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	<title>Augenreiberei, die; -, -en &#187; Umwelt</title>
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		<title>Von wegen «Nachhaltigkeit»</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 05:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es macht sich gut, von «Nachhaltigkeit» zu sprechen. Allerdings ist die Verwendung dieses Begriffs vielfach selber nicht sonderlich nachhaltig...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es macht sich gut, von «Nachhaltigkeit» zu sprechen. Allerdings ist die Verwendung dieses Begriffs vielfach selber nicht sonderlich nachhaltig&#8230;</strong></p>
<p>Feucht-fröhlich haben wohl die meisten Menschen in unseren Breitengraden den Jahreswechsel hinter sich gebracht. Wie für dieses Ereignis üblich, wird sich bestimmt der eine oder andere einen Vorsatz gefasst haben. Aber wie nachhaltig ist dieser?</p>
<p><span id="more-10068"></span></p>
<h2>Ein alter Begriff neu verstanden</h2>
<p>Natürlich könnte man nun darüber sinnieren, was Vorsätze bringen, oder dass es generell nicht viel bringt, sich überhaupt Vorsätze zu fassen, da diese an einem feucht-fröhlichen Abend gefasst werden und darum wenig nachhaltig sind. Doch die Frage an dieser Stelle nach der Nachhaltigkeit von Vorsätzen ist nur ein Vorwand.</p>
<p>Ein Vorwand dafür, wie gebräuchlich der Ausdruck «Nachhaltigkeit» geworden ist, ohne dass wir uns daran stören. Von fast allen Herausforderungen, die wir zu bewältigen versuchen, soll heutzutage eine «nachhaltige Lösung» her.</p>
<p>Die Sanierung der Sozialwerke, als Beispiel, soll «nachhaltig» erfolgen. Und wenn die Frankenstärke beispielsweise durch eine Koppelung des Frankens an den Euro dauerhaft bekämpft werden soll, dann soll dies eine «nachhaltige Lösung» sein (ob wahr und sinnvoll oder nicht ist eine andere Frage).</p>
<p>Heute hat enorm vieles «nachhaltig» zu sein. Wenig bis gar nichts mehr hat dieser Begriff «irgendwas mit Umwelt» zu tun. Es macht den Anschein, dass er zu einem Mode- oder Schlagwort geworden ist und damit zu einem guten Kandidaten fürs <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9CdWxsc2hpdC1CaW5nbw==" target=\"_blank\">«Bullshit-Bingo»</a>.</p>
<p>Doch wofür stand dieser Ausdruck ursprünglich? Das freie Wörterbuch Wiktionary <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa3Rpb25hcnkub3JnL3dpa2kvTmFjaGhhbHRpZ2tlaXQ=" target=\"_blank\">schreibt</a> dazu:</p>
<blockquote><p>Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und wird auf eine Publikation von Hans Carl von Carlowitz aus dem Jahr 1713 zurückgeführt, in der er von der «nachhaltenden Nutzung» der Wälder schrieb. Hermann Friedrich von Göchhausen griff den Begriff 1732 auf. Er bezeichnet die Bewirtschaftungsweise eines Waldes, bei welcher immer nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann, so dass der Wald nie zur Gänze abgeholzt wird, sondern sich immer wieder regenerieren kann.</p></blockquote>
<p>Kurz zusammengefasst &#8211; und wenn man den Aspekt der Forstwirtschaft fallen lässt &#8211; heisst das also, dass nur so viel entnommen oder genutzt werden soll, wie auf natürliche Weise auch wieder nachfolgen (oder nachwachsen) kann. Das entspricht auch dem erweiterten Sinn von Nachhaltigkeit, wie er ebenfalls im Wiktionary erwähnt ist: Nachhaltigkeit beschreibt «einen Zustand des globalen Gleichgewichts».</p>
<p>Allerdings lässt sich nun streiten, was man genau unter «global» verstehen muss oder will. Diesen Begriff mit «weltweit» gleichzusetzen, wäre falsch. Die Herausforderungen bei der Sanierung der Schweizer Sozialwerke, um bei diesem Beispiel zu bleiben, sind nicht weltweit zu lösen &#8211; aber «global».</p>
<p>Die zu erwartende Überalterung ist <em>ein</em> Aspekt einer «globalen» Betrachtungsweise im Streben nach einer «nachhaltigen» Lösung. Weil dieses «global» eine äusserst schwammige Sache ist, könnte jemand beispielsweise behaupten, dass die Nicht-Berücksichtigung auch einer höheren Lebenserwartung und das Ignorieren eines schlechteren Bildungsstandes mit tieferen Löhnen und geringeren Sozialabgaben zu keiner «nachhaltigen» Lösung führe.</p>
<h2>Nachhaltigkeit im Wandel der Zeit</h2>
<p>Ist das nun etwas «Schlechtes» oder etwas «Gutes», wenn im Sinne eines «globalen Gleichgewichtes» (egal in welchem Bereich) nach mehr «Nachhaltigkeit» gestrebt wird, wie es verbal immer wieder zu hören ist?</p>
<p>Dieses Streben ist sicher einmal ein Eingeständnis dafür, dass es nicht immer mehr geben kann, weil die Mittel nur beschränkt vorhanden sind (und nachwachsen) und dass deshalb haushälterischer als bisher mit diesen Mitteln umgegangen werden muss.</p>
<p>Indirekt kommt dies auch einem Abschwören vom Raubbau an Natur und Mensch gleich. Fälschlicherweise denken viele beim Begriff Nachhaltigkeit nur an den Raubbau an der Natur und vergessen häufig jenen an Menschen.</p>
<p>In unseren Breitengraden brachte die Industrialisierung einen solchen Raubbau mit sich. Viele arbeiteten damals beinahe bis zum Zusammenbruch, währenddem es einigen wenigen Fabrikherren glänzend ging. Glücklicherweise haben sich die Zeiten geändert, sodass man heute sagen kann, dass unsere Arbeitsbedingungen weitaus «nachhaltiger» sind als noch jene vor 100 oder mehr Jahren.</p>
<p>In so genannten «Billiglohnländern» ist die Wahrscheinlichkeit allerdings relativ gross, dass ein derartiger Raubbau nach wie vor stattfindet. Die Existenz von Labeln wie «Fair trade» sind ein Indikator dafür, dass «die Welt da draussen» offensichtlich nicht nur fair beziehungsweise gerecht zu allen Menschen ist.</p>
<p>Aber nicht nur im wirtschaftlichen Bereich geschah und geschieht noch immer Raubbau an Menschen, sondern auch im politisch-staatlichen Bereich. Der Geschichtsunterricht lehrte uns, dass über lange Zeit immer wieder eine Minderheit von Adeligen über eine grosse Mehrheit an Untertanen herrschte.</p>
<p>Den einen ging es glänzend, die anderen mussten nicht selten Hunger leiden. Und so ist es auch heute noch in zahlreichen Ländern: Einige wenige Machthaber, denen es sehr gut geht, herrschen über die breite Masse an hart arbeitenden Menschen, die kaum ihre Grundbedürfnisse decken können (siehe Nordkorea).</p>
<p>Das heutige politische System der Schweiz könnte man darum ebenfalls als ein «nachhaltigeres» System bezeichnen als irgendeine Herrschaft einer kleinen Minderheit über die breite Masse. Dieses System ist auf (Chancen-)Gleichheit für alle und nicht auf die Privilegierung einiger weniger ausgerichtet.</p>
<p>Auch wenn auf dem Weg zu unserem heutigen Arbeitsrecht oder zu unserem heutigen politischen System der Begriff der Nachhaltigkeit noch kaum eine Bedeutung spielte, hat sich die Ausrichtung dieser Errungenschaften auf nachhaltige Prinzipien doch bewährt.</p>
<p>So gesehen ist «Nachhaltigkeit» &#8211; ob beim Namen genannt oder nicht &#8211; etwas Gutes. Aber machen wir uns nichts vor: Nicht hinter allem, auf dem »Nachhaltigkeit» steht, steckt auch ein echter Wille zu mehr »Nachhaltigkeit» drin.</p>
<h2>«Tue was Nachhaltiges und sprich darüber»</h2>
<p>Es gehört heute beispielsweise zum guten Ton jedes grösseren Unternehmens, zusammen mit dem Geschäftsbericht jährlich auch einen Nachhaltigkeitsbericht zu verfassen, so ganz nach dem Motto: Tue Gutes und sprich darüber. Da dieses Engagement häufig auf Freiwilligkeit beruht, weiss man sich selber ausreichend zu applaudieren.</p>
<p>Gerade weil es kaum Vorgaben oder Ziele gibt, kann selbst das Kompostieren der drei täglich anfallenden Teebeutelchen in einem Bürobetrieb oder das Wechseln auf Oeko-WC-Papier als nachhaltige Tat Eingang in so einen Bericht finden.</p>
<p>Selbst wenn diese Taten nicht so banal sind wie die zwei oben genannten Beispiele, ist dennoch vieles, was das Etikett «Nachhaltigkeit» trägt, nichts weiter als PR und &#8211; je nachdem, wie sehr diese «falsche» Nachhaltigkeit bereits verinnerlicht wurde &#8211; auch Selbstbetrug, um das eigene Gewissen zu beruhigen.</p>
<p>Dieser Etikettenschwindel fusst auf der Annahme, dass für uns alles so gut bleibt, wie es ist, oder allenfalls nur noch besser wird. Wenn dem so ist, braucht niemand zu fürchten, wenn Aktionen zugunsten von mehr Nachhaltigkeit mehr Schwindel als ernsthafte Absicht sind.</p>
<p><img class="alignright  wp-image-10070" title="Im selben Boot" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/2012/01/Im-selben-Boot-570x486.jpg" alt="" width="342" height="292" />«Unglücklicherweise» verändern sich aber manchmal die Dinge schneller als erwartet. Atom-Ausstieg, Euro-Rettung oder der Arabische Frühling sind nur einige Beispiele vom vergangenen Jahr zu Dingen, die wir noch vor einem Jahr für unmöglich hielten.</p>
<p>Solche Veränderungen stellen vermeintlich nachhaltige Lösungen auf die Probe. Sind sie tatsächlich nachhaltig, haben sie Bestand. Im gegenteiligen Fall fallen sie nicht nur wie ein Kartenhaus in sich zusammen, sondern führen auch dazu, dass wir eine Quittung in unbekannter Höhe für den bisherigen Etikettenschwindel erhalten. Wir täten also gut daran, es auch ernst zu nehmen, wenn wir den Begriff «Nachhaltigkeit» in den Mund nehmen.</p>
<p>Möglich wäre allerdings ebenso, dass wir aus ganz anderen, eher unbewussten Gründen so inflationär von Nachhaltigkeit sprechen: Die Entwicklung um uns herum geht uns zu schnell.</p>
<p>Wirtschaft, Showbusiness, elektronische Geräte, Software, Medien, medizinische Geräte und Rezepturen, Bauwesen usw.: Sie alle und bestimmt noch einige mehr sind einer scheinbar immer schneller werdenden Spirale von Veränderungen ausgesetzt.</p>
<p>Demgegenüber steht häufig der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit. Was immer wieder verändert wird oder verändert werden muss, scheint vordergründig nicht nachhaltig zu sein, denn dies deutet auf einen falschen Einsatz der nur beschränkt vorhandenen Mittel hin.</p>
<p>Das kann tatsächlich so sein. Den Einsatz der besagten Mittel aber neu zu regeln (zum Beispiel wegen einer grösseren oder kleineren Nachfrage) kann auch bedeuten, der Realität ins Auge zu schauen, was auf Dauer «nachhaltiger» ist als wenn die Realität ignoriert wird.</p>
<p>Im Fall der Überforderung aufgrund zu zahlreicher Veränderungen wird aber fälschlicherweise nach mehr Nachhaltigkeit gerufen, denn es geht gar nicht um einen optimalen Mittel-Einsatz. Gemeint ist stattdessen mehr Beständigkeit. Beständigkeit gibt Sicherheit, und Sicherheit beruhigt.</p>
<p>Echte Nachhaltigkeit statt fauler Etikettenschwindel gibt auch Sicherheit. Aktionen, welche tatsächlich nachhaltig sind, werden so nicht zum Bumerang. Und echte nachhaltige Lösungen führen auch zu weniger Aufbegehren und zu weniger schnell erzeugten Veränderungen durch die Betroffenen.</p>
<p>Ein genaues Hinschauen bei allem, was als «nachhaltig» bezeichnet wird und eine Rückbesinnung auf die tatsächliche Bedeutung dieses Begriffs wäre ein guter Anfang &#8211; zu mehr Nachhaltigkeit…</p>
 <img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=10068" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Blick aufs Mittelmeer</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 05:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie genug vom Nebel und suchen stattdessen die Sonne? Einen Blick aufs Mittelmeer gibt es sogar hier in der Schweiz!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haben Sie genug vom Nebel und suchen stattdessen die Sonne? Einen Blick aufs Mittelmeer gibt es sogar hier in der Schweiz!</strong></p>
<p>Der Blick aufs Mittel<del>landnebel</del>meer präsentiert sich bei Sonnenuntergang in etwa so:</p>
<p><a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hdWdlbnJlaWJlcmVpLmNoL1dQMjcxL3dwLWNvbnRlbnQvdXBMb2Fkcy8yMDExLzExL01hZ2dsaW5nZW5fU29sb3RodXJuLmpwZw=="><img class="aligncenter size-large wp-image-9831" title="Magglingen, Blick aufs Nebelmeer in Richtung Solothurn" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/2011/11/Magglingen_Solothurn-570x308.jpg" alt="" width="570" height="308" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-9830"></span></p>
<p>Wer im Mittelland wohnt, muss selten lange suchen um einen ähnlichen Ausblick finden zu können: Entlang dem Jurasüdfuss führen unzählige Wege in die Höhe.</p>
<p>Dazu zählen beispielsweise auch <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mdW5pYy5jaA==" target=\"_blank\">diese</a> oder <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hc21vYmlsLmNoL3ZpbmlmdW5pLmh0bWw=" target=\"_blank\">diese</a> Standseilbahn. Sie bringen ohne grosse Anstrengung für die Fahrgäste diese in wenigen Minuten auf 800 bis 900 Meter über Meer und damit häufig auch übers Nebelmeer.</p>
<p>Bestimmt gibt es auch in Ihrer Nähe ein technisches Meisterwerk, dank welchem man auf einfache Weise der Nebelsuppe entfliehen kann&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hdWdlbnJlaWJlcmVpLmNoL1dQMjcxL3dwLWNvbnRlbnQvdXBMb2Fkcy8yMDExLzExL01hZ2dsaW5nZW5fQmVybi5qcGc="><img class="aligncenter size-large wp-image-9832" title="Magglingen, Blick aufs Nebelmeer in Richtung Bern" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/2011/11/Magglingen_Bern-570x308.jpg" alt="" width="570" height="308" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ähnliche Blog-Artikel</strong></p>
<ul>
<li>Bobsmile&#8217;s Blog (17.11.2011):<br />
<a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ib2JzbWlsZS5jaC93b3JkcHJlc3MvMjAxMS8xMS8xNy9uZWJlbGZyZWktYW0tYmFudGlnZXIv" target=\"_blank\">«Nebelfrei am Bantiger»</a></li>
</ul>
 <img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=9830" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Einkaufen bei Coop: Nur etwas für Männer</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2011/11/11/einkaufen-bei-coop-nur-etwas-fur-manner/</link>
		<comments>http://www.augenreiberei.ch/2011/11/11/einkaufen-bei-coop-nur-etwas-fur-manner/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 06:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Coop]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch in der Schweiz der erste Skandal in Sachen Lebensmittel-Hygiene auftrat. Nun mit dem Finger nur auf Coop zu zeigen, ist aber nur die halbe Miete. Die hauptsächliche Ursache liegt am ganzen Lebensmittel-System.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch in der Schweiz der erste Skandal in Sachen Lebensmittel-Hygiene auftrat. Nun aber mit dem Finger nur auf Coop zu zeigen, ist nur die halbe Miete. Die hauptsächliche Ursache liegt am ganzen Lebensmittel-System.</strong></p>
<p>Nun hat also auch die Schweiz ihren <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52aWRlb3BvcnRhbC5zZi50di92aWRlbz9pZD01YjE3NGUxNi0xM2QwLTRhNmUtYjU3Yi1mNGI0MjM1YmU0N2M=" target=\"_blank\">«Gammelfleisch-Skandal»</a>. Gewiss, er scheint nicht die gleiche Tragweite zu haben und ist auch nicht das Resultat eines generell «verordneten» Fehlverhaltens, so wie das etwa in Deutschland der Fall war. Das macht es aber nicht besser, im Gegenteil: Man weiss noch weniger, ob, wann und wo «etwas» gemauschelt wurde.</p>
<p><span id="more-9712"></span></p>
<h2>Ignoriertes Problem</h2>
<p>Wie man sich nun verhalten soll, verriet <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNo" target=\"_blank\">Coop</a> indirekt bereits Mitte Juni dieses Jahres. Damals <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNjk0MjM0MjYvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">informiert</a> der orange Riese nämlich über die sechste Studie «Ess-Trends im Fokus».</p>
<p>Aus dieser Studie geht unter anderem hervor: «Frauen vertrauen dem Haltbarkeitsdatum, Männer ihrem Geruchssinn». Na dann, liebe Frauen: Schickt Eure Männer los, wenn Ihr «Frischfleisch» beim Coop-Metzger kaufen wollt! <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Amüsant zu lesen ist auch der folgende Absatz aus der gleichen Medienmitteilung:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Gefahren für die Lebensmittelsicherheit lauern auch ganz am Ende der Lebensmittelkette bei der Aufbewahrung und Zubereitung zuhause. Erfreulicherweise erweist sich die Bevölkerung in wichtigen Punkten als gut informiert: 87 % waschen vor dem Kochen die Hände; drei Viertel wissen, dass man Konservenreste nicht in der Dose aufbewahrt; knapp zwei Drittel kennen den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum. Und wenn etwas verdorben aussieht oder abgelaufen ist, wirft man es zur Sicherheit häufig weg.</p>
</blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Coop weiss zwar sehr gut darüber Bescheid, ob ihre Kunden vor dem Kochen die Hände waschen oder ob diese den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum kennen. Aber wie sich einige Metzger aus dem eigenen Hause zu Fragen bezüglich Lebensmittel-Hygiene verhalten, scheint man nicht zu wissen&#8230;</p>
<p>Zumindest vordergründig nicht. Denn die nachfolgende Aussage von Coop-Vertreter Philipp Wyss im <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rYXNzZW5zdHVyei5zZi50dg==" target=\"_blank\">«Kassensturz»</a> am Dienstag macht stutzig:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich bin immer davon ausgegangen, dass wir alles so aufdecken könnten.</p>
</blockquote>
<p>Gemeint war damit, dass sich Mitarbeitende melden würden (wo auch immer), sollten sie über derartige Machenschaften Kenntnis haben. Die Art und Weise dieser Formulierung deutet aber darauf hin, dass es schon länger und wiederholt solche «Verfehlungen» gegeben haben muss &#8211; und nicht erst in jüngster Zeit &#8211; und dass Coop schon länger davon wusste, wie es mit der Lebensmittel-Hygiene in den eigenen Metzgereien steht. Wirkungsvolle Massnahmen wurden bisher aber trotzdem nicht ergriffen.</p>
<p>Auch die relativierenden Worte von wegen «wo Menschen arbeiten, passieren Fehler und wird der Spielraum überdehnt» mögen da keine Gegensteuer geben. Als Grossverteiler sollte sich Coop des «Klumpenrisikos» bewusst sein. Und: Ein Dorfmetzger könnte wohl bald seinen Laden schliessen, wenn er «den Spielraum überdehnt», so wie das offensichtlich einige Coop-Metzger machten&#8230;</p>
<h2>Coops PR-Desaster</h2>
<p>Was der «Kassensturz» am Dienstag anprangerte, ist ein wahres PR-Desaster, denn der Grossverteiler wusste sich in jüngster Zeit immer wie ein Musterschüler darzustellen. «Coop ist die nachhaltigste Detailhändlerin der Welt», <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNjkzNjA4NzcvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">hiess</a> es nämlich ebenfalls im Juni. Aus heutiger Sicht bekommt da «nachhaltig» plötzlich eine ganz andere Bedeutung&#8230; Vor einer Woche <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNzA3MzUwODUvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">informierte</a> Coop zudem, den «goldenen Zuckerhut» als bedeutendste Auszeichnung der Konsumgüterbranche erhalten zu haben, unter anderem auch aus Gründen der Nachhaltigkeit.</p>
<p>Oder: «Von A bis Z frisch und von Hand gemacht». Gemeint war <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNjk0NzcwNDMvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">damit</a> zwar der Ausbau der Hausbäckereien &#8211; und nicht etwa «abgelaufenes Fleisch von A bis Z frisch und von Hand aufgemacht»&#8230; Dennoch wird mit solchen Botschaften einmal mehr das ohnehin schon häufig betonten Frische-Image aufpoliert. Da <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNjk4ODYyMTEvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">reiht</a> sich auch das «Super Frische Spiel» von Mitte August betreffend Früchte- und Gemüsekonsum ein.</p>
<p>Im September liess man die Öffentlichkeit <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNzAxODc5NDgvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">wissen</a>, dass beim Palmöl in den Betty Bossi-Teigen (von allen anderen Produkten, die auch Palmöl enthalten, spricht wieder einmal niemand) die «Rückverfolgung bis zum Ursprung gesichert» sei. Ins gleiche Horn <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNzA2ODM4OTUvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">bliess</a> Coop Ende Oktober in Sachen Naturaplan-Produkten: «Coop bietet umfassende Transparenz bis zum Bio-Hof.»</p>
<p>Alle diese Bemühungen um Frische, Transparenz oder Rückverfolgbarkeit fanden vor dem fraglichen «Kassensturz»-Beitrag statt. Nun könnte man einwenden, dass sie ja nicht Frischfleisch betrafen. Nur: Wenn man bei einzelnen Produkten oder Produktegruppen einen Schritt weiter geht, erwartet man zwangsläufig, dass die elementarsten Grundregeln für alle anderen, «normalen» Produkte eingehalten werden.</p>
<p>Wenn aber schon das nicht der Fall ist, dann stellt sich ernsthaft die Frage: Wie vertrauenswürdig ist eine Etikette mit einer <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=d3d3LmNvb3AuY2gvbmF0dXJhcGxhbmlk" target=\"_blank\">ID</a> auf einer Orange oder irgendeinem anderen Produkt, die vermeintlich Transparenz über die Herkunft liefern soll? Wie vertrauenswürdig sind die Herkunftsangaben und die Labels generell?</p>
<h2>Überrumpelt und überfordert</h2>
<p>Das PR-Desaster manifestiert sich aber nicht nur in der fehlenden Transparenz, sondern auch in Sachen Schadensbegrenzung. In der jüngsten Ausgabe der Coopzeitung &#8211; sie wird jeweils anfangs Woche gedruckt &#8211; ist noch nicht die Rede vom «Tag der offenen Tür», welcher Wyss am Dienstag im «Kassensturz» grossmundig ankündigte. Der Grossverteiler wurde offensichtlich von den Enthüllungen überrumpelt und dies obschon er wegen eines <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52aWRlb3BvcnRhbC5zZi50di92aWRlbz9pZD01MzM5YmYyMi0zMWQxLTRkN2ItYWMzZC00YzJmMjEzMGI2ZmM=" target=\"_blank\">früheren «Kassensturz»-Beitrag</a> vorgewarnt war.</p>
<p><a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hdWdlbnJlaWJlcmVpLmNoL1dQMjcxL3dwLWNvbnRlbnQvdXBMb2Fkcy8yMDExLzExL0Nvb3Bfb2ZmZW5lLVR1ZXIuanBn"><img class="alignright size-medium wp-image-9731" title="Coop - offene Türen" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/2011/11/Coop_offene-Tuer-180x237.jpg" alt="" width="180" height="237" /></a>Immerhin gibt es für kurzfristige Ankündigungen zum Glück Internet &#8211; würde man meinen. Nur: Am Donnerstag Abend war dazu auf der <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNo" target=\"_blank\">Website</a> von Coop noch nichts zu finden und dies obwohl die Türen bei den Coop-Metzgereien von Donnerstag bis Samstag offen stehen sollen.</p>
<p>Und währenddem ansonsten schon fast zu jeder Rezeptur-Änderung irgendeines Produkts eine <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5jb29wLmNoL3BiL3NpdGUvbWVkaWVuL25vZGUvNjI3OTYzMzQvTGRlL2luZGV4Lmh0bWw=" target=\"_blank\">Medienmitteilung</a> abgesetzt wird, wird dieses heikle und unangenehmen Thema gegenüber den Medien und damit gegenüber der Öffentlichkeit offiziell totgeschwiegen.</p>
<p>Stattdessen verharrt man im Glauben, man könne Transparenz schaffen, indem man die Türen der Metzgereien öffne. Ob sich dann vielleicht doch ein Metzger «nur so zum Spass» dazu hinreissen lässt, vor den Augen der Kunden eine verschlossene Packung zu öffnen&#8230;?</p>
<p>«Volle Transparenz bei Coop» schreibt Coop nun doch noch online bezüglich der Tage der offenen Tür, wenn auch nicht via Medienmitteilung. Beim Wort genommen würde volle Transparenz bedeuten, die Kunden über die Metzgereien zu informieren, in denen Verfehlungen auftraten. So viel Transparenz wird es dann aber wohl kaum geben, genauso wie eine Entschuldigung «Für mich und dich» ausbleiben wird.</p>
<h2>«Coop» als Einzelfall, die Branche als generelles Problem</h2>
<p>Normalerweise ist man hier um Differenzierung bemüht. Dennoch kommen die Zeilen oben ziemlich pauschal daher. Das hat einen guten Grund: Was Coop nun bezüglich abgelaufenem Frischfleisch widerfahren ist, kann in jeder Coop-Filiale geschehen sein, kann auch andere Produktegruppen betreffen (Milch, Früchte/Gemüse, Patisserie usw.) und kann auch jeden anderen Marktteilnehmer tangieren (Migros, Denner, Aldi, Lidl, Spar, &#8230;).</p>
<p>Coop mag das als «Einzelfälle» abtun. Es ist aber ein generelles Problem, das nicht nur Coop betrifft, sondern die gesamte Branche und uns alle etwas angeht.</p>
<p>Das Malheur beginnt damit, dass das Verkaufspersonal diesen Namen nicht mehr verdient. Es verkauft nicht mehr. Es ist heute ein Auffüll-, Bestell- und Einkassierpersonal. Es kann Ihnen knapp noch sagen, wo sich ein gesuchter Artikel findet und es kann noch nach Ihrer Kundenkarte fragen. Das ist nicht wertend gegenüber dem betroffenen Personal zu verstehen. Es ist die Rolle, welche Coop &amp; Co. diesem Personal heute noch zugestehen.</p>
<p>Fragt man nach den Eigenschaften eines Produkts, ist es ein Glücksfall, wenn man eine Antwort erhält. Erhält man eine solche, dann nur deshalb, weil die angefragte Person aus der eigenen, privaten Erfahrung erzählen kann.</p>
<p>Das Personal kennt also grundsätzlich nicht einmal mehr die Produkte, die <del>verkauft</del> in Regalen aufgestellt werden. Wie kann man da erwarten, dass noch jemand etwas mehr darüber weiss (wie zum Beispiel die Herkunft), so wie das etwa bei einem Dorfmetzger der Fall ist?</p>
<p>Dieser «Gammelfleisch-Skandal» ist auch der Preis für unsere heutige hoch industrialisierte Lebensmittelindustrie, in der man versucht, mittels ID-Etiketten oder -Stempeln wieder etwas Licht ins Dickicht des Waren(zwischen)handels zu bringen, weil man nicht mehr weiss, woher etwas kommt, das angeboten wird.</p>
<p>Es ist aber auch der Preis eines Systems, in welchem jeder glaubt, es dürfe an nichts mangeln. Die Regale, auch jene der Frische-Produkte, sind immer gefüllt. Höchst selten trifft es einen, der gerade noch «das letzte Stück» von irgendwas ergattern kann.</p>
<p>Das spielt bei Frische-Produkten eine nicht unwesentliche Rolle. Es wird nämlich nicht so viel bestellt, wie man sicher verkaufen kann, sondern so viel, wie man benötigt, damit es davon bis zum Ladenschluss hat. Die Folge davon sind Tonnen von Waren, welche nach Ladenschluss entsorgt werden müss(t)en, weil sie am Folgetag nicht mehr verkauft werden dürfen.</p>
<p>Betrachtet man dies noch aus preislicher Sicht, so bezahlen die Kunden auch diese nicht benötigten Lebensmittel auf die eine oder andere Weise. Es ist darum ein zweischneidiges Schwert, Kunden gewinnen oder halten zu wollen, indem man ihnen das volle Angebot an Frische-Ware bis zum Ladenschluss anbieten will, währenddem in der Preiskalkulation auch die zukünftigen Abfälle berücksichtigt sind.</p>
<h2>Ab zur Quelle?</h2>
<p>Und: Mit Nachhaltigkeit haben Lebensmittel-Abfälle nichts zu tun. Wer Lebensmittel entsorgen muss, verdient höchsten den «Preis des goldenen Schweinekübels». Daran ändert sich auch nichts, wenn viele dieser abgelaufenen Produkte kostenlos an Organisationen wie <a href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zY2h3ZWl6ZXJ0YWZlbC5jaC8=" target=\"_blank\">«Schweizer Tafel»</a> abgegeben werden. Deren Existenz ist vielmehr ein Glücksfall &#8211; fürs schlechte Gewissen&#8230;</p>
<p>In absehbarer Zukunft wird sich an dieser Entwicklung nicht viel ändern. Solange man an den Eiern, am Fleisch, an den Früchten usw. nicht ansieht, woher sie tatsächlich stammen, gibt es auch keine Transparenz.</p>
<p>Coop &amp; Co. sollten &#8211; wenn sie es nicht schon getan haben &#8211; die Kundschaft einmal danach fragen, wie vertrauenswürdig sie die Herkunfts- und Labelangaben halten. Das Ergebnis könnte niederschmetternd ausfallen&#8230;</p>
<p>Coop ist als Einzelfall zu betrachten. Der erste Einzelfall. Der Preisdruck liefert den Vorschub dafür, dass weitere «Einzelfälle» folgen werden. Günstige Preise, sichere Lebensmittel und dazu noch nachhaltig: Den Beweis dafür, dass das alles unter einen Hut passt, hat bis dato noch niemand erbracht.</p>
<p>Als Kunde und Konsument bleibt in dieser Situation nur die Möglichkeit, sich wieder an Ort und Stelle der Produktion zu begeben um quasi den Hühnern beim Legen der Eier zuzuschauen. Leider ist der dabei verursachte Zusatzverkehr auch nicht sehr nachhaltig&#8230;</p>
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