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	<title>Augenreiberei, die; -, -en</title>
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		<title>Anreize schaffen statt Frauenquote erzwingen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 05:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Anteil an Frauen in Führungsetagen ist noch immer relativ gering. Das hat strukturelle Gründe innerhalb unserer Wirtschaft. Sie lassen sich aber mit einer erzwungenen Frauenquote nicht einfach so beseitigen. Andere Methoden sind gefragt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Anteil an Frauen in Führungsetagen ist noch immer relativ gering. Das hat strukturelle Gründe innerhalb unserer Wirtschaft. Sie lassen sich aber mit einer erzwungenen Frauenquote nicht einfach so beseitigen. Andere Methoden sind gefragt.</strong></p>
<p>Das Thema «Frauenquote» ist &#8211; nachdem jahrelang kaum mehr etwas darüber zu hören war &#8211; wieder aktuell. Auslöser dafür sind zwei Entscheide aus jüngerer Zeit:</p>
<ul>
<li>Einerseits <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5kZXJidW5kLmNoL2Jlcm4vbmFjaHJpY2h0ZW4vRnJhdWVucXVvdGUtLWJhc3RhL3N0b3J5LzE3NTgwMDUy" target=\"_blank\">entschied</a> als erste Gemeinde der Schweiz das Stadtberner Parlament im vergangenen September, dass 35 Prozent der Kaderstellen in der Stadtverwaltung und in verwaltungsnahen Betrieben mit Frauen besetzt werden müssen.</li>
<li>Andererseits <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy50YWdlc2FuemVpZ2VyLmNoL3dpcnRzY2hhZnQvYWdlbnR1cmVuLXRpY2tlci9FVUtvbW1pc3Npb24tc2NobGFlZ3QtRnJhdWVucXVvdGUtZnVlci1VbnRlcm5laG1lbi12b3Ivc3RvcnkvMjY0OTg1NDc=" target=\"_blank\">schlägt die EU-Kommission vor</a>, dass 40 Prozent der Verwaltungsratssitze der 5000 börsenkotierten europäischen Unternehmen bis 2020 mit Frauen besetzt sein müssten. Definitiv entschieden ist dazu aber noch nichts.</li>
</ul>
<p><span id="more-11038"></span></p>
<h2>Die «Basis» fehlt</h2>
<p>Um es gleich vorwegzunehmen: Ich begrüsse eine gute Durchmischung der Geschlechter und dies in allen Bereichen und auf allen hierarchischen Ebenen. Eine fix vorgeschriebenen Quote löst aber das Problem des tiefen Frauenanteils im Grundsatz nicht, könnte insgesamt sogar kontraproduktiv sein, wurde bisher nur einseitig beschlossen und ist nicht zuletzt sogar selber diskriminierend.</p>
<p>Doch beginnen wir ganz von vorne: Wenn von der Frauenquote die Rede ist, spricht man häufig von den Menschenrechten, welche eine Diskrimierung von Menschen untersagt, auch eine solche zwischen den Geschlechtern.</p>
<p>In der Schweiz trat Ende April 1997 das internationale <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5hZG1pbi5jaC9jaC9kL3NyL2MwXzEwOC5odG1s" target=\"_blank\">«Übereinkommen vom 18. Dezember 1979 zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau»</a> in Kraft. Ähnlich wie mit dem Frauenstimmrecht brauchte unser Land also einmal mehr ziemlich lange um eine frauenrechtliche Angelegenheit für normal zu erklären.</p>
<p>Sind wir deshalb im Rückstand? Diskriminieren wir hierzulande die Frauen nach wie vor und stärker als in Ländern wie etwa Ecuador, Guyana, Haiti, Kap Verde, Laos, die Mongolei, Nicaragua, Panama, die Philippinen, Ruanda, Russland, Sri Lanka, die Ukraine oder Uruguay, die alle dieses Abkommen ohne Vorbehalte bereits 1981 in Kraft gesetzt hatten?</p>
<p>Klar ist, dass in Sachen Entlöhnung immer noch Unterschiede bestehen. Ich lasse hier aber dieses Thema bewusst aus, einerseits weil es an sich komplexer ist als es in den Medien häufig mit nur einer Prozentzahl dargestellt wird (und darum auch einen eigenen Beitrag verdient) und andererseits weil eine gewisse Diskriminierung in diesem Punkt eindeutig ist. Und schliesslich lasse ich diesen Punkt hier fallen, weil es um die Frage der Anstellung der Frauen geht und nicht um deren (hoffentlich gerechte) Entlöhnung.</p>
<p>Oder um es in Bezug auf die beiden oben genannten Entscheide noch präziser zu sagen: Es geht um die Anstellung von Frauen für höhere Positionen.</p>
<p>Genau hier liegt bei diesen fixen Quoten ein Hund begraben, denn: Niemand wird in eine Kaderposition geboren, schon gar nicht innerhalb der öffentlichen Verwaltung. Darum braucht es eine gewisse Auswahl von Frauen aus den «unteren Rängen», die man in eine höhere Position befördern kann.</p>
<p>Die bisher angestrebten Frauenquoten &#8211; siehe die genannten Entscheide oder Vorschläge am Anfang dieses Beitrags &#8211; beziehen sich aber nur auf die oberen Chargen. Wie also soll man eine Quote von 35 bis 40 Prozent erreichen, wenn ein mindestens gleich hoher Anteil an Frauen schon «an der Basis» nicht gewährleistet ist? Müsste nicht konsequenterweise auch da eine Frauenquote bestehen?</p>
<h2>Unbefriedigende Perspektiven</h2>
<p>Wenn es um die Neubesetzung einer Stelle geht, gibt es dafür bekanntlich gewisse Anforderungen, welche die Bewerbenden zu erfüllen haben. Genauer formuliert handelt es sich um Minimalanforderungen, die alle Bewerbende erfüllen sollten, damit sie überhaupt in die engere Auswahl kommen.</p>
<p>Und jetzt? Entscheidet bei zwei Bewerberinnen und fünf Bewerbern einfach das Geschlecht, damit eine Quote erreicht oder eingehalten werden kann?</p>
<p>Wenn ja, wenn also die Männer ohnehin rausfallen, warum wurden nicht gleich von Anfang an nur Frauen für die fragliche Stelle gesucht? Die Antwort darauf ist relativ einfach: Nur Frauen zu suchen entspräche wiederum einer Diskriminierung der Männer (nicht umsonst haben Stelleninserate geschlechtsneutral formuliert zu sein). Damit wären wir als Gesellschaft nicht viel weiter als vorher.</p>
<p>Das heisst, um nicht das männliche Geschlecht zu diskriminieren, können Bewerberinnen gegenüber Bewerbern nicht automatisch den Vorrang haben, sobald sie die erwähnten Minimalanforderungen erfüllen. Bei ihnen zählen dann ebenfalls weitere, vorwiegend «weiche» Faktoren, die sich nicht gut messen lassen: Stimmt die Chemie? Wie ist das allgemeine Erscheinungsbild und die Ausstrahlung? Wie ist das Temperament und der Charakter einer Person? usw.</p>
<p>Bei zwei Bewerberinnen und fünf Bewerbern ist zwar nicht ausgeschlossen, dass eine Frau schliesslich den Zuschlag für eine Stelle erhält, die Anzahl männlicher Bewerber lässt es aber als wahrscheinlicher erscheinen, dass es eher einen Mann trifft.</p>
<p>Damit wären wir wieder beim «Basis»-Problem, also dass es «von unten her» zu wenig Frauen gibt, die die fragliche Stellen neu besetzen können und wollen.</p>
<p>Warum fehlt von der «Basis» her eine entsprechende Anzahl qualifizierter Frauen?</p>
<p>Das hat wohl stark mit den Perspektiven zu tun, welche die Wirtschaft und die Gesellschaft den Frauen, aber auch den Männern in Bezug auf eine Familiengründung bietet. Die Geburt eines Kindes bedeutet für den Mann nicht, dass er aus dem Erwerbsleben aussteigen oder sein Pensum nach der Geburt reduzieren muss. Für ihn muss sich von der Natur her bezüglich Vaterschaft und Erwerbsleben kaum etwas verändern.</p>
<p>Ganz anders bei der Frau: Die Geburt zwingt sie, das Erwerbsleben zu unterbrechen. In sehr vielen Fällen wird sie anschliessend kaum mehr eine Vollzeitstelle besetzen oder sie reduziert &#8211; sofern überhaupt möglich &#8211; ihr bisheriges Teilpensum noch weiter.</p>
<p>Bei einer solchen Perspektive überrascht es wenig, wenn viele Frauen schon im Vornherein quasi «kapitulieren» und wenig &#8211; oder weniger häufiger als die Männer &#8211; nach einer höheren beruflichen Position streben. Wenn doch, und wenn sie tatsächlich eine höhere Postion erreicht haben, heisst es im Falle einer Schwangerschaft noch heute sehr häufig: Entweder Beruf oder Familie, aber beides ist nicht miteinander vereinbar.</p>
<h2>Was wäre, wenn&#8230;</h2>
<p>Machen wir ein Gedankenspiel: Stellen Sie sich vor, Vollzeitstellen wären verboten, angefangen beim Job für einen Tellerwäscher bis hin zum CEO eines internationalen Unternehmens. Stellen Sie sich weiter vor, es gäbe Stellen mit höchsten einem 50 Prozent-Pensum und kleiner und dies natürlich für beide Geschlechter. Für ein volles Pensum wären wir also gezwungen, mehrere Stellen anzunehmen.</p>
<p>Wenn dem so wäre, müssten Unternehmen einen grundlegenden Wandel vollziehen. Die Ausrede, man könne insbesondere eine Führungsposition nicht als Teilpensum führen, gälte dann nicht mehr. Wahrscheinlich würden solche Positionen auf mehrere Köpfe aufgeteilt oder der zu führende Bereich würde in mehrere kleinere Bereiche aufgeteilt, es entstünden mehrere kleinere Führungspositionen. Eine Verteilung der Verantwortung auf mehrere Schultern hat noch selten geschadet&#8230;</p>
<p>Werdende Mütter könnten viel einfacher einen ihrer Teilzeit-Jobs an den Nagel hängen und mit dem anderen nach dem Mutterschaftsurlaub weiterfahren wie bisher &#8211; also auch eine mögliche Führungsposition beibehalten.</p>
<p>Und auch die Väter wären viel flexibler, ihr Pensum zugunsten der jungen Familie und zugunsten der Erwerbstätigkeit der Frau zu reduzieren. Ein Teilzeit-Job wäre auch für sie «courant normal» und sie müssten nicht gleich die Stelle wechseln, wenn ihr Arbeitgeber ihnen eine Pensumsreduktion nicht zugesteht oder wenn kein beruflicher Aufstieg möglich ist, nur weil sie ein Teilpensum wahrnehmen wollen.</p>
<p>Der kurze Ausflug in die Utopie zeigt, dass mehr Teilzeitstellen und eine höhere Wertschätzung für Teilzeitstellen wohl zielführender ist als das fixe Vorschreiben einer bestimmten Quote an Frauen nur in Führungspositionen.</p>
<p>Und wenn schon Quoten vorgeschrieben werden sollen, dann gäbe es Handlungsbedarf in vielen verschiedenen Bereichen: Eine Altersquote könnte eine gute Durchmischung der Generationen gewährleistet, eine Ausländerquote wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Integration in die Gesellschaft, eine Behindertenquote ginge in Richtung Integration ins Berufsleben usw.</p>
<p>Etwas aufzuzwingen war noch nie gut. Besser wäre es, Anreize zu schaffen, damit die Wirtschaft sich in Richtung einer besseren Durchmischung bewegt, sei es nun in Bezug auf die Geschlechter oder in Bezug auf einen der anderen vorgängig genannten Aspekte. Leider haben das viele noch nicht verstanden&#8230;</p>
<p style="border-bottom-style:solid; border-width:2px;" </p>
<p><strong>Ergänzung</strong></p>
<p>Am 3. März 2013 stimmt das Schweizer Stimmvolk über <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5iay5hZG1pbi5jaC90aGVtZW4vcG9yZS92YS8wMzAzMjAxMy9pbmRleC5odG1sP2xhbmc9ZGU=" target=\"_blank\">einen neuen Verfassungsartikel</a> ab, der die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit fördern will, namentlich bezüglich Betreuungsangebote für Kinder («Bundesbeschluss über die Familienpolitik»).</p>
<p>Die Vorlage geht in die richtige Richtung, schliesslich ist ein ausreichendes Betreuungsangebot für viele Eltern unabdingbar, sollten beide arbeiten wollen oder sogar müssen. Bedauerlicherweise nimmt er primär Bund und Kantone in die Pflicht. Von der Wirtschaft ist nicht die Rede. Diese fordert immerzu nur gute Arbeitskräfte, tut selber aber auf struktureller Ebene wenig dafür.</p>
<p>Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: Wie die Kantone die Kinderbetreuung fördern wollen, ist im Moment noch offen. Es wäre also durchaus denkbar, hier auch noch die Wirtschaft mit ins Boot zu nehmen &#8211; durch Anreize, nicht durch Zwang.</p>
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		<title>Als ob nichts geschehen wäre</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 07:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kollision]]></category>
		<category><![CDATA[Neuhausen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[ZUB]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ursache für das Zugunglück in Neuhausen ist geklärt: Es lang an dem, was allgemein als «menschliches Versagen» verstanden wird. Die Reaktion der Medien, aber vor allem der betroffenen Bahnunternehmung Thurbo ist mehr als erstaunlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Ursache für das Zugunglück in Neuhausen ist geklärt: Es lang an dem, was allgemein als «menschliches Versagen» verstanden wird. Die Reaktion der Medien, aber vor allem der betroffenen Bahnunternehmung Thurbo ist mehr als erstaunlich.</strong></p>
<p>Das ging ja schnell: Am vorletzten Donnerstag, 10. Januar, kollidierten im Bahnhof Neuhausen zwei S-Bahn-Züge und keine Woche später, am 17. Januar, informierte die Unfalluntersuchungsstelle (<a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5zdXN0LmFkbWluLmNoLw==" target=\"_blank\">SUST</a>) bereits über die Ursache dieser einigermassen glimpflich abgelaufenen Kollision.</p>
<p><span id="more-11025"></span></p>
<h2>Quasi zwei Schuldige</h2>
<p>Möglich war das nur, weil die vorliegenden Fakten eindeutig sind, insbesondere die Daten der Fahrtenschreiber. Demnach lag die Ursache beim Lokführer des Thurbo-Zuges. Dieser fuhr zu früh los und missachtete ein auf Halt stehendes Signal.</p>
<p>Fall geklärt, Akte geschlossen?</p>
<p>Für die SUST sicherlich nicht. Sie will noch die «Gefährlichkeit dieser Ausfahrt sichten und beurteilen» und prüfen, ob es in der Vergangenheit in diesem Bahnhofsbereich zu ähnlich gefährlichen Zwischenfällen kam.</p>
<p>Für die Medien scheint die Sache hingegen abgeschlossen zu sein. Die Schuld liege beim Lokführer des Thurbo-Zuges &#8211; und beim fehlenden Sicherungssystem. Zumindest ist das der Eindruck, der bei mir durch <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy50YWdlc2FuemVpZ2VyLmNoL3p1ZXJpY2gvcmVnaW9uL01vZGVybmUtWnVnc2ljaGVydW5nLWhhZXR0ZS1VbmZhbGwtaW4tTmV1aGF1c2VuLXZlcmhpbmRlcnQvc3RvcnkvMTI3MzM3NjQ=" target=\"_blank\">jene Medienberichte</a> geweckt wurde, welche sich auf die Depeschen der <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5zZGEuY2g=" target=\"_blank\">SDA</a> abstützten.</p>
<p>In der offiziellen <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5uZXdzLmFkbWluLmNoL21lc3NhZ2UvaW5kZXguaHRtbD9sYW5nPWRlJmFtcDttc2ctaWQ9NDc0NTU=" target=\"_blank\">Medienmitteilung der SUST</a> ist hingegen in keinem einzigen Wort die Rede davon, dass mit einem Sicherungssystem diese Kollision hätte verhindert werden können. Erst durch eine Anfrage der SDA äusserte sich Walter Kobelt, Leiter der SUST, in diese Richtung.</p>
<p>Oder mit anderen Worten: Weil da jemand bei der SDA wohl einmal etwas von einem Sicherungssystem namens ZUB gehört oder gelesen hatte, wird dieser Punkt plötzlich zu einem Thema, so als ob ein solches System zwingend wäre oder so als ob hier ein gravierender technischer Rückstand vorläge.</p>
<p>Demgegenüber werden andere Punkte überhaupt nicht kritisch hinterfragt. Dazu gehört etwa die Frage, wie gefährlich der heutige Bahnalltag ohne ein solches System überhaupt ist. Müssen Zugfahrende um ihre Sicherheit bangen, weil der Druck auf die Lokführer schier unerträglich geworden ist? Wo und wann ist die Situation am schlimmsten, wenn dem so wäre?</p>
<h2>Interne T(h)urbo-Unfallbewältigung</h2>
<p>Mich stört an der Sache aber noch ein anderer Punkt, der von den Medien einfach so geschluckt wurde. Es geht um <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5uenouY2gvYWt0dWVsbC96dWVyaWNoL3N0YWR0X3JlZ2lvbi96dWd1bmdsdWVjay1taXQtanVyaXN0aXNjaGVtLW5hY2hzcGllbC0xLjE3OTQ1NTQ4" target=\"_blank\">eine Äusserung</a> von Thurbo:</p>
<blockquote><p>Der Unfall hat auch ein juristisches Nachspiel. Die Schaffhauser Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet, unter anderem gegen den betroffenen Lokomotivführer. Dies sagte Anja Schudel, Sprecherin der Schaffhauser Polizei. Der Mann, der nach dem Unglück psychologisch betreut wurde, befindet sich zurzeit in den bereits vor dem Unfall geplanten Ferien, wie Gallus Heuberger, Sprecher der Regionalbahn Thurbo, auf Anfrage sagte. «Danach wird er wieder bei uns als Lokomotivführer arbeiten, sofern er sich dazu in der Lage fühlt», so Heuberger. Intern laufe kein Verfahren gegen den Mann.</p></blockquote>
<p>Ich möchte wahrlich nicht in der Haut dieses Lokführers stecken und bin auch nicht der Meinung, dass man ihn nun brandmarken soll. Im Gegenteil.</p>
<p>Dennoch: Dieser Mann hat in einem der wichtigsten Momente etwas vom Wichtigsten beim Führen eines Zuges nicht beachtet, damit 280 Menschenleben in Gefahr gebracht, einige davon verletzt und schliesslich auch noch einen Millionenschaden verursacht.</p>
<p>Es kann doch nicht sein, dass <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy50aHVyYm8uY2g=" target=\"_blank\">Thurbo</a> diesen Mann nach seinen Ferien und nach seinem eigenen Ermessen («&#8230;sofern er sich dazu in der Lage fühlt») wieder ans «Steuer» einer Lokomotive lässt, so als ob nichts geschehen wäre, und dies ohne wenigstens nach den Gründen für das Verhalten dieses Lokführers zu forschen und ohne das Resultat des angekündigten juristischen Verfahrens abzuwarten.</p>
<p>Jedem Automobilisten, der eine mittelschwere oder schwere Widerhandlung des Strassenverkehrsgesetzes begeht, wird der <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5mdWVocmVyYXVzd2Vpc2VudHp1Zy5jaA==" target=\"_blank\">Fahrausweis entzogen</a>. Auch wer sonst bei seiner täglichen Arbeit Menschenleben oder Sachgüter fahrlässig in Gefahr bringt, muss mit Konsequenzen rechnen, von einer temporären Suspendierung bis hin zu einer fristlosen Entlassung. Beim fraglichen Lokführer will dessen Arbeitgeber aber nicht einmal nach körperlichen oder psychischen Gründen suchen &#8211; und niemand fragt kritisch nach.</p>
<p>Nochmals: Ich will niemanden brandmarken. Aber wenn aus Unfällen wie diesem hier auch firmenintern etwas gelernt werden soll, dann ist es unverzichtbar, nach den Gründen zu suchen. Andernfalls könnte ein anderer Lokführer &#8211; oder der gleiche &#8211; diesen Fehler (noch einmal) begehen.</p>
<p>Von Thurbo kann eine anständige Unfallbewältigung offensichtlich nicht erwartet werden. Auf der <a href="http://www.augenreiberei.ch/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy50aHVyYm8uY2g=" target=\"_blank\">Website</a> dieses eigenständig agierenden Unternehmens, welches aber zu 90 Prozent den SBB und zu zehn Prozent dem Kanton Thurgau gehört, findet sich nicht einmal ein einziges Wort zu diesem Unglück. Kein Bedauern, keine Entschuldigung, keine Stellungnahme gegenüber der Öffentlichkeit und vor allem gegenüber den vom Unfall Betroffenen.</p>
<p>Man zieht es scheinbar lieber vor, möglichst schnell Gras über die ganze Sache wachsen zu lassen. Ob dies bei allen dauerhaft spriesst, welche irgendwo den Schriftzug von «Thurbo» sehen? Ich bezweifle es.</p>
<p>Übrigens: Um den Gründen für das Verhalten des betroffenen Lokführers nachzugehen, hilft auch kein Sicherungssystem ZUB&#8230;</p>
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		<title>10 Fragen und 10 Antworten zum Weltuntergang</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 10:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Titus Sprenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Augenzwinker]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Maya-Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Maya-Kalender soll den Weltuntergang verkünden und dies per 21. Dezember 2012. Das wirft doch einige praktische Fragen auf, zu welchen Sie nachfolgend entsprechenden Antworten finden. Deren Anwendung erfolgt auf eigene Gefahr!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Maya-Kalender soll den Weltuntergang verkünden und dies per 21. Dezember 2012. Das wirft doch einige praktische Fragen auf, zu welchen Sie nachfolgend entsprechende Antworten finden. Deren Anwendung erfolgt auf eigene Gefahr!</strong></p>
<p><strong><em>Ich habe noch keine Weihnachtsgeschenke eingekauft. Soll ich das jetzt überhaupt noch tun?</em></strong></p>
<p>Das hängt davon ab, ob Sie an die Wiedergeburt glauben. Wenn Sie nämlich reinen Gewissens wiedergeboren werden wollen, dann kaufen Sie die Geschenke, selbst wenn Sie wissen, dass das für die Katz‘ ist. Aber bedenken Sie: Die Welt ist untergegangen. Sie würden dann also in einem luftleeren Raum wiedergeboren.</p>
<p><span id="more-11007"></span></p>
<p><em><strong>Ich habe Steuern vorausbezahlt. Soll ich diese zurückfordern?</strong></em></p>
<p>Unbedingt! Aber lassen Sie sich Ihre Vorauszahlung bloss nicht in Münzen auszahlen. Die sind nämlich schwer, womit Sie beim Weltuntergang schneller untergehen. Wenn Sie sich allerdings einen schnellen Untergang wünschen, dann verlangen Sie bei der Auszahlung am besten Goldvrenelis.</p>
<p><strong><em>Ich habe meine Winterferien im Januar bereits vor Monaten gebucht und dafür einen Frühbucherrabatt erhalten. Soll ich diese Buchung nun annullieren?</em></strong></p>
<p>Wozu wollen Sie noch annullieren?! Glauben Sie wirklich, es gäbe noch jemand, der Ihnen böse sein wird, wenn Sie die fraglichen Ferien nicht antreten?</p>
<p><em><strong>Wird mir der Jahreszins statt per 31.12.2012 doch bereits schon per 21.12.2012 gutgeschrieben?</strong></em></p>
<p>Die Schweizerische Bankiervereinigung liess kürzlich verlauten, dass sie zu dieser Frage bis Ende Jahr Stellung nehmen will. Das deutet auf eine gezielte Verzögerungstaktik hin. Um auf Nummer sicher zu gehen, lassen Sie am besten Ihre Konti per 20.12.2012 saldieren.</p>
<p><em><strong>Wird die Ziehung der Lottozahlen für die Euromillionen vorgezogen?</strong></em></p>
<p>Nein. Aber selbst wenn sie die richtigen Zahlen und Sterne für den Jackpot von 121 Millionen Franken getippt haben, glauben Sie ja nicht wirklich, sich damit vom Untergang freikaufen zu können, oder?</p>
<p><strong><em>Ich habe so viele Überstunden, dass es bereits zu spät ist, diese noch beziehen zu können. Was soll ich tun?</em></strong></p>
<p>Arbeiten Sie weiter! Ihr Arbeitgeber hatte ohnehin darauf gehofft, dass Sie diese Überstunden vergessen. Geben Sie sich einen Ruck und kommen Sie ihm entgegen!</p>
<p><em><strong>Werden Schwerverbrecher, welche eine lebenslange Haftstrafe zu verbüssen haben, nun vorzeitig entlassen?</strong></em></p>
<p>Dem ist leider so. Aber seien Sie zuversichtlich: Schwer-Verbrecher heissen nicht umsonst so und werden darum beim Weltuntergang ganz unten schwimmen.</p>
<p><em><strong>Kann ich den Weltuntergang umgehen, wenn ich vor dem 21.12. das Datum überall auf den 23.12.2012 ändere?</strong></em></p>
<p>Das könnte funktionieren, nur: Wollen Sie sich das wirklich antun? Sie wären dann entweder ganz alleine auf dieser Welt oder Sie müssten sie sich mit anderen Schlaumeiern wir Ihnen teilen.</p>
<p><em><strong>Ist das nicht eine Verschwendung von Lebensmitteln, wenn diese erst nach dem 21.12. ablaufen?</strong></em></p>
<p>Nun mal ehrlich: Wollen Sie auf die letzten Tage hin noch ein schlechtes Gewissen entwickeln?</p>
<p><em><strong>Bleibt das Bankgeheimnis auch nach dem Weltuntergang bestehen?</strong></em></p>
<p>Was für eine Frage: Natürlich! Das Bankgeheimnis ist und bleibt unverwüstlich! Und alle die, welche vom automatischen Informationsaustausch reden, haben noch gar nicht verstanden, dass ihnen für deren Umsetzung gar keine Zeit mehr bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="border-bottom-style:solid; border-width:2px;" </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Haben Sie weitere Fragen, zu denen Sie eine Antwort kennen? </p>
<p>Dann schreiben Sie diese doch unten ins Kommentarfeld!</p>
<p> <img src='http://www.augenreiberei.ch/WP271/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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