<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Augenreiberei, die; -, -en &#187; Medien</title>
	<atom:link href="http://www.augenreiberei.ch/category/medien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.augenreiberei.ch</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 10:44:13 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Die «falschen» Flüchtlinge und andere Abenteurer</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2012/01/27/die-falschen-fluchtlinge-und-andere-abenteurer/</link>
		<comments>http://www.augenreiberei.ch/2012/01/27/die-falschen-fluchtlinge-und-andere-abenteurer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 05:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Ignoranz]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.augenreiberei.ch/?p=10188</guid>
		<description><![CDATA[Flüchtlinge haben es in der Schweiz gut. Aber möchten Sie in deren Haut stecken, insbesondere dann, wenn Sie nur ein «falscher» Flüchtling sind, weil der Begriff «Flüchtling» zu eng ausgelegt wird?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Flüchtlinge haben es in der Schweiz gut. Aber möchten Sie in deren Haut stecken, insbesondere dann, wenn Sie nur ein <strong>«falscher» Flüchtling sind, weil der Begriff «Flüchtling» zu eng ausgelegt wird</strong>?</strong></p>
<p>Eigenartiges tut sich in gewissen Schweizer Medien mit Hang zum Boulevardesken: Ohne, oder nur mit wenig Hintergrund-Informationen werden Menschen thematisiert, die nicht hier sein dürfen und von denen erwartet wird, dass sie auch kein Gesuch stellen um hier bleiben zu können.</p>
<p>Die Rede ist von Asylsuchenden, die nicht auf der Flucht sind wegen «ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen», wie es im <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hZG1pbi5jaC9jaC9kL3NyLzE0Ml8zMS9hMy5odG1s" target=\"_blank\">Asylgesetz</a> so detailliert definiert ist.</p>
<p><span id="more-10188"></span></p>
<h2>Manipulation der Massen</h2>
<p>Von «Abenteuermigranten» war da etwa am Montag im <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ibGljay5jaC9ibGlja2FtYWJlbmQv" target=\"_blank\">«Blick am Abend»</a> die Rede. Einleitend war zu lesen, dass 90 Prozent der Gesuchssteller nur ein Obdach, Frauen und Party suchen würden, weshalb offensichtlich ein pfiffiger Basler Beamte auf die dumme Idee kam, den Begriff «Abenteuermigration» zu kreieren.</p>
<p>Ebenso pfiffig, ja gar abenteuerlich und in gewisser Weise sogar rhetorisch clever ist der gesamte <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2lzc3V1LmNvbS9ibGlja2FtYWJlbmQvZG9jcy8yMy4wMS4yMDEyX3po" target=\"_blank\">fragliche Artikel</a> im «Blick am Abend». Er beginnt mit der Gesamtzahl aller im 2011 gestellten Asylgesuche (22‘551) und der Erwähnung der wichtigsten Herkunftsländer: Eritrea, Tunesien und Nigeria (ohne Erwähnung von Zahlen zu diesen Ländern).</p>
<p>Dann, nachdem den Lesenden die oben genannten 90 Prozent als Schmarotzer, Frauenhelden und Partygänger in die Augen gestreut wurden, geht es sozusagen in die «Tiefe», indem weiter nur noch von Tunesien die Rede ist:</p>
<div id="attachment_10198" class="wp-caption alignright" style="width: 333px"><a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hdWdlbnJlaWJlcmVpLmNoLzIwMTIvMDEvMjcvZGllLWZhbHNjaGVuLWZsdWNodGxpbmdlLXVuZC1hbmRlcmUtYWJlbnRldXJlci90dW5lc2llbi10b3VyaXNtdXMv" rel=\"attachment wp-att-10198\"><img class=" wp-image-10198   " title="Tunesische Animateure?" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/2012/01/Tunesien-Tourismus.jpg" alt="" width="323" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Bild soll Tatsachen schaffen. Aber: Gemäss Bildbeschreibung sollen hier «leicht bekleidete Touristinnen aus dem Norden» zu sehen sein. Wer sie findet, bekommt 100 Punkte!</p></div>
<p>Weil die Tunesier in ihrer Heimat die (europäischen) Urlauberinnen äusserst freizügig erlebt hätten, suchten sie diese Freizügigkeit nun in Europa, so die Essenz aus den weiteren Zeilen. Oder vulgär ausgedrückt: Die Autorin lässt die Lesenden insgesamt im Glauben, dass der Schwanz der Tunesier diese nach Europa treibe&#8230;</p>
<p>Dass der pfiffige Basler Beamte bei den erwähnten 90 Prozent von «<em>Wirtschafts-</em> und Abenteuermigranten» sprach, also von zwei verschiedenen Kategorien, geht völlig unter. Konkrete Zahlen, oder wenigstens eine Schätzung, wonach es sich beispielsweise um 80 Prozent Wirtschaftsmigranten und um 20 Prozent «Abenteuermigranten» handeln soll, fehlen. Wen interessieren denn schon Fakten, nicht wahr?</p>
<p>Unerwähnt bleibt ebenfalls die Zahl der Asylgesuche seitens Tunesiern. Das ist nicht unbedeutend, denn bisher wurde gegenüber den Lesenden nur die Zahl von 22‘551 Gesuchen und von 90 Prozent «Wirtschafts- und Abenteuermigranten» genannt, wobei der textuelle und visuelle Fokus ganz klar bei den «Abenteuermigranten» lag.</p>
<p>Gemäss <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5iZm0uYWRtaW4uY2gvY29udGVudC9kYW0vZGF0YS9taWdyYXRpb24vc3RhdGlzdGlrL2FzeWxzdGF0aXN0aWsvamFoci8yMDExL3N0YXQtamFoci0yMDExLWtvbW1lbnRhci1kLnBkZg==" target=\"_blank\">Asylstatistik</a> des Bundesamts für Migration (<a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5iZm0uYWRtaW4uY2g=" target=\"_blank\">BFM</a>), welche vergangene Woche veröffentlicht wurden, stammten im vergangenen Jahr 2‘574 Gesuche von Tunesiern, was rund einem Zehntel aller Gesuche entspricht.</p>
<p>Aus dieser Statistik geht hingegen <em>nicht</em> hervor, in welchen Branchen die Asylsuchenden zuvor gearbeitet hatten. Die Annahme, dass alle diese Männer um die vermeintliche Freizügigkeit der Europäerinnen aus eigener Erfahrung wüssten, ist wohl ebenfalls ziemlich abenteuerlich.</p>
<p>Keine Mutmassung, dafür ein hartes Faktum sind übrigens die 763 «Abgänge» tunesischer Asylsuchenden, also solche, welche abgereist sind. Das sind zwar vordergründig wesentlich weniger, als neue Asylgesuche gestellt wurden. Gegenüber dem Vorjahr (2010) entspricht diese Zahl dennoch einer Zunahme von «Abgängen» von über 350 Prozent.</p>
<p>In diesem Jahr dürfte dieser Prozentsatz bestimmt noch höher ausfallen, denn Tunesiern wurde im 2011 entweder überhaupt kein Asyl gewährt oder es wurde so selten Asyl gewährt, dass sich eine Erwähnung in der besagten Statistik gar nicht lohnte.</p>
<h2>Zu enge Begriffsauslegung</h2>
<p>Im Gegensatz dazu erhielten rund drei Viertel (2‘577) aller Gesuchssteller aus Eritrea Asyl. Eritrea, das ist das Land, in welchem seit 1993 eine autoritäre Übergangsregierung herrscht. Das ist das Land, in welchem gemäss Amnesty International Asylgesuchssteller mit <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbW5lc3R5Lm9yZy9lbi9yZWdpb24vZXJpdHJlYS9yZXBvcnQtMjAxMSNzZWN0aW9uLTQ0LTY=" target=\"_blank\">Haft und Folter</a> rechnen müssen, wenn sie in ihr Land zurückkehren (müssen).</p>
<p>Und das ist das Land, welches in Sachen Pressefreiheit ganz am Ende der <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2VuLnJzZi5vcmcvcHJlc3MtZnJlZWRvbS1pbmRleC0yMDExLTIwMTIsMTA0My5odG1s" target=\"_blank\">weltweiten Rangliste</a> steht. Allerdings: Von Eritrea ist wenigstens bekannt, dass es die Regierung ist, welche die Massen via Medien manipuliert. Schlimmer ist hingegen, wenn wie im oben erwähnten Artikel Massen unter dem Deckmäntelchen der Pressefreiheit manipuliert werden und die Hintergründe dafür unbekannt bleiben&#8230;</p>
<p>Auch <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovLzEwdm9yMTAuc2YudHY=" target=\"_blank\">«10vor10»</a> wusste wiederholt über Menschen zu berichten, die nicht hier sein dürften. Der Fokus lag da aber weniger auf der Herkunft, sondern vielmehr beim langwierigen Asylprozess:</p>
<ul>
<li>Am <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52aWRlb3BvcnRhbC5zZi50di92aWRlbz9pZD0wNDM5YzAwMC1jOWMzLTRiNDQtOTY3YS0xOGRhMGM2ODc2MGE=" target=\"_blank\">Dienstag</a> war die Rede von Asylsuchenden, die nur deshalb einen Antrag stellten, um in einem menschenwürdigen Umfeld überwintern zu können, was erst dank langem Asylverfahren möglich ist. In drei Beiträgen, oder der Hälfte der Sendezeit, wurde über diesen «Asylmissbrauch» berichtet.</li>
<li>Bereits am <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52aWRlb3BvcnRhbC5zZi50di92aWRlbz9pZD1kYTRhZWYzMS0zNWNlLTRiMzgtYmU2MS02NTBkNWJmZjdjOTc=" target=\"_blank\">Mittwoch</a> wurde ein Schuldiger innerhalb der Verwaltung im weitesten Sinne gefunden, nämlich das vermeintlich langsame Bundesverwaltungsgericht.</li>
<li>Und am <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52aWRlb3BvcnRhbC5zZi50di92aWRlbz9pZD0xZDkwMzY3MS1mZGMzLTQwM2YtYjY2Zi1hODIwMDJlNjNlYmQ=" target=\"_blank\">Donnerstag</a> musste mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga eine politische Schuldige her, schliesslich schaffte sie es bisher nicht, in einem Jahr das zu bereinigen, was in den letzten 30 Jahre in diesem Asylprozess kontinuierlich verkompliziert wurde.</li>
</ul>
<p>Trotz unterschiedlichem Schwerpunkt pro Sendetag kam einer immer zu Wort: <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mbHVlY2h0bGluZ3NoaWxmZS5jaC91ZWJlci11bnMvd2hvLWlzLXdobw==" target=\"_blank\">Beat Meiner</a>. Er ist Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe und damit quasi oberster Lobbyist für die Flüchtlinge.</p>
<p>Als solcher wurde er auch nicht müde, die Asylsuchenden indirekt in zwei Klassen einzuteilen: Die «echten» und die «falschen» Flüchtlinge, oder eben die, welche unsere (und seine) Unterstützung verdient haben und die, welche sie nicht verdient haben und heute quasi die Miesepeter im Asylwesen seien. So direkt hat er das zwar nicht gesagt &#8211; aber gemeint.</p>
<p>Rein sachlich hat Meiner natürlich Recht. Rein sachlich muss man wohl auch von «Asylmissbrauch» sprechen. Und rein sachlich mag es Menschen geben, die hierzulande das Paradies suchen.</p>
<p>Aber hey: Wie wär es mit etwas Horizonterweiterung?</p>
<p>Wer von uns Schweizern möchte mit einem dieser Asylanten tauschen, egal ob es sich nun um einen «echte» oder einen «falschen» Flüchtling handelt?</p>
<p>Wer über die nötigen Vorstellungskraft verfügt und sich einmal in die Haut dieser Asylanten versetzen kann, der wird bald feststellen, dass selbst die «falschen» Flüchtlinge auf der Flucht sind.</p>
<p>Es ist eine Flucht vor der Perspektivlosigkeit. Oder eine Flucht vor der Angst, ohne Arbeit und Einkommen oder mit einer Arbeit, aber sehr tiefem Einkommen, nicht überleben zu können. Oder eine Flucht vor miserablen Lebensbedingungen aufgrund einer nicht vorhandenen, mangelhaften oder veralteten Infrastruktur. Oder eine Flucht vor&#8230;</p>
<h2>Anerkennen statt ignorieren</h2>
<p>In der gleichen Situation würden wir es diesen Menschen ab einem bestimmten Zeitpunkt gezwungenermassen wohl gleich machen: Wir fliehen. Wir fliehen, weil uns die aktuellen Umstände unerträglich erscheinen und wir auf «ein besseres Leben» hoffen. Eine Hoffnung, die durchaus legitim und nicht strafbar ist.</p>
<p>Als Alternative bietet sich das Abwarten an. Abwarten, bis jemand kommt um unser Leben oder unsere Lebensumstände zu verbessern. Wann das sein wird, und ob es überhaupt sein wird, weiss niemand so genau.</p>
<p>Wenn es andere Ziel-Länder aber gleich handhaben wie die Schweiz, nämlich dass man unterstützungsbedürftige Menschen in «Echte» und «Falsche» unterscheidet, nach einem langwierigen Prozess jedoch nur die einen unterstützt und die anderen am liebsten ignoriert, würden wir als Unterstützungsbedürftige lange warten müssen.</p>
<p>Statt die beiden Gruppen gegeneinander auszuspielen wäre es darum gut, wenn hierzulande auch diejenigen ernst genommen würden, die heute offensichtlich keine Lobby haben und auf ihre Weise auf der Flucht sind. Erst bei einer Anerkennung dieser «falschen» Flüchtlinge können auch Massnahmen ergriffen werden, um deren Situation so zu verbessern, damit sie möglichst gar nicht erst fliehen müssen.</p>
<p>Würde das geschehen, erhielte der ursprüngliche und bis anhin äusserst eng gefasste Begriff von Asyl wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurück. Und niemand könnte mehr von «Asylmissbrauch» sprechen nur weil die eigenen Scheuklappen nichts anderes zulassen als den Blick auf die «echten» Flüchtlinge.</p>
 <img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=10188" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.augenreiberei.ch/2012/01/27/die-falschen-fluchtlinge-und-andere-abenteurer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom «Fall Hildebrand» zu Hildebrands Fall</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2012/01/16/vom-fall-hildebrand-zu-hildebrands-fall/</link>
		<comments>http://www.augenreiberei.ch/2012/01/16/vom-fall-hildebrand-zu-hildebrands-fall/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 05:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bankrat]]></category>
		<category><![CDATA[Hildebrand]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalbank]]></category>
		<category><![CDATA[SNB]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.augenreiberei.ch/?p=10106</guid>
		<description><![CDATA[Eine Woche nach dem Rücktritt von Philipp Hildebrand als SNB-Präsident bleiben viele Fragen offen. Es ist schwer, diese Ereignisse mit so vielen Beteiligten und Ereignissen (richtig) einzuordnen. Darüber schreiben und nachdenken kann hilfreich sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Woche nach dem Rücktritt von Philipp Hildebrand als SNB-Präsident bleiben viele Fragen offen. Es ist schwer, diese Ereignisse mit so vielen Beteiligten und Ereignissen (richtig) einzuordnen. Darüber schreiben und nachdenken kann vielleicht helfen.</strong></p>
<p>In der Angelegenheit um den inzwischen zurückgetretenen Präsidenten des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (<a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zbmIuY2g=" target=\"_blank\">SNB</a>) wurde schon viel geschrieben und geredet. Dennoch fehlten mir bisher in dieser «Diskussion» einige Punkte, oder es gibt Punkte, die mich noch immer stutzig machen.</p>
<p>Ich werde dieses Potpourri an Punkten nachfolgend einzeln behandeln. Sie haben teilweise keinen direkten Bezug zueinander. Was sie verbindet, ist einzig dieser vermeintliche «Skandal».</p>
<p><span id="more-10106"></span></p>
<h2>«Öffentlich» und «Öffentlichkeit»</h2>
<p>Beginnen wir mit dem relativ harmlosen Ausdruck der so genannt «öffentlichen Debatte». Zu diesem gesellt sich auch der Ausdruck des «öffentlichen Vertrauens» und des «öffentlichen Drucks». Die beiden ersten Ausdrücke verwendete Hildebrand <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zbmIuY2gvZGUvbW1yL3JlZmVyZW5jZS9wcmVfMjAxMjAxMDlfMy9zb3VyY2UvcHJlXzIwMTIwMTA5XzMuZGUucGRm" target=\"_blank\">bei seinem Rücktritt</a>, den zuletzt genannten bekommt man anderweitig immer wieder zu hören.</p>
<p>Dass eine Debatte, welche öffentlich ausgetragen wird, auch öffentlich ist, darüber bestehen ja wohl keine Zweifel. Diese Öffentlichkeit entsteht heute aber nicht mehr dadurch, indem jemand mitten in einer Ortschaft auf ein Podest steht und den herumstehenden Menschen etwas verkündet, sondern über Äusserungen in den Massenmedien.</p>
<p>In beiden Fällen, also sowohl bei der «Podest-Verkündung» wie auch bei der Nutzung der Medien, besteht keine Garantie, dass alle Menschen bei dieser Debatte anwesend sind. Dennoch unterliegen nicht wenige dem Irrtum, dass eine «öffentliche Debatte» die gesamte Öffentlichkeit (also alle) einschliesst.</p>
<p>Genauso ist es mit dem «öffentlichen Vertrauen», das nicht mehr da sei oder dem «öffentlichen Druck», der bestünde oder jemand ausübe. Derartige Bekundungen sind Meinungen von Einzelnen, welche via Medien verbreitet werden.</p>
<p>Sie sprechen für sich, entsprechen also <em>nicht</em> der gesamten Öffentlichkeit. Häufig gibt es nicht einmal Anhaltspunkte darüber, ob eine Mehrheit dieser «Öffentlichkeit» den via Medien ausgeübten Druck überhaupt unterstützt oder nicht.</p>
<p>Oder anders gesagt: Öffentlicher Druck und der Druck der Öffentlichkeit sind nicht ganz das Gleiche. Bei Ersterem agieren Einzelpersonen unabhängig voneinander, bei Letzterem geht es um eine mehr oder weniger organisierte Gruppe oder Gemeinschaft.</p>
<p>Auch ein öffentlich ausgesprochenes Vertrauen ist nicht das Vertrauen der Öffentlichkeit. Dementsprechend ist auch die öffentliche Meinung nicht die Meinung der Öffentlichkeit. In beiden Fällen kann unter «Öffentlichkeit» mindestens eine Mehrheit verstanden werden.</p>
<p>Diese Unterscheidung zwischen «öffentlich» und «Öffentlichkeit» wird sehr häufig nicht gemacht. Schnell wird eine öffentliche Sache zu einer Sache der Öffentlichkeit, also von uns allen.</p>
<p>Mehr Differenzierung täte Not, insbesondere bei derartigen «Skandalen». Hier sind sowohl die Medien gefragt als auch die Akteure, welche in den Medien auftreten und schnell zu derartigen Verallgemeinerungen tendieren.</p>
<h2>Und andere Beweggründe?</h2>
<p>Vielleicht ist mir etwas bei dieser öffentlichen Debatte entgangen, denn über andere Beweggründe für die Devisenkäufe der Hildebrands als das Profitieren von Gewinnen durch Währungsschwankungen dank Insider-Wissen habe ich bis heute kaum etwas gehört.</p>
<p>Nun könnte man behaupten, dass es auch keinen anderen Grund gegeben hätte. Wenn dem so wäre, warum wurden dann für hildenbrand‘sche Verhältnisse nur so wenige Devisen gekauft?</p>
<p>Noch im 2010 bezeichnete der Tages-Anzeiger Hildebrands Frau als <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50YWdlc2FuemVpZ2VyLmNoL3dpcnRzY2hhZnQva29uanVua3R1ci9Jbi1laW5lci1leHRyZW1lbi1TaXR1YXRpb24tc2luZC1hdWNoLWRpZS1SaXNpa2VuLWdyb3NzLS9zdG9yeS8xOTczMjIyNA==" target=\"_blank\">amerikanische Galeristin</a>. Inzwischen wissen wir, dass sie Doppelbürgerin ist. Das heisst, sie mag zwar Schweizerin sein, hängt aber nach wie vor immer noch an ihrer amerikanischen Staatsbürgerschaft. Wenn ihr Herz weiterhin auch für die USA schlägt, kann man es ihr dann verübeln, wenn sie darauf besteht, dass die Hälfte des Familienvermögens auch in ihrer Heimatwährung gehalten wird?</p>
<p>Ganz zu Beginn der ganzen Diskussion kam aber ganz kurz noch ein weiterer plausibler Grund zur Sprache, von dem später kaum mehr gross die Rede war: Sie ist Kunsthändler und führt ihre eigene Galerie. Viele An- und Verkäufe internationaler Werke werden auch in der vermeintlichen Weltwährung US Dollar abgewickelt.</p>
<p>In turbulenten Zeiten wie diesen legen viele Wohlhabende ihr Vermögen in Kunst an. Das wirft zwar keinen Gewinn ab, dafür behalten die Kunstwerke ihren Wert. Dieser Ansturm auf Kunst entspricht einer grossen Nachfrage, was wiederum <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50YWdlc3NjaGF1LnNmLnR2L05hY2hyaWNodGVuL0FyY2hpdi8yMDExLzA2LzIwL0t1bHR1ci9BcnQtQmFzZWwtRGllLVByZWlzc3BpcmFsZS1oYXQtc2ljaC1uYWNoLW9iZW4tZ2VkcmVodA==" target=\"_blank\">die Preise in die Höhe treibt</a>. Oder direkter ausgedrückt: 400‘000 Franken sind in der etablierten Kunstbranche doch ein Klacks (ob man das begrüsst oder nicht, ist eine andere Frage)!</p>
<p>Dieser Hintergrund kam bisher kaum zur Sprache. Er ist aber wichtig, um auch andere, äusserst legitime Gründe für die besagten Devisenkäufe zu sehen und zu verstehen. Vielleicht kommt ja auch einmal ein Medium auf die Idee, nach Umsatz und Gewinn von Kashya Hildbrands Galerie zu fragen um so den genannten Betrag richtig einordnen zu können.</p>
<h2>Bankrat wusste Bescheid</h2>
<p>Auf der <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rYXNoeWFoaWxkZWJyYW5kLm9yZy96dXJpY2gvY29udGFjdDAwMS5odG1s" target=\"_blank\">Website</a> von Kashya Hildebrand ist zu lesen, dass sie ihre Galerie im 2001 im (internationalen) Genf eröffnete und im 2004 nach Zürich verlegte. Sie handelt heute mit Kunst von internationalen Künstlern. All das ist ebenso wenig ein Geheimnis wie ihre ursprüngliche US-Staatsbürgerschaft.</p>
<p>Der SNB-Präsident und die zwei Vize-Präsidenten werden gemäss Nationalbankgesetz <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hZG1pbi5jaC9jaC9kL3NyLzk1MV8xMS9hNDMuaHRtbA==" target=\"_blank\">vom Bundesrat ernannt</a> &#8211; auf Vorschlag des Bankrats. Wenn dort einer eins und eins zusammenzählen kann &#8211; und das ist doch zu hoffen &#8211; dann wusste der Bankrat bereits vor der Ernennung im 2003 von Philipp Hildebrand zum Vize-Präsidenten, dass im Hause Hildebrand andere Devisen als Schweizer Franken wegen des Kunsthandels in grösseren Mengen wahrscheinlich und üblich sind.</p>
<p>Eine erste Version des fraglichen Reglements über Eigengeschäfte des SNB-Direktoriums wurde zwar erst im 2004 erlassen, also nach Hildebrands Ernennung zum Vize-Präsidenten. Dennoch heisst das nicht, dass die Hildebrands davon ausgenommen gewesen wären.</p>
<p>Was diese erste Version enthielt, weiss niemand so genau. In der «Arena» vom <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zZW5kdW5nZW4uc2YudHYvYXJlbmEvU2VuZHVuZ2VuL0FyZW5hL0FyY2hpdi9TZW5kdW5nLXZvbS0xMy4wMS4yMDEy" target=\"_blank\">vergangenen Freitag</a> war die Rede davon, dass es strenger gewesen sei als die aktuelle, im 2010 revidierte Version.</p>
<p>So oder so hinterlässt das Ganze den Eindruck, dass der Bankrat über den erhöhten Devisenbedarf durch Hildebrands Frau Bescheid wusste, dabei aber nachsichtig war. Man muss sich schliesslich auch einmal die Alternativen vorstellen:</p>
<p>Der Bankrat hätte Hildebrand auffordern müssen, dass seine Frau ihre Kunstgeschäfte nur in Schweizer Franken abwickelt. Das wäre nicht nur wenig realistisch gewesen, sondern widerspricht der Handelsfreiheit und hätte ihr Geschäft benachteiligt. Eine solche Vorgabe wäre ein massiver Eingriff in die berufliche Aktivität seiner Frau gewesen.</p>
<p>Eine andere Alternative wäre gewesen, dass Hildebrands Frau ihre Galerie gleich ganz aufgegeben hätte. Auch das wäre ein massiver Eingriff in ihre berufliche Aktivität gewesen.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Müsste eine solche Einschränkung nicht auch für die Eltern, Geschwister oder Kinder des SNB-Präsidenten gelten um jeglichem Verdacht von Insider-Handel zu entgehen? Und wie ist das mit den direkten Nachbarn? Oder der Haushaltshilfe? Oder&#8230;</p>
<p>Es ist zu vermuten, dass hier der Bankrat bewusst &#8211; also im Wissen um einen erhöhten Bedarf ausländischer Devisen &#8211; eine gewisse Kulanz walten liess und auf die Integrität Hildebrands setzte, weil alles andere kaum reglementier- und überprüfbar wäre.</p>
<p>Selbst wenn jetzt Verbote oder Einschränkungen für SNB-Mitarbeiter erlassen werden, könnte ein SNB-Mitarbeiter dank seinem Insider-Wissen jederzeit über eine Drittperson grosse Gewinne machen. Letzten Endes zählt dann eben doch nur eines: Die Integrität der Betroffenen, sodass diese von sich aus gar nicht erst solche unlauteren Geschäfte im Sinne haben.</p>
<h2>Der SVP-Bankrat</h2>
<p>Bevor <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wYXJsYW1lbnQuY2gvZC9zdWNoZS9zZWl0ZW4vYmlvZ3JhZmllLmFzcHg/YmlvZ3JhZmllX2lkPTIx" target=\"_blank\">Christoph Blocher</a> im 2003 in den Bundesrat gewählt wurde, sass er seit 1995 in der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (<a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wYXJsYW1lbnQuY2gvZC9vcmdhbmUtbWl0Z2xpZWRlci9rb21taXNzaW9uZW4vbGVnaXNsYXRpdmtvbW1pc3Npb25lbi9rb21taXNzaW9uZW4td2FrL1NlaXRlbi9kZWZhdWx0LmFzcHg=" target=\"_blank\">WAK</a>). Das ist jene Kommission, welche das im Mai 2004 in Kraft getretene und totalrevidierte <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hZG1pbi5jaC9jaC9kL3NyL2M5NTFfMTEuaHRtbA==" target=\"_blank\">Nationalbankgesetz</a> vorberiet, bevor es vom Plenum behandelt und schliesslich verabschiedet wurde.</p>
<p>Blocher dürfte somit jede Zeile des fraglichen Gesetzes kennen, darunter auch <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hZG1pbi5jaC9jaC9kL3NyLzk1MV8xMS9hNDIuaHRtbA==" target=\"_blank\">Art. 42</a> über den Bankrat als Aufsichts- und Kontrollorgan. Wenn Ihnen solche Screenshot-Kopien zugestellt würden, wie sie Blocher besass, und wenn Sie wissen, wer das Aufsichts- und Kontrollorgan ist, würden Sie damit dann auch direkt zur Bundespräsidentin rennen oder sich nicht doch eher an dieses Aufsichts- und Kontrollorgan wenden?</p>
<p>Im <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zbmIuY2gvZGUvaWFib3V0L3NuYi9ib2RpZXMvaWQvc25iX2JvZGllc19jb3VuY2lsLzEy" target=\"_blank\">aktuellen Bankrat</a> sitzt auch Ernst Stocker, SVP-Regierungsrat des Kantons Zürich. Als Regierungsrat gehört Stocker automatisch der <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdnAtenVlcmljaC5jaC9udC9pbmRleC5waHA/c2lkPWQwYzJhMTU5OGY0NWQ4ZGZiM2ZlMmU0YTg2MDRiNjBlJmFtcDtpdGVtPS4vcGFydGVpL2xlaXR1bmcvZXJ3ZWl0ZXJ0JmFtcDtwbD1lcnc=" target=\"_blank\">Parteileitung der SVP des Kantons Zürich</a> an, in welcher &#8211; oh Wunder! &#8211; auch Wieder-Nationalrat Christoph Blocher sitzt. Man kennt sich also.</p>
<p>Nun eine ähnliche Frage: Wenn Sie mit jemandem im gleichen Vorstand sitzen, der zugleich dem Aufsichtsorgan jener Organisation angehört, dessen Präsidenten Sie misstrauen, würden Sie dann nicht ihn angehen statt zur Bundespräsidentin zu rennen?</p>
<p>Dass Blocher dennoch zur Bundespräsidentin rannte, konnte zwei Gründe haben. Entweder er misstraute dem Bankrat. Da sechs der elf Mitglieder durch den Bundesrat und fünf Mitglieder durch die Kantone bestimmt werden, ist dieser Rat somit relativ breit abgestützt und in jedem Fall demokratisch legitimiert.</p>
<p>Wie kann man einem Rat misstrauen, der so breit abgestützt und über dessen «Innenleben» kaum etwas bekannt ist? Verfügt Blocher dank seinem Parteifreund Stocker nicht auch über ein Insider-Wissen darüber, was in diesem Bankrat vor sich geht &#8211; und was das lange Zeit nicht öffentliche Reglement über Eigengeschäfte des SNB-Präsidiums beinhaltet?</p>
<p>Der andere Grund, weshalb der Wieder-Nationalrat Blocher sich an die Bundespräsidentin wandte, könnte darin liegen, dass er das Nationalbankgesetz eben doch äusserst gut kennt, denn: <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hZG1pbi5jaC9jaC9kL3NyLzk1MV8xMS9hNDUuaHRtbA==" target=\"_blank\">Art. 45, Abs. 1</a> des erwähnten Gesetztes erlaubt dem Bundesrat, einen SNB-Präsidenten abzusetzen:</p>
<blockquote><p>Ein Mitglied des Direktoriums oder eine Stellvertreterin oder ein Stellvertreter kann während der Amtsdauer vom Bundesrat auf Antrag des Bankrats des Amtes enthoben werden, wenn die betreffende Person die Voraussetzungen für dessen Ausübung nicht mehr erfüllt oder eine schwere Verfehlung begangen hat.</p></blockquote>
<p>Merke: Wenn Dir etwas suspekt erscheint, dann renne nicht zum Aufsichtsorgan, sondern direkt zum Henker&#8230;</p>
<p>Ach ja, da gäbe es noch einen dritten Grund: Ernst Stocker gehört innerhalb des Bankrats nebst zwei anderen Bankratsmitgliedern dem so genannten «Prüfungsausschuss» an. Dieser hat gemäss <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zbmIuY2gvZGUvbW1yL3JlZmVyZW5jZS9hbm5yZXBfMjAxMF9rb21wbGV0dC9zb3VyY2U=" target=\"_blank\">Geschäftsbericht 2010</a> die folgende Aufgabe:</p>
<blockquote><p>Der Prüfungsausschuss des Bankrats unterstützt den Bankrat in der Beaufsichtigung des Rechnungswesens und der finanziellen Berichterstattung. Er beurteilt die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS (Anm.: Internen Kontrollsystems) sowie die Verfahren zur Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und regulatorischen Vorschriften (Compliance) und überwacht die Tätigkeit der Revisionsstelle und der Internen Revision.</p></blockquote>
<p>Stocker sitzt seit dem 1. Mai 2010 in diesem Gremium, welches im 2010 insgesamt viermal zusammenkam. Geschätzte zweimal dürfte somit auch er eingeladen gewesen sein, etwas genauer hinzuschauen, sei es fürs damals bereits abgeschlossene Geschäftsjahr 2009 oder fürs laufende Jahr 2010.</p>
<p>Hätte sich Blocher an Stocker gewandt, dann hätte er seinem Parteikollegen sagen müssen, dass er seine Kontrollfunktion nicht ausreichend wahrnähme &#8211; also doch lieber gleich zum Henker, nicht wahr&#8230;?</p>
<h2>Im Nachhinein schlauer?</h2>
<p>Wie bereits schon erwähnt, sass Christoph Blocher in der WAK-Kommission, welche das aktuelle Nationalbankgesetz behandelte. Er hätte sich somit schon damals dafür einsetzen können, dass im erwähnten Gesetz ein Verbot für den Devisenhandel durch die Mitglieder des SNB-Direktoriums verankert würde.</p>
<p>Einen entsprechenden <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wYXJsYW1lbnQuY2gvZC9zdWNoZS9zZWl0ZW4vZ2VzY2hhZWZ0ZS5hc3B4P2dlc2NoX2lkPTIwMDIwMDUw" target=\"_blank\">Antrag </a>findet sich aber nicht. Es ist darum etwas gar einfach, heute ein solches Verbot zu fordern. Das hätte insbesondere Christoph Blocher als damaliges WAK-Mitglied schon viel früher einbringen können. Aber im Nachhinein ist man eben immer schlauer&#8230;</p>
<h2>Bank Sarasin</h2>
<p>Die <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zYXJhc2luLmNo" target=\"_blank\">Bank Sarasin</a> kam bisher in der öffentlichen Debatte kaum zur Sprache. Warum eigentlich nicht?</p>
<p>Der fragliche IT-Mitarbeiter scheint sich zwar bewusst gewesen zu sein, dass er hoch brisante Informationen in den Händen hielt. Aber war er sich der Bankgeheimnisverletzung bewusst?</p>
<p>Da er sich mit diesen Informationen an seinen alten Schulfreund wandte, der zugleich auch Anwalt ist, spricht dies eher dafür, dass er sich nicht bewusst war, was er tat. Das wiederum spricht für einen Ausbildungsmangel. Oder haben IT-Mitarbeiter einer Bank das Bankkundengeheimnis nicht zu kennen?</p>
<p>Zudem stellt sich die Frage der Firmenkultur. Es scheint <em>nicht</em> das Motto zu gelten: Wir sind Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit dankbar, sollten Sie etwas Suspektes entdecken und dies dem Compliance-Verantwortlichen melden, sodass dieser der Sache nachgehen kann.</p>
<p>Stattdessen scheint eher das Motto zu gelten: Mit Dingen, mit denen Sie gar nichts zu tun haben sollten, brauchen Sie sich nicht an den Compliance-Verantwortlichen zu wenden &#8211; kümmern Sie sich stattdessen lieber um Ihren eigenen Dreck.</p>
<h2>Mediales Getöse</h2>
<p>Leidet Roger Köppel eigentlich an einem Minderwertigkeitskomplex, dass er <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3lvdXR1LmJlLzFMR2lqR2hEbmpR" target=\"_blank\">immer wieder betonen</a> muss, wie dieser vermeintliche «Vertuschungsversuch» nur dank der Weltwoche «aufgedeckt» wurde?</p>
<p>Mit Verlaub: Zugespielte Dokumente oder Informationen publik zu machen ist weder eine Recherche- noch eine anderweitig grosse Eigenleistung. Das war ganz einfach nur Glück beziehungsweise ein «gefundenes Fressen», mit Betonung auf «gefunden». Das gilt übrigens in gleicher Weise auch für den Fall Zuppiger und dessen Erbschaftsaffäre.</p>
<p>Dennoch ist es erstaunlich, wie bei diesem Fall durch unzählige Medien plötzlich unglaublich viele personelle Ressourcen zur Verfügung standen. Für echten investigativen Journalismus scheinen kaum mehr Mittel vorhanden zu sein &#8211; auch nicht bei der Weltwoche &#8211; dafür aber fürs Wiederkäuen der gleichen Informationen.</p>
<p>Wiederkäuen von Dingen, die einmal in den Mund genommen wurden, ist eigentlich die Spezialität des Schweizer Nationaltiers, der Kuh. Davon gibt es hierzulande viele, weshalb wir auch immer noch mit einer Milchschwemme zu kämpfen haben.</p>
<p>Viele Medien sind nicht selten wie Kühe, nur produzieren sie keine Milch-, sondern eine Informationsschwemme. Das Produkt selbst ist aber jenem der Kühe ähnlich: Was rauskommt, unterscheidet sich kaum von dem der Anderen.</p>
<p>So macht schliesslich eine Kuh Muh, aber viele Kühe machen Mühe. Nur Roger Köppel meckert ständig wie eine Ziege herum. Ob ich vielleicht deshalb keine Ziegenmilch mag? <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
 <img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=10106" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.augenreiberei.ch/2012/01/16/vom-fall-hildebrand-zu-hildebrands-fall/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tag des Vergessens</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2011/12/10/tag-des-vergessens/</link>
		<comments>http://www.augenreiberei.ch/2011/12/10/tag-des-vergessens/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 11:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesratswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Tag der Menschenrechte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.augenreiberei.ch/?p=9905</guid>
		<description><![CDATA[Der heutige 10. Dezember gilt als Tag der Menschenrechte. Betrachtet man die Schweizer Medienlandschaft, mutiert er eher zum Tag des Vergessens...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der heutige 10. Dezember gilt als Tag der Menschenrechte. Betrachtet man die Schweizer Medienlandschaft, mutiert er eher zum Tag des Vergessens&#8230;</strong></p>
<p>Eine geschlagene Stunde lang habe ich heute morgen gegoogelt. Die dabei verwendeten Stichworte sind: «Menschenrecht», «Menschenrechte (Schweiz)», «Tag der Menschenrechte (2011)». Zugleich habe ich die Suche auf die Schweiz und die letzten 24 Stunden eingeschränkt.</p>
<p><span id="more-9905"></span></p>
<h2>Bundesratswahlen vor Menschenrechte</h2>
<p>Das Resultat ist ernüchternd (Abfragezeitpunkt: 10.12.2011, 10.00 h):</p>
<table border="0">
<colgroup>
<col width="240px" />
<col width="180px" /></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td>«Menschenrecht»:</td>
<td style="text-align: right;">57 Ergebnisse</td>
</tr>
<tr>
<td>«Menschenrechte»:</td>
<td style="text-align: right;">951 Ergebnisse</td>
</tr>
<tr>
<td>«Menschenrechte Schweiz»:</td>
<td style="text-align: right;">881 Ergebnisse</td>
</tr>
<tr>
<td>«Tag der Menschenrechte»</td>
<td style="text-align: right;">362 Ergebnisse</td>
</tr>
<tr>
<td>«Tag der Menschenrechte 2011»:</td>
<td style="text-align: right;">324 Ergebnisse</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Es sind kleinere Websites, häufig sogar solche mit einem religiösen Anstrich, welche es bislang unter die Top Ten von Google geschafft haben. Einzige Ausnahme bildet <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ibGljay5jaC9uZXdzL2F1c2xhbmQvZmVzdG5haG1lbi16dW0tbWVuc2NoZW5yZWNodHN0YWctaW4tcGVraW5nLTEyNjAzMA==" target=\"_blank\">dieser «Blick»-Artikel</a> über Festnahmen in China am heutigen Tag der Menschenrechte. Hätte es diese Demonstrationen vor der UNO-Vertretung in Peking nicht gegeben, hätte wohl auch das Schweizer Boulevard-Blatt nichts über den heutigen Tag (online) zu berichten gewusst.</p>
<p>Auch die direkte Suche bei den grossen Medien-Websites wie <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50YWdlc2FuemVpZ2VyLmNo" target=\"_blank\">Tages-Anzeiger</a>, <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5uenouY2g=" target=\"_blank\">NZZ</a> oder <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuc2YudHY=" target=\"_blank\">SF Tagesschau</a> zeigt: Die Menschenrechte sind heute, am Tag der Menschenrechte, kein Thema.</p>
<p>Aber &#8211; wer bei Google in den letzten 24 Stunden Schweizer Websites mit den folgenden Stichworten suchte, erhielt diese Ergebnisse:</p>
<table border="0">
<colgroup>
<col width="240px" />
<col width="180px" /></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td>«Bundesratswahlen»:</td>
<td style="text-align: right;">18&#8217;100 Ergebnisse</td>
</tr>
<tr>
<td>«Bundesratswahlen 2011»:</td>
<td style="text-align: right;">19&#8217;200 Ergebnisse</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Musterschüler Schweiz?</h2>
<p>Artikel 1 der <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5vaGNoci5vcmcvRU4vVURIUi9QYWdlcy9MYW5ndWFnZS5hc3B4P0xhbmdJRD1nZXI=" target=\"_blank\">Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte</a> beginnt mit den folgenden Worten:</p>
<blockquote><p>Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.</p></blockquote>
<p>Wenn Massenmedien in unseren Breitengraden, auch staatlich finanzierte, am Tag der Menschenrechte nicht über Menschenrechtsverletzungen berichten, dann ist das ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen und damit auch ein Schlag gegen deren Würde und Rechte.</p>
<p>Denn: Menschenrechte sind nicht nur bloss Rechte. Sie blieben nur fromme Worte, wenn sich niemand an sie hält. Wer «Ja» sagt zu den Menschenrechten, geht auch die Pflicht ein, sie einzuhalten.</p>
<p>«Jeder für sich» funktioniert dabei nicht. Darum geht jeder, der die Menschenrechte bejaht, auch die Pflicht ein, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen.</p>
<p>Die Möglichkeiten der Medien, sich für deren Einhaltung einzusetzen, liegen in der Berichterstattung. Das muss nicht missionarisch geschehen und es müssen auch nicht zwingend Themen sein, die nur das Ausland betreffen.</p>
<p>So bilden zwar die Frauen im Bundesrat zurzeit die Mehrheit. Von Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern kann hierzulande aber trotzdem nicht gesprochen werden und dies obschon der zweite Punkt von Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte genau das verlangt:</p>
<blockquote><p>Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.</p></blockquote>
<p>Hätten die Schweizer Medien in den letzten 24 Stunden mit der gleichen Penetration über die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen in verschiedenen Unternehmen berichtet wie sie dies über die kommenden Bundesratswahlen getan haben, dann wäre diese Menschenrechtsverletzung vielleicht bald vom Tisch.</p>
<p>Gewiss: Es ist nicht Aufgabe der Schweizer Medien, konzertiert die Moralkeule zu einem bestimmten Thema schwingen. Dennoch dürfte Lohngleichheit längerfristig wohl mehr Menschen hierzulande interessieren als die unsäglichen Auflistungen von möglichen Wahlszenarien, die am Tag nach den Wahlen ohnehin niemanden mehr interessieren.</p>
<h2>Dauerhafte Aufgabe</h2>
<p>Das Thema der Lohn(un)gleichheit ist aber nur eines von vielen verschiedenen möglichen Themen. So mag beispielsweise zwar jeder hierzulande seine Meinung frei äussern. Ohne Folgen bleibt das aber bei Weitem nicht immer.</p>
<p>Viele sitzen lieber auf den Mund, weil sie mögliche <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9SZXByZXNzaW9u" target=\"_blank\">Repressionen</a> befürchten. Das kann im Kleinen geschehen wie ein Mitarbeiter, der nicht wagt, eine «nicht ganz saubere Aktion» seines Arbeitgebers dem Vorgesetzten oder einer <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cHM6Ly93d3cuc2ljaGVybWVsZGVuLmNoLw==" target=\"_blank\">neutralen Stelle</a> zu melden.</p>
<p>Es kann auch im Grossen geschehen, indem zum Beispiel kaum ein Politiker, ein öffentlich bekannter «Experte» oder ein «Promi» irgendein Medium direkt kritisiert. Zu gross ist die Abhängigkeit und zu gross ist die Furcht, in Zukunft von einer Redaktion nicht mehr berücksichtigt zu werden.</p>
<p>Es gäbe somit durchaus auch für die Schweiz Themen, welche im Widerspruch zu den Menschenrechten stehen, über die man am Tag der Menschenrechte berichten könnte und &#8211; die über so manche Banalität zu den Bundesratswahlen stehen.</p>
<p>In der Schweiz sind zwar die Menschenrechte sinngemäss Gesetz. Deren Einhaltung einzufordern ist aber selbst in der vermeintlich «gerechten» Schweiz eine dauerhafte Aufgabe von uns allen.</p>
<p>Das gilt sowohl fürs eigene Land wie auch fürs Ausland, aus welchem die Schweiz Güter bezieht obschon es in vielen dieser Ländern mit der Menschenrechtssituation häufig noch schlechter bestellt ist als fürs eigene Land. Aber wen interessiert das schon?</p>
<p style="border-bottom-style:solid; border-width:1px;" </p>
<p><strong>Etwas tun</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5vaGNoci5vcmcvRU4vVURIUi9QYWdlcy9MYW5ndWFnZS5hc3B4P0xhbmdJRD1nZXI=" target=\"_blank\">Menschenrechte</a> wahrnehmen</li>
<li>Über die Menschenrechte (auch im Alltag) reden, schreiben, bloggen, &#8230;</li>
<li>Beim Briefmarathon von <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbW5lc3R5LmNoL2Rl" target=\"_blank\">Amnesty International (Schweiz)</a> teilnehmen</li>
</ul>
 <img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=9905" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.augenreiberei.ch/2011/12/10/tag-des-vergessens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

