Archiv für die Kategorie „Wirtschaft“
Die Heugabel, ein Erbstück eines alten Eidgenossen, steht schon bereit. Doch noch weiss ich nicht, gegen wen ich sie richten soll…
314′000 Franken verdiente letztes Jahr ein Mitarbeiter der Crédit Suisse (CS) im Durchschnitt, 144′000 Franken erhielt er zusätzlich als Bonus. Oder zusammengefasst: Im Durchschnitt verdiente jeder Mitarbeiter der CS satte 458′000 Franken pro Jahr, also rund 38′000 Franken pro Monat oder rund 2′000 Franken pro Arbeitstag.
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Die Maxime des beruflichen Seins liegt darin, die Karriereleiter bis nach oben erklommen zu haben. Uns wird ständig eingetrichtert, diese Leiter besteigen zu müssen. Aber warum eigentlich? Und was heisst «Erfolg»?
Der Eintritt in den Kindergarten, spätestens aber der Eintritt in die Schule veranlasst die Erwachsenen häufig, den betroffenen Kindern vor allem eine Frage stellen: «Was willst Du denn mal werden, wenn Du gross bist?»
Es wird nicht nach einem bestimmten Beruf gefragt, sondern was man werden will. Damit wird unterschwellig bereits schon nach der Karriere gefragt. Darum erstaunt es wenig, wenn man dann Antworten wie «Zirkusdirektor» oder «Schiffskapitän» erhält.
Die Kleinen kennen in dem Alter schliesslich nur die beruflichen Positionen, nicht die Berufe und Ausbildungslehrgänge an sich, und orientieren sich entsprechend an diesen Karrieren.
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Wir leben in einer personifizierten Gesellschaft. Aber nur oberflächlich. Gräbt man etwas tiefer, ist jeder von uns zunehmend nur eine Nummer. Nicht mehr, nicht weniger.
Na, haben Sie diese Woche auch Post bekommen, in welcher man Sie mit «Sehr geehrter Herr X» oder «Sehr geehrte Frau Y» begrüsst? Ist doch nett, wie Sie da so ganz persönlich angesprochen werden, nicht wahr?
Selbst bei Mahnungen, häufig mit dem freundlicheren «Erinnerung» betitelt, wird man persönlich und mit einer etwas heuchlerischen Sprache angesprochen: «Bestimmt ist es Ihnen entgangen, lieber Herr Soundsowieso, dass der nachstehende Betrag usw…». Den Rest können Sie sich denken.
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Seit 40 Jahren soll es das World Economic Forum (WEF) in Davos schon geben. Darüber zu schreiben lohnt sich nicht, denn eigentlich wissen wir ja bereits jetzt schon, was herauskommen wird. Darum geht es hier um das, was in Davos kaum diskutiert wird…
Wie jeden Januar seit 40 Jahren trifft sich die «Elite» aus Wirtschaft und Politik in Davos beim WEF. Es ist erstaunlich, wie ein Forum, das im Titel den englischen Begriff für «Wirtschaft» enthält, sich solange halten kann.
In der Wirtschaft gehört es nämlich dazu, dass man ineffiziente Dinge abstellt. Ineffizient ist beim WEF in jedem Fall etwas: Entweder sind es die Treffen an sich, aus welchen für die Allgemeinheit jeweils nicht viel hervorgeht. Oder dann ist es die «Vermarktung» der Resultate aus dieser Treffen, welche ungenügend ist, sodass wir mehr Sinn in dieser Veranstaltung sehen können.
So oder so: Was letztes Jahr in Davos diskutiert wurde, wissen wir heute bereits nicht mehr. Gemessen an dem, lässt sich erkennen, wie wenig nachhaltig entweder diese Diskussionen verlaufen oder wie wenig nachhaltig die «Vermarktung» der Resultate ist.
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Hinter Werbung stecken häufig viele kluge Köpfe, welche sich viele kluge Gedanken darüber gemacht haben, wie sie am besten etwas an den Mann oder an die Frau bringen können. Und manchmal lässt sich daraus auch ein Prinzip ableiten…
«Wenn Du Dein Leben noch einmal leben könntest, würdest Du alles noch mal genauso machen?» Diese Frage kennen wohl viele noch aus der Fielmann-Werbung:
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So genannte Manager lernen viel auf dem schulischen Weg. Aber wo lernen sie eigentlich Verantwortung zu übernehmen?
Hand aufs Herz: Als Kind waren Sie bestimmt auch nicht immer brav. Hatten Sie nicht auch einmal einem ständig griesgrämig blickenden Nachbarn möglichst unbemerkt ein rohes Ei in den Briefkasten geworfen?
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Heute in zwei Wochen ist Heilig Abend. Bis dahin versucht man noch einige Male, uns die frohe Botschaft zu verkünden das Geld aus der Tasche zu ziehen…
Nicht nur der Kalender meint, dass Weihnachten naht. Auch die «Warm up events» namens «Advent», welche Countdown-mässig jede Woche vor Weihnachten stattfinden, deuten darauf hin.
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Am kommenden Wochenende stimmt die Schweiz darüber ab, ob sie der Volksinitiative «Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten» zustimmen oder ob sie sie ablehnen will.
«Gerade in der heutigen Wirtschaftskrise steht die GSoA-Initiative völlig quer in der Landschaft», schreibt das Nein-Komitee auf seiner Website zu dieser Initiative. Diese Aussage treibt einen zur Frage, ob es denn der Rüstungsindustrie in zwei Jahren, wenn es der Wirtschaft wahrscheinlich wieder gut geht, besser passen würde, sie abzuschaffen… Wohl kaum.
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Früher war alles besser, lamentieren die einen. Nein, heute ist alles besser, entgegnen die anderen. Eine Erzählung zum Nachdenken, die Ersterem Recht gibt…
Freitagmorgen. Das Drehen der Lamellen des Rollladens lässt mich nach draussen blicken. Es hat geregnet. Oder es regnet noch immer. So genau mag ich noch nicht hinschauen. Nebel, für diese Jahreszeit typisch, hatte ich erwartet, Regen nicht. Wahrscheinlich habe ich mich schon zu sehr an die regenlose Tage der vergangenen Wochen gewöhnt, dass ich auch kaum mehr den Wetterprognosen Aufmerksamkeit schenkte.
Ich bin spät dran. Der innere Sauhund beim Aufstehen war heute besonders stark. Die Hälfte des morgendlichen Tees fliesst darum den Abguss runter. 8 Uhr 38 zeigt die Funkuhr an, als ich die Wohnungstüre hinter mir zuziehe. Um 8 Uhr 51 fährt mein Zug. Sieben Minuten brauche ich normalerweise zu Fuss bis zum Bahnhof.
Es wird reichen, ohne ungewolltes Jogging. Aber ein gemütlicher Spatziergang liegt nicht drin. Im Lift binde ich mir noch schnell die Schuhe zu. So nutzt man effizient die ansonsten nutzlos verstreichende Zeit, besonders wenn man nicht rennen will. Welch’ Glück, dass mir ob dieser Szenerie niemand zuschaut…






