So um die 1000 Worte

Es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht einfach totschweigen. Für alles andere gibt es Bilder.

In London soll es heute wegen W & K’s Hochzeit 5’000 uniformierte Polizisten geben, aber über 7’000 Medienschaffende. Letztere sollte man eigentlich nach Syrien verfrachten um der Welt zu zeigen, was dort Dramatisches abläuft.

Der Kitsch überzieht die Welt

Vielleicht hätte man aber auch einfach nur W & K’s Hochzeit nach Syrien verlegen sollen…

Wie auch immer: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Aber viel mehr als ein Bild beziehungsweise diese Karikatur von Burki gibt es nicht zu sagen:

«Le kitsch envahit la planète»
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7 Antworten auf „So um die 1000 Worte“

  1. Aber weisst Du @ Titus vielleicht braucht der Mensch in der heutigen Zeit in der die Medien mit Negativschlagzeilen voll sind sowas, etwas das vielleicht kurzfristig das Herz erwärmt, auch wenn man selbst am Hungertuch nagt.
    Ich nicht, aber ich wurde von meiner Tochter zum Zuschauen verdonnert, aber auch nur weil sie den Designer des Kleids wissen wollte. Dank des Zeitplans im Tagesanzeiger war ich nach 10min. erlöst und meine Tochter stinksauer. Alexander Mc Queen hat die Royals immer abgelehnt. Als er in seinen jungen Jahren noch auftragsmässig Arbeiten für die Königsfamilie ausführen musste, nähte er jeweils „Cant“ u.ä. ins Futter ein. Stinksauer ist sie, weil nun sein Erbe nur des lieben Geldes und des Prestiges wegen mit Füssen getreten wird.

    7’000 Medienschaffende nach Syrien? Wären da weniger nicht etwas mehr?

  2. @ Ate
    Das kann man auch anders sehen: Würden wir dort hinschauen und die Probleme lösen, wo es nötig wäre, bräuchten wir uns nicht mit so banalen Hochzeiten von den ungelösten Problemen abzulenken.

  3. Du glaubst nun aber nicht, dass wenn 7000 Jouurnalisten vor Ort wären, das Problem aus der Welt geschafft wäre? Titus, die Welt weiss es, nur liegt es nicht an uns den Lebensretter zu spielen.
    Abgesehen, Du schreibst in der „Wir-Form“. Warum bitteschön müssen wir Probleme anderer Staaten lösen?
    Und sag mir bitte, sind denn die Einwohner dieser Staaten nicht fähig, das umszusetzen was sie fordern? Die Demokratie. Scheinbar können sie es nicht. Und da kommt mir doch grad ein Satz eines Tunesischen Schriftstellers in den Sinn: Wortgewandt seien sie, aber unfähig einen Nagel in die Wand zu schlagen. Was also bittschön wollen wir mit diesen Wirtschaftsflüchtligen anfangen?

    Und sag, im März hiess es grossartig, wir hätten zweihundert Flüchtlinge aus Tunesien, kein Problem hiess es. In der Zwischenzeit schleudert man uns aber die Zahlen 30 – 40.000 um die Ohren.(Nicht nur aus Tunesien)

    Wir können nur hinstehen und Hilfe anbieten. Nur denke ich langsam zweiteilig. Auf Deinem Blog gab ich meinen Missmut kund, indem ich erwähnte, dass die jungen Tunesier doch in ihrem Heimatland bleiben und am Wiederaufbau behilflich sein sollen. Mein Text kam nicht gut an. Aber was wollt ihr? Sollen wir und Eurpoa nun wirklich Tunesien, Ägypten, Jemen und Lybien aufnehmen? Stärken sollten wir sie vor Ort, nur ist dass ein Ding der Unmöglichkeit, weil sie in der Gegenwart leben und keinen Deut an die Zukunft verschwenden. Aber warum eine Mentalität ernst nehmen, wenn man doch Gutmensch spielen will.

    Oder schau Japan, zwar eine ganz andere Mentalität, aber auch da schrieb ich, dass sie zu stolz wären um fremde Hilfe anzunehmen. So ists in Ordnung, sie erledigen ihre Porbleme intern. Würden vermutlich auch die Afrikaner machen, wenn das Europäische Volk nicht immer das Bedürfnis hätte, die Afrikaner zu unterstützen, besser gesagt bevormunden zu wollen. Oder schau mal die Indianer? Stolz und eigenstädnig waren sie und was sind sie heute? Und vor allem wegen wem?

    Also hüschele die Jemen, gib ihnen noch so viel Input, damit sie nicht selbst reagieren müssen, ihr Leben in fremde Hände legen, weils doch so viel einfacher ist.
    Einen Staat der im Aufbruch ist, ist es alleweil wert unterstützt zu werden, aber bitteschön hört doch auf damit sie zu bevormunden. Sorry Titus aber so kommts mir durch. Klar sind sie nicht fähig, aber hört auf euch als Retter aufzuspielen. Früher, bevor die Amerikaner und Europäer in ihr Reich eingedrungen sind, gings doch auch. Warum also nimmt man diesen Menschen, die gleich wie und ich sind, ihre Lebensgrundlage? Ach ja, der Neger ist ja so primitiv, gleichzusetzen mit einem Affen denkt da mal der Gutmensch und will ihn auf unsere Ebene holen. Dass das der Neger oder Indianer gar nie wollte ist dem Gutmensch sehr egal, vor allem eigt die Geschichte was mit so stolzen Völkern angerichtet wurde.

    Soll sich doch Jemen retten, indem es aus eigener Kraft raus ihr Ziel erreicht. Alles andere wäre falsch und mit Pflichten verbunden.
    Aber Titus, wenns denn unbedingt Dein Anliegen ist, so geh doch nach Jemen, schick nicht die Journalisten vor, bewege etwas! Gell, vom Sofa aus ists doch viel einfacher. Ich versteh euch, die Gutes predigen, selbst aber alles dem Staat überlassen, nicht.

    Auch so was, nun aber aus der westlichen Welt. Fand heute eine Notiz auf meinem Nachttisch vor, geschrieben von meiner Tochter. Obama killte Osama stand drauf. Erstens mal ist keiner befähigt einen Menschen zu töten, ganz gleich was diese Person verbrochen hat. Und zweitens bezweifle ich den Wahrheitsgehalt. Komisch, dass der grad gleichentags auf dem Seeweg beerdigt wurde. Obama ist am abserbeln und Osama würde ihn ein Treppchen höher zur Wiederwahl bringen. Jetzt muss er nur noch Ghadaffi bodigen und die Wiederwahl ist ihm sicher.

    Nein Du, so nicht, denn Fehlinformationen hatten wir bereits zur Genüge bei 9/11.

  4. @ Ate
    Es geht überhaupt nicht darum, nach Syrien zu gehen „um nach dem Rechten zu schauen“, ums etwas überspitzt auszudrücken.

    Es geht um die Doppelmoral der westlichen Industrienationen, auch der Schweiz. Auf der einen Seite wird die Menschenrechtssituation im Land X angeprangert, auf der anderen Seite hat man keine Skrupel, Güter in und diese Ländern zu exportieren, teilweise auch Waffen, und andere Güter aus diesen Ländern zu importieren.

    Besonders deutlich wird diese Doppelmoral in Libyen: Über Jahrzehnte hatte man Gaddafi vor allem durch den Kauf von Öl unterstützt und nun tun viele so, als ob sie schon immer gegen diesen Despoten waren.

    Ägypten, Jemen, Syrien usw.: Die westlichen Regierungen haben das Handeln der Despoten in diesen Ländern durch deren Anerkennung und Aufrechterhaltung der diplomatischen Beziehungen legitimiert.

    Unsere Aussenministerin tut dann noch so scheinheilig und meint, „wir anerkennen Länder und keine Regierungen“. Das ist eine fatale Einstellung im Falle eines Umsturzes, welcher in unserem Sinne geschieht (Demokratisierung), denn sie erlaubt nicht, einer Regierung ihre vom Ausland verliehene Legitimität zu entziehen. Und vom Inland her – weil oftmals nicht demokratisch gewählt – ist die Legitimität dieser Regierung ohnehin in Frage gestellt.

    Die Staatengemeinschaft ist sich im Falle von Syrien uneinig. Ein wichtiges Zeichen könnte sein, sämtliche diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen wenigstens kurzzeitig auszusetzen. Das hat nichts mit dem Eindringen in ein anderes Land mit militärischen Mitteln zu tun.

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