Billag: Zweimal statt einmal statt viermal

Die Billag AG verschickt in Zukunft nur noch einmal pro Jahr eine Rechnung. Als Grund werden Kosteneinsparungen genannt. Dass dabei auch Mehreinnahmen generiert werden, scheint vielen nicht bewusst zu sein.

Inzwischen haben sie alle erhalten, die Übergangsrechnung der «Schweizerischen Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren», besser bekannt unter dem Namen Billag AG.

Zweimal statt viermal

Es ist deshalb eine Übergangsrechnung, weil in Zukunft ganz nach dem Motto «Einmal statt viermal» eben nur noch einmal statt wie bisher viermal im Jahr eine Rechnung verschickt werden soll.

So könne man Kosten in der Grössenordnung von 10 Millionen Franken beim Druck, Versand und im Zahlungsverkehr einsparen, heisst es in der Begründung. Zudem erlaube es dieser administrativen Trick, auf eine Erhöhung der Gebühren zu verzichten.

Trotz Motto «Einmal statt viermal» erhalten aber alle in diesem Jahr zwei Rechnungen, nämlich die erwähnte Übergangsrechnung sowie die erste ordentliche Jahresrechnung über zwölf Monate. Für dieses Jahr gilt somit: «Zweimal statt viermal».

Diese Änderung des Verrechnungsmodus verlangte auch eine Anpassung der Radio- und Fernsehverordnung durch den Bundesrat. Dazu gehörte auch eine Änderung der Regeln über den Zeitpunkt der Rechnungsstellung und über den Zeitpunkt der Fälligkeit der Bezahlung.

Dies hat zur Folge, dass die Billag letzten Endes Mehreinnahmen zu Lasten der Gebührenzahler generiert. Davon reden tut allerdings keiner, weil es vermutlich noch niemand bemerkt hat…

Unbemerkter «Bschiss»

Zur Veranschaulichung worum es geht, sei nachfolgend ein Beispiel nach altem und nach neuem Verrechnungsmodus aus Kundensicht aufgeführt, bei dem in beiden Fällen die Rechnung am 01.07.2011 erstellt wird:

Bisher Neu
Rechnungsdatum 01.07.2011 01.07.2011
Rechnungsperiode 01.07.2011 – 30.09.2011
(3 Monate)
01.06.2011 – 31.05.2012
(12 Monate)
Fälligkeit 01.09.2011
(2 Monate nach Rechnungsdatum)
01.10.2011
(3 Monate nach Rechnungsdatum)

Auf den ersten Blick fällt vielleicht dem einen oder anderen auf, dass nach neuem Verrechnungsmodus mehr Zeit für die Bezahlung der Rechnung bleibt. Doch das muss im Gesamtkontext betrachtet werden.

So musste bisher die Rechnung nach zwei Dritteln der Rechnungsperiode beglichen sein. Es wurden somit zwei Monate (Juli, August) nach und ein Monat (September) vor Bezug der eigentlichen medialen Leistung bezahlt.

Neu muss die Rechnung schon bezahlt sein, nachdem erst ein Drittel (vier Monate: Juni bis September) der Leistung bezogen wurden. Zwei Drittel (oder acht Monate: Oktober bis Mai) werden somit im Voraus bezahlt.

Alles nur Rappenspalterei?

Wie unschwer zu erkennen ist, geht es nicht nur bloss um eine Umkehrung von ein Drittel / zwei Drittel, welche vor oder nach Bezug der eigentlichen Leistung bezahlt werden müssen. Es geht auch darum, dass neuerdings mehr Monate im Voraus bezahlt werden müssen als dies bisher der Fall war.

Bei der bisherigen vierteljährlichen Verrechnung wurde viermal je ein Monat im Voraus bezahlt (also vier Monate) und je zwei Monate im Nachhinein (also acht Monate). Der Gebührenzahler hatte somit Zinsen auf den Gebühren von acht geschuldeten Monaten. Dafür musste er einen Zinsausfall auf vier Monaten hinnehmen, weil er hierfür die Leistung schon im Voraus zu bezahlen hatte.

Mit der neuen, jährlichen Verrechnung, hat der Gebührenzahler nur noch Zinsen auf vier Monaten und ihm entfallen neuerdings die Zinsen auf den neu acht im Voraus bezahlten Monaten. Auch wenn das aus Kundensicht nach Rappenspalterei klingt: Für die Billag geht es hier nicht um Rappen, sondern um Millionen (nachrechnen erwünscht).

Sie profitiert nämlich gleich doppelt: Einerseits verfügt sie insgesamt früher über die geschuldeten Gebühren als vorher. Dadurch erhält sie auch jene Zinsen, welche bei den Kunden entfallen. Das läppert sich über alle Kunden betrachtet zusammen.

Mehr Zinsen dank höherer Liquidität

Andererseits profitiert die Billag auch durch den monatlichen statt vierteljährlichen Eingang an Zahlungen, währenddem diese im gleichen Rhythmus wie bisher an die SRG und ans Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) abfliessen, da dieser Teil im Gebühren-Poker nicht zur Diskussion steht.

Konkret: Gemäss BAKOM kassiert die Billag jährlich Gebühren von 1,2 Milliarden Schweizer Franken ein. Bisher trafen auf dem Billag-Konto theoretisch viermal im Jahr je 300 Millionen ein.

Um beim Beispiel oben zu bleiben werfen somit 300 Millionen ab dem 1. September Zinsen ab. Sollten diese jeweils auf jeden 1. des neuen Quartals wieder abfliessen, konnte mit einem Zinsertrag über 300 Millionen während eines Monats gerechnet werden.

Neuerdings verteilt sich das Ganze auf zwölf Monate, das heisst, pro Monat treffen rein rechnerisch 100 Millionen ein. Jeden Monat wirft somit ein neues Paket an 100 Millionen Zinsen ab. Bei einem Abfluss der Gebührengelder auf den 1. jedes neuen Quartals wurde somit das Billag-Konto am 1. Juli letztmals geleert.

Anfans Juli treffen dann 100 Millionen ein, welche bis zur nächsten Auszahlung am 1. Oktober Zins abwerfen. Im August kommen weitere 100 Millionen hinzu, sodass es nun 200 Millionen sind, welche noch für zwei Monate Zins abwerfen. Im September liegen dann wie beim alten Verrechnungsmodus 300 Millionen auf dem Billag-Konto, welche für einen Monat Zinsen generieren.

Selbst wenn der SRG und dem BAKOM die Gebühren nicht wie vorgängig angenommen pro Quartal, sondern beispielsweise pro Monat zufliessen, profitiert die Billag gegenüber früher trotzdem. Bisher hätte sie nämlich bei einer monatlichen Auszahlung «Bank» spielen müssen, weil sie schon Gebühren überwies, welche sie noch gar nicht eingenommen hatte.

Etikettenschwindel

Stossend sind hierbei weniger jene paar Rappen an Zinsen, welche uns Gebührenzahler durch eine frühere Bezahlung der Radio- und TV-Gebühren entgehen. Stossend ist, dass uns indirekt klammheimlich ein paar Rappen mehr aus der Taschen gezogen werden.

Und stossend ist nicht zuletzt auch, dass man uns einen Verzicht auf eine Gebührenerhöhung verkauft, währenddem man uns de facto andernorts etwas nimmt.

Auch wenn es sich «nur» um die Billag-Rechnung handelt: Sie betrifft jeden Haushalt. So gibt es in jedem Haushalt ein Puzzle-Steinchen mehr, das an der Glaubwürdigkeit der Politik zweifeln lässt und das schnell zu einer Verallgemeinerung führt…

19 Antworten auf „Billag: Zweimal statt einmal statt viermal“

  1. Wenn ich die neue (oben verlinkte) Gebührenverordnung richtig interpretiere, so hat jeder Haushalt aber weiterhin die Wahl, ob viermal oder einmal im Jahr eine Rechnung ins Haus flattert, oder?

    (Art. 60a1 Erhebung der Empfangsgebühren.)
    Die Gebührenerhebungsstelle erhebt die Empfangsgebühren jährlich. Die gebührenpflichtige Person kann eine quartalsweise Erhebung verlangen.

    Aber wer macht das schon, bzw. wer weiss das schon?
    😉

  2. Nachtrag:
    Die Gebührenerhebungsstelle kann folgende Gebühren in Rechnung stellen:
    Franken
    a. für jede Quartalsrechnung einen Zuschlag für die Rechnungsstellung 2.–
    […]

    Tja, und so hat trotz meiner dadurch „zurückgewonnenen“ Zinserträge wiederum nur die Billag die positive Bilanz…

  3. @ Bobsmile
    Naja, das mit der quartalsweisen Verrechnung wurde m. E. doch relativ gut kommuniziert, einschliesslich der CHF 2.-. Wenn ich (überschlagsmässig) richtig gerechnet habe, müsste der Zinssatz bei 11 Prozent liegen, damit es sich „lohnen“ würde, diese zwei Franken (pro Rechnung!) in Kauf zu nehmen. Aber wie Du schon sagst: Das ändert nichts daran, dass diese CHF 2.– (bzw. CHF 8.–/Jahr) auch wieder der Billag zugute kämen. Das nenn‘ ich eine Win-Win-Situation… 😉

  4. In Tat und Wahrheit ist es so, dass Billag der SRG, welche den Löwenanteil der Radio- und Fernsehgebühren erhält, die Gebühreneinnhamen TÄGLICH überweist. Die obige Darstellung, dass Billag einen Zinsvorteil hätte, ist also nicht richtig.
    Jonny Kopp
    Kommunikationschef
    Billag AG

  5. @ Unternehmenskommunikation Billag
    Demzufolge profitiert also nicht die Billag, sondern die SRG vom schnelleren Geldfluss bzw. der höheren Liquidität, weil in Zukunft vor allem monatlich 100 Millionen statt quartalsweise 300 Millionen Franken herein fliessen (säumige Zahler ausgenommen).

  6. @ Titus Sprenger. Die Radio- und Fernsehgebühren sind dazu da, die Finanzierung des Service public bei Radio und Fernsehen in der Schweiz sicher zu stellen. Die Rahmenbedingungen werden von Bundesrat und Parlament festgelegt, nicht von Billag. Wir sind nur für die Umsetzung (Gebührenerhebung) zuständig.
    In Ihrem Beitrag verweisen Sie richtigerweise auf die Radio- und Fernsehverordnung, in welcher der Bundesrat die Fälligkeiten und den Versand der Rechnungen (neu) geregelt hat. Zu den von Ihnen selber als „Rappenspalterei“ bezeichneten Annahmen, will ich mich, auf Grund der geschilderten Rollenverteilung, nicht äussern. Mit ging es darum, eine Falschinformation richtig zu stellen: es ist nicht richtig, dass Billag bei der Erhebung der Radio- und Fernsehgebühren Zinsen in den „eigenen Sack“ stecken würde. Das war bei der quartalsweisen Rechnungsstellung nicht so und ist es auch bei der jährlichen Rechnungsstellung nicht.
    Jonny Kopp
    Kommunikationschef
    Billag AG

  7. @ Billag / Jonny Kopp
    Die zentrale Aussage war auch nicht, dass die Billag in den „eigenen Sack“ arbeiten würde, sondern dass durch den veränderten Verrechnungsmodus insgesamt Mehreinnahmen dank Zinsen entstehen. Falsch war, dass sich diese Zinsen bei der Billag anhäufen. Ihren Worten zufolge scheint hingegen richtig zu sein, dass die SRG davon profitiert (auch wenn Sie das nicht so direkt sagen können oder wollen). Und von den Privaten haben wir noch gar nicht gesprochen (selbst wenn deren Anteil „vernachlässigbar“ ist).

    Auch wenn es für den einzelnen Gebührenzahler nur einige Rappen sind (daher der Begriff der Rappenspalterei), so sind es für die SRG letzten Endes einige Millionen. Das kann man begrüssen oder auch nicht. Was ich hingegen verurteile, ist die „verquerte“ Kommunikation. Die von der Billag portierte Aussage „Im Gegenzug hat der Bundesrat auf eine Gebührenerhöhung verzichtet“ suggeriert Grosszügigkeit, sodass man sich schon fast veranlasst sieht, dem Bundesrat dankend auf die Schultern zu klopfen.

    Fakt ist hingegen, dass der Bundesrat ein Mittel gefunden hat, wie man der SRG mehr Einnahmen zukommen lassen kann, dies aber nicht so kommuniziert. Das hat nichts mit der Billag zu tun, sondern mit der Politik. Darum behält mein Schlusssatz oben seine Gültigkeit.

    Natürlich habe ich im Vorfeld dieses Artikels auf Ihrer Website wie auch auf der Website des BAKOMs nach mehr Informationen über die Geldflüsse gesucht, aber nicht gefunden. Vielleicht wurden diese auch nur sehr gut versteckt?

    Bei 1,2 Milliarden Franken hätte ich mir aber schon etwas mehr Transparenz zu diesem Thema erhofft. Es würde nicht nur die Einnahmen-, sondern auch die Ausgaben-Seite zeigen und somit die Billag mit ihrer an sich undankbaren Aufgabe als reines Inkasso-Unternehmen etwas häufiger aus dem Kreuzfeuer der Kritik nehmen.

    Und es würde auch einmal aufzeigen, was die Privaten für Anteile erhalten. Das BAKOM begnügt sich damit, 50 Millionen fürs 2008 auszuweisen (was auch schon längst veraltet ist…).

  8. Bei mir gab es deswegen Krieg mit der Billag, da stand plötzlich so ein Billag-Mitarbeiter mit Tablett vor meiner Tür und meinte ich hätte schon länger keine Rechnungen mehr bezahlt. Tatsache ist jedoch, die Billag war nur zu blöd um das Tablett ihrer Agenten zu updaten, denn ich bezahle seit jeher alles online und papierlos. Das wollte der Billag-Mitarbeiter aber nicht kapieren, meinte ich bekäme keine Rechnungen ergo sei es unmöglich dass ich welche bezahlt hätte ergo müsse er nun eine Adressänderung machen wofür er meine Unterschrift auf dem Tablett wollte, hab ich gemacht und ihn zu Teufel geschickt.

    Dann kam doch voll ein Schreiben wonach ich nun Radiogebühren zahlen müsse weil ich das nun angemeldet hätte in Papierform und erneut eine Papierrechnung, dies obwohl ich die Gebühren für die nächsten 3 Monate bereits online berappt hatte.

    Der darauf folgende Telefon- und Emailterror hat die Billag nun jedoch dazu gebracht alles wieder fallen zu lassen und siehe da auch das mit den für mich unsinnigen Radiozeugs ist wieder weg. Ist ohnehin eine Frechheit, dass die meinten wenn ich ein Compi habe müsse ich auch Radiozahlen, ich höre nie Radio habe keins und Radio interessiert mich schlicht nicht, also hätte ich nie im Leben dafür was berappt.

    Nun ist zwar alles wieder wie immer, ja sogar eine Gutschrift für keine Ahnung was gab es, dennoch hat die Billag nun meine Aufmerksamkeit erregt, was leider nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, denn ich vergesse nicht!

    Eine erste Konsequenz ist, es kommen mir keine Billag-Mitarbeiter mehr vor die Tür, lasse die unten gar nicht erst mehr rein und die Billag ist nun bei mir auf der Liste gelandet.

    Manchmal ist es eben besser alles einfach so zu lassen wie es war, besonders bei mir, mag Veränderungen nämlich überhaupt nicht!

    [Admin: „Billag***“ geändert zu „Billag-Mitarbeiter“ (bitte, Chris…)]

  9. @ Titus Sprenger 21.02.2011 um 20:53
    Der Bundesrat hat Mitte 2010 den Grundsatzentscheid zur Einführung der Jahresrechnung kommuniziert zusammen mit dem Entscheid, die Radio- und Fernsehgebühren nicht zu erhöhen. Er liefert dazu detaillierte Angaben und Zahlen hier.

    Erlauben Sie mir einen Vergleich aus dem Medienbereich. Wenn Sie eine Tageszeitung abonnieren kostet das pro Jahr 400.- oder mehr. Dabei bezahlen Sie am Anfang der Bezugperiode; für ein Jahresabo Januar bis Dezember z.B. am 31. Januar. Hier kommt wohl niemand auf die Idee, die Mehreinnahmen dank Zinsen zu kritisieren.

    Das Bundesamt für Kommunikation legt fest, wie der Gebührenertrag verteilt wird. Es publiziert die entsprechenden Zahlen (inkl.Vorjahre) hier.

    Es verteilt auch die Anteile gemäss Gebührensplitting an die Privatsender und publiziert die Zahlen hier (Details rechte Spalte).

  10. @ Billag / Jonny Kopp
    Ich bewundere Ihre Ausdauer, manch anderer Kommunikationsverantwortliche hätte schon längst abgewunken.

    Am interessantesten ist der Link mit dem Gebührensplitting, wobei die letzte Aktualisierung mit dem 19.12.2007 datiert ist. Da wird wohl auch deutlich, dass das BAKOM selbst im 2008 nur noch 4 Mio. gegenüber noch 12 Mio. im 2006 zur Verfügung hatte. Jetzt reichen die Mittel offensichtlich nicht mehr, um der Öffentlichkeit ordentlich zu erklären, wie 1,2 Mia. verteilt wurden… 🙁

    Dieser veraltete Stand wie auch die Begründung des Bundesrats haben aber nichts mit der Billag zu tun. Sie ändern auch nichts daran, dass der Bundesrat nicht Klartext spricht. Vielleicht fallen die Vorteile aus dem steteren, monatlichen Zufluss der Gebührengelder unter die 58 Mio., welche die SRG als „Sparmassnahme“ zu erreichen habe, denn die SRG-Mitarbeiter werden wohl nicht erst seit diesem Jahr monatlich bezahlt, weshalb allfällige frühere Schuldzinsen wegfallen (quasi Vorausbezahlung der Mitarbeiter vor dem Eintreffen der grossen, quartalsweise bezahlten Gebühren).

    Noch ein Letztes: Ihr Vergleich hinkt, denn ich kritisiere ja nicht, dass neu jährlich statt quartalsweise bezahlt wird, sondern dass durch die stete Begleichung (12 Staffeln, jede im Schnitt 100 Mio.) nun zu einem Zeitpunkt Mittel zur Verfügung stehen, welche früher nur quartalsweise zur Verfügung standen. Dadurch profitiert die SRG entweder von den Zinsen oder sie braucht nicht mehr so viel Geld aufzunehmen um die laufenden Kosten zu bezahlen, bevor die Gebührengelder eintreffen.

    Würde meine Tageszeitung allerdings auch von einer quartalsweisen Verrechnung auf eine jährliche wechseln und müsste ich hier neuerdings auch mehr Monate im Voraus bezahlen, würde ich das auch kritisieren. Allerdings hielte sich die Kritik in Grenzen, denn es ginge dabei auch nicht um insgesamt 1,2 Mia. Franken.

  11. @Titus Sprenger: Danke für die Blumen! Mein Fazit: nicht immer gleich für alles Billag verantwortlich machen 😉

  12. @ Billag / Jonny Kopp
    Richtig, darum finden Sie oben bereits unter meinem Kommentar vom 21.02.2011, 12.00 h, und später nochmals am 21.02.2011 um 20.53 h, das entsprechende Eingeständnis.

    Meine Übergangsrechnung hätte ich ohnehin per 1. März bezahlt. Sie erhalten den entsprechenden Betrag dann mit einigen Tagen Verspätung und die SRG nochmals mit einigen Tagen Verspätung, weil auch noch jemand im Zahlungsverkehr von diesem Kuchen etwas abhaben will.

    Aber das ist eine andere Geschichte und erzählen wir Euch vielleicht ein anderes Mal… 🙂

  13. Es war kein Billag-Mitarbeiter es war einer der sich als Billagf… ausgab aber im nach hinein hiess es von der Billag selber „Agent“ und dann auch noch, dass die gar nicht bei der Billag angestellt seien aber in ihrem Auftrag handeln, zudem hatte die Billag keine Ahnung von diesem Besuch noch erklären warum der zu mir kam, wo doch alles bezahlt ist und ich alles per E-Bill erledige…

    Deshalb und auch nur schon weil er keine aktuellen Daten auf seinem Tablett hatte und auch noch Schrott erzählte von wegen ich hätte die Rechnungen nicht bezahlen können, da ja gar keine kamen, er sich also nicht mal vorstellen konnte, dass dies auch ohne Papier und ohne Adresse geht. Und dann auch noch eine Radioanmeldung machen ohne meine Einwilligung, also eben doch ein:

    Fuzzi ugs. m ugs. dopey character, dope

    Fuz|zi, der; -s, -s (ugs. für nicht ganz ernst zu nehmender Mensch)

    Fuz|zi der; -s, -s : (meist abwertend) [nicht ganz ernst zu nehmender] Mensch; komischer Typ

    Futzi = Fuzzi | Deu./Eng.

    Also nix (bitte, Chris…) wird ugs. so verwendet und ein Futzi/Fuzzi ist für mich genau so einer wie der, taucht einfach auf, hat keine Ahnung, schwafelt wirres Zeugs und gibt auch noch vor so was wie ein Beamter zu sein, ist aber in Realität nicht mal Mitarbeiter der Billag!

  14. @ Chris
    Grosse Unternehmen arbeiten vielfach mit Inkasso-Firmen zusammen, das heisst, sie lassen andere bei Dir an die Tür klopfen, wenn Du nicht zahlst. Deine Schilderung scheint in diese Richtung zu gehen.

    Wie schnell diese Inkasso-Firmen nach einer „Eintreib-Meldung“ agieren, das heisst, wie aktuell deren Informationen in dem Moment sind, in dem sie an die Türen klopfen und wie viel sie überhaupt über einen mutmasslich säumigen Kunden wissen (es gibt ja auch noch sowas wie Datenschutz), weiss ich allerdings nicht.

    Da es politische Kreise gibt, welche finden, dass CHF 200.-/Jahr an Gebühren genug seien und da dieselben Kreise zu Hause wohl noch eine Waffe im Kleiderschrank haben, kann ich verstehen, dass man andere vorschickt… 😉

  15. Noe, das war garantiert kein Inkasso. Ich habe das ja direkt bei der Billag telefonisch geklärt. Es war alles in Ordnung, alles bezahlt und sie konnten sich nicht erklären weshalb der meinte die Rechnungen seien nicht bezahlt.

    Das Problem war schlicht und ergreifend die Postadresse die nicht stimmte, jedenfalls in seinem Tablett und wohl auch in deren System, jedoch nicht bei der Billag. Zudem ist die Postadresse für die Billag ohnehin unwichtig, da die Rechnungen direkt in das Onlinebanking kommen (E-Bill) komplett papierlos eben.

    Da der Typ sich jedoch nicht vorstellen konnte, dass es ohne Papier geht und die Postadresse falsch war, war für ihn klar, dass ich gar keine Rechnung erhalte also auch keine bezahlen könne. Er bezichtigte mich deswegen sogar der Lüge, so ala, sie konnten gar keine Rechnungen bekommen in den letzten 8 Monate also haben sie auch nichts bezahlt usw.

    Extrem dämlich eben! Und die Adressänderung die er machte wofür er dann auch noch meine Unterschrift auf dem Tablett brauchte, hat er dann gleich noch heimlich dazu benutzt eine Radioanmeldung zu machen. Er hat eben gesehen, dass ich einen Notebook auf dem Tisch hatte, also war für ihn wohl auch grad klar, der Typ hört garantiert Radio auf dem Notebook also melde ich das auch gleich an, allerdings geschah dies ohne meine Einwilligung.

    Ab dann kamen auch plötzlich Papierrechnungen, doch die waren ja bereits lange bezahlt, zudem kam auch noch eine Bestätigung für das Radio das ich definitiv nicht brauche. Also ein Riesen Puff wegen so einem Typen der nichts begriffen hat.

    Erst nach einem regelrechten Krieg mit der Billag, wurde dann alles wieder rückgängig gemacht und es kam eine Entschuldigung sowie irgendeine Gutschrift weil ich angeblich zu viel bezahlt hätte, was aber auch nicht stimmt, denn die Rechnungen die ich bezahlt habe waren ohne Radio, die mit habe ich gar nicht bezahlt weil ohnehin bereits früher bezahlt.

    Also totales Chaos, da scheinen die einen nicht zu wissen was die anderen gerade machen und die einen haben andere Daten als die anderen, schlimmer geht nimmer.

    Zudem Inkassofirmen haben bei mir ohnehin nichts zu lachen, deren Schreiben landen im Shredder und ihre Telefonnummern habe ich allesamt (jeweils die ganzen Hunderterblöcke! Und anonyme Anrufe natürlich gesperrt, so das sie gezwungen sind die Nummer zu senden, muahahaha) gesperrt. Sehe jeweils jedoch wie oft sie es schon versucht haben, einige schon hunderte male, da frag ich mich jeweils wann sie es endlich begreifen, dass ich sie mit einem Permaban belegt habe. Genau das selbe mache ich mit all den betrügerischen Werbefirmen wie Primacall und co. Da die Swisscom es ja nicht interessiert muss man eben selber aktiv werden, ich sperre die Nummern bereits kurz nach dem ISDN-Anschluss mit einem kleinen Böxchen, dass auch gleich jegliche Anrufe digital aufnimmt (wurde für Privatdetektive entwickelt und logt es komplett mit dem Protokoll also rechtlich verwertbar)… Auch da sind schon einige Firmen böse reingelaufen, als sie plötzlich was anderes sagten und sich nicht mehr erinnern konnten was sie mir gesagt hatten, ein Knopfklick und sie hören es selber, ist dann meistens sehr peinlich und hat mir schon einige Male geholfen solche Amnesien zu beheben… 😉

    Zusätzlich ist das Ding für mich auch sonst nützlich, denn es nimmt alles auf auch meine Anrufe, so kann ich jeweils später nach hören was ich gesagt habe und was nicht oder ob ich tatsächlich angerufen habe oder die mich und all das. Denn manchmal, tönt zwar blöd ist aber leider so, ist es eben auch so, dass ich wegen den blöden Switches nicht mehr nachvollziehen kann was ich eigentlich die letzten Tage, Stunden gemacht habe bzw. wo ich war usw. Da ist es dann jeweils noch gut wenn man nach gucken kann ob man womöglich Anrufe getätigt oder entgegengenommen hat oder eben nicht… Das ganze ist als Ringspeicher angelegt, sprich es überschreibt sich Ringförmig selbst, ist also unendlich und Wartungsfrei und reicht locker für 1-2 Jahre die man zurück kann… ;

    Und mit dem Sperren bin ich auch krass schnell ein einziger nicht abgenommenen Anruf genügt, dann schnell im Internet recherchiert und schon weiss man was Sache ist, dann noch über die Swisscomdatenbank alle Blöcke die diese Firma insgesamt hat ausfindig gemacht und die Bannliste updaten, fertig!

    Und wer da mal drauf ist bleibt es bis ich nicht mehr bin… *lol*

  16. Danke Titus…sehr interessant deine Ausführungen.
    Johnny Kopp…der Vergleich mit der Zeitung hinkt gewaltig.
    Ein Zeitungsabo kann ich freiwillig wählen. Wenn ich es brauche,dann bezahl ich es auch.Im Gegensatz zu den Billag-Gebühren !

    Ich habe fertig.
    schönen Tag

  17. Was für ein Vorzeigebetrieb! Ich versuche seit 9 Monaten regelmässig denen klarzumachen, dass ich bei der LUKB die e-rechnung aktiviert habe. Da passiert ausser automatischen Email antworten grade gar nichts. Ständig schicken sie mir wieder eine Papierrechnung.
    Ein privatbetrieb kann sich sowas gar nicht leisten. Arrogante Chefetage bei Billag.
    Ich lese jetzt halt den Einzahlungsschein ein und zwicke die 2 Stutz ab für die Papierrechnung. Dazu gibts ein mail mit printscreen an diese Sesselfurzer.
    Sind das nervige Säcke Mann!

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