Jede Show zählt

Elf Monate sollst Du Geld verdienen und am zwölften sollst Du damit Gutes tun – für Angehörige und Unbekannte. Etwa so könnte man das Jahr inmitten des Monats Dezember zusammenfassen. Doch das Gerangel um des Schweizers Geld ist gross…

Wohl in keinem Monat fliesst der Rubel Rappen so intensiv wie im Dezember. Da sind einerseits «institutionelle Ereignisse», welche das Geld fliessen lassen:

  • Je nach Kanton haben einige noch bis Ende Jahr Steuern zu bezahlen.
  • Wer zudem Steuern sparen will, wird spätestens im Dezember noch den vom Einkommen maximal abziehbaren Betrag in die 3. Säule einzahlen.
  • Weiter wären da noch die Jahresbeiträge, welche häufig auch per Ende Jahr fällig werden und damit noch mit den monatlichen, zweimonatlichen oder vierteljährlichen Rechnungen zusammenfallen.

Schliesslich fliesst mit dem 13. Monatslohn bei vielen aber auch wieder etwas ins Portemonnaie.

Hochsaison für Spendenaktionen

Andererseits wären da die Ereignisse mit «freier Ver- und Zuwendung». Darunter fallen sicherlich die Weihnachtsgeschenke. Eine Pflicht zu schenken (und ein Recht, beschenkt zu werden) gibt es ja eigentlich nicht. Eigentlich.

Darunter fallen aber auch Spenden. Man sagt, dass Herr und Frau Schweizer in der vorweihnächtlichen Zeit am Spendenfreudigsten seien.

Das ist auch nicht erstaunlich, denn die karitativen Institutionen stehen sich auf öffentlichen Plätzen und in den Einkaufszentren Einkaufserlebniszonen schon beinahe gegenseitig auf den Schuhen herum. Der potentielle Spender alias Einkaufswillige hat sich darum nicht nur durch die schleppenden Massen zu kämpfen, sondern auch durch die unzähligen «Spenden-Optionen».

Und wenn man nicht seitens einer karitativen Organisation angesprochen wird, um von einem ein paar Franken zu erheischen, dann ist es jemand, der «für die Übernachtung in der Notschlafstelle» sammelt (oder für etwas anderes…).

Der Kampf ums Geld derer, die noch etwas springen lassen können (wollen), wird mit jedem Jahr härter geführt. Dies ist zumindest der Eindruck, den man unterschwellig zu spüren bekommt.

Die einfache Sammelbüchse ist passé

Konkret: Auf unspektakuläre Weise auf einen Missstand aufmerksam zu machen und dafür Geld zu sammeln reicht heute nicht mehr. Heute muss man den Leuten noch etwas bieten, heute braucht es eine Show.

Vorreiterin von Show-Einlagen anlässlich von Spendenaktionen ist die Heilsarmee. Sie gehört inzwischen genauso zur vorweihnächtlichen Zeit wie die Weihnachtsbeleuchtung in den öffentlichen Strassen.

Allerdings ist die Heilsarmee, nachdem sie sich gesanglich und instrumental lautstark bemerkbar gemacht hatte, wieder schneller aus dem Strassenbild verschwunden als die Weihnachtsbeleuchtung – bis zur nächsten vorweihnachtlichen Zeit.

Auch der Caritas reichte der bisher übliche Spendenaufruf nicht mehr. «Eine Million Sterne» hiess die Aktion, bei welcher am vergangenen Samstag an 180 Orten in der ganzen Schweiz Kerzen in einem sternförmigen Untersatz entzündet und anschliessend zu verschiedenen Motiven arrangiert wurden.

Das ist natürlich ein Hingucker, das erregt Aufmerksamkeit. Darum berichten auch die Medien darüber und tragen den Namen und das Anliegen der Caritas in die angenehm beheizten Schweizer Stuben. Es schleckt jedoch keine Geiss weg, dass auch diese Aktion im Endeffekt nur eine gut konzertiere Show ist.

Karitative «Shows» wohin das Auge reicht

Im Bieler Tagblatt (BT) von vergangenem Samstag ist von einer anderen Aktion zu lesen: «Je weiter der Studener Bergsteiger Bernhard Kummer den Aconcagua erklimmt, desto höher soll das Unicef-Spendenbarometer zugunsten von Maya-Kindergärten ansteigen». Wie es weiter heisst, wird das BT während der dreiwöchigen Tour darüber berichten…

Die ARD zeigte am Donnerstag zum fünfzehnten Mal die «Jose Carreras Gala», an welcher «hochkarätige Künstler» teilnahmen. Das ZDF brachte anfangs Dezember eine «Spendengala», «bei der internationale Musikstars auf Weihnachten einstimmten». Am 12. Dezember doppelte der gleiche Sender mit dem «TV-Highlight», der «TV-Spendergala ‚Ein Herz für Kinder’», nochmals nach.

In der Schweiz steckt man während sechs Tagen drei bekannte Persönlichkeiten auf dem Bundeshausplatz in einen Glascontainer, aus welchem diese in Radio und TV berichten, denn: «Jeder Rappen zählt». Sieben Millionen Franken sind bei der Aktion, bei welcher es um den Kampf gegen Malaria ging, zusammengekommen.

Ohne Show läuft gar nichts mehr. Wir sind resistent geworden für die Anliegen der Schwächeren. Effekthascherei muss betrieben werden, um überhaupt noch zur Kenntnis genommen zu werden.

Ernüchterndes Ergebnis

Sieben Millionen Franken bei «Jeder Rappen zählt» ist – mit Verlaub – ein ernüchternd schlechtes Ergebnis, denn: Sechs Tage lange wurde das Thema von zwei öffentlich-rechtlichen Sendern in die Schweiz getragen; nicht weniger als drei Bundesräte zeigten sich im Glascontainer; unzählige Schweizer Stars und Sternchen liessen sich blicken und persönliche Gegenstände versteigern; unzählige Aktionen durch Private fanden statt. Das kann kaum mehr gesteigert werden.

Und trotzdem kamen in sechs Tagen nicht mehr als sieben Millionen zusammen.

Zum Vergleich: Am Glückskette-Tag anfangs Oktober, bei dem es um die Opfer der Erdbeben von Sumatra und den Überschwemmungen auf den Philippinen ging, wurden an einem einzigen Tag Spenden von fünf Millionen versprochen. Zusammengekommen sind inzwischen knapp 13 Millionen.

Es ist anzunehmen, dass auch bei «Jeder Rappen zählt» Einzelne mehr einzahlen werden, als sie telefonisch versprochen hatten. Allzu grosse Illusionen sollte man sich allerdings nicht machen, denn wie einleitend erwähnt, sind die Ausgaben in diesem Monat besonders hoch, sodass dann, wenn es wirklich ums Einzahlen geht, wohl kaum «aufgerundet» wird.

Natürlich darf auch nicht verkannt werden, dass «Jeder Rappen zählt» eine reine Deutschschweizer Aktion war, währenddem Glückskette-Tage nationale Aktionen sind. Hierbei kann und muss man sich fragen, weshalb daraus keine «SRG SSR idée suisse» wurde… Vielleicht hielt man in der Romandie «den Markt» nach der vor allem in der Romandie bekannten Telethon-Aktion für nicht mehr empfänglich.

Zuviel Personality Show, zu wenig glaubwürdig?

Trotzdem: Bei soviel medialer, magistraler und prominenter Unterstützung hätte man mehr als bloss sieben Millionen Franken erwarten dürfen.

Es scheint aber leider so, dass auch eine solche Show nicht mehr dazu reicht, dass Herr und Frau Schweizer den Geldbeutel öffnen.

Vielleicht bräuchte es weniger Show. Vielleicht sollte man das Schicksal der Betroffenen statt die Stars und Sternchen mit Kameras ins Zentrum zu rücken. Vielleicht sollte man rechtschaffene Bürgerinnen und Bürger über das Schicksal Schwächerer sprechen lassen statt ohnehin gut betuchte und damit eher unglaubwürdige Promis. Vielleicht sollte man vermehrt mit den hiesigen Verhältnissen vergleichen, um sich eher ein Bild von der Dramatik machen zu können.

Vielleicht.

20 Antworten auf „Jede Show zählt“

  1. „jeder Rappen zählt“ ist doch nur eine Show, an der sich sog. Prominente in Erinnerung rufen können.

    Ich habe weder die TV-Sendungen gesehen noch Radio gehört.
    In der gedrucken Presse habe ich hin und wieder in einem Nebensatz gelesen, dass es um Malaria gehen soll.
    Selbst auf http://www.jrz.ch muss man weit durchklicken, um zu Informationen zu gelangen.

    Die wollen meine Kohle, die sollen mich informieren, weshalb und was sie damit machen.
    Unter diesen Umständen gibt es von mir nichts.
    Es gibt ja noch andere Gelegenheiten, mir ein gutes Gewissen zu kaufen.

  2. Kommt noch dazu, dass bei „Jeder Rappen zählt“ nicht gerade das Thema mit dem allergrössten Solidaritätseffekt zum Einsatz kam. Vielleicht wäre es ja effizienter gewesen, wenn die SRG die Extrakosten direkt gespendet hätte, dann wäre uns dieses leicht peinliche Theater erspart geblieben.

  3. Naja, irgend woher muss ja das berühmte Januarloch kommen… Aber wie gesagt, Konsumenten ohne Geld sind keine guten Konsumenten und ich hoffe sehr, dass sich die Finanzkrise dieses Jahr auch beim Weihnachtsgeschäft zeigen wird und die Umsätze massiv unter den Erwartungen bleiben werden…

    Und nächstes Jahr habe ich übrigens vor mein privates eingespartes Co2 als Emissionsgutschriften zu verkaufen, brauch nämlich Geld… Und da ich nie ein Führerausweis hatte und deshalb auch nie ein Auto, habe ich seit 1990 (Stichjahr für die Emissionsbörsen) gut 56 Tonnen Co2 eingespart (ein Auto stösst durchschnittlich 3.1 Tonnen Co2 im Jahr aus) also kann ich nun laut Kyotoprotokoll Emissionsgutschriften für 56 Tonnen Co2 verkaufen… Habe es bereits abgeklärt und es ist ganz klar das auch Privatpersonen ihr eingespartes Co2 verkaufen dürfen… Leider konnte man mir in Bern auf telefonische Anfrage hin nicht sagen wo in der Schweiz die dafür nötige Emissionsbörse oder Handelsplattform ist, traurig wie Rückständig die Schweiz ist, aber mal sehen in Irland gibt es eine solche Bank, womöglich kann meine 56 Tonnen Co2 Emissionsgutschriften dann dort an den Markt bringen…

    Nimmt wunder wie viel man pro Tonne Co2 verlangen kann bzw. wie der Kurs gerade steht, dürfte ja in Zukunft eine gute Anlage sein, hehehehehehe

    Oder wie wärs mit einer Spende in Form von Co2 Emissionsgutschriften, ob die bei «Jeder Rappen zählt» auch daran interessiert wären?

  4. „dann wäre uns dieses leicht peinliche Theater erspart geblieben“
    Darum geht es doch gerade: um das peinliche Theater

  5. Als Gestern Abend im Zug von Bern nach Zürich ein VIP-Crew-Member-Fröllein aus dem Bundesplätzigen Glascontainer im Bistrowagen einen Eistee und einen Prosecco bestellte und hierfür 18 Stutz hinblätterte, da fragte ich mich schon auch wie ernst es denn um solche „Events“ steht …

  6. @ kikri
    Ja, auf der Website musste ich auch lange suchen, bis ich endlich etwas zum Thema Malaria gefunden hatte. Ich gehöre nicht zur Sorte, die etwas spendet, nur weil sein «Idol» sich für eine Sache ausspricht…

    Es ist aber auch gut möglich, dass die Website anfangs der Woche anders aussah.

    Und: Ja, auch mir erschien es irgendwie so, als ob sich da gewisse Promis ins rechte Bild rücken wollten…

    @ Gnoerpf
    Ganz soviel wäre wohl nicht zusammengekommen. Aber ja doch, die Produktionskosten lagen bestimmt irgendwo im sechsstelligen Bereich.

    @ Chris
    Dein Vorschlag hat einen Haken: Das Kyoto-Protokoll ist ausgelaufen und gilt nicht mehr…

    Ich nehm‘ das Thema Klimagipfel noch separat auf.

    @ Bebilderer
    Naja, nach einer Woche «Astronauten-Food» kann ich verstehen, dass einem wieder nach etwas «Vernünftigem» dürstet.

    Allerdings: Ich habe nicht verstanden, weshalb die sich solche Nahrung auferlegten: Hatte das etwas mit Malaria zu tun? *ratlos-guck*

  7. Noe Noe, es gibt einen neuen Vertrag, wo das wesentliche des Kyotoprotokolls weitergeführt wird… Sonst würde ja nun auch Russland auf seinen Milliarden von Emissionsgutschriften hocken bleiben… Zudem gibt es ja bereits Handelsplattformen und sogar Banken für diese Emissionsdinger, das ist also noch lange nicht gestorben… Und ich werde versuchen meine 56 Tonnen irgendwie auf den Markt zu bringen…

  8. Einverstanden, aber dann sprechen wir nicht mehr vom Kyoto-Protokoll. Versuch’s mal hier ;-).

    Wie schon erwähnt, komme ich aufs Thema Klimagipfel separat zurück.

  9. An mir ist die ganze Aktion vorbeigerauscht. Meine einzige Frage – auf die ich aber keine Antwort suchte: Wo kommen all die Netze her? Wird man wenigstens so gescheit sein, sie in Afrika selber herstellen zu lassen oder ist das einmal mehr Geldquelle für den Westen (und der lokale Handel geht dabei hopps)?

    Die andere Seite: Mein Gottakind war völlig aus dem Häuschen, weil ihre Klasse gebastelt hat und den Erlös der Verkäufe gespendet hat. Sie ist neun und noch nicht so abgebrüht wie wir.

    Zu den Zertifikaten: Kommt mir vor wie Ablasshandel. Grauslig.

  10. Ich meine gehört zu haben, dass für CHF 5 dank Netz ein Leben gerettet werden könne (man merke: Leben hat einen Preis…).

    Bei diesem Preis fallen mir zwei Varianten ein: a) Produktion vor Ort, b) Made in China…

    Zum Gottenkind: Ich finde das nicht schlecht. Für ihn ist es wahrscheinlich zum ersten Mal, sich für andere einzusetzen. Fragen nach den Hintergründen stellt es sich natürlich noch nicht.

  11. Jetzt kriegt euch wieder ein.
    Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es, oder?

    1. Wie bereits von der Glückskette-Sprecherin erörtert, fehlte hier ein „Katastrophen“-Effekt, wie bei der Tsunami-Tragödie vor fünf Jahren mit dem bisher grössten Sammelerfolg von 227,7 Millionen Franken. So gesehen sind 7 Millionen für eine vergessene Krankheit zwar ein bescheidener, aber doch ein Erfolg.
    2. Zwei Klicks auf jrz.ch oder Glueckskette.ch, und ihr seid bei den Informationen zu Malaria.
    3. (Zappadong/Titus) Die Netzte werden in Tansania vorort, zum Beispiel in Arusha in einer mit Schweizer Hilfe (zur Selbsthilfe) errichteten Fabrik, hergestellt. Ein mit Pestiziden behandeltes Netz kostet 7.- sFr. und kann die Mücke wirkungsvoll abtöten.

    Ich spende jeweils aus dem Bauch heraus, wenn mir die Projekte einleuchten und mich überzeugen.

    So fand ich die Aktion JRZ unterhaltsam, lernte etwas über die Krankheit Malaria und warf schlussendlich bei -3°C einen Fünfziger in die Glasbox. Nicht weil Stress im Container war, oder Super Mario tanzte.
    Nein, weil ich mich von dem gesunden Fieber anstecken liess und nun hoffe, mein bescheidener Geldbeitrag hilft, die Krankheit einzudämmen.

    Leider gelten im „Spendengeschäft“ halt auch die Marktgesetze, wer den Kunden überzeugt, erntet den Gewinn.
    So macht für mich zum Beispiel WorldVision mit ihren (auch nicht gerade billigen) omnipräsenten Promi-TV-Spots leider keinen seriösen Eindruck.

    Übrigens kaufte ich auf dem Nachhauseweg dem netten Surprise-Verkäufer im Bahnhof auch gleich noch für 6.- sFr. das neuste Magazin ab. Die Hälfte des Betrags ist sein Lohn. Lokale Unterstützung ist auch hip und allemal besser, als dem Ruf des Weihnachtsverkaufs zu folgen!

  12. Es geht im Artikel ja darum, dass ohne «Show» nichts (mehr) läuft.

    Damit bin ich ebenso wenig einverstanden wie mit der Aussage über die «Marktgesetze». Provokativ gesagt: Müssen morgen Gehbehinderte einen Handstand machen, damit Nichtbetroffene zur Verbesserung ihrer Situation etwas beitragen? Und wann ruft der Suprise-Verkäufer nicht nur «Surprise», sondern singt und tanzt uns auch gleich noch etwas vor?

    Verstehst Du, was ich meine?

    Töne sollten nicht zu laut sein, sonst nehmen wir sie nämlich auch nicht mehr wahr. Zugleich sollten wir (wieder) lernen, auf leise Töne zu achten. Schliesslich haben manche gar nicht erst die Möglichkeit, sich lautstark bermerkbar zu machen…

    Ja, es gibt nichts Gutes, ausser man tut es. Aber tut man es für das Gute oder für sich selbst?

  13. Touché!
    Nein, der nette Verkäufer sollte nicht auch noch zum Busker mutieren, nur um mir sein Magazin verkaufen zu können.

    Dein letzter Satz stimmt nachdenklich.
    Habe ich nun gespendet, weil mir der Kampf gegen Malaria am Herzen liegt, oder weil mich die Spassgesellschaft mitgerissen hat?
    Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen, aber vermehrt auf leisere Töne achten finde ich einen guten Ansatz.

    Allerdings kann es mit einer gut gemeinten Spende in die gleiche Richtung laufen, wie Frau Zappadongs Vergleich zum Ablasshandel und den CO2 Zertifikaten, arrrgh …

  14. Es ist schon vergleichbar. Auch in den Hörsaal kamen immer wieder Schaulustige. Nur schüttelten sie bei uns den Kopf und gingen wieder, anstatt uns ein paar Fränkli in unser Kässeli zu geben 😉

  15. Habt Ihr vielleicht vergessen zu tanzen oder sonstwie eine Show abzuziehen, dass es keine Fränkli gab?

    Hängematten alleine reichen heute nicht mehr, denn das Image von Studierenden ist ja ohnehin jenes von Menschen, die den ganzen Tag nichts tun. Dafür holt heute keiner den Geldbeutel hervor… 😉

  16. Vier Kerzen brennen am Adventskranz. Es ist ganz still. So still, dass man hören konnte, wie die Kerzen zu reden begannen.

    Die erste Kerze sagte: „Ich bin der FRIEDEN! Mein Licht leuchtet, doch die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht!“ Ihre Flamme wurde kleiner und ging ganz aus.

    Die zweite Kerze sagte: „Ich bin das VERTRAUEN! Ich bin am verletzlichsten und so macht es keinen Sinn, dass ich weiter brenne.“ Nachdem sie gesprochen hatte, wehte ein sanfter Wind zu ihr und sie erlosch.

    Spontan sprach die dritte Kerze auf ihre Weise: „Ich bin die LIEBE! Ich habe keine Kraft mehr. Die Menschen schieben mich beiseite und begreifen nicht, wie wichtig ich bin. Sie vergessen sogar die zu lieben, die ihnen am nächsten stehen.“ … und nach einem letzten Aufflackern erlosch auch sie.

    Ein Kind betritt den Raum und sieht, dass drei Kerzen ausgegangen sind. „Oh, warum brennt ihr nicht mehr?“ Das Kind wurde sehr traurig.

    Da sprach die vierte Kerze: „Hab keine Angst, solange ich brenne, können wir die andern wieder anzünden. Ich bin die ZUVERSICHT!“

    Mit leuchtenden Augen nahm das Kind die Kerze der Zuversicht und zündete die anderen wieder an.

    Die Flamme der Zuversicht soll immer bei uns sein … so behalten wir Vertrauen, Frieden und Liebe für alle Zeit!

    Lieber Titus, ich wünsche Dir von Herzen (frohe) Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches neues Jahr.

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