p>
<p style="text-align: justify;">Darum ist es gut, dass Mia regelmässig den Finger aufs Spannungsfeld  Gesellschaft – Behinderung – IV hält. Es gibt den so genannten  «Nicht-Behinderten» Einblicke, die einem sonst verwehrt blieben.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<h2>LAMM – Liga der aussergewöhn-lichen Montags-mailer</h2>
<p><a href="http://montagsmailer.ch/" target="_blank"><img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Blogroll/2010/LAMM.jpg" alt="" width="150" /></a></td>
<td style="text-align: justify;">Die montagsaktiven LÄMMer sind wohl der Schreck aller Konsumenten-  und Kundendienste – und der Grund dafür, weshalb man in der  Augenreiberei auch keinen Kundendienst anbietet… <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Sie stellen kritische Fragen an Hersteller oder Grossverteiler zu  einem spezifischen Produkt. Sie tun das aber nicht auf die langweilige  Weise, sondern zum Beispiel so (Auszug einer E-Mails an Coop):</p>
<blockquote><p>«Letzthin wollte ich im Coop mal wieder Fisch kaufen. Da fiel mir ein  Produkt ins Auge, «Tilapiafilets» (Zucht), Herkunft: Zimbabwe. Da ich  kürzlich einen Zeitungsartikel zum Thema Zimbabwe las, wusste ich, dass  die Menschen dort sehr wenig zu essen haben. Ausserdem fand ich heraus,  dass in dem Land schon lange ein Diktator Mugabe regiert. Als ich dann  im Regal den Fisch liegen sah, fragte ich mich unwillkürlich ob ich mich  als Konsument nicht mitschuldig an der Misere mache, wenn ich den Fisch  von dort kaufe…»</p></blockquote>
<p>Die Antwort auf diese Anfrage (und viele weitere Anfragen) gibt es  LAMM zu lesen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Aber natürlich steht es Ihnen frei, auch die anderen Blogs in der Blogroll aufzusuchen. Wenn Sie wissen wollen, was in diesen zurzeit geschrieben steht, können Sie das unter <strong><a href="http://www.augenreiberei.ch/was-andere-schreiben/" target="_self">«Was andere schreiben»</a></strong> nachschauen.</p>
<p>Übrigens, wann waren Sie das letzte Mal in der <strong><a href="http://blogbibliothek.ch/" target="_blank">Blogbibliothek</a></strong>?</p>
<p>P.S. Die Links der drei oben genannten Blogs befinden sich hinter dem jeweiligen Bild.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.augenreiberei.ch/2010/06/29/blog-empfehlungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Rache des bösen Wolfes?</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2010/05/27/die-rache-des-bosen-wolfes/</link>
		<comments>http://www.augenreiberei.ch/2010/05/27/die-rache-des-bosen-wolfes/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 May 2010 04:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Crash]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Windows]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.augenreiberei.ch/?p=4818</guid>
		<description><![CDATA[Über die Technologie definieren wir heute vielfach, was Fortschritt ist. Doch was technologisch ausgereift erscheint, hat manchmal vielleicht auch nur eine schöne Verpackung...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über die Technologie definieren wir heute vielfach, was Fortschritt ist. Doch was technologisch ausgereift erscheint, hat manchmal vielleicht auch nur eine schöne Verpackung&#8230;</strong></p>
<p>Zurzeit tönt es in der Augenreiberei etwa so – wenn auch nicht in dem rasanten Tempo und mit diesem regelmässigen Rhythmus:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/dsU3B0W3TMs&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/dsU3B0W3TMs&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;rel=0" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<h6><span id="more-4818"></span></h6>
<h2>The same procedure as every year</h2>
<p>Ja, der Moment ist wieder einmal gekommen, den PC neu aufzusetzen, weil es zurzeit fast nur noch «tönt».  Man könnte fast meinen, der böse Wolf aka Microsoft (Windows) übe Rache ob <a href="http://www.augenreiberei.ch/2010/05/17/wolf-im-schafspelz/" target="_self">dem Artikel von letzter Woche</a>… <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Anzeichen dafür gab es keine – nicht einmal einen «schweren Ausnahmefehler». Dabei mag ich diesen schweren Ausnahmefehler. Ehrlich! Zwar nicht inhaltlich, aber textuell, weil dessen Ersteller doch immerhin Humor bewies:</p>
<p>Ein Fehler ist ja schon an sich eine Ausnahme (hoffentlich&#8230;). Aber ein Ausnahmefehler, das ist etwa vergleichbar mit einem fünfblättrigen Kleeblatt; schon ein vierblättriges Kleeblatt ist eine Ausnahme, da muss ein fünfblättriges wirklich ein Ausnahmefehler sein…</p>
<p>Aber es kommt noch besser: Es ist nicht einfach ein leichter Ausnahmefehler, nein, es ist ein <em>schwerer</em> Ausnahmefehler. Das wäre dann etwa so, wie wenn das fünfblättrige Kleeblatt ein Kilogramm schwer wäre – oder so ähnlich… Und wenn es davon gar mehrere gibt – ach, ich mag mir diese Wiese gar nicht erst vorstellen…</p>
<p>Nun, eben, den Ausnahmefehler gab es nicht und auch sonstige Anzeichen blieben aus. Vielleicht ist es ja auch ein Hardware-Problem. Oder doch eher ein bis anhin unbekannter Virus?</p>
<h2>Ein schwieriger Patient</h2>
<p>Der Patient Windows ist ohnehin ein sehr schwieriger Fall. Gesundheitliche Probleme der Kategorie «Registry» beispielsweise schlägt er konsequent in den Wind, obschon er davon regelmässig heimgesucht wird.</p>
<p>Zu einer vorbeugenden Behandlung muss er deshalb mit Generika von Drittherstellern (ein Originalmedikament gibt es eigentlich gar nicht) gezwungen werden. Die Wirksamkeit dieser Generikas ist allerdings auch nicht immer eindeutig…</p>
<p>Unausgewogene Ernährung führen manchmal zu einem Mangel an dll-Vitaminen und sonstigen Spurenelementen, welche normalerweise sein organisches System in Schwung halten. Man sieht diesen Mangel dem Patienten jedoch selten an, weshalb auch hier mittels speziellen Tests laufend nach Mangelerscheinungen gesucht werden muss &#8211; oder müsste &#8211; um sie richtig zu behandeln.</p>
<p>Wenn er sich dann doch zu seinem Zustand äussert, ist es meistens nicht nur zu spät, sondern er tut das auch auf eine Weise, die niemand wirklich versteht. Oder verstehen Sie immer, was Ihnen Ihr manchmal kränkelnder Patient eigentlich sagen will?</p>
<p>Es kann sogar vorkommen, dass ihm die Luft weg bleibt und sein Gesicht blau anläuft. Die meisten seiner Art sind jedoch Stehaufmännchen und sind &#8211; nachdem sie geprüft haben, ob noch alles dran ist &#8211; bald wieder voll einsatzbereit.</p>
<p>Was auch immer geschieht und was auch immer unausgesprochen bleibt: So schnell gibt man einen Patienten nicht auf! Das Problem ist nur: Eine ärztliche Behandlung hat ihren Preis und eine Krankenversicherung existiert nicht.</p>
<p>Darum müssen Sie selber Arzt spielen und mit Hausmittelchen versuchen, den Gesundheitszustand zu verbessern. Das ist dann – um bei den Vergleichen zu bleiben – etwa so, wie wenn Sie selber Automechaniker spielen müssten um herauszufinden, weshalb Ihr Auto nicht mehr anspringt oder warum der Blinker rechts vorne trotz ausgewechselter Glühbirne nicht mehr tut.</p>
<p>Sie <span style="text-decoration: line-through;">googeln</span> bingen dann, was das Zeug hält und stellen fest: Sie sind nicht der Einzige, der für seinen Patienten gegen die gleichen Symptome zu kämpfen hat und nach möglichen Ursachen sucht. Es gibt ein breites Spektrum an Hilfe zur Selbsthilfe.</p>
<p>Das wäre dann etwa so, wie wenn Automobilisten, deren Auto von den Herstellern wegen klemmenden Gaspedalen zurückgerufen werden musste, anderen Automobilisten erklärten, wie sie diese Gaspedalen selber auszutauschen haben…</p>
<h2>Aufwändige Rehabilitation</h2>
<p>Der Grund für diese weite Verbreitung der Selbsthilfe liegt darin, dass der Erzeuger Ihres Patienten jede Verantwortung von sich weist und keinerlei Unterstützung garantiert.</p>
<p>Schuld hat ohnehin immer der Benutzer, denn diesem ist es ja in den Sinn gekommen, <span style="text-decoration: line-through;">aufs klemmende Gaspedal zu drücken</span> den Patienten für seine Zwecke zu nutzen. Um die Benutzer trotzdem bei Laune zu halten und um von ihnen nicht wegen jedem Husten die entsprechende Pflege fürs Auskurieren abzuverlangen, gibt es immerhin gelegentlich eine Update-Impfung.</p>
<p>Und – auch das eine Feststellung – jeder Patient ist nicht nur anders und erlaubt daher keine pauschale Gleichbehandlung, sondern er ist auch ein äusserst komplexes Wesen. Darum gehörte er eigentlich in fachmännische Hände.</p>
<p>Nun, mein Patient wird im Moment quasi noch künstlich am Leben erhalten. Das erlaubt mir, auch das letzte, bisher noch ungesicherte Stück seiner Memoiren zu schreiben und so für die Ewigkeit zu erhalten.</p>
<p>Anschliessend folgen Wiederbelebungsversuche, welche zu einem vollständigen Gedächtnisverlust führen werden. Und weil das Ganze etwas Zeit beansprucht und der Mann von der Ersatzbank eben nur die zweite Garde ist, wird es hier in den nächsten ein, zwei Tagen etwas ruhiger.</p>
<p>Sollte der Patient irreparable Schäden aufweisen, wird es den bösen Wolf bald nicht mehr geben. Dann hat wohl die Stunde des <a href="http://www.linux.org/" target="_blank">Pinguins</a> geschlagen. Vielleicht bringt der ja nicht nur eine ganz nett wirkende Oberfläche mit sich, sondern echten Fortschritt…</p>
<p>Bis dahin können Sie ja <strong><a href="http://www.ralf-kinas.de/index.html?http://www.ralf-kinas.de/fun/ms_witze.htm" target="_blank">diese Anekdote</a></strong> (wieder einmal) lesen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/Message.jpg" alt="" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.augenreiberei.ch/2010/05/27/die-rache-des-bosen-wolfes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein augenreibendes Jahr</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2010/05/05/ein-augenreibendes-jahr/</link>
		<comments>http://www.augenreiberei.ch/2010/05/05/ein-augenreibendes-jahr/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 May 2010 12:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frau Habermacher]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Augenreiberei]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.augenreiberei.ch/?p=4691</guid>
		<description><![CDATA[Völlig unverhofft – wie immer bei Frau Habermacher, Hausfrau, Mutter und Nachbarin zur Augenreiberei – klingelte es heute morgen an der Tür. Nun sitzen wir da, eine Tasse Tee vor uns, und führen ein Zwiegespräch…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Völlig unverhofft – wie immer bei <a href="http://www.augenreiberei.ch/category/frau-habermacher/" target="_self">Frau Habermacher</a>, Hausfrau, Mutter und Nachbarin zur Augenreiberei – klingelte es heute morgen an der Tür. Nun sitzen wir da, eine Tasse Tee vor uns, und führen ein Zwiegespräch…</strong></p>
<p>«Bringt das was?»</p>
<p>«Was?», frage ich zurück.</p>
<p>«Na das… wie nannten Sie es doch gleich? Blocken?» und deutet mit dem Kopf in Richtung meines Bildschirms, auf dem eindeutig mein Blog zu sehen ist.</p>
<p>«Sie meinen bloggen?»</p>
<p>«Genau! Bloggen.»</p>
<p>«Na ja…» beginne ich zögerlich.</p>
<h6><span id="more-4691"></span></h6>
<p>«Wasss ‚na ja’?» hakt sie sofort und zischend nach, so als ob sie schon im Vornherein für sich ausgemacht hatte, ein Haar in meinem Tee zu finden.</p>
<p>«Na ja…» versuche ich es erneut.</p>
<p>«Nun bekennen Sie doch endlich Farbe!», fährt sie mir sogleich barsch wieder ins Wort, «so wie das politische Parteien auch immer tun!»</p>
<p>«Die bekennen doch vor allem <a href="http://www.augenreiberei.ch/2010/04/11/weltfremd-vielleicht/" target="_self">nur über ihr Logo Farbe</a>», entgegne ich ihr.</p>
<p>«Da haben Sie wohl recht», gibt sie kleinlaut von sich. «Und? Was bringt’s?»</p>
<p>Ich hole aus zu einer rhetorischen Pause, bevor ich ihr ganz ruhig antworte: «Erkenntnis».</p>
<p>«Erkenntnis?», fragt sie ungläubig zurück.</p>
<p>«Genau, Erkenntnis», wiederhole ich mich.</p>
<p>«Klingt langweilig», meint sie nun etwas abwesend, greift zur Teetasse, nimmt einen Schluck, blickt zum Fenster hinaus und stellt die Tasse wieder neben sich hin.</p>
<p>«Finde ich nicht», widerspreche ich ihr und hole damit ihre Aufmerksamkeit wieder zurück ins Wohnungsinnere.</p>
<p>«Erkenntnis…», seufzt sie vor sich hin, bevor ihr Geist dann doch wieder ganz erwacht: «Ja worüber denn?»</p>
<p>«Bankspesen», gebe ich trocken zurück.</p>
<p>Erneut trifft mich ihr fragender Blick: «Bankspesen?»</p>
<p>«Ja, Bankspesen. Welche Bank verlangt am meisten davon und wie viel bleibt Ihnen von Ihrem Zins nach Abzug der Spesen.»</p>
<p>«Ja und? Ist es die UBS?»</p>
<p>Ich zucke mit den Schultern und blicke nun meinerseits abwesend zum Fenster hinaus.</p>
<p>«Nun sagen Sie schon!», fordert sie mich schon nach wenigen Sekunden erneut auf.</p>
<p>«Warum sollte ich?»</p>
<p>«Weil ich es als UBS-Kundin wissen möchte!», schreit sie mich schon beinahe an.</p>
<p>«Ja aber dann erlangen Sie eine Erkenntnis, welche Sie vorhin noch als langweilig hingestellt hatten.»</p>
<p>Jetzt verdreht sie ihre Augen, wohl weil sie sich selber über ihre frühere Aussage ärgert.</p>
<p>«Aber Sie können es ja <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/06/07/die-wahl-der-%C2%ABrichtigen%C2%BB-bank/" target="_self">nachlesen</a>, wenn Sie wollen.»</p>
<p>«Liest denn so was jemand, liest denn überhaupt jemand, was Sie da so in Ihren Blog reinschreiben?»</p>
<p>«Das kommt schon mal vor», gebe ich viel oder nichts sagend zurück.</p>
<p>«Viele?», fragt Frau Habermacher neugierig nach.</p>
<p>«Einige», meine knappe Antwort.</p>
<p>«Wie viele einige?»</p>
<p>«Die Zahl ist nicht so wichtig. Schauen Sie: Gewisse Zeitungen weisen eine grosse Leserschaftszahl aus – und werden trotzdem nicht gelesen.»</p>
<p>«Wie bitte?»</p>
<p>«Sie haben mich schon richtig verstanden. Eine Zeitung gilt statistisch dann als gelesen, wenn sie durchgeblättert wird.»</p>
<p>«Ja und?»</p>
<p>«Viele Artikel bleiben somit ungelesen. Oder lesen Sie jeden Artikel in einer Zeitung?»</p>
<p>«Um Himmels Willen nein! Ich habe schon lange damit aufgehört, die Schandtaten <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/07/26/vorhersagen/" target="_self">dieses Jones</a> zu verfolgen. Wie hiess er doch gleich wieder mit vollem Namen?», fragt sie sich selber, bevor sie die Antwort gefunden hatte: «Ach ja, Dow Jones hiess der Mann.»</p>
<p>Ich verkneife mir ein Schmunzeln und fahre fort: «Sehen Sie, Zahlen sind nicht so wichtig. Was wirklich zählt, ist das, was beim Einzelnen haften bleibt.»</p>
<p>«Und was bleibt haften?» Diese Frage musste ja kommen…</p>
<p>«Ich weiss es nicht.»</p>
<p>Nun hebt sich ihre rechte Augenbraue, sodass ihr Gesicht eine Mimik einnimmt, durch welche das Aussprechen der nächsten Frage sich erübrigt.</p>
<p>«Ich weiss es wirklich nicht», höre ich mich schon fast entschuldigend und mit angehobenen Schultern sagen. «Niemand dürfte nach dem Lesen einer meiner Artikel gleich sein gesamtes Leben auf den Kopf stellen – aber einige Gedankenanstösse werden wohl schon haften bleiben», füge ich noch hinzu.</p>
<p>«Ja wissen Sie den wenigstens, wer mitliest?», höre ich von ihr in anschuldigendem Ton.</p>
<p>«Selbst wenn ich es wüsste, dürfte ich es Ihnen nicht sagen.»</p>
<p>«Warum nicht? Wir sind doch schon so lange Nachbarn!», kommt es wie aus einer Pistole geschossen.</p>
<p>«Haben Sie schon einmal vom Datenschutzgesetz gehört?»</p>
<p>Jetzt trifft mich ein unsicherer Blick, welcher abgelöst wird von einem verneinenden Kopfnicken.</p>
<p>«Sehen Sie, noch <a href="http://www.augenreiberei.ch/?s=Datenschutz&amp;search=Suchen" target="_self">so eine Erkenntnis</a>. Ohnehin sind Besucherinnen und Besucher nur eine Nummer, eine IP-Nummer – so wie bald überall im Alltag…»</p>
<p>«Wie meinen Sie das?»</p>
<p>«Hatten Sie schon mal Probleme mit einer Telefonrechnung?»</p>
<p>«Und ob!», schnellte es sofort aus ihr heraus. «Denen von der Swisscom habe ich aber gleich gesagt, was sie sind…»</p>
<p>Daran habe ich keine Zweifel… «Und als sie anriefen, hat man da nach Ihrem Namen gefragt?», will ich weiter von ihr wissen.</p>
<p>«Wie kommen Sie denn darauf?», fragt sie schier vorwurfvoll zurück. «Die fragen immer zuerst nach meiner Kundennummer.»</p>
<p>«Sehen Sie, Sie sind bei denen eben <a href="http://www.augenreiberei.ch/2010/01/31/anonyme-gesellschaft/" target="_self">nur eine Nummer</a>.»</p>
<p>«Das sagt mein Mann auch immer: Ich wäre eine ganz tolle Nummer…» und errötet ob dem soeben spontan Gesagten.</p>
<p>Verlegen schaut sie nun zur Decke und scheint krampfhaft nach einer neuen Frage zu suchen.</p>
<p>Es fällt ihr aber troztdem nicht allzu schwer: «Stimmt denn das, was Sie da schreiben?»</p>
<p>«Ich weiss es nicht», womit mich wieder ihr ungläubiger Blick trifft, «aber das ist Teil des Ganzen: Das Geschriebene dem Urteil der Öffentlichkeit aussetzen.»</p>
<p>Unschwer erkennbar sehe ich sie nun förmlich nachdenken. «Da sie aber hier unversehrt sitzen, hat man Sie offensichtlich noch nicht hingerichtet.»</p>
<p>Ich lache. «Richtig. Auch verbal halten sich die Kommentare bisher in angemessenem Ton, so wie wir es uns <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/05/22/blodsinnige-dummheiten/" target="_self">auch in der Politik wünschten</a>.»</p>
<p>«Das ist doch gar nicht möglich», meint Frau Habermacher kopfschüttelnd. «Vielleicht lesen da einfach nicht die richtigen Leute mit oder sie wagen es nicht, sich zu äussern», sucht sie nach einer Erklärung.</p>
<p>Ich ziehe die Schultern erneut hoch, diesmal zu einem «Vielleicht». «Man muss ja auch nicht immer etwas sagen und schon gar nicht immer gleicher Meinung sein.»</p>
<p>«Das kenne ich. Mein Mann und ich sind auch nicht immer gleicher Meinung. Er sagt dann immer, dass er Recht habe, weil das so in der Zeitung gestanden hätte.»</p>
<p>«Und? Glauben Sie immer <a href="http://www.augenreiberei.ch/2010/04/29/glaubwurdigkeit/" target="_self">was in der Zeitung steht?</a>»</p>
<p>«Genau das sage ich ihm dann auch immer», fühlt sie sich nun in ihrem Widerstand gegenüber ihrem Mann bestätigt.</p>
<p>«Was antwortet er dann darauf?»</p>
<p>«Ach…» und winkt ab. «Die wüssten schon, worüber sie schrieben, meint er dann jeweils.»</p>
<p>«Aha. Woher wissen Sie denn, dass dem nicht so ist?»</p>
<p>«Nun…», druckst sie jetzt etwas verunsichert rum, «ich weiss es nicht genau. Es ist einfach nur so ein Bauchgefühl.»</p>
<p>«Sehen Sie, genau darum blogge ich: Dem Bauchgefühl auf den Grund gehen und das daraus Gewonnene mit anderen teilen.»</p>
<p>«Und? Was kommt dabei heraus?»</p>
<p>«Wie schon gesagt: Erkenntnis. Denn nicht immer stimmt das Bauchgefühl.»</p>
<p>«Oh wie schrecklich!», fährt es aus ihr heraus.</p>
<p>«Warum schrecklich?»</p>
<p>«Weil ich das kenne: Ich posaune meine Meinung heraus und dann… nun, dann merke ich, dass ich falsch lag…», schliesst sie immer leiser ab.</p>
<p>«Genau darum ist ein Artikel auch immer eine aufwändige Sache. Nebst dem Zusammensuchen und dem Niederschreiben der Informationen ist es auch immer ein Ringen mit seinem eigenen Bauchgefühl.»</p>
<p>«Und sehen Sie hier, die Augenringe um meine Augen, und hier, die grauen Haare am Ansatz &#8211; alles vom Bloggen bis früh in den Morgen», deute ich nun mit gespielt ernstem Gesicht auf die entsprechenden Stellen, so als ob es darum ginge, mit alten Kriegswunden anzugeben.</p>
<p>Sie ist beeindruckt. Und verwirrt, denn nun legt sich ihre Stirn in Falten. «Warum tun Sie sich das an?»</p>
<p>Ich zögere, und frage mich dann selbst laut: «Idealismus?»</p>
<p>«Idealismus? Wer macht denn heute <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/05/28/ein-egoist-aber-ein-ehrlicher/" target="_self">noch etwas umsonst</a>?!», erwidert sie mir mit hoher, aufgeregter Stimme.</p>
<p>«Och, da gibt es schon noch einige, obschon die Tendenz allgemein wohl eher abnehmend ist&#8230;»</p>
<p>«Aber Sie sind ja kein gemeinnütziger Verein, oder?», schrillt sie mir weiter entgegen.</p>
<p>«Nein, wobei…», ich breche dann aber ab. «Aber ich bin mein eigener Verleger, Chefredaktor, Blattplaner, Polygraf, Layouter, Designer, Drucker und Pöstler und den CEO, CFO und COO gibt&#8217;s noch gratis dazu».</p>
<p>«Mit diesem Ding da?» fragt meine Nachbarin und zeigt ungläubig mit dem Finger auf den Bildschirm.</p>
<p>Ich nicke.</p>
<p>«Puuhh! Klingt wirklich nach verdammt viel Arbeit…» meint sie beeindruckt.</p>
<p>«Auf jeden Fall möchte ich nicht mehr verzichten, was ich vor einem Jahr begann. Denn vieles um uns herum ist eben nicht so, wie es uns auf den ersten Blick erscheint.»</p>
<p>«Sie meinen, es gibt gar nicht so viel Arbeit?»</p>
<p>Erneut hebe ich meine Schultern zu einer viel oder nichts sagenden Antwort.</p>
<p>«Apropos Verzicht: Möchten Sie jetzt ein Stück Kuchen?», frage ich sie, nachdem sie darauf verzichtet hatte, als ich ihr die Tasse Tee servierte.</p>
<p>«Ja gerne. Jetzt brauche ich ein Stück. Mein Blutzuckerspiegel ist soeben den Bach runter gefallen», meint sie mit Blick auf den Kuchen – und wohl auch als Ausrede für die bevorstehenden Kalorien. «Haben Sie den wirklich selber gemacht?»</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/1-Jahr.jpg" alt="" /></p>
<p>«Natürlich!»</p>
<p>«Sie können das?» Abermals trifft mich ihr ungläubiger Blick.</p>
<p>«Warum sollte ich das nicht können?»</p>
<p>«Ich hätte das nicht von Ihnen erwartet…» meint sie zweifeln.</p>
<p>«Eben: Nichts ist so, wie es immer auf den ersten Blick erscheint», wiederhole ich mich.</p>
<p>Sie schweigt. Auch weil sie nun das Stück Kuchen genüsslich verzehrt. Und ich schenke ihr unterdessen nochmals Tee nach.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.augenreiberei.ch/2010/05/05/ein-augenreibendes-jahr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
