Einschränkung oder Freiheit

Der Klimawandel ist endlich vom Tisch und die Scharlatane sind enttarnt, welche dieses Schreckgespenst der ganzen Welt verkaufen wollten. Dies könnte man zumindest glauben, wenn man sich durch einige Blogs liest, welche kritisch zum Klimawandel stehen. Doch ganz so einfach ist es in jedem Fall nicht…

Es ist noch keine Woche her, als in Kopenhagen versucht wurde, so genannte verbindliche Klima-Ziele zu vereinbaren. Doch das Thema «Klimawandel», so bedeutend es auch sein mag, findet sich bereits nicht mehr unter den aktuellen Themen in den Medien. Die angenehmen Weihnachtstage haben das unangenehme Thema Klimawandel eingeholt…

Doch gibt es überhaupt einen Klimawandel und falls ja, wurde er vom Menschen verursacht?

Eine Glaubensfrage

Hierzu gehen die Meinungen selbst unter «Experten» weit auseinander (lesenswert hierzu ist auch dieser Artikel). Folglich ist es auch als Laie schwierig, wem und woran man glauben soll. Genau, der Klimawandel scheint zu einer Glaubensfrage geworden zu sein.

Levente J. Dobszay hat versucht, die verschiedenen Aspekte zum Klimawandel undogmatisch auszutarieren. Hierzu die Lese-Empfehlung für die beiden Artikel:
Teil 1 und Teil 2.

Trotz dieser Artikel weiss man schlussendlich auch nicht, woran man denn nun glauben soll.

Die so genannte «Climategate», bei welcher mutmasslich gewisse Zahlen «frisiert» wurden, um dem Klimawandel mehr Dramatik zu verleihen, ist natürlich Wind in den Segeln der Kritiker des Klimawandels.

Letztere setzen zurzeit alles auf diese eine Karte «Climategate». Endlich sei man dieses Schreckgespenst des Klimawandels los, alles nur Schall und Rauch, alles nur eine «Klimalüge», bekommt man zu hören.

Bloss keine Einschränkungen!

Dieses Schreckgespenst heisst aber eigentlich gar nicht Klimawandel. Aber so direkt sagt das natürlich niemand. Dieses Schreckgespenst heisst «Einschränkung des bisherigen persönlichen Lebenswandels».

Denn: Ein Grad weniger warm in den eigenen vier Wänden um CO2 zu reduzieren ist ebenso eine Einschränkung wie wenn mit dem Auto weniger in der Gegend herumgefahren oder gar auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen werden soll – um nur zwei Beispiele zu nennen. Dass dem nicht zu sein muss, wird häufig verkannt. Doch dazu mehr später.

Versuchen wir einmal, als Laien die Dinge (weiter) auseinanderzunehmen.

Sicher ist, dass es immer schon Klimawandel gegeben hatte. Dieser Punkt ist wohl unbestritten, auch bei den Klimawandel-Kritikern.

Sicher ist auch, dass wir Veränderungen im Weltklima wahrnehmen. Einmal ist es «im langfristigen Mittel» zu warm, ein anderes Mal zu kalt. Das Wetter spielt verrückt, um es vereinfachend zu sagen.

Folgen des Klimawandels «in der Praxis»

Der Skiort Arosa wirbt heute mit «schneesicher» und hat sich sogar die Internet Domain schneesicher.ch reserviert. Diese Art der Werbung ist auch Ausdruck von vielen Wintern, in denen es zu warm war, sodass Skilifte in tieferen Lagen nicht mehr betrieben werden können.

Auch der Umstand, dass heute wegen wetterbedingtem Ausbleiben der Kunden eine Kurzarbeitsentschädigung möglich ist, zeigt, dass ausbleibende Schneefälle keine Einzelfälle mehr sind. Zugleich ist die künstliche Beschneiung bei vielen Skiorten zur Usanz geworden.

Sicher ist auch – das zeigen beispielsweise alte Fotoaufnahmen – dass in unseren Breitengraden in den letzten Jahrzehnten die Gletscher weiter zurückgegangen sind. Daran ändern auch «frisierte» Zahlen nichts.

Sorgloser Umgang tatsächlich ohne Folgen?

Bestritten wird vielmehr, ob der Klimawandel vom Menschen verursacht wurde oder nicht. Hierzu der folgende Gedanke eines Laien:

Es brauchte Jahrtausende, bis die weltweit vorhandenen Erdöl- und Kohlevorkommen entstanden. Innerhalb von zweihundert Jahren hat die Menschheit diese praktisch vollständig aus dem Boden befördert und verheizt.

Und nun soll das keine Auswirkungen aufs Klima haben?

Gewiss kann man darüber spekulieren, wie stark die Verbrennung fossiler Brennstoffe Auswirkungen aufs Weltklima hatte und noch immer hat und ob es noch andere Auslöser gibt. Die intensive Nutzung dieser Energieträger während der letzten zweihundert Jahre darf jedoch sicher nicht ganz ausser acht gelassen werden.

Vorhersagen sind schwierig

Die Diskussionen um den Klimawandel sind auch wegen Climategate zu einer Diskussion über die Daten geworden, welche zur Berechnung der zukünftigen Szenarien herangezogen werden. Dazu ein weiterer Gedanke:

Obwohl Meteorologen heute mehr Möglichkeiten zur Vorhersage des Wetters zur Verfügung stehen als früher, würde es kein Meteorologe wagen, heute eine Voraussage des Wetters vom kommenden 1. August zu machen.

Wenn also in einem bedeutenden und schon seit Jahrzehnten erprobten, wissenschaftlichen Bereich kaum Voraussagen übers Wetter der kommenden Monate gewagt werden, weil sie nicht stimmen werden, wie können wir dann erwarten, dass Voraussagen fürs Weltklima für die nächsten hundert oder zweihundert Jahre gemacht werden können und dazu auch noch stimmen sollen?

Die Datenlage ist sowohl für die Überzeugten wie auch für die Kritiker des Klimawandels äusserst dürftig. Erst seit wenigen Jahrzehnten erlauben uns Satelliten, die Entwicklung des Klimas (und auch der Polarkappen) von oben zu betrachten. Ebenso bestehen erst seit wenigen Jahren Messgeräte und Messmethoden, um das Klima nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen verlässlich zu beobachten.

Das sind – berücksichtigt man das Alter der Erde von mehreren Millionen Jahren – schlichtweg zu kleine Zeiträume, um daraus verlässliche Prognosen abzuleiten. Bohrungen aus dem Packeis geben zwar, ähnlich den Ringen eines Baumes, Anhaltspunkte über das vergangene Klima. Doch ein Unsicherheitsfaktor bleibt, zumal die Erkenntnisse daraus ja noch keine Auskunft über die Ursachen geben.

Klimawandel ignorieren – oder?

Darum kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Klimaforscher ähnlich viel wissen wie heutige Schulmediziner: Nämlich wenig bis gar nichts. Beide stehen erst am Anfang der Erforschung von komplexen Zusammenhängen.

Damit können Sie hier aufhören zu lesen und die Causa Klimawandel mit dem Wunsch um CO2-Reduktion ad acta legen. Wir wissen zu wenig darüber, also brechen wir die Übung ab.

Wobei…

…sicher ist auch, dass die Erwärmung bisher nicht nur Gletscher weiter schmelzen liess, sondern teilweise auch die Polarkappen und dass sich damit der Meeresspiegel erhöhte. Ungewiss sind auch die Folgen für uns, wenn das «Wasserreservoir Gletscher» eines Tages nicht mehr da ist.

Spielt es im Endeffekt eine so wichtige Rolle, ob der Klimawandel von Menschen beziehungsweise von CO2 verursacht wurde oder nicht und ob uns Daten vorliegen oder nicht?

Sesshaftigkeit

Denn sicher ist auch, dass wir schon längst sesshaft geworden sind und Land portionenweise unser Eigen nennen. Davon trennen wir uns nicht gerne und zwar auch dann nicht, wenn es bedroht wird. Und selbst wenn wir ausziehen müssen, weil ein Leben am bisherigen Ort nicht mehr möglich ist, dann erwarten wir, dafür entschädigt zu werden…

Wären wir noch immer Nomaden, ginge uns das Thema ziemlich am Allerwertesten vorbei…

Ebenso erwarten wir, dass ständig ausreichend Trinkwasser aus unseren Hähnen fliesst. Doch wie soll das möglich sein, wenn Bäche und Flüsse langsam versiegen, weil im «Hinterland» kein Reservoir mehr vorhanden ist?

Da der Klimawandel an sich nicht bestritten ist und wir entsprechende Folgen wahrnehmen, ist die Aussage wohl kaum falsch, dass uns klimatisch noch einige Umwälzungen erwarten – von Menschen verursacht oder auch nicht.

Ob CO2 schuld daran ist oder nicht, ist für einige zurzeit eine Glaubensfrage. Wie schon vorgängig erwähnt, erscheint es aufgrund des eher sorglosen Umgangs mit fossilen Brennstoffen durchaus plausibel, dass CO2 eine Rolle spielt.

Von wegen Einschränkungen

Sicher ist aber in jedem Fall, dass die fossilen Brennstoffe, auf welche unsere Gesellschaft heute noch immer aufbaut, sich zu Ende neigen. Das «CO2-Problem» wird sich darum aus klimapolitischer und wissenschaftlicher Sicht über kurz oder lang von alleine lösen.

Fraglich ist nur, wie stark die klimatischen und energetischen Konsequenzen für uns ausfallen.

Wer seinen CO2-Ausstoss heute schon verringert, der ist auf jeden Fall eher dafür gewappnet, wenn morgen keine fossilen Brennstoffe mehr vorhanden sind. Und vielleicht – dass werden uns die Klimaforscher in nächster Zeit bestimmt noch sagen – trägt dies auch zu einem sanfteren Verlauf des Klimawandels bei.

Wer hingegen glaubt, heute so weiterfahren zu können wie bis anhin, der darf sich dann nicht wundern, wenn er eines Tages in einer kalten Wohnung sitzt oder vor einer leeren Tanksäule steht. Diese Einschränkung hat er sich dann selber eingebrockt.

So kritisch man demnach gegenüber dem CO2 auch eingestellt ist: Wir haben alle in jedem Fall ein grosses Interesse daran, von dem loszukommen, was CO2 zur Folge hat – egal wie nun die Datenlage aussieht.

Übrigens, die Augenreiberei befindet sich in einem Minergie-Haus. Von Einschränkung kann nicht die Rede sein, eher das Gegenteil ist der Fall: Wenn einem im Sommer beispielsweise schwüle Temperaturen beinahe erdrücken, profitiert man hier dank guter Isolation und Komfort-Lüftung von erträglichen Innen-Temperaturen.

Und das ist keine Frage des Glaubens.

27 Antworten auf „Einschränkung oder Freiheit“

  1. Muss dich leicht korrigieren: Es gibt schon Meteorologen, die das Wetter ein halbes Jahr im Voraus vorhersagen. Die Wetterfrösche. Nur werden die immerzu belächelt, obwohl ihre Prognosen ziemlich genau sind. Nur so als Input.

    Ansonsten hast du Recht. Klimawandel hin oder her, wir müssen Wege finden, unseren enormen und steigenden Energiebedarf irgendwie zu kompensieren oder zu senken.

  2. Mir gingen insbesondere die Muotathaler Wetterfrösche schon durch den Kopf, als ich das schrieb, wollte die beiden aber bewusst nicht miteinander vermischen. Mit dem Belächeln der Wetterfrösche ist das etwa so wie mit bewährten Naturheilmethoden: Statt zu erforschen, ob etwas und was wirklich daran liegt, um so Gewissheit darüber zu haben, werden sie einfach ignoriert…

  3. Seit einigen Jahren gibt es in Zappadong-Hausen tropischen Regen. Den hatten wir früher nicht. Wir hatten schon immer Föhnstürme bei uns – seit einigen Jahren sind sie viel heftiger geworden. Als ich ein Kind war, gab es bei 30 Grad hitzefrei. Heute könnten wir die Schulen wochenlang schliessen, wenn wir die 30 Grad-Regel anwenden würden. Hangrutsche, Überschwemmungen, sind häufiger geworden.

    Das sind die Zeichen, die ich beobachte. Mir reicht das, um mich zum Nachdenken zu bringen – und mein ganz persönliches Verhalten zu ändern. Sich darüber zu ärgern, dass andere es nicht tun, bringt nichts.

  4. Sicher richtig und gut. Allerdings schadet die Auseinandersetzung (für alle die Lust haben) mit der Wissenschaft sicher nicht. Ausserdem geht es eben um ein globales Problem, bei dem alle mitmachen müssen.

    Ich rege mich heute auch weniger auf über solche Leute als noch vor kurzem: Viel lieber arbeite ich mit allen anderen an den Lösungen.

  5. Den CO2-Ausstoss heute schon verringern, finde ich gut, mach ich schon seit jeher, da ich nie ein Auto hatte und noch nicht einmal ein Führerausweis habe. Nur finde ich eben, sollten diejenigen auch dafür belohnt werden – wie wäre zbs. mit weniger Steuern pro Tonne Co2 die man selber privat eingespart hat? Denn sonst ist man ja der dumme, man spart selber Co2, dafür verprassen andere dann das doppelte, so geht das natürlich nicht!

    Ich finde es sollte gerechtigkeitshalber so gelöst werden, dass jeder einzelne ein bestimmtes Kontingent an Co2 pro Jahr zur Verfügung hat, das dann bei jedem kauf abgezogen wird. Und für den Fall das das Kontingent eben schon Mitte Jahr aufgebraucht ist, kann dieses Kontingent dadurch aufgefrischt werden, in dem man von jemandem anderem sein nicht verbrauchtes Co2 Kontingent kauft… Das hätte dann auch gleich einen schönen sozialen Effekt, denn diejenigen die viel Co2 fressen, sind wohl auch diejenigen die Geld haben, die anderen die kein Geld haben, haben dafür noch viel Co2 zu verkaufen…

    So hat wohl ein Bettler oder jemand der auf der Strasse lebt, wohl sehr viel Co2 Kontingent zu verkaufen, ein Gutverdienender jedoch der ein dickes Auto fährt und auch sonst viele Aktivitäten macht die Co2 fressen, wie zbs. mit dem Flieder in die Ferien fliegen usw. wird sein Co2 Kontingent wohl verdammt schnell aufbrauchen… Und so kommt es dann dazu, dass der gutverdienende zwangsläufig dem Bettler für teures Geld sein nicht genutztes Kontingent an Co2 abkaufen muss, damit er zbs. seine nächste Tankfüllung frü sein Auto machen darf oder mit dem Flieger in die Ferien darf…

    Das ganze sollte natürlich so geregelt sein, dass jeder ganz neutral das selbe Kontingent zur Verfügung hat und das dieses direkt über die Kreditkarten oder einer speziellen Karte abgebucht wird, ist das Kontingent aufgebraucht gibt es kein Benzin mehr und kann kein Flug mehr gebucht werden usw. bis man wieder Co2 zur Verfügung hat!

    Das wäre Fair und hätte einen positiven sozialen Effekt, weil diejenigen die kein Geld dafür aber eben viel Co2 einsparen, durch Verkauf ihres nicht gebrauchten Co2 zu Geld kommen!

    Und natürlich sollte das dazukaufen von Co2 schweineteuer sein, also sagen wir mal für den Anfang 500.- pro Tonne Co2 die man zu seinem Kontingent dazukaufen möchte…

    Dieses System hab eich übrigens in einer SCiFi-Doku gesehen, da waren alle mit einem Implantat ausgerüstet, das neben Crediteinheiten auch gleich das Co2 Kontingent enthielten… Da war auch eben genau diese Szene zu sehen, wo jemand sein Auto tanken wollte aber nicht mehr konnte und dann einem Bettler ein paar Tonnen Co2-Kontingent abkaufen musste um doch noch tanken zu müssen – der Bettler war danach übrigens kein Bettler mehr… 😉

    Genau so ähnlich müsste es laufen!

    Denn sonst läuft das ganze nur auf Kosten derer die eben sparen, und das ist alles andere als gerecht und fair!

    Ja, ich denke es wird wohl ein paar lustige Änderungen geben in Zukunft, wenn wahrscheinlich ein wenig anders, wird es wohl doch in eine ähnliche Richtung gehen.

    Plötzlich könnten dann die armen Länder die jedoch kaum Co2 produzieren dann die reichen sein, weil die Co2-Fresser-Länder denn dann für Milliarden ihr Co2-Kontingent abkaufen müssen – das nenne ich Gerechtigkeit!

  6. @ Quantensprung
    Zum Blog an sich: Nomen est omen 😉

    Der ganze von Dir verlinkte Beitrag hat einen kapitalen Fehler: Es wird über etwas geschrieben, das nur die Wenigsten gelesen haben (und verlinkt ist gar nichts, wohl weil auch kein Artikel online zu finden ist).

    Das ist etwa so wie wenn ein Buch besprochen wird, das vorher keiner gelesen hat…

    Damit wird das Thema definitiv zur Glaubensfrage: Entweder man glaubt, worüber der Autor schreibt, oder man glaubt es nicht. Sachlich mitreden kann man inhaltlich auf jeden Fall nicht – sofern man den Anspruch erhebt, sachlich mitreden zu wollen…

    @ Flöschen
    Wie meinte doch ein Kommentator beim vorgängig erwähnten Blog: «Hergestellten Wahrheit durch ständige Wiederholungen»

    Das Problem liegt wohl darin, dass viele Journalisten gar nicht beurteilen können, was man ihnen auftischt. Sie haben aber massgeblich Einfluss darauf, was publiziert wird…

    Besten Dank übrigens für den Listen-Link.

    @ Frau Zappadong
    Ich ärgere mich nicht über die Untätigen. Vielmehr macht sich Schadenfreude breit, wenn die dann – sobald sich deren Gemüt wieder abgekühlt hat – merken, dass sie in einer kalten Wohnung sitzen und ich in der wohl temperierten Augenreiberei… 🙂

    @ Chris
    Sowas Ähnliches wie Du es beschreibst, besteht bereits in Form der so genannten CO2-Abgabe, welche eine Lenkungssteuer ist. Damit soll erreicht werden, von den fossilen Brennstoffen wegzukommen.

    Einen Bonus gibt es (noch) nicht, aber es ist klar, dass wer mehr fossile Brennstoffe verbraucht, auch entsprechend mehr dafür zu berappen hat (Malus). Ab dem kommenden 1. Januar sind nicht mehr nur 12 Franken pro Tonne CO2 zu entrichten, sondern 36 Franken.

    Die Sache hat aber aus meiner Sicht mehrere Haken:
    1) Sie wird nur auf Brennstoffe zum Heizen und nicht auch auf Treibstoffe (Benzin, Diesel) erhoben.

    2) Sie wird auch auf dem «sauberen» Erdgas erhoben, nicht aber auf Holz.

    3) Vermieter überwälzen die höheren Nebenkosten einfach auf die Mieter. Letztere sind relativ machtlos…

    4) Sie ist noch immer zu tief, um wirklich weh zu tun…

    5) Bis anhin flossen die Einnahmen wieder zurück an die Bevölkerung und die Unternehmen (siehe Abrechnung der Krankenkassenprämien), womit das Ganze quasi zu einem Null-Summen-Spiel wird.

    Ab nächstem Jahr soll ein Drittel in die Förderung von Gebäudesanierungen fliessen. Ich wünschte mir, dass alles in die Gebäudesanierungen fliessen würde, denn erst das wäre ein Anreiz gegenüber jenen von Punkt 3 (70 % der Bevölkerung sind doch immerhin MieterInnen).

    6) Wie Du schreibst, fehlt heute eine Form der «Belohnung» für jene, welche wenig CO2 generieren.

    Aber immerhin, es ist ein Anfang und mehr als in unzähligen anderen Ländern…

  7. So wie ich das denke, ist es nur möglich wenn entweder JEDER eine eine Karte oder eben wie in der Doku ein Implantat trägt, wo sein Kontingent drauf ist… Und natürlich müsste dort gerade auch Benzin usw. das getankt wird direkt abgebucht werden aber eben auch wenn man Essen oder was auch immer kauft…

    Die Belohnung ist dann einfach, dass wer wenig braucht eben sein nicht gebrauchtes denen verkaufen kann die welches brauchen… Die Gesamtmenge steigt so jedoch nicht, dafür bekommen diejenigen die wenig brauchen Geld…

    Naja, aber eben, hat auch wieder was utopisches, weil es nur klappt wenn es Global einheitlich wäre, und davon ist die Menschheit noch weit weg… Es wird ja nach wie vor in Nationalen Masstäben gedacht und jedes Land (Beispiel: USA) möchte möglichst nichts ändern, möglichst billig Treibstoff haben und soviel Co2 fressen dürfen wie sie wollen, scheiss egal ob andere dabei draufgehen und scheiss egal ob andere weiss ich wie viel einsparen, selber sparen will man dann eben nicht und andere dafür zahlen das sie sparen erst recht nicht…

    So geht das natürlich nicht, und das nicht nur beim Co2, sondern eben allgemein…

    Es ist genau so wie beim Geld auch, es müsste endlich Global was geschehen, ein einheitliches System, nur so kann man auch wirklich weltweit denken…

    Beim Geld müsste man eigentlich mal den Zins abschaffen und dieses Modell «Geld mit Ablaufdatum» einführen, das würde dann auch gleich die verdammte und sinnlose Geldhorterei beenden!

    Aber eben, auch das ist wieder ein solches weltweites Thema, das nur klappt wenn man es wirklich auf die ganze Welt anwendet…

    Womöglich rütteln diese weltweiten Naturprobleme dann mal die Leute wach, denn diese kann man unmöglich Ländersprzifisch lösen, das geht nur Global, denn was nützt es wenn zbs. die Schweiz Co2 spart und was weiss ich wie Umweltfreundlich ist, wenn alle anderen Länder um sie herum rein gar nichts tun? Eben. Gar nichts! Denn die Luft macht nicht halt vor Ländergrenzen…

  8. Ob der Klimawandel vom Mensch beeinflusst wird und CO2 dabei eine Rolle spielt, kann ich nicht beurteilen.
    Mich macht es schon stutzig, wenn die, die keinen Einfuss des Menschen bzw. des CO2 sehen, also eine andere wissenschaftliche Theorie vertretten, diffanmiert werden.
    Sie werden als „Kilimaleugner“(analog Holokaust-Leugner) in die Schnmudelecke gestellt, u.a.
    So geht man nicht mit wissenschaftlich Andersdenkenden um.
    Die KLimawarner scheinen die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben und die absolute Wahrheit zu kennen.

    Die absolute Wahrheit gehört in die Kirche, nicht an Universitäten und in Forschungslabors.
    Die Klimawandel ist zur Religion verkommen, mit Gläubigen und Ketzern.

    Macht euch das nicht misstrauisch?

  9. Nun für mich ist der «Klimawandel» nur eines von vielen globalen Probleme, ob nun alleine Co2 dafür verantwortlich ist, ist für mich zweitrangig… Wenn jedoch derartige Probleme, so angegangen werden wie heute, kann es einfach nicht klappen…

    Ich sehe da eher ein Problem beim Bewusstsein, da muss meiner Meinung nach zuerst was laufen, damit dann solche globalen Dinge erfolgreich gemeistert werden können, ob nun Co2 oder was anderes sei dahin gestellt…

    So gesehen ist Religion gar nicht mal so falsch, denn ist eigentlich Religion nicht auch dafür da sein Bewusstsein zu erweitern? Naja, zumindest bei einige Religionen ist das ja Bestandteil, wobei mir ehrlich gesagt das Wort Spiritualität besser gefällt als Religion…

    Ich selber gehöre nämlich keiner Religion an, bin eher so was wie ein Schamane, Wiccan, Magier manchmal auch Hexer, auf jeden Fall aber ein Freigeist…

  10. Ich finde es vor allem bedenklich, wie seit der Minarett-Initiative wieder das Vokabular des NS-Regime in Deutschland hervorgeholt und Vergleiche gezogen werden.

    Unter dem von Quantensprung oben verlinkten, «klimakritischen» Blog ist zum Beispiel die Rede von «Die Befürworter des Klimaerwärmungskults müssen mächtig in Panik sein, wenn sie zu den Methoden der NS-Propaganda greifen müssen. Göbbels wäre stolz auf sie. Ihre Demagogie ist unterste Schublade.»

    Solche Aussagen finde ich auch «unterste Schublade».

    Andererseits gibt es manchmal Begriffe, welche historisch belastet sind. Es ist kein Zufall, dass man im deutschsprachigen Raum den englischen Ausdruck «Manager» verwendet statt den eigentlich deutschen Ausdruck «Führer»… Und wenn man von «Leugner» spricht, denkt man eben auch sofort an die Holocaust-Leugner, obwohl das nicht unbedingt beabsichtigt wird.

    Zu den Andersdenkenden: Niemand soll in die Schnmuddelecke gestellt werden, nur weil er eine andere Ansicht hat. Wenn aber jemand behauptet, 2 + 2 gäbe 5, dann darf man 🙂 Will heissen: Wenn es nicht ums Abwägen oder um eine Frage des Standpunkts geht, sondern es eindeutig ist, dass falsche Angaben verbreitet oder Angaben gar nicht erwähnt werden, dann soll man das auch sagen dürfen.

    Beim Link von Flöschen oben wird nicht nur einfach erwähnt oder behauptet, dass etwas falsch sei, sondern es wird ausgeführt, was warum falsch ist. Argumente halte ich für besser als pauschale, nicht belegte Aussagen à la «Methoden der NS-Propaganda».

  11. Die globalen Vertreter sind ja nicht einmal in der Lage, Boni einheitlich zu regeln. Da ist alles weitere schlichtweg zuviel verlangt… 🙁

  12. Zu Punk 3 noch kurz was, müsste da nicht eigentlich schon längst eine Einzelerfassung des Verbrauchs stattfinden? Bei mir ist das jedenfalls noch nicht so, da wird einfach pauschal abgerechnet, was wiederum unfair ist, weil es nichts nützt wenn ich bei der Heizung spare und der Nachbar seine Heizung den ganzen Tag bei offenem Fenster auf der höchsten Stufe hat – eine Frechheit eigentlich.

    Da müsste endlich ein Bundesgesetz her, dass die Einzelerfassung vorschreibt, dann lohnt es sich auch für den einzelnen zu sparen, zudem finde ich, ist es auch einfach nicht rechtens wenn man für die Dummheit anderer zahlen soll!

  13. Es gibt zwar Mietwohnungen mit individuellen Zählern, aber eine Pflicht ist das leider nicht. Ich pflichte Dir jedoch bei: Wenn das Verhalten Einzelner «belohnt» werden soll, dann braucht es solche individuellen Zähler. Schliesslich haben wir für den Strom ja auch alle einen separaten Zähler…

  14. Auch Mathematik ist eben manchmal nicht so ganz nachvollziehbar, mir erschliesst sich zum Beispiel immer noch nicht ganz, zumindest nicht ohne auch noch Materiereplikation mit zu denken, weshalb Minus mal Minus wieder Plus geben soll – denn wenn ich keinen Apfel mal keinen Apfel rechne, müsste ja eigentlich laut Mathematik ein Apfel auftauchen oder? Tut er aber nicht, das selbe klappt übrigens auch bei meiner Bank nicht, die weigert sich standhaft die beiden Konten mit einem Minus drauf zu multiplizieren um so wieder ein Plus zu erreichen, tz tz tz… 😉

  15. @Chris
    „Nun für mich ist der «Klimawandel» nur eines von vielen globalen Probleme, ob nun alleine Co2 dafür verantwortlich ist, ist für mich zweitrangig“
    Aber DAS ist die Hauptaussage der ganzen Kilmawandel-Geschichte.

    „So gesehen ist Religion gar nicht mal so falsch“
    Eigendlich sollte es beim Klimawandel um Wissenschaft gehen.
    Waren „religiöse Führer“ in Kopenhagen?
    Nach deren Verständnis sicher nicht.

    @Titus
    „Ihre Demagogie ist unterste Schublade.“
    Einverstanden

    „Und wenn man von «Leugner» spricht, denkt man eben auch sofort an die Holocaust-Leugner, obwohl das nicht unbedingt beabsichtigt wird.“
    Im ganzen Kontext bin ich mir da nicht so sicher

    Es gibt gute Gründe weniger Erdöl/Erdgas etc. zu verbrauchen.
    Das sind Resourcen, die langsam knapp werden.

  16. Ich hatte mir auch die Frage gestellt, ob es einfach nur eine unglückliche Wortwahl war (so wie mit der «Schweinegrippe», *grunz*) oder ob man diesen Begriff bewusst wählte. «Klimawandel-Kritiker» halte ich in jedem Fall «politisch korrekter» 😉

  17. Nicht nur politisch korrekter, sonder auch wahr.
    der Holocaust-Leugner sagt, es habe keinen Holocaust gegeben.
    sagt der Klima-Leugner, dass es kein Klima gibt?
    Ich kenne keinen und habe auch von keinem gelesen.

  18. Die «Klima-Leugner» wurden wohl Opfer einer Vereinfachung, denn korrekterweise müsste es ja «Klimawandel-Leugner» heissen. Dann geht die Mathematik wieder auf 🙂

  19. Lieber Titus

    Mag sein, dass Dich meine ersten beiden Artikel über den Klimawandel etwas verwirt haben und daraus noch keine abschliessende Beurteilung möglich ist, schliesslich sind noch zwei weitere Teile ausstehend. Um eine gute Nachricht vorweg zu nehmen: Zur Klimapanik gibt es überhaupt keinen Anlass und CO2 ist nur marginal für den Klimawandel verantwortlich. Doch trotzdem könnte eine Lenkungsabgabe auf CO2 Sinn machen. Jetzt mache ich zuerst einmal Pause. Um mir meinen Familienfrieden über die Festtage zu wahren, werde ich erst nächstes Jahr weiterschreiben.

    Allen ein frohes Fest!
    LD

  20. Verwirrt haben sie mich nicht, die beiden Artikel. Die Rede war nur davon, dass man auch anschliessend nicht weiss, woran man glauben soll. Das heisst, man muss noch selber nachdenken und kann nicht einfach einer Meinung hinterher laufen… 😉

    Bezüglich CO2: Sprichst Du von den anderen Treibhausgasen?

    Auf jeden Fall: Auch Dir angenehme Festtage.

  21. Ja, selber denken ist immer eine gute Sache :-)=) Nur leider liegt das nicht allen Zeitgenossen.

    Die sog. „Treibhausgase“ spielen nur eine untergeordnete Rolle. Jedenfalls hat Wasserdampf einen viel, viel grösseren Einfluss auf das Wettergeschehen und auf das Klima als CO2. Mehr dazu nächstes Jahr …

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