Archiv für die Kategorie „Medien“
Ohne unabhängige Medien wäre die Demokratie gefährdet, weil die Meinungsvielfalt nicht mehr gewährleistet sei. Dieser Ansicht sind viele, nicht zuletzt auch Politiker selbst. Jüngste Äusserungen von Politikern und Medienschaffenden lassen aber am bisherigen Verständnis von Meinungsvielfalt zweifeln…
Am Montag nahm der Nationalrat ein Postulat der Staatspolitischen Kommission (SPK) des Nationalrats mit dem Titel «Presseförderung. Alternative Modelle zur Posttaxenverbilligung» kommentarlos an, gewiss auch weil sich auch der Bundesrat selber für eine Annahme aussprach und ein ähnliches Postulat im vergangenen Herbst bereits angenommen wurde (mehr dazu unten).
Darin fordert die nationalrätliche SPK den Bundesrat auf, bis Ende 2010 einen Bericht vorzulegen über die Wirksamkeit der Presseförderung mittels Verbilligung der Posttaxen, über andere Möglichkeiten zur Förderung der Presse zwecks Sicherstellung der Presse- und der Meinungsvielfalt sowie über einen möglichen Übergang zur direkten Presseförderung.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Politische und politisch angehauchte Diskussionssendungen am Fernsehen waren vor wenigen Jahren ein Renner: Man rannte vor den Fernseher, um sie nicht zu verpassen. Sie sind auch heute noch ein Renner – nur rennt man heute eher von ihnen weg…
«Arena» und «Club» gehörten früher zu Sendungen, welche man quasi sehen musste um zu wissen, in welche Richtung die öffentliche Diskussion (oder die Beeinflussung der «öffentlichen Meinung») geht. Heute verpasst man indes nichts mehr, wenn man sie nicht sieht. Während der gleichen Zeit ein Buch zu lesen bringt einen weiter…
Diesen Beitrag weiterlesen »
Ein Plädoyer für Blogs in Zeiten zahlreicher Umbrüche und «Strukturwandel».
Über Blogs an sich zu schreiben ist etwas müssig, da man dabei schnell in eine selbstverliebte Schreibe verfällt. Trotz diesem «Risiko» seien hier für einmal die Vorteile von Blogs gegenüber den etablierten Medien hervorgehoben.
Auslöser dieses Artikels ist die Überarbeitung der Augenreiberei-internen Seite «Was andere schreiben» (siehe Menü-Leiste oben). Diese Seite entstand aus der Aktion «Von Blogger zu Blogger – pro Linkliebe» heraus.
Letztere zielt darauf ab, dass in den Blog-Artikeln (wieder) vermehrt auf andere Blogs verlinkt wird und zwar im Durchschnitt einmal pro Beitrag. Im Wissen darum, dass ich dies aufgrund des Charakters meiner Beiträge kaum erreiche, zugleich aber das Verlinken und Vernetzen begrüsse, habe ich die besagte Seite als Kompromiss erstellt.
Sie enthält neu nun ein kleines, Button-ähnliches Bildchen pro Blog. Das alleine ist aber noch kein Blog-Artikel wert.
Nein, es ist der Eindruck, der zumindest bei mir haften bleibt, wenn ich diese Seite runterscrolle: Man wähnt sich wie in einem Kiosk mit lauter Süssigkeiten in allen möglichen Farben und Formen in den Auslagen, die einem nur so zum Zugreifen animieren.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Blogbibliothek ist ein Jahr alt geworden. Es ist ein einmaliges Projekt, das bei den aktuellen Zeichen aus der Medienbranche noch mehr denn je an Bedeutung gewinnt.
Vorgestern bekannte auch Ringier Farbe bezüglich «integriertem Newsroom», was schliesslich zu einem Abbau von 29 Vollzeitstellen führen wird.
Im Klartext heisst das: Nur noch eine Redaktion beliefert vier optisch unterschiedliche Produkte. Das klingt etwa so wie wenn ein Motor für vier verschiedene Karosserien herhalten müsste…
Diesen Beitrag weiterlesen »
Elf Monate sollst Du Geld verdienen und am zwölften sollst Du damit Gutes tun – für Angehörige und Unbekannte. Etwa so könnte man das Jahr inmitten des Monats Dezember zusammenfassen. Doch das Gerangel um des Schweizers Geld ist gross…
Wohl in keinem Monat fliesst der Rubel Rappen so intensiv wie im Dezember. Da sind einerseits «institutionelle Ereignisse», welche das Geld fliessen lassen:
- Je nach Kanton haben einige noch bis Ende Jahr Steuern zu bezahlen.
- Wer zudem Steuern sparen will, wird spätestens im Dezember noch den vom Einkommen maximal abziehbaren Betrag in die 3. Säule einzahlen.
- Weiter wären da noch die Jahresbeiträge, welche häufig auch per Ende Jahr fällig werden und damit noch mit den monatlichen, zweimonatlichen oder vierteljährlichen Rechnungen zusammenfallen.
Schliesslich fliesst mit dem 13. Monatslohn bei vielen aber auch wieder etwas ins Portemonnaie.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Stadt und Kanton Bern tragen einen Bären in ihrem Wappen. Das verpflichtet. Darum kultiviert man auch echte Bären. Und wenn einem dieser Bären etwas zustösst, dann – so könnte man meinen – bricht für einige schon beinahe eine Welt zusammen…
Die Bären von Bern kennt wohl jeder. Noch nicht ganz durchgedrungen ist allerdings, dass diese nicht mehr im Bärengraben leben, sondern im Bärenpark. Das klingt nicht nur weniger modrig, sondern vor allem auch tierfreundlicher.
Zu reden gaben die Bären von Bern in den vergangenen Wochen sehr viel. Zum einen ist da die Neueröffnung des genannten Bärengrabens Bärenparks. An und für sich wäre das eine gefreute Sache… gäbe es da zum Anderen nicht wegen den massiven Kostenüberschreitungen für den Ausbau dieses Parks viel zu diskutieren.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Überall dort, wo es um einen Entscheid zugunsten oder zulasten bestimmter Interessen geht, wird versucht, diesen Entscheid zu beeinflussen. Diese Einflussnahme erfolgt dabei nicht immer auf lautere Art und Weise…
Seit Menschengedenken wird versucht, Menschen für oder gegen eine Sache zu beeinflussen. Es spielt dabei keine Rolle, wie viele Menschen davon betroffen sind. Es kann sich dabei nur um eine Einzelperson wie zum Beispiel ein CEO handeln oder eine Gruppe von Verwaltungsräten – oder gar um ein ganzes Volk.
Diese Beeinflussung ist nicht per se eine negative Angelegenheit. So kann beispielsweise das Vortragen von Tatsache oder Zahlen zu einer anderen Meinung und damit zu einem anderen Verhalten führen.
Solange es sich dabei um «harte Fakten» handelt, ist gegen diese Form der Einflussnahme nichts einzuwenden. Auch das Hervorheben gewisser Tatsachen oder Umstände ist noch nicht problematisch.
Kritisch ist eher die Art und Weise, wie – aber auch ob etwas überhaupt vorgetragen wird. Das bewusste Weglassen von Tatsachen oder Umständen zielt nämlich darauf, Entscheidungsträger zu manipulieren.
Die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie, also mit einem hohen Mitwirkungsgrad dank Entscheiden durch das Volk, ist dabei besonders anfällig für eine Manipulation der Massen.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Heute findet der internationale Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen statt. Solche UNO-Gedenktage sind gut und wichtig, um gewisse Dinge eben nicht zu vergessen. Doch sie können auch ganze Bevölkerungsgruppen ausschliessen…
Männer sind Schweine. Männer müssen einfach Schweine sein. Anders lässt es sich nicht erklären, dass schon beinahe täglich von Meldungen über sexuelle Missbräuche durch Männer zu lesen ist, wobei dies durchaus auch 12-Jährige Jugendliche sein können.
Was dabei an die Öffentlichkeit gelangt, betrifft vorwiegend Kinder:
- 23.11.2009: Kinder in Afghanistan sollen häufig Opfer von sexuellem Missbrauch sein.
- 21.11.2009: Ein junger Mann verschleppt in Bayern eine 12-Jährige und missbraucht sie sexuell.
- 16.11.2009: Australien entschuldigt sich für den «Massen-Missbrauch» von Heimkindern (unter anderem auch wegen sexuellem Missbrauch).
- 14.11.2009: Sexuelle Erniedrigungen ähnlich wie in Abu Ghraib sollen durch britische Soldaten durchgeführt worden sein.
- 12.11.2009: Ein Inzestfall von Missouri (USA) wird bekannt.
- 12.11.2009: Ein FDP-Politiker wird in Thailand wegen Verdachts auf Kindsmissbrauch festgenommen.
- 11.11.2009: Ein 38-jähriges Sektenmitglied heiratet eine 15-Jährige. Es handelt sich um jene Sekte, welche 400 Mädchen auf einer Ranch festhielt und welche im Frühjahr 2008 befreit wurden.
- usw.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Manchmal, ja manchmal kann man sich wirklich die Augen reiben über die Gegensätze und Widersprüche, welche uns umgeben. Aber nachhaken, nachfragen, an der Oberfläche kratzen tut kaum jemand – und die Massenmedien schon fast gar nicht mehr. Schade.
Wir leben ja eigentlich in einer dreidimensionalen Welt. Eigentlich. Den Massenmedien ist jedoch sehr häufig immer nur Eindimensionales zu entnehmen. Da wird eine Einzelmeldung nach der anderen zitiert, doch einen Zusammenhang wird dazu nicht erstellt.
Natürlich lassen sich Einzelmeldungen nicht beliebig in einen Zusammenhang stellen. Doch dann, wenn diese Meldungen sich widersprechen, ja dann wäre der richtige Zeitpunkt dafür, dies zu tun. Hier einige Beispiele solcher Widersprüche und Gegensätzlichkeiten:






