EHEC: Ein Höchst Erfolgreiches Chaos

Schon wieder steht ein Nahrungsmittel-Skandal im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Viel verändern wird sich trotzdem nicht. Darum wartet auch bereits schon der nächste Skandal – egal, worum es sich dabei dann handeln wird.

Die Gurken wurden inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen – aus Mangel an Beweisen. Auch gegen die Sprossen konnte der Anfangsverdacht, Träger des «lebensgefährlichen EHEC-Erregers» zu sein, nicht weiter erhärtet werden.

Hauptsache im Verkaufsregal

Wie es nun mit den Tomaten und den Blattsalaten steht, ist schwer zu beurteilen, denn: Im Moment steht alles unter Verdacht, das als Rohkost verzerrt werden kann. Damit erübrigt sich auch gleich die Frage, was wohl als nächstes folgen wird.

Damit erübrigt sich ebenfalls die Frage, welche Existenz als nächstes bedroht sein wird. Verkäufer von Rohkost, egal ob es sich um solche aus Spanien, Brasilien oder vom Bauern von nebenan handelt, könnten ihre Gemüse-Rayons gleich ganz schliessen. Die Landwirte könnten sich gleich beim Arbeitslosenamt anmelden. Und die Forscher, welche nach dem EHEC-Erreger suchen, tappen in diesem «Krimi» noch immer im Dunkeln.

Was sich da in Sachen EHEC-Erreger abspielt, ist beispiellos. Bei der Vogelgrippe und der Schweinegrippe konnte der wenig kundige und schnell besorgte Konsument die Ursache wenigstens einer Tierkategorie zuordnen – auch wenn das nicht unbedingt zutraf.

Aus dieser jüngsten Ansteckungsgefahr wurde jedoch keine «Gurkengrippe». Vielmehr wird dem einfach gestrickten Konsumenten die Abkürzung «EHEC» zugemutet, was er wohl am ehesten mit einer «Rohkostgrippe» gleichsetzt.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Es geht hier nicht um Vereinfachungen. Es geht darum, dass viele nicht zu differenzieren wissen oder dass viele nicht differenzieren wollen.

Dem grössten Teil der Konsumenten sind schon die Herkunft oder die Herstellungsbedingungen eines Nahrungsmittels egal. Die Differenzierung beginnt bestenfalls beim Preis. Darum würde ein Aushang «Jetzt aus dieser Region» weniger bringen als «Jetzt zum halben Preis».

Diesen Mecano, also die Unachtsamkeit oder die fehlende Empfänglichkeit vieler Konsumenten gegenüber Herkunft, Herstellungsbedingungen oder weiteren Kriterien, sollten auch Behörden oder Institutionen kennen, welche sich mit der Lebensmittelsicherheit auseinandersetzen.

Im Falle des schweizerischen Bundesamts für Gesundheit (BAG) ist das auch der Fall. Wer genau hinhört, spürt in solchen Situationen förmlich, wie man darum bemüht ist, keine Botschaft abzusetzen, die dann zu unüberlegten Kaufboykotten oder – umgekehrt – zu Hamsterkäufen führen könnten.

Im Falle Deutschlands und im Falle des EHEC-Erregers herrscht hingegen so etwas wie Informationswillkür. Man schlägt die Tatsache in den Wind, dass nun einfach einmal viele Konsumenten «einfach gestrickt» sind und bei ausserordentlichen Situationen, nämlich dann, wenn Tote und hunderte Erkrankter zu beklagen sind, äusserst sensibel reagieren – wenigstens zu Beginn eines solchen «Hypes».

Auch darum ist es beispiellos, wie sorglos gewisse deutsche Behörden und Institute mit Verdächtigungen umgehen. Wären Gurken Rechtspersönlichkeiten, sie könnten wohl erfolgreich wegen übler Nachrede klagen…

Verhältnismässigkeit

Natürlich spielen auch die Medien eine bedeutende Rolle, anders wäre die europaweite Diskussion gar nicht erst möglich gewesen. Viele sind leider häufiger nur darauf aus, eine Schlagzeile zu verbreiten statt zu helfen, das Ganze einzuordnen.

So haben vermutlich nur wenige (wenn überhaupt) bei Destatis, dem statistischen Bundesamt Deutschlands, die Statistik mit den Todesursachen nachgeschlagen. Gemäss diesen Statistiken verstarben im Jahr 2009 drei Personen an «Darminfektion durch enterohämorrhag. Escherichia coli». Weitere neun Personen verstarben an «sonstigen Darminfektionen durch Escherichia coli».

Zurzeit sind in Deutschland über 20 Personen an den Folgen des EHEC-Erregers gestorben, was doch mehr sind als die Zahlen oben zeigen. Trotzdem: EHEC, auch wenn viele davon in diesen Tagen zum ersten Mal davon gehört haben, ist nicht etwas Neues, genauso wie auch Todesfälle aufgrund von EHEC nicht neu sind.

Beim aktuellen «Hype» wird jeder Fall genauer untersucht. Doch im «Normalfall» wird häufig gar nicht genauer nach der Todesursache gesucht. Darum können die statistischen Werte oben auch unvollständig sein.

Das zeigt sich deutlich in den gleichen Statistiken. So starben im 2009 144 Personen an «Bakterielle Darminfektion, nicht näher bezeichnet». Gut möglich, dass da einige EHEC-Fälle darunter sind.

Und bei 1046 (!) Personen lautete die Todesursache «Enterokolitis durch Clostridium difficile». Von diesen Fällen von Darmerkrankungen hatte man bisher ebenso wenig gehört wie von der Zahl der Erkrankten, welche solche Infektionen überlebten und weder in einer Statistik noch in einem Medienbericht auftauchen.

Mit diesen Zahlen über Tote durch andere Infektionen soll nicht etwas verniedlicht werden. Jeder Todesfall ist tragisch und zu bedauern, egal was dessen Ursache war. Vielmehr stellen sich gewisse Fragen, was die Verhältnismässigkeit der Reaktionen von Behörden, Institutionen und Medien in Sachen EHEC anbelangt.

Dazu gehört der bereits angesprochene Umgang mit verdächtigen Trägern des EHEC-Erregers. Wenn schon solche Verdachtsäusserungen zu derartigen Reaktionen führen, wie werden dann die Reaktionen sein, wenn uns wirklich einmal ein äusserst gefährliches, heimtückisches und leicht übertragbares Bakterium heimsucht? Glauben wir dann noch den Behörden und Institutionen, wenn sie davor warnen?

Bisher nichts gelernt

Ebenso beispiellos sind die Vernichtungsaktionen des nun liegen gebliebenen Gemüses. Sie machen den Überfluss deutlich, in dem wir leben.

In unseren Breitengraden können problemlos einige hundert Tonnen Gemüse – oder eben ganze Ernten – vernichtet werden, ohne dass wir deswegen Hunger leiden zu müssen. Erstaunlich. In anderen Ländern würde man sich bei knurrendem Magen kaum gross Gedanken darüber machen oder bestenfalls das fragliche Gemüse gekocht statt roh verzerren.

Daneben haben viele auch sonst ein widersprüchliches Verhältnis zu Nahrungsmitteln. So empören sich nun zahlreiche Menschen ob der Nahrungsmittelsicherheit, allen voran deutsche Politiker. Dementsprechend fehlt es auch nicht an politischen Forderungen.

Doch die grosse Abhängigkeit von der Nahrungsmittelindustrie und das blinde Vertrauen, welches dieser trotz unzähliger Skandale (Gammelfleisch, BSE, …) immer noch entgegen gebracht wird, stellt niemand in Frage.

Genauso wenig haben diese Skandale dazu geführt, dass heute die Mehrheit der Konsumenten auf die Herkunft oder die Herstellungsweise von Nahrungsmitteln achten. Darum werden wohl auch weiterhin viele solche «EHEC-Geschichten» nach einer kurzen Empörungsphase einfach nur schulterzuckend hinnehmen.

Die anderen, die, welche das nicht einfach so hinnehmen wollen, kaufen Nahrungsmittel aus der Region. Dort können sie dem Gemüse beim Wachsen zusehen. Sie haben noch einen Bezug zu dem, was sie später verzerren werden.

Und sie können auch sehen, wie ihr Gemüse behandelt wird…

9 Antworten auf „EHEC: Ein Höchst Erfolgreiches Chaos“

  1. >Die anderen, die, welche das nicht einfach so hinnehmen wollen, kaufen Nahrungsmittel aus der Region. Dort können sie dem Gemüse beim Wachsen zusehen. Sie haben noch einen Bezug zu dem, was sie später verzerren werden.

    Etwas verzerrt …..
    Leider haben halt doch nicht alle diese an sich lobenswerte Möglichkeit, die Sprossen selber zu züchten oder eben zuzusehen, wie sie wachsen. Die Verstädterung machts möglich, und die Globalisierung.
    Beispiel: Knoblauch aus China…

  2. Nahrungsmittel sind eigentlich durch die Industrialisierung und die zunehmenden Massnahmen der Hygieneverordnungen und die Kontrolle derselben sicherer geworden.
    Ich bin Bauerntochter. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als wir keinen eigenen Kühlschrank hatten, das Fleisch in einem Gemeindefrierfach lagern mussten. Eine Zeit, in der es den Begriff Bio noch nicht gab, aber mit Mist und Jauche gedüngt wurde. Also, das was man heute biologisch nennt. Nur Jauche kann in das Grundwasser gelangen, und darf nicht überall und jederzeit auf die Felder gebracht werden.
    Die Milch wurde auf Bakterien überprüft. Frei laufende und auf die Wiese scheissende Hunde waren ein Problem, das Städter mit sich brachten. Hundescheisse gelangte über das Gras in die Kuhmilch und es gab wegen Ueberschreiten der Bakteriengrenzwerte Abzüge oder gar Sperrungen. Das Milchgeschirr musste desinfiziert werden und auch das wurde regelmässig kontrolliert.
    Ich bin mit einem etwas differenzierteren Verhältnis zu Natur aufgewachsen, als die heutige Landjugend. Natur pur ist nicht einfach „bio“ oder „romantisch“. Natur kann sehr schnell sehr gefährlich werden.
    Noch vor 150 Jahren starben ganze Dörfer an Mehl, das mit dem Pilz Mutterkorn (ein Alkaolid, aus dem u.a. LSD gemacht wurde) kontaminiert war. Mutterkor befällt Roggen. Heutige Hygienevorschriften in den Mühlen haben dieses Risiko vollkommen ausgeschlossen.
    Dafür kann keine Biokohlkultur ohne den Einsatz von Kupfer (in der konventionellen Landwirtschaft wegen der Belastung der Gewässer nicht zugelassen) überhaupt eine Ernte einbringen. Der Mehltau, den der Kupfer verhindert, würde bis zur Ernte über 80 % der Kohlköpfe zerstören.

    Für Politiker und Medien sind die Panikmache wegen gefährlichen Substanzen in Lebensmitteln, die inzwischen wegen verbesserter Messmethoden bis in Kleinstmengen nachgewiesen werden können, natürlich ein gefundes Fressen. Aber die Belastung durch Schwermetalle bei selbstgezogenen Gemüse ist weitaus grösser als das aus Treibhauskulturen. Wegen der Autoabgase in der Luft. Dann kompostiert man noch und konzentriert dadurch das Ganze.
    Dazu kommt mangelnde Hygiene in Privathaushalten dazu.
    Viele Leute wissen nicht,dass sie Zimmer- oder Balkonpflanzen haben, die hochgiftig sind. Dass man die Hände wäscht, bevor man Salat rüstet und dass man Tomaten abreibt und nicht abwäscht.
    Es reicht nicht dem Gemüse beim Wachsen zuzuschauen, es setzt schon ein gewisses Mass an Fachkompetenz voraus, um abschätzen zu können, ob Lebensmittel fachgerecht, produziert und verarbeitet werden.
    Ich meinerseits vertraue unseren Kantonschemikern. Das ist weniger aufwendig und letztlich sicherer.

  3. @brigitte
    …das mit Tomaten abreiben musst du mir zuerst mal erklären …

    Mit dem Rest bin ich einverstanden. Da gibts aber zusätzlich jene Lebensmittel, die mundgerecht oder tellerfertig vorbereitet sind, zb. eben fertiggeschnittenen Salate, Ananas oder eben Sprossen im Plastiksack. Da entstehen doch sofort Stoffwechselprodukte, und wer das nach einem Tag anschaut, der sieht schon braune Schnittfächen (muss ja noch nicht EHEC sein).

    Und auch diese Zusätze in z.B. Brot, das finde ich schon bedenklich.

  4. Tomaten und Aepfel haben eine Wachsartige Schicht auf ihrer Haut. Auf dieser Haut perlt Wasser ab. Will man also Aepfel und Tomaten säubern, dann reibt man sie am besten mit einem Stück Küchenpapier ab. Einige Leute können wegen der Apfelhaut mit der Zeit Probleme mit der Leber bekommen. Wegen dieser Wachsschicht. Die sollten die Aepfel schälen.
    Generell gilt. Wem etwas nicht schmeckt, sollte es nicht essen, gesund hin oder her.
    Alle Pflanzen enthalten natürliche Insektengifte. Sie wollen ja nicht gefressen werden. Am meisten sind auf der Kartoffelschale, darum auch Pellkartoffeln besser schälen.

    Die Zusatzstoffe in Brot sind Backtreibmittel, Aromastoffe und Konservierungsmittel. In der Regel schon in den Backmischungen, die der Bäcker um die Ecke bekommt. Brot muss schnell gebacken und lange haltbar sein. Da gibts die Möglichkeit, es mit einer Brotbackmaschine selber zu machen. Wer denn Zeit hat. Es schmeckt auch besser.

  5. Der Aussage das EHEC das totale Chaos ist, kann ich nur zu stimmen.
    Gemüse dem man beim Wachsen zu sehen kann, bietet meiner Meinung nach keine Gewähr, dass es gesund und frei von schädlichen Organismen und Keimen ist.
    Auch regionales Gemüse wird beim zu sehen von Pilzkrankheiten und Schädligen befallen.
    Denn Gemüse wächst immer in der Region. Egal ob in der Eigenen oder einer Fremden.
    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Seuche und/oder Epidemie in der Fleischverarbeitungskette ausbricht. Und spätestens dann, sprich niemand mehr von EHEC.
    Interessanterweise weiss niemand, woher der gefährliche Husec-41-Erreger kommt. Laut der FAZ gehen die „Experten“ mittlerweile davon aus, dass der Husec-41-Erreger in einem menschlichen Organismus mutiert. http://www.faz.net/artikel/C30783/ehec-der-erreger-koennte-vom-menschen-stammen-30436042.html
    Wenn es einen Schutz gegen EHEC und Krankheiten gibt, dann wie schon oben beschrieben – Waschen – Schälen – Kochen und die Kühlkette nie unterbrechen und alle Resten nach dem Essen entsorgen.
    @ Brigitte Obrist
    Biogemüse wächst sehr wohl ohne Kupferspritzmittel. Die Demeter Richtlinien verbieten den Einsatz von Kupferspritzmittel. Seit über 80 wächst in der Schweiz Demetergemüse.
    Bei der Coop Ökolightmarke-Bio-Suisse sind die Vorschriften lascher. Kupfer wird gerne bei Tomaten, Kartoffeln gegen die Krautfäule gespritzt und in den Reben.

  6. @ Raffnix / Brigitte
    Mit dem Hinweis aufs Gemüse aus der Region, das es auf vielen lokalen Märkten zu kaufen gibt, meinte ich einerseits, dass es dabei nicht um so hoch industrialisierte Produkte geht bzw. die Mengen viel kleiner sind, ergo auch eine „Verunreinigung“ jeglicher Art innerhalb des Herstellungsprozesses sich weniger stark auswirkt.

    Andererseits ist tatsächlich ein grösserer Bezug zum Gemüse möglich. Ich kann an einer Kartoffel aus dem Grossverteiler nicht ansehen, ob sie wirklich „bio“ ist oder nicht. Mir bleibt nichts übrig als zu glauben, was angeschrieben ist. Beim Gemüse „nebenan“ habe ich die besseren Chancen zu sehen, wie dieses wächst bzw. behandelt wird.

    @ Brigitte
    Es gilt als erwiesen, dass wer auf einem Bauernhof aufwächst, weniger an Heuschnupfen leidet. Was ich damit sagen will, ist, dass wer in jungen Jahren einer Art „Verunreinigung“ ausgesetzt ist, sich besser dagegen zu wehren weiss (bzw. dessen Immunsystem).

    Ich vermute bei den Lebensmitteln etwas Ähnliches: Wir sind uns heute so „saubere“ Lebensmittel gewohnt, dass schon der kleinste Erreger Auswirkungen zeigt. Mir geht nicht aus dem Kopf, dass unsere Grosseltern alle diese Kontrollen nicht kannten – und trotzdem „überlebt“ haben. EHEC hat meines Wissens nichts mit den Verunreinigungen der heutigen Zeit zu tun (Belastungen von Luft, Boden, Wasser). Ich denke, dass darum auch unsere höhere Empfindlichkeit auch eine (aber vielleicht nicht die einzige) Rolle spielt.

  7. @titus Es ist nicht ganz so einfach bei Mikroorganismen. Ich habe mir mal Würmer geholt, die sich sonst nur Kinder in den Sandkästen holen, weil Kleinkinder den Sand in den Mund stecken. Es gab zwei Varianten. Entweder war es der Salat in einem Café in Wien oder ich hätte mir nach dem Jäten im Garten zuerst die Hände waschen sollen, bevor ich mir mit dreckigen Händen eine Zigarette ansteckte. Der Wurm war irgendwo in der Erde. Entweder war der Salat schlecht gewaschen oder oder die Erde in meinem damaligen Garten von irgendwelchen Viechern verseucht. Fuchsbandwurm wars glücklicherweise nicht.

    Beim Verzehr von Walderdbeeren besteht übrigens die Gefahr diesen nicht ungefährlichen Parasiten aufzunehmen.

    Wir teilen diese Erde mit Bakterien, Würmern (Wurmeiern, die man nicht sieht) und Viren. Einige sind harmlos, andere können mutieren und Resistent gegen Antibiotika werden. Gegen Viren helfen nur die eigenen Abwehrkräfte. Antibiotika bei Bakterien. Die zur Zeit gefährlichsten Bakterien sind in Krankenhäusern können dort durch kontaminierte Laborgeräte in Infusionen und so in den Körper gelangen.
    Hunde,Katzen und Krokodile haben in ihren Mäulern Bakterien, die für sie ungefährlich sind, aber bei einem Biss auf den Menschen übertragen sehr gefährlich. Die Mobilität führt dazu, dass Viren von fernen Ländern eingeschleppt werden.

    Darmgrippeviren sind in der Regel harmlos. Nonoviren brechen mindestens einmal pro Jahr irgendwo aus und verbreiten sich wegen gemeinsamer Benutzung von sanitären Anlagen sehr schnell. Sie sind nur für alte oder bereits immungeschwächte Personen gefährlich.
    Der Das EHEC- Bakterium ist an sich nicht gefährlich. Die neuerdings aufgetretene mutierte Form allerdings schon. Wie der eher harmlose EHEC Erreger entsteht er im Darmtrakt von Nutztieren, bei falscher Fütterung. Verbreitet sich dann durch Mist und Gülle auf Gemüsekulturen. Darum dürfen Gemüsekulturen nicht mit Jauche gedüngt werden. Gelangt er durch unerlaubtes Jaucheführen auf Felder ins Grundwasser oder den Boden kann er natürlich auch in Sprossen auftauchen, die nur auf Wasser gezogen werden.
    Heute wurde bekannt, dass der Erreger sich vermutlich im Saatgut befindet und man deshalb auch keine selbstgezogenen Sprossen verzehren sollte. Pilze sind sichtbar. Bakterien nicht. Sind sie im Boden oder im Saatgut, können sie überall auftreten.

    Bei der Belastung durch die Umwelt werden Schwermetalle in Gemüse und Salaten durch die Luft oder durch den Boden aufgenommen. Schwermetalle werden vom Körper nicht ausgeschieden, sondern lagern sich in den Organen ab. Und führen erst mit der Zeit zu Organschäden.
    Darum sollte man keine Kräuter, Tees oder Wurzeln aus China übers Internet beziehen, da dort viele Böden schwerst mit Schwermetallen belastet sind. Die Kantonschemiker ziehen auch immer wieder Tees und ähnliche Naturheilmittel mit Metallbelastung ein, die in Apotheken verkauft werden.
    Die traditionell chinesische Heilkunde ist sowieso mit Vorsicht zu geniessen. Wenn man bedenkt, dass bis die Europäer nach China kamen, starben jährlich 2 Millionen Kinder an Infektionskrankheiten, die mit dieser Medizin nicht geheilt werden konnten, aber mit Impfungen verhindert werden können.

    In Gärten muss man darauf achten, dass keine Goldregen über dem Gemüse oder Kräuterbeet steht. Denn die Blüten des Goldregen sind giftig und können das darunter liegende Gemüse oder die Kräuter kontaminieren. Führt zu leichten Lebensmittelvergiftungen.
    Es ist wie bei den Pilzen. Staatlich kontrollierte Ware ist in der Regel sicherer als nicht kontrollierte Ware aus Nachbars Garten.
    Wo Füchse in Gärten rumschleichen oder Marder (bei uns ist es sogar ein Dachs) sollte man keinen Salat und kein Gemüse anpflanzen. Oder nur auf dem Balkon in Töpfen.

  8. wir haben also wenig Wahl, ausser den Wasservrerbrauch zwecks Reinigung zu erhöhen, was auch nicht gewünscht ist.
    Schade, dass es wieder die Europäre waren, die China zu mehr Nachwuchs verhalfen. Das war überflüssig, und als Dank überrennen die uns mit Scheissware.

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