Archiv für die Kategorie „Staat“
Die Filmindustrie Hollywoods ist dauernd darum bemüht, Filme mit sagen- und geheimnisumwobenen Geschichten zu drehen. Vielleicht könnte die Schweiz Grundlage für weitere Geschichten liefern, denn an Geheimnissen mangelt es wahrlich nicht…
Seit letzter Woche können wir hierzulande Walt Disneys jüngsten Film angucken gehen: Alice im Wunderland. Die Zuschauer erwartet nicht nur eine surreale (Film-)Welt, sondern auch eine voller Überraschungen und Geheimnisse.
Mit sagen- und geheimnisumwobenen Geschichten lässt sich viel Geld verdienen, wie wir seit «Avatar» wissen, dem bisher finanziell wohl erfolgreichsten Film aller Zeiten. Filme um fiktive Geheimnisse haben aber einen wesentlichen Nachteil: Hat man sie einmal gesehen, ist der ganze Zauber weg.
Die Kurzlebigkeit dieses Zaubers bezieht sich nicht nur auf die Geschichte, sondern auch auf die Einnahmen, denn schliesslich würde niemand ein zweites Mal den gleichen Kinoeintrittpreis bezahlen wollen, sobald er die Geschichte kennt.
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Das Schicksal des noch immer in Libyen inhaftierten Schweizers beschäftigt die Schweiz. Unbeachtet bleiben viele andere, denen Unrecht widerfährt – sogar im Namen der UNO.
19 Monate sind es her, seit Max Göldi nun schon in Libyen festsitzt. Vier Monate hat er gemäss Gerichtsentscheid abzusitzen, wobei die monatelange Isolation in der Schweizer Botschaft genug Gefängnis gewesen wäre…
Immerhin ist Bewegung in die verfahrene Situation gekommen. Sein Leidensgenosse Rachid Hamdani wurde inzwischen freigelassen. Zudem sendet die regierende Familie Gaddafi wieder Signale aus, obschon diese widersprüchlich sind.
Besorgnis über das Schicksal des Schweizers wechselt sich ab mit Verärgerung über die Willkür seitens Libyen. Immerhin: Trotz dürftiger Informationen aus dem nordafrikanischen Land – es gibt gerade einmal ein Foto von beiden – gingen sie beide bisher nie vergessen. Zu verdanken ist das sicher auch Amnesty International, welche mit Aktionen «Ereignisse produzierte», über welche dann die Medien berichteten.
Die Odyssee ist für Max Göldi aber noch nicht zu Ende. Es bleibt zu hoffen, dass er trotzdem bald frei kommt.
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Letzte Woche wurde bekannt, dass gegen den Bieler SP-Nationalrat Ricardo Lumengo eine Untersuchung wegen «Stimmenfang» laufe. Wie zu erwarten war, wurden seitens der politischen Gegner sofort Rücktrittsforderungen laut. Doch wie «schlimm» ist ein solches Vergehen?
Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Untersuchung gegen Lumengo wegen «Stimmenfang» anlässlich der Nationalratswahlen 2007 wurde eingestellt, da ein graphologisches Gutachten ergeben hatte, dass die 47 Wahlzettel mit gleicher Handschrift nicht von ihm stammten.
Demgegenüber steht Lumengo dazu, bei angeblich unerfahrenen Wählenden exemplarisch den Wahlzettel bei den Berner Grossratswahlen im 2006 ausgefüllt zu haben und zwar im Glauben darin, diese würden anschliessend einen neuen Stimmzettel ausfüllen. Das war in 44 Fällen offensichtlich nicht so. Details dazu können seiner Medienmitteilung entnommen werden.
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Nichtregierungsorganisationen haben es selten einfach. Ihre Arbeit wird umso schwerer, wenn sie noch von fragwürdiger Seite her angegriffen werden – und damit indirekt auch das humanitäre Völkerrecht.
Vor rund einer Woche berichtete André Marty in seinem Blog vom beunruhigenden Trend, das humanitäre Völkerrecht dadurch zu demontieren, indem die Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) diskreditiert werden:
«Der Krieg gegen das Völkerrecht» (Lese-Empfehlung!)
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In der analogen Welt der westlichen Industrienationen herrscht seit Jahrzehnten Frieden. Derweil tobt an vielen Fronten ein Kampf um digitale Daten…
Die vergangene Woche war geprägt von Nachrichten darüber, wer über welche Informationen verfügen darf und soll. Einen direkten Zusammenhang zwischen den Ereignissen gibt es offensichtlich nicht.
Trotzdem gibt es einen. Doch gehen wir vorerst die verschiedenen Ereignisse durch.
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Nach Teil 1 und Teil 2, welche eher schulmeisterlichen oder aufklärerischen Charakter hatten, wirft dieser letzte Teil zahlreiche kritische Fragen zur Registerharmonisierung und zur Volkszählung auf.
Alles beginnt im Kleinen, meint der Volksmund. Volkszählungen sind zwar nicht neu. Neu ist hingegen die Art und Weise, wie «gezählt» wird. Und dieses Wie ist wahrlich nicht klein.
Was hier bezüglich Registerharmonisierung und Volkszählung umgesetzt wurde und noch weiter umgesetzt wird, ist «ein grosser Wurf» oder ein «Meilenstein» im Bereich der Registerführung sowie im Bereich Statistik.
Kritisch zu betrachten sind dabei die folgenden Aspekte:
- Der digitale Datenaustausch zwischen amtlichen Behörden
- Die Vereinheitlichung der Führung von Registern jegwelcher Art
- Die Verknüpfungen von Daten aus mehreren (amtlichen) Registern
- Datenschutz im Allgemeinen
- Unklare gesetzliche Vorgaben
- Der steigende Hunger nach Statistiken
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In Teil 1 von «Harmonische Daten» ging es um die Basisstatistiken der ab diesem Jahr durchgeführten «Volkszählungen». Dieser zweite Teil behandelt die anderen drei Statistik-Arten.
Die Basisstatistiken, wie sie im erste Teil beschrieben wurden, basieren auf Daten, welche vierteljährlich und digital aus verschiedenen Personen- und Gebäuderegistern seitens Gemeinden, Kantonen und Bund ans Bundesamt für Statistik (BfS) übermittelt werden.
Die anderen drei Statistik-Arten werden hingegen «manuell» seitens einer zufälligen Auswahl von Personen erhoben. Zur Erinnerung die Gesamtübersicht:

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Eigentlich hätte an dieser Stelle der zweite Teil «Harmonische Daten» erscheinen sollen. Dieser ist aber noch nicht ganz fertig gestellt – unter anderem weil die Website des Bundesamts für Statistik Merkwürdiges anzeigte…
Nach dem ersten Teil, welcher die Basisstatistiken der Volkszählung behandelte, bestehend unter anderem aus Daten seitens der Einwohnerregister, hätte nun der zweite Teil über die anderen drei Statistik-Arten folgen sollen.
Doch dazu fehlen noch einige Details sowie die in diesem Blog immer angegebenen Links zu den Quellen, im aktuellen Fall die Links auf die Website des Bundesamts für Statistik (BfS).
Die direkte Eingabe der Web-Adresse des BfS, www.bfs.admin.ch, führte gestern Abend jedoch auf eine unerwartet andere Website des Bundes…
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Volkszählungen finden in der Schweiz jeweils alle 10 Jahre statt. Die Letzte wurde im Jahre 2000 durchgeführt, womit wir heute, im 2010, wieder in einem «Volkszählungsjahr» wären. Doch nichts ist mehr, wie es einmal war – und darum läuft die Volkszählung ab diesem Jahr anders ab als bis anhin…
Bestimmt erinnern Sie sich noch an die kürzlich durchgeführte Anti-Minarett-Abstimmung und an die Diskussionen davor und danach. Einige sprachen dabei davon, dass es in der Schweiz 300′000 Muslime gäbe, andere erwähnten die Zahl 400′000 und wiederum andere meinten, es wären 350′000 – oder vielleicht doch eher 380′000?
Dieses Zahlen-Dilemma rührt daher, dass es niemand so richtig weiss. Die letzten verlässlichen Zahlen sind schon zehn Jahre alt. Seither ist der Anteil an Moslems an der Gesamtbevölkerung aufgrund des Balkankrieges und den dadurch ausgelösten Flüchtlingsstrom aus dieser muslimisch geprägten Region sicher gestiegen. Aber um wie viel?






