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	<title>Augenreiberei, die; -, -en &#187; Wirtschaft</title>
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		<title>Für Transparenz, nichts als Transparenz.</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 18:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Coop]]></category>
		<category><![CDATA[Migros]]></category>
		<category><![CDATA[Preisvergleich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nummer 2 im Schweizer Detailhandel versucht, sich ein neues Image zu verpassen. Wer jedoch genauer hinschaut, kann sich von den verschiedenen Massnahmen eher abgestossen als angezogen fühlen…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Nummer 2 im Schweizer Detailhandel versucht, sich ein neues Image zu verpassen. Wer jedoch genauer hinschaut, kann sich von den verschiedenen Massnahmen auch eher abgestossen als angezogen fühlen…</strong></p>
<p><a href="http://www.coop.ch" target="_blank">Coop</a> hat ein Image-Problem. Coop ist nämlich teurer als die Konkurrenz. Dies entspricht zumindest einer weit verbreiteten Meinung. Ebenso weit verbreitet ist die Meinung, dass die Preise dank den neuen Discounter <a href="http://www.lidl.ch" target="_blank">Lidl</a> und <a href="http://www.aldi.ch" target="_blank">Aldi</a> nach unten gehen müssten, weil diese beiden billiger seien.</p>
<p>Das bringt Coop in Zugzwang. Das Problem dabei sind nicht unbedingt die Preise, sondern die mangelnde Differenzierung seitens Kundschaft.</p>
<h6><span id="more-6034"></span></h6>
<h2>Nicht vergleichbar</h2>
<p>Konkret: Das Image, dass Coop teurer sei, bezieht sich vor allem auf den langjährigen Hauptkonkurrenten <a href="http://www.migros.ch" target="_blank">Migros</a>. Die Nummer 1 im Detailhandel hat über Jahre vorwiegend auf Eigenmarken gesetzt, welche beispielsweise keine eigenständige Vermarktung benötigen und schon alleine deswegen günstiger sind.</p>
<p>Derweil hat Coop seit Jahren vor allem aufs Anbieten möglichst günstiger Markenartikel gesetzt. Diese könnte man auch als «Originale» bezeichnen, währenddem die Migros oftmals Imitate beziehungsweise mehr oder weniger gut nachgemachte Produkte unter einer Eigenmarke anbietet.</p>
<p>Wie jeder weiss, schmecken, riechen, wirken oder funktionieren Artikel von Eigenmarken anders als Markenartikel. Ob besser oder schlechter, ist den Konsumenten überlassen.</p>
<p>Sicher ist, dass gerade wegen diesen unterschiedlichen Eigenschaften Vergleiche unsinnig sind, welche nur auf preislicher Basis gemacht werden. Doch wie viele der Kunden wissen zu unterscheiden?</p>
<p>Für sie zählt letzten Endes nur der Preis. Und damit wären wir wieder beim Dilemma von Coop, vom alten Image des teureren Grossverteilers loszukommen.</p>
<p>Die Strategie der Nummer 2 im Detailhandel scheint vielschichtig zu sein. Ein Ansatz sind die so genannten <a href="http://www.coop.ch/prixgarantie" target="_blank">«Prix Garantie»-Produkte</a>, welche «mindestens so preisgünstig wie die Tiefpreislinien der Konkurrenz» sind, wie man dazu online nachlesen kann. Damit sind vorwiegend die <a href="http://www.migros.ch/m-budget" target="_blank">«M-Budget»-Produkte</a> der Migros gemeint.</p>
<h2>Pauschalisierende Preisvergleiche</h2>
<p>Ein anderer Ansatz liegt in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Public_Relations" target="_blank">PR</a>. Diese macht Artikel zwar nicht auf den Kassenquittungen günstiger, dafür aber in den Köpfen der Kunden.</p>
<p>Zu dieser PR gehört auch der so genannte <a href="http://www.coop.ch/preismonitor" target="_blank">«Preismonitor»</a>. Coop lässt dabei monatlich die Preise von rund 2&#8242;300 Produkten mit jenen von Migros «durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut» vergleichen.</p>
<p>Da der Vergleich von Eigenmarken und Markenartikeln unsinnig ist, werden bei diesem Preismonitor folgerichtig auch nur gleiche oder gleichartige Produkte preislich miteinander verglichen, also Markenartikel bei Migros mit Markenartikeln bei Coop oder Eigenmarken von Migros mit Eigenmarken von Coop.</p>
<p>Die Schlussfolgerung dieses von Coop initiierten Preisvergleichs lautete im letzten Monat: «Coop ist im Durchschnitt 0,8 % günstiger als die Migros».</p>
<p>Man doppelt dabei noch nach, indem pro Kategorie (Tiefstpreislinien, Eigenmarken, Markenartikel sowie Markenartikel zu Discountpreisen) ausgewiesen wird, wie viel günstiger Coop ist.</p>
<p><a id="single_image" href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/Preismonitor_Coop_2010-08.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/Preismonitor_Coop_2010-08_s.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Für diejenigen, welche noch immer glauben, Coop sei teurer, klingt das beeindruckend. Dass bei einem Einkauf von hundert Franken diese 0,8 Prozent nur gerade einmal 80 Rappen entsprechen, überlegt sich allerdings kaum jemand…</p>
<p>Sollte das aber trotzdem der Fall sein, spielt es auch keine Rolle, denn die zentrale Botschaft liegt darin, aufzuzeigen, dass Coop nicht teurer als die Hauptkonkurrentin Migros sei. So ähnlich kommuniziert denn auch Coop und tut dies ziemlich pauschalisierend: «Das Fazit: Bei Coop einkaufen heisst günstig einkaufen.»</p>
<h2>Gibt es Quersubventionierungen?</h2>
<p>Die Sache hat natürlich einige Haken. So werden jeweils rund 2&#8242;300 Produkte verglichen, welche nach Angaben von Coop 60 Prozent des Umsatzes repräsentieren. Auch das klingt noch beeindruckend.</p>
<p>Um welche Produkte es sich aber genau handelt, darüber schweigt sich der orange Riese aus. Nur weil diese 2&#8242;300 Produkte mehr als der Hälfte des Umsatzes entsprechen, heisst das nicht automatisch, dass man bei Coop immer günstig einkauft, obschon die Werbung von Coop genau das suggeriert.</p>
<p>Was ist denn mit den anderen, immer noch stattlichen 40 Prozent, welche ja auch von jemandem gekauft werden? Sind diese einfach entsprechend teurer?</p>
<p>Mischrechnungen oder «Quersubventionierungen» sind in der Wirtschaft allgegenwärtig. Darum kann auch bei Coop nicht ausgeschlossen werden, dass es zu ähnlichen Rechnungen kommt.</p>
<h2>Geheimniskrämerei</h2>
<p>Genaue Angaben über die Anzahl Produkte finden sich bei Coop nicht. <a href="http://www.coop.ch/pb/site/common/node/63395830/Lde/index.html" target="_blank">Verschiedentlich</a> ist jedoch die Rede von etwas über 40&#8242;000 Artikeln. Damit entsprechen diese 2&#8242;300 verglichenen Produkte nicht einmal sechs Prozent des gesamten Sortiments…</p>
<p>Das bedeutet mit anderen Worten, dass man vorsichtshalber die Finger von den verbleibenden 37&#8242;700 Artikeln lässt, denn diese könnten potentiell teurer sein – wenn man denn nur wüsste, um welche Artikel es sich genau handelt.</p>
<p>Dies ist wohl auch der Grund, weshalb man nicht kommuniziert, welche Artikel miteinander verglichen wurden. Das Zurückhalten der Liste mit den verglichenen Produkten ist ein Indiz dafür, dass es wohl doch nicht so gut steht mit den günstigen Preisen bei Coop.</p>
<p>Oder andersrum: Wäre Coop gemäss Werbung tatsächlich generell mindestens gleich günstig wie Migros, bestünde ja kein Grund für die Heimlichtuerei.</p>
<p>Vielleicht sind es aber auch nicht 2&#8242;300 Produkte, welche verglichen wurden und vielleicht entsprechen diese auch nicht 60 Prozent des Umsatzes. Wenn wir Konsumenten aber alle ganz fest daran glauben – und uns bleibt ja aufgrund dieser untransparenten Situation keine andere Wahl – wird das so wohl schon stimmt… <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h2>PR-Medienmitteilungen</h2>
<p>Ein anderes PR-Mittel sind häufig auch Medienmitteilungen. So ist zum Beispiel <a href="http://www.coop.ch/pb/site/medien/node/64731530/Lde/index.html" target="_blank">in einer Medienmitteilung</a> von Ende Juli 2010 Folgendes zu lesen:</p>
<blockquote><p>Von Pasta über Konserven, von Baby-Nahrung bis zu Tiefkühl-Fisch, die Coop-Kundschaft profitiert vom tiefen Eurokurs. Insgesamt sind bereits über 300 Produkte günstiger geworden.</p></blockquote>
<p>Ebenso wie nirgendwo die tatsächliche Anzahl Artikel entnommen werden kann, ist auch nirgendwo ersichtlich, wie viele Artikel bei Coop aus dem Euro-Raum stammen oder in Euro abgerechnet werden.</p>
<p>Selbst wenn es sich nur um zehn Prozent handeln würde, und das ist eine sehr vorsichtige Annahme, stammten somit rund 4&#8242;000 Artikel aus dem Euro-Raum. Da scheinen die erwähnten 300 Artikel in jedem Fall nur wie ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein zu sein.</p>
<p>Immerhin mag es einige Kritiker beruhigen, welche schliesslich auch nicht über mehr Transparenz verfügen und einfach schlucken müssen, was kommuniziert wird. Dazu gehört auch das Argument von Coop, dass die Verträge mit den Herstellern bereits vor Monaten noch zum «hohen» Euro-Kurs abgeschlossen wurden.</p>
<p>Wenn das stimmt, dann erwarten uns in den kommenden Monaten Preissenkungen auf fast allen Produkten aus dem Euro-Raum. Na dann warten wir einmal gespannt die weitere Entwicklung ab…</p>
<h2>Werben mit den sozial Schwächsten</h2>
<p>Solche Preissenkungen täten uns gut, denn per 1. Januar 2011 steht uns eine Mehrwertsteuer-Erhöhung bevor. Auch dieses Ereignis nahm man mittels einer anderen Medienmitteilung von Ende August zum Anlass, das Image des teureren Grossverteilers abzulegen. Denn: Gemäss <a href="http://www.coop.ch/pb/site/medien/node/65173546/Lde/index.html" target="_blank">dieser Mitteilung</a> sollen die Preise bei Coop nicht angehoben werden. Darin heisst es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Im vergangen Jahr haben Volk und Stände eine Zusatzfinanzierung der IV mittels Mehrwertssteuer (MwST) beschlossen. Demnach soll der Mehrwertsteuersatz in der Schweiz während sieben Jahren erhöht werden. Dabei wird der Normalsatz für steuerbare Lieferungen und Dienstleistungen von 7,6 % auf 8 % angehoben. Bei den Lebensmitteln wird der reduzierte Satz von 2,4 % auf 2,5 % angehoben.</p>
<p>Die Verteuerung von Lebensmitteln und Konsumgütern trifft insbesondere die unteren Einkommensschichten und kinderreiche Familien. Coop hat sich auch aus diesem Grund entschieden, diese Verteuerung durch die Mehrwertsteuer nicht auf ihre Kundschaft zu übertragen. Coop hält das Preisniveau stabil, nimmt die Verteuerung auf die eigene Marge und leistet damit einen aktiven Beitrag für günstige Preise. Coop rechnet dadurch mit Kosten von rund 30 Millionen Franken.</p></blockquote>
<p>Klingt das nicht grosszügig? Ist das nicht rührend, wie da «insbesondere» die Unterstützungswürdigsten von diesem bösen Monster namens «Verteuerung» verschont werden sollen?</p>
<p>Ob jemand merkt, dass auch alle anderen Einkommensschichten und auch jene ohne Kinder davon profitieren, dass also dieser Entscheid kein zusätzliches Engagement seitens Coop für die sozial Schwächsten ist und die Betonung dieser Bevölkerungsschicht reine PR ist?</p>
<p>Und ob jemand merkt, dass <a href="http://www.coop.ch/pb/site/uebercoop/node/11410/Lde/index.html" target="_blank">gemäss Angaben</a> seitens Coop 57 Prozent des Umsatzes im Lebensmittel-Bereich gemacht wird, also den kleineren MwSt-Satz tangiert (heute 2,4 Prozent) und diese ach so grosszügige Geste somit nur jene Produkte betrifft, welche ab dem kommenden Jahr um 0,1 Prozent teurer werden könnten?</p>
<p>Da ist es dann gar nicht mehr so rührend, wenn die Ärmsten für PR herhalten müssen, ohne dass sie im Vergleich zu den Bessergestellten einen Vorteil davon hätten.</p>
<h2>Fakten?</h2>
<p>Coop wirbt mit dem Spruch: «Für Fakten, nichts als Fakten». Das ist gut, denn Fakten sind die Grundvoraussetzung für Transparenz. Werden sie allerdings nur limitiert veröffentlicht, haben sie etwas Manipulatives. Und ist man sich dessen bewusst, können die nur beschränkt veröffentlichten Fakten kontraproduktiv sein.</p>
<p>Coop täte wohl besser daran, vermehrt nach dem folgenden Motto zu handeln: Für Transparenz, nichts als Transparenz.</p>
<p>Andernfalls könnte man den Preismonitor natürlich auch einstellen und die eingesparten Ausgaben, <a href="http://www.coop.ch/pb/site/common/get/documents/system/elements/promotion/preismonitor/_pdf/09kw21-de.pdf" target="_blank">sie gehen heute</a> ans Marktforschungsinstitut <a href="http://ch.de.acnielsen.com/site/index.shtml" target="_blank">Nielsen</a>, den sozial Schwächsten zukommen lassen…</p>
<p style="text-align: center;">________________________________________________________________________</p>
<p><strong>Ähnliche Artikel</strong></p>
<ul>
<li>Die Augenreiberei (07.10.2009): <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/10/07/pr-kampf-der-giganten/" target="_blank">«PR-Kampf der Giganten»</a></li>
</ul>
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		<title>Billiges Politiker-Bashing</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 04:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Chamäleon Media GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Domain Names]]></category>
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		<category><![CDATA[Lukas Reimann]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reimut Massat]]></category>

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		<description><![CDATA[Meinungsfreiheit ist kein Freipass, seine Meinung auf eine x-beliebige Weise zu äussern, schon gar nicht wenn es um Personen geht. Etwas mehr Anstand und viel weniger Feigheit dürfte dabei einigen Blog-Betreibern gut tun, insbesondere dann, wenn man sie ernst nehmen soll…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meinungsfreiheit ist kein Freipass, seine Meinung auf eine x-beliebige Weise zu äussern, schon gar nicht wenn es um Personen geht. Etwas mehr Anstand und viel weniger Feigheit dürfte einigen Blog-Betreibern gut tun, insbesondere dann, wenn sie erwarten, ernst genommen zu werden…<br />
</strong><br />
Die Meinungsfreiheit ist uns Schweizern heilig und das ist auch gut so. Trotzdem gibt es die absolute Meinungsfreiheit nicht. Die Rede ist hierbei nicht davon, dass man sich im öffentlichen Raum beispielsweise mit rassistischen oder diskriminierenden Äusserungen zurückzuhalten hat.</p>
<p>Nein, es geht darum, dass manch einer seine Meinung deshalb nicht frei äussern kann, weil er mit mehr oder weniger schweren Folgen zu rechnen hat, sollte er dies trotzdem tut.</p>
<h6><span id="more-5934"></span></h6>
<h2>Anonym ja, aber&#8230;</h2>
<p>Wer beispielsweise Einblicke in ein Unternehmen, eine Organisation oder eine Branche über Dinge erhält, die moralisch und/oder ethisch fragwürdig oder verwerflich sind, der würde in die Schusslinie dieses Unternehmens, dieser Organisation oder dieser Branche geraten.</p>
<p>Von Mobbing über Ächtung, den Verlust der Arbeitsplatzes mit fadenscheinigen Argumenten, die Schändung von persönlichem Eigentum (aufgeschlitzte Reifen, versprayte Häuserfassaden usw.), den Eingang von Morddrohungen oder der Bedrohung durch oder gar die Anwendung von physischer Gewalt ist vieles möglich – leider auch in der Schweiz.</p>
<p>Darum kann es durchaus Situationen geben, in denen jemand sich zum Selbstschutz nur anonym oder unter einem Pseudonym äussert, sei es über eine Plattform à la <a href="http://www.wikileaks.org/" target="_blank">Wikileaks</a> oder einfach nur über ein Blog.</p>
<p>Diesen Selbstschutz kann man allerdings auch missbrauchen. Dies geschieht zum Beispiel auf Blogs wie <a href="http://www.leuenberger-blog.ch/" target="_blank">leuenberger-blog.ch</a>, <a href="http://www.calmy-rey-blog.ch/" target="_blank">calmy-rey-blog.ch</a> oder <a href="http://www.widmer-schlumpf-blog.ch/" target="_blank">widmer-schlumpf-blog.ch</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><a id="single_image" href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/Blogs.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/Blogs_s.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Inhaltlich ziemlich ähnlich, visuell teilweise identisch: Ausschnitte der drei Blogs<br />
mit ihren jeweils zusammengetragenen Negativ-Meldungen.</em></p>
<h2>Virtueller Hinterhalt</h2>
<p>Sie alle drei zielen darauf ab, die hinter diesen drei Domain Namen stehenden Bundesräten einfach nur negativ darzustellen – anonym versteht sich, denn sie enthalten alle weder ein Impression noch den Namen eines Autors (wobei «admin», aus dem Seitenquelltext entnommen, hier nicht als Autorenbezeichnung verstanden wird).</p>
<p>Man kann durchaus unterschiedlicher Meinung über die Leistungen der drei angesprochenen Bundesräte sein. Man darf sie auch kritisieren, mit Vorteil anhand konkreter Argumente, denn solche sind immer noch das beste Mittel, andere zu überzeugen.</p>
<p>Doch ein Blog nur darauf auszurichten, einseitig beziehungsweise ganz gezielt mit Negativ-Artikeln eine Person schlecht darzustellen und dies noch anonym, das ist Kindergartenzeugs. Und das ist schlichtweg feige.</p>
<p>Das sind Angriffe aus dem virtuellen Hinterhalt. Es sind Angriffe, die jegliche Diskussionskultur vergiften und damit politischen Lösungen im Wege stehen.</p>
<p>Wer so agiert, der scheint davon überzeugt zu sein, dass nur eine Ansicht die richtige ist, dass nur diese eine Ansicht gelten kann und darf und dass deshalb Vertreter anderer Ansichten schlecht zu machen sind. Argumente zählen nicht.</p>
<h2>Bedauerliche Entwicklung</h2>
<p>Diese Einstellung hat etwas Faschistisches. Es geht um alles oder nichts, um schwarz oder weiss, um gut oder böse. Dabei geht vergessen, dass die Schweiz in der Vergangenheit mit Erfolg immer wieder auf den berühmten «gut schweizerischen Kompromiss» gesetzt hatte. Und Kompromisse beinhalten nie nur alles oder nichts, sind nie nur schwarz oder nur weiss und sind auch nicht nur gut oder böse. Sie sind ein Mittelweg, der manchmal etwas mehr links, manchmal etwas mehr rechts von der politischen Mitte liegt.</p>
<p>Schliesslich sind so geführte Blogs auch schlechte Vorbilder für den politischen Diskurs. Sie machen nämlich das anonyme Bashing über Politiker salon- beziehungsweise internetfähig, sei es nun über eigene Blog-Artikel oder bloss über die Kommentarfunktion eines Blogs, Forums usw. Zum Vergleich: Keine Zeitung würde einen Leserbrief anonym abdrucken, ausser der Redaktion wäre der Name des Schreibers bekannt.</p>
<p>Insgeheim weiss auch der Betreiber dieser Blogs, dass sein Handeln nicht unproblematisch ist. Nicht umsonst versucht er, sich hinter der Anonymität zu verstecken. Letztere wiederum erlaubt es ihm, Dinge so zu äussern, wie sie in der nicht-virtuellen Welt wohl zu einer Klage aus dem Bereich der Persönlichkeitsrechte führen könnte.</p>
<p>Wer zu seiner Meinung steht und auch ernst genommen werden will, der braucht sich nicht zu verstecken. Nur wem die Sache nicht so geheuer erscheint, weil er genau weiss, dass er sich in einer (rechtlichen) Grauzone befindet, macht das so.</p>
<h2>Eine alte Bekannte</h2>
<p>Trotzdem: Absolute Anonymität gibt es auch im Internet nicht, allerdings kann nur eine Polizeibehörde vollständig Transparenz schaffen. Im Falle der drei Blogs oben kann hingegen jeder bei <a href="http://www.nic.ch" target="_blank">Switch/NIC</a>, der Registrierungsstelle für CH-Domain-Namen, abfragen, wem diese Domain-Namen gehören: Es handelt sich um die <a href="http://chamaeleon-media.ch/" target="_blank">Chamäleon Media GmbH in St. Gallen</a> und dessen Gesellschafter Reimut Massat.</p>
<p style="text-align: center;"><a id="single_image" href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/nic-blogs.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/nic-blogs_s.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Alle Wege führen <span style="text-decoration: line-through;">nach Rom</span> zur Chamäleon GmbH und Reimut Massat (Gesellschafter<br />
der «ABC Internet &amp; EDV GmbH, vormals Chamäleon &#8211; Agentur für neue Medien GmbH»<br />
in Kreuzlingen sowie der Chamäleon Medien GmbH in St. Gallen).</em></p>
<p>In einem Artikel unter dem leuenberger-blog.ch wird als Quelle auf <a href="http://www.schweiz-blog.ch/" target="_blank">schweiz-blog.ch</a> verwiesen. Auch dieser Domain-Name und somit auch dieses Blog gehört zu dieser Firma. Hier besteht allerdings der Unterschied, dass es <a href="http://schweizblog.ch/?page_id=534" target="_blank">ein Impressum</a> gibt und darin auch die Chamäleon Media GmbH angegeben wird.</p>
<p>Dass man dazu in diesem Fall in der Lage war, liegt wohl am Inhalt. Dieser ist wesentlich «harmloser» als die anderen drei genannten Blogs und zielt weniger auf ein Politiker-Bashing ab. Interessanterweise werden in der Blogroll die Anti-Bundesrat-Blogs nicht aufgeführt, obschon alle zur selben Firma gehören. Man versucht also, vordergründig keine Beziehung zueinander herzustellen.</p>
<p>Regelmässigen Lesern der Augenreiberei ist diese Firma übrigens nicht unbekannt. Sie war bereits einmal <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/10/20/ein-chamaleon-kommt-selten-allein/" target="_self">in einem anderen Zusammenhang ein Thema</a>. Damals ging es darum, dass diese Gesellschaft auffällig viele Domain-Namen reservierte, welche Namen von Politikern enthalten.</p>
<p>Und wie bereits in <a href="http://www.augenreiberei.ch/2009/10/20/ein-chamaleon-kommt-selten-allein/" target="_self">diesem früheren Artikel</a> aufgezeigt, bestehen – oder bestanden früher einmal – Verbindungen zum St. Galler SVP-Nationalrat <a href="http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/biografie.aspx?biografie_id=3901" target="_blank">Lukas Reimann</a>.</p>
<h2>Dubioses Engagement</h2>
<p>Ob diese noch immer in gleicher Weise bestehen, kann nicht gesagt werden, denn hier enden die Fakten und beginnen die Mutmassungen. Betrachtet man die drei fraglichen Blogs, welche sich gegen SP- und BDP-Bundesräte richten, erscheint es plausibel, dass dahinter sicher mindestens SVP-Sympathisanten stecken.</p>
<p>Unwahrscheinlich ist hingegen, dass dahinter nur die Chamäleon Media GmbH steht. Es mutet doch eher abenteuerlich an, dass eine Firma, deren Zweck gemäss <a href="http://chamaeleon-media.ch/" target="_blank">Firmen-Homepage</a> primär aus dem Anbieten von Internet-Dienstleistungen besteht, selber politische Blogs betreibt. Oder dient dieser Firmenzweck etwa gar nur als Deckmäntelchen für eine gezielte, politische Propaganda?</p>
<p>Wahrscheinlicher ist eher, dass sie nur eine Mittlerrolle übernimmt, damit eben niemand genau erfährt, wer tatsächlich hinter diesen Blogs steckt. Das könnte man dann als so eine Art «Briefkastenfirma 2.0» bezeichnen.</p>
<p>Übrigens, eine aktuelle Verbindung zwischen der Chamäleon Media GmbH und Lukas Reimann gibt es noch immer: Wie aus der Name Server-Registrierung hervorgeht, werden alle genannten Blogs, einschliesslich der <a href="http://www.lukas-reimann.ch/" target="_blank">Website von Reimann</a>, von der Firma <a href="http://movetec.ch/" target="_blank">Movetec GmbH</a> in Würenlos gehostet. Ist das trotz zahlreicher Schweizer Hostingfirmen alles nur reiner Zufall?</p>
<p style="text-align: center;"><a id="single_image" href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/dns-lr.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/dns-lr_s.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Alle Name Server-Definitionen (siehe auch letztes Bild oben) zeigen auf einen Server<br />
der Firma Movetec GmbH (oben: movetec-server.ch, unten: move-server.ch<br />
mit Movetec als technischer Kontakt)</em></p>
<p>Ob diesen zahlreichen Merkwürdigkeiten betreffend Chamäleon Media GmbH würde es sich wohl bald lohnen, einen chamaeleon-media-blog.ch aufzumachen – selbstverständlich anonym… <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Spenden, aber richtig!</title>
		<link>http://www.augenreiberei.ch/2010/08/18/spenden-aber-richtig/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 04:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ts</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glückskette]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Humanitäre Hilfe ist ein Milliardengeschäft. Das wissen auch jene, denen die Milliarden näher liegen als humanitäre Hilfe. Wer Geld spenden will, braucht darum immer häufiger genau hinzuschauen – vor allem im Ausland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Humanitäre Hilfe ist ein Milliardengeschäft. Das wissen auch jene, denen die Milliarden näher liegen als humanitäre Hilfe. Wer Geld spenden will, braucht darum immer häufiger genau hinzuschauen – vor allem im Ausland.</strong></p>
<p>Heute ist der nationale Sammeltag der <a href="https://www.glueckskette.ch/" target="_blank">«Glückskette»</a> für die Opfer der Überschwemmungen in Pakistan. Das ist gut so, denn dieses Ereignis übertrifft wohl alle bisherigen Katastrophen.</p>
<p>Verständlicherweise ist es schwierig, das ganze Ausmass in Zahlen zu fassen. Es sind daher nur Schätzungen möglich, welche von 20 Millionen Betroffenen und einer überschwemmten Fläche sprechen, die so gross ist wie die Schweiz, Österreich und Belgien zusammen.</p>
<h6><span id="more-5901"></span></h6>
<h2>Verworrene Lage</h2>
<p>Das sind Dimensionen, die nur schwer vorstellbar sind und dies in einem Land, welches seit Jahrzehnten um wirtschaftliche und vor allem politische Stabilität ringt.</p>
<p>Da überrascht es nicht, dass in Zeiten der Not – wie eben in diesen Tagen – allerlei Organisationen sich angeblich um das Leid der Menschen vor Ort kümmern.</p>
<p>Die meisten von ihnen meinen es durchaus auch ernst und handeln selbstlos. Doch es gibt im Dschungel der unzähligen Hilfsorganisationen auch immer wieder solche, welche aus dem Leid anderer in irgendeiner Form Profit schlagen wollen.</p>
<p>Da sind einerseits jene, welche einen ideologischen, religiösen Hintergrund mit sich bringen und vor allem deshalb helfen, um sich und ihre Mission in ein gutes Licht zu stellen. So funktioniert das Missionieren heutzutage&#8230;</p>
<p>Und da sind andererseits jene, welche vorgeben eine Hilfsorganisation zu sein, es aber nicht wirklich sind. Zu diesen könnte auch <a href="http://www.secourshumanitaire.org/" target="_blank">«Human Relief France»</a> gehören.</p>
<p>Von dieser «Organisation» traf gestern ein Spendenaufruf via E-Mail in der Augenreiberei mit Betreff «Urgence Pakistan» ein. Die E-Mail wie auch die Website an sich kommen allerdings dermassen amateurhaft daher, dass Zweifel ob der Seriosität dieser Organisation angebracht sind:</p>
<p style="text-align: center;"><a id="single_image" href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/E-Mail_HR-FR_b.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/E-Mail_HR-FR_s.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Eine visuell «schaurige»E-Mail, welche da in der Augenreiberei eintraf&#8230;</em></p>
<p style="text-align: center;"><a id="single_image" href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/HR-France_b.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/HR-France_s.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8230;und auf eine ebensolche Website führt (Ausschnitt). Diese hat wohl noch jemand html-mässig «handgestrickt» erstellt. </em></p>
<h2>Zweifelhafte «Hilfsorganisation»</h2>
<p>Tatsächlich gibt es eine <a href="http://www.hrf.co.uk/default.asp" target="_blank">«Human Relief Foundation»</a> mit Sitz in London. Diese kennt auch Niederlassungen in anderen Ländern – nur <a href="http://www.hrf.co.uk/contact_us.asp" target="_blank">nicht in Frankreich</a>.</p>
<p>Dass es sich aber um den angeblich französischen Ableger der in Grossbritannien domizilierten «Human Relief»-Stiftung handeln soll, wird anhand des gleichen Logos deutlich – oder soll zumindest anhand des gleichen Logos suggeriert werden.</p>
<p style="text-align: center;"><a id="single_image" href="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/HumanReliefFoundation.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/HumanReliefFoundation_small.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>So sieht das (professionelle) britische Original der Website der «Human Relief Foundation» aus (Ausschnitt). Man beachte das Logo, welches bei der französischen Version oben ziemlich «gebastelt» daher kommt.</em></p>
<p><img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/secourshumanitaire-org_reg.jpg" alt="" width="300" align="right" /></p>
<p>Wer einen Domain-Namen registriert, kann dabei unterschiedliche Organisationen für den Halter/Besitzer, den Rechnungsempfänger oder den technischen Kontakt angegeben.</p>
<p>Der Besitzer des Domain-Namens <a href="http://www.secourshumanitaire.org/" target="_blank">«secourshumanitaire.org»</a>, unter welchem der angeblich französische Ableger agiert, ist jedoch nicht etwa eine Organisation namens «Human Relief», sondern <a href="http://www.pir.org/get/whois?domain=secourshumanitaire.org&amp;Submit=Search" target="_blank">eine Firma</a> namens «Avenir Techno Informatique» im französischen Vaulx-en-Velin im Departement Rhône.</p>
<p>Und wer auf dieser angeblich französischen Website-Version ganz unten auf «contactez-nous» klickt, gelangt <a href="http://avenirtechno.net/tinc?key=WCjVeriy&amp;formname=Contact" target="_blank">auf ein Kontaktformular</a> unter dem Domain-Namen <a href="http://avenirtechno.net/" target="_blank">avenirtechno.net</a>, also auf der Firmen-Website der oben genannten Firma.</p>
<p>Diese soll nach eigenen Angaben 12 Mitarbeiter beschäftigen und bietet auf der ebenso amateurhaft erstellten Firmen-Website die Entwicklung von Software, den Verkauf von Computern, Computerkursen usw. an.</p>
<p>Weit und breit sucht man allerdings vergeblich nach irgendeinem Namen, der nach einer «echten» Niederlassung der britischen «Human Relief»-Stiftung klingt… Darum: Hände weg vom Spendenaufruf auf dieser ominösen Website.</p>
<h2>Klarere Situation in der Schweiz</h2>
<p><img src="http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-content/upLoads/Divers/ZEWO-Siegel.jpg" alt="" align="right" /></p>
<p>In der Schweiz sind Organisationen mit fragwürdigem Auftritt und zweifelhaften Absichten auch nicht ausgeschlossen. Trotzdem gibt es mit der <a href="http://www.zewo.ch" target="_blank">ZEWO-Stiftung</a> eine Organsation, welche gemeinnützige Organisationen mit dem gleichnamigen Gütesiegel zertifizieren und ihnen quasi auf die Finger schauen.</p>
<p>Und es gibt die Stiftung <a href="https://www.glueckskette.ch/" target="_blank">Glückskette</a> der <a href="http://www.srg.ch/" target="_blank">SRG SSR idée suisse</a>. Diese sammelt lediglich Geld, vergibt Spenden aber nicht direkt, sondern nur über bereits bestehende Organisationen, welche sich vor Ort bereits auskennen und wissen, worauf zu achten ist.</p>
<p>Doch auch die <a href="https://www.glueckskette.ch/de/ueber-uns/so-funktioniert-die-glueckskette.html" target="_blank">Vergabe von Spendengeldern</a> seitens Glückskette an die insgesamt 31 Organisationen geschieht nicht zufällig. So wurden von den inzwischen 65 Millionen Franken, welche für die Opfer des Erdbebens in Haiti zusammengekommen sind, «erst» zehn Millionen für <a href="https://www.glueckskette.ch/fileadmin/user_upload/internetfiles/Jahresberichte/Projekte_Haiti_DE.pdf" target="_blank">14 Projekte</a> ausgegeben.</p>
<p><a href="https://www.glueckskette.ch/de/sammelaktionen/erdbeben-haiti/erdbeben-haiti/news/2010/07/08/464/3761_haiti_sechs_monate_nach_dem_erdbeben.html" target="_blank">Begründet</a> wird die langsam anmutende Vergabe von Spendengeldern mit der hohen Komplexität der Projekte und den sorgfältigen und zeitraubenden Vorabklärungen. Dies unterstreicht aber auch die Seriosität der Arbeit, denn es werden Gelder nicht nach Belieben oder nach dem Giesskannenprinzip gesprochen. Und es unterstreicht auch die Absicht, die Spendengelder hauptsächlich für die nachhaltigere Instandstellung und den Wiederaufbau auszugeben und weniger für die Sofort- und Nothilfe.</p>
<p>Wer über die Glückskette spendet, erhält somit eine doppelte Sicherheit, dass seine Spende ankommt: Erstens durch die sorgfältige Auswahl der jeweiligen Organisationen seitens Glückskette und zweitens durch die ZEWO-Zertifizierung dieser Organisationen. Letztere agieren selbständig. Das heisst, dass die eingesetzten Gelder nicht einfach in einer staatlichen Organisation versickern, was in Pakistan durchaus möglich wäre…</p>
<p>Die Glückskette-Stiftung selbst finanziert sich übrigens über die Zinsen, sodass ein gespendeter Betrag schliesslich vollständig eingesetzt werden kann.</p>
<p>Ein genaues Hinschauen, bei wem man spendet, ist deshalb angebracht, insbesondere bei ausländischen Organisationen. Im Falle der Glückskette bestehen jedoch einige Sicherheitsmechanismen, welche einen Missbrauch verhindern.</p>
<p>Darum geht&#8217;s hier auch gleich zur <strong><a href="https://www.glueckskette.ch/de/spenden/online-spenden.html" target="_blank">Online-Spendemöglichkeit der Glückskette</a></strong>.</p>
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