Amtsstellen-Chrampf

Staatliche Angestellte haben heute einen besseren Ruf als auch schon. Einwandfrei ist er trotzdem nicht. Manchmal ist das eben doch auch selbst verschuldet…

«Die wissen ja gar nicht, was es heisst, zu arbeiten!» Mit diesem pauschalen Vorwurf wurden in früheren Jahren staatliche Angestellte, sprich: Beamte, oftmals verschrieen.

Tatsächlich liegt es in der Sache der Natur, dass staatliche Mitarbeiter keine Konkurrenz kennen, weshalb ein wettbewerborientiertes Verhalten, wie man es von der Privatwirtschaft her kennt, nicht automatisch gegeben ist.

Ungleiche Behandlung

Heute hat sich daran nichts geändert: Noch immer gibt es für staatliche Mitarbeiter keine Konkurrenz. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen geändert. Dazu gehört, dass nicht nur der Kostendruck auf die Verwaltung gestiegen ist, sondern auch dass die Politik genauer auf die Kosten achtet, welche durch staatliche Organe verursacht werden (kommunal, kantonal wie auch national).

Dazu gehört ebenso, dass der Beamtenstatus vielerorts weggefallen ist. Staatliche Mitarbeiter können darum auch leichter entlassen werden. Um dies zu vermeiden oder nicht zuoberst auf der Abschussliste zu stehen, war von den ehemaligen Beamten – provokativ ausgedrückt – plötzlich Leistung gefragt…

Dennoch wäre es falsch zu glauben, man würde heutzutage als Bürger – in der Privatwirtschaft «Kunde» genannt – in jedem Fall zuvorkommend und so schnell wie möglich durch staatliche Behörden behandelt. Das kommt bestenfalls bei Medienvertretern vor.

In der Augenreiberei ist man in der Vergangenheit schon unzählige Amtsstellen angegangen um sich genauer über den einen oder anderen Punkt zu erkundigen. Und eben: Es ging nur um zusätzliche Informationen oder um eine Bestätigung einer Information und nicht um Antwort auf irgend ein amtliches Verfahren.

So verallgemeinernd es klingt, die Erfahrungen waren in Sachen «ich-habe-bloss-eine-Frage» tatsächlich immer in etwa die gleichen:

  • Gab man sich als Blogger zu erkennen, der über eine Sache öffentlich schreiben wolle, folgten die Antworten relativ schnell. In einigen Fällen ging der Autor dieses Beitrags sogar den Medienkontakt an um der Gegenseite die Chance zu geben, eine «öffentlichkeitsgerechte» Antwort zu liefern. Amüsant war in diesem Zusammenhang übrigens immer wieder die spürbare Verunsicherung, denn einen Blogger wissen viele nicht richtig einzuordnen («Sind Sie freier Journalist?»).
  • Gab man sich hingegen als einfachen Bürger aus – was der Autor auch ist – kann es mehrere Tage oder Wochen dauern, bis eine Antwort eintrifft – wenn überhaupt!

Wiederholt dasselbe

Dazu ein inzwischen schon etwas älteres Beispiel (es gäbe zahlreiche weitere, hier nur eine Auswahl): Vor über einem Jahr schrieb man die Schweizer Parlamentsdienste an um zu erfahren, weshalb es im Ständeratssaal keine Schweizer Fahne gibt (ganz im Gegensatz zu den zwei Exemplaren im Nationalratssaal).

So banal die Frage klingt, ist es doch befremdend, dass jenes Objekt, welches seit Jahrhunderten (auch in Schlachten) vor allem der gemeinsamen Identifikation dient, in der Kammer der Kantonsvertretungen nicht vorhanden ist.

Eine Antwort ist bis heute nie eingetroffen. Entweder die suchen noch immer nach einer Antwort – oder nach einer Schweizer Fahne… 😉

Ein Beispiel aus jüngerer Zeit: Im September schrieb man in der Augenreiberei neun verschiedene kantonale Verwaltungen im Bereich Energie an. Der Inhalt der E-Mails war für alle der gleiche: Es ging um die Frage, ob der angefragte Kanton eine bestimmte Statistik zu Energieprojekten führe.

Ärgerlich ist dabei nicht etwa, dass offensichtlich kein Kanton jene Statistik führt, nach welcher gefragt wurde. Ärgerlich ist, dass von den neun kantonalen Verwaltungen bis dato lediglich deren vier (!) geantwortet haben und man bei den anderen fünf nach dreieinhalb Wochen immer noch auf eine Antwort wartet. Sie wird wohl nicht mehr eintreffen…

Noch ein weiteres Beispiel aus jüngerer Zeit um zu illustrieren, dass es nicht um Einzelfälle geht: Im Rahmen dieses Beitrags schaute man sich in der Augenreiberei verschiedene Statistiken über die Invalidenversicherung (IV) an, welche auf der Website des Bundesamts für Statistik (BFS) abrufbar sind.

Dabei traf ein, was auch schon früher (damals zu Recht) vorgekommen ist: Der Autor «stolperte» über eine Zahl, die nicht zu stimmen schien.

Nun könnte man eine solche Statistik einfach wieder schliessen und sich nicht weiter darum kümmern – oder man könnte mit dem BFS Kontakt aufnehmen um prüfen zu lassen, ob sich da vielleicht ein Fehler eingeschlichen hat oder ob man selber einem Verständnisproblem unterliegt. So etwas kann ja beidseitig vorkommen.

Ein Unglück kommt selten allein

Natürlich nahm der Autor über ein Kontaktformular mit dem BFS Kontakt auf. Dazu traf nach zweieinhalb Wochen die Antwort von Herrn Statistik ein, welche nach der Anrede damit begann:

Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Aufgrund von Ferienabwesenheiten wurde Ihre Mail nicht bearbeitet.

Nein, dafür gibt es keine Entschuldigung, denn der Autor schrieb nicht eine Person direkt an, sondern wandte sich über ein Kontaktformular (!) an eine offizielle Amtsstelle. Selbst wenn direkt eine Person angeschrieben worden wäre, hätte man eine Abwesenheitsmeldung erwarten dürfen…

Doch damit nicht genug. Die Antwort ging wie folgt weiter:

Die erwähnten Tabellen stammen vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Bitte wenden Sie sich an Herrn X oder Herrn Y (herrn-x@bsv.admin oder herrn-y@bsv.admin.ch).

Besten Dank für Ihr Verständnis

Nein, dafür gibt es auch kein Verständnis. Nach einer Wartezeit von zweieinhalb Wochen ist diese Antwort einfach zu billig um dafür Verständnis zu haben.

Vor allem aber ist es nicht die Aufgabe des Autors dieses Beitrags, der zuständigen Stelle wegen einer vermeintlich falschen Statistik nachzurennen, welche beim Bundesamt für Statistik publiziert wird.

Ist es denn nicht selbstverständlich, dass der Herr Statistik in Neuenburg diese Anfrage seinen Berner Kollegen direkt übergibt (Funktion «Weiterleiten», in jedem gängigen E-Mail-Programm vorhanden)?

Die Unzufriedenheit über diese Antwort hat man den Herrn Statistik in geharnischtem Ton auch wissen lassen und dabei die Herren X und Y des BSV in Kopie genommen:

(…) Wenn ich dann aber schon die Freundlichkeit habe, den „Bund“ (welche Ecke auch immer) auf einen Fehler aufmerksam zu machen, dann hätte ich schon erwartet, dass Sie Ihre Kollegen in Bern direkt informieren und es nicht mir überlassen. Es ist schliesslich nicht mein Statistisches Lexikon, das vermutlich einen Fehler aufweist…

Ein Unglück kommt bekanntlich selten allein. So wollte es der Zufall, dass der Herr Y des BSV in den Ferien weilt und – hohoho – eine Abwesenheitsmeldung eintraf. Allerdings: Sie ist nur in deutsch abgefasst. Für ein Bundesamt eines viersprachigen Landes ist das doch etwas wenig…

Übrigens, der vermeintliche Fehler steckt hier drin:

 

Sehen Sie ihn?

Und vor allem: Haben Sie ähnliche oder andere Erfahrungen mit öffentlichen Verwaltungen gemacht? Scheinen sie Ihnen nur öffentlich, weil sie von der Öffentlichkeit bezahlt werden oder weil sie auch für die Öffentlichkeit da sind?

16 Antworten auf „Amtsstellen-Chrampf“

  1. Ich seh den Fehler nicht, weil ich nicht weiss, worum’s in der Statistik überhaupt geht 😉

    Dass auf BloggerInnen zuweilen etwas irritiert reagiert wird – ja, das erlebe ich auch immer wieder. Aber meine Erfahrungen mit dem BSV waren bisher – was Weiterleiten und Antworten betrifft – eigentlich ganz gut. Aber ich glaub, die kennen meinen Blog da mittlerweile auch 😉

    Nur der nette Herrn damals vom Datenschutz… der hatte da nicht gerade seinen besten Tag: http://ivinfo.wordpress.com/2011/06/22/isch-abe-gar-keine-auto/

    Aber irgendwo verstehe ich sowas auch. Also ich verstehe, dass Ämter/Beamte nicht in erster Linie dazu da sind, sich «Bürgern gegenüber zu rechtfertigen». Ich versteh auch deren Unmut, weil die ja sicher ziemlich viele Anfragen bekommen, zuweilen wohl auch wirre/wütende/beleidigende/ellelange Elaborate ect. Da kann’s einem schon mal verleiden.

  2. @ Mia
    Der Herr Y vom BSV hat mir im Vertrauen noch mitgeteilt, dass bei ihnen auf den Korridoren eine rote Ampel losgehe, sobald ein Mail von Dir eintreffe… 😆

    Spass beiseite: Es spielt wohl schon eine Rolle – obschon es das nicht sollte – ob man bereits bekannt ist. Mit meinen Themen decke ich allerdings selten nur einen Fachbereich ab (wie eben z. B. die IV), weshalb es selten vorkommt, dass ich mit den gleichen Personen in Kontakt trete.

    Von „sich rechtfertigen“ kann nicht die Rede. „Vielen Dank für Ihre Prüfung“, wie ich das im letzten Fall schrieb, beinhaltete lediglich die Bitte, einer Sache nachzugehen. Schliesslich stehen Angestellte der öffentlichen Verwaltung im Dienste der Öffentlichkeit, zu der wir alle gehören. Sie zu kontaktieren, wenn man eine Frage hat, erscheint mir darum legitim (und dagegen hat wohl auch niemand etwas).

    Und ja, es gibt nicht nur Fälle wie oben, aber doch immer wieder den einen oder anderen. Der Beitrag oben ist denn auch das Resultat jenes Tropfens, der Fass bei mir zum Überlaufen brachte (wie schon angetönt, sind die Beispiele oben nur eine Auswahl).

    Zum vermeintlichen Fehler: Was verstehst Du unter einem „Total“?

  3. Und die rote Ampel, die heisst dann «Rette sich wer kann»?:D Wer’s nicht rechtzeitig schafft, muss die Antwort schreiben? 😉

    Aber ja doch, es spielt immer eine Rolle, «wer» anfragt, das ist einfach so. Wenn man weiss, das ist jetzt z.B. ein Journalist von der NZZ, weiss man ja auch, wie die arbeiten, was die aus den Informationen machen und in welche «Umgebung» das kommt. Bei Blogs, die jetzt nicht sooo bekannt sind, weiss man das ja nicht. Da spielt vielleicht manchmal auch ein gewisses Misstrauen eine Rolle (Was macht der Blogger/die Bloggerin dann mit den Informationen?).

    Zum Fehler: Das sind Frankenbeträge, oder…? Dann müsst es eher «durchschnittliche IV-Rente» heissen anstatt «Total»?

  4. @ Mia
    Bingo! Das ist keine Summe von zwei Dingen, wie es der Begriff und die Darstellung vermuten lassen, sondern der Durchschnitt über alle IV-Renten. Das „Total“ bezieht sich in diesem Fall auf alle vorgängig aufgeführten Mengenbezeichnungen (Geschlechter), nicht aber auf die aufgeführten Teilmengen. Logisch, oder? 😉

    Wohin soll ich Dir den gewonnen Preis zustellen (14-tägiges Gratis-Abo für dieses Blog)? 🙂

  5. Aber Titus… das sind doch extra eingebaute kleine Fehler, damit man von den «wirklichen Fehlinfromationen» abgelenkt wird, die da in dem Bereich so verbreitet werden 😉

    Oha, du machst es der Weltwoche nach und gehst unter die Bezahlmedien? Ja, dann muss man das Gratis -Abo natürlich nutzen 🙂

  6. @ Mia
    Du bezahlst noch für die WW? Ich würde mich fürs Lesen bezahlen lassen… 😆

    Zu den Statistiken: Es ist ganz allgemein erschreckend, wie viele es davon zum Thema IV gibt – egal ob falsch oder richtig. Das ist wohl Ausdruck einer weit verbreiteten Geisteshaltung, wonach Invalidität eine Anomalie unseres Systems sei – statt Teil davon… 🙁

  7. Neinnein, ich geniesse es, die Weltwoche nicht mehr lesen zu müssen, seit sie hinter der Paywall verschwunden ist, aber letzthin wollte ich einen Artikel der neusten Ausgabe (zwecks Recherche natürlich 😉 ) in der Bibliothek lesen, aber ein graumelierter Herr studierte gerade ebendiese Ausgabe. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich sagen soll: «Ach geben Sie sie mir, das steht sowieso nix Gescheites drin» oder «Sie wollen für den Mist auch nichts bezahlen – Stimmts?» Ich hab dann gar nichts gesagt und das Weltwochlesen überhaupt bleiben lassen. Ich hätte mich eh nur geärgert.

  8. Wie, so frage ich mich, kann man eine Zeitschrift verurteilen dessen Inhalt man mangels Nichtlesens gar nicht kennt?

    Intoleranz gegenüber politisch Andersdenkenden kann es wohl nicht sein, zumal das einem Armutszeugnis gleich käme, ein Armutszeugnis welches aussagen würde, dass nur seine eigene politische Meinung die einzig richtige ist und somit hätte man bereits schon ein Brett vor dem Kopf.

    Oder ists etwa, weil gewisse Kreise die Wahrheit partout nicht sehen, oder sie ausblenden wollen, weil sie nicht in ihr selbstgestricktes Gedankengut passt? Tja dann würde ich die Weltwoche auch nicht lesen wollen, zumal ich mit Tatsachen konfrontiert würde, die in meiner heilen, vorgegaukelten Welt nicht vorkommen dürfen.

    Sei es wie es will, ich für meinen Teil bin froh gibt es wenigstens EINE ausgewogene (andere nennen es rechtslastige) Wochenzeitschrift, ansonsten ich durch das tägliche linke Gesülze der Tageszeitungen meinen Horizont mit der Zeit, verdammt eingeschränkt da nur auf Einseitigkeit beruhend, der Tageszeitungen Meinung zwangsläufig übernehmen würde, da doch tagtäglich die gleiche Laier eingetrichtert wird. Eben! Und deshalb braucht es ein Gegenstück, will man doch nicht von uns verlangen, dass wir alle gleichgestrickt durchs Land ziehen.

    Am besten noch eine Tageszeitung nach Art der Weltwoche.
    Warum? Kleines Beispiel: Ein Raser raste über Schweizer Strassen. Der Raser war ein
    Portugiese. Am nächsten Tag aber war er im Tagesanzeiger ein Schweizer.
    Das hat nun aber nicht die Weltwoche erfunden oder sich zusammengelogen, dass hab ich gelesen. Genau gleich wie ich immer wieder lese, dass der Täter ein Schweizer war, bei genauerem Nachforschen stellt sich halt heraus, dass es ein eingebürgerter Schweizer war. Ja, eingebürgert = gleich Schweizer, nur fällt auf die Schweizer ein verdammt schlechtes Licht, sind es doch sie, die Eidgenossen, die durch solche kriminellen Taten in den Medien erwähnt werden.

    Vielleicht sollte man die Medien mal dazu anhalten jeweils das Ursprungsland des Täters bekannt zu geben, auch wenn sie bereits schon eingebürgert sind. Wobei, ich glaub so einen Vorstoss gab es schon mal und der wurde abgelehnt. Vermutlich weil er aus der SVP-Ecke kam.
    Und somit wären wir wieder beim Thema:
    „Ach lass meine heile Welt durch nichts trüben,
    verachtet die Hinseher durch Lügen.“

  9. @ Ate
    Die Weltwoche nicht zu abonnieren oder nicht regelmässig am Kiosk zu kaufen heisst ja nicht, dass man sie deswegen nicht kennt. Mir reicht es, wenn ich gelegentlich ein in einem Zug herumliegendes Exemplar ergreife, darin blättere und feststelle, dass die Weltwoche weiterhin ihren Namen nicht verdient hat (das war übrigens nicht immer so).

    Zu Deiner Bemerkung über die Eingebürgerten, deren Ursprungsland in den Medien bekannt zu geben sei: Läufst Du, selber eine Eingebürgerte, eigentlich nicht rot an, wenn Du verlangst, dass man Eingebürgerte als Schweizer zweiter Klasse brandmarken soll?

  10. (das war nicht immer so!) Stimmt, die Welwoche war vor Jahrzehnten linkslastig, weiss ich weil wir die Weltwoche schon seit 40 Jahren abonniert haben. Und wir dazumals kein Gehabe zwischen links und rechts oder gerade deswegen machten, aber da haben sich die Zeiten halt leider Gottes schwer geändert, denn früher durfte man noch frei eine Meinung vertreten, heute hingegen wird man deswegen abgeschossen. Und liest die Weltwoche nicht mehr obwohl man deren Inhalt nicht kennt, sorry, so schnell mal im Zug (wer lässt denn schon die Weltwoche im Zug liegen?) durchblättert. Kauf Dir mal so ein Exemplar und urteile dann, denn solltest nicht auch Du ein Brett vor den Augen haben wirst Du sehen, dass gut recherchiert wurde, oder bist Du auch so einer, der die Tatsachen nicht sehen will? Du bist derjenige der allem und jedem auf dem Grund geht. Kauf Dir die letzte Ausgabe der Weltwoche (wenn Dich der Betrag dafür reut, ertatte ich ihn Dir gerne) lies über die BDP-Mitglieder. Liess, dass der eine seine Frau und deren Tochter zur Schlachtung auf Internet feilpriess. Liess, dass einer einen Auftragskiller suchte, ein Polizist, um seine Frau töten zu lassen. Liess über Grunder, lies, lies und lies und da Du immer alles hinterfragst, mach es doch und Du wirst sehen, dass die Welwoche die Wahrheit geschrieben hat. Und wenn es denn doch nicht der Wahrheit entsprechen würde oder hätte, erst dann kann Du hinstehen und die Weltwoche verurteilen. Aber bitteschön nicht bevor Du sie überhaupt gelesen hast. Abgesehen, Claude wollte scheinbar nicht, so wie es aber scheint kommen bezüglich noch die besseren Historiker zum Zuge.
    Und abgesehen. warum schreiben eine Stämpfli oder ein SP-Ex-Präsident für die Weltwoche? Machen sie es wegen dem Stutz?

    Schnell eine Gegenfrage: Warum verdient die Weltwoche ihren Namen nicht?
    Welt? Sie schreibt auch über die Welt. Schweiz? Gehört auch zu der Welt. Ach so, nun check ichs, die Weltwoche ist nicht für einen EU-Beitritt, also nicht Welt, nicht Europa, sondern einfach nur…. euren Wünschen, dessen Ausmasse ihr nicht sehen wollt, im Weg stehend.

    Nein Titus, ich laufe nicht rot an, und genau da hapert es. Was verlangst Du von mir? Solidariät mit kriminellen Ausländern?

    Aha, ich also brandmarke Ausländer als zweite Klasse. Wenn es Dir gut tut, so lass es so stehen.

  11. @Ate
    Leider muss ich dir sagen, dass die Wahrheiten der Weltwoche auf einer Seite Platz hätten.
    Positiv ist in letzter Zeit, dass sich Artikel von sogenannten gut recherchierenden Journis in der gleichen Ausgabe widersprechen. (man suche die Wahrheit!)

    Mein Eindruck ist, dass hauptsächlich einseitige Informationen geschrieben sind, und viele Unwahrheiten.
    So zu Fukushima und der Oelkatatstrophe (die angeblich keine war) im mex. Golf.
    Ich werde also heute abend wieder mal genauer lesen, und dann aufzählen …

  12. Gut recherchiert bei der Weltwoche? Darf ich mal kurz lachen? Ich hab mir zweimal die Mühe gemacht einen Artikel der Weltwoche auseinanderzunehmen, beide Male hat Alex Baur einen Mist zusammengeschrieben:
    http://ivinfo.wordpress.com/2010/06/05/plundernauslandersozialwerke/
    http://ivinfo.wordpress.com/2010/07/05/diffuse-wahrnehmungsstorungen-bei-der-weltwoche/

    Die Erklärung von Alex Baur («der Satz war ursprünglich anders formuliert, ist dann beim Redigieren verkürzt worden») ist ja wohl mehr als lächerlich – vor allem wenn er kurz darauf wieder genau den selben Quatsch schreibt.

    Gut recherchiert geht anders.

  13. Als Beispiel lese man den Beitrag von Paul Engeler, WW Nr. 40, Seite 11 und 12:

    Da wird die Regierung als renitent dargestellt, weil sie sich gegen Budgetkürzungen z.B. bei der Bildung wehrt. Man wundere sich dann, wenn die Wirtschaft keine gut ausgebildeten Schweizer findent, die diese dann im Ausland holt, und die SVP gegen Einwanderung aufhetzt!

    Oder man wundere sich, wenn die SVP Flugzeuge will und dann nachher über die steigende Staatsquote jammert. Man wundert sich, dass bejammert wird, dass die Landwirtschaft nur noch 5.8% der Bundesausgaben beansprucht, sagt aber nicht, wer die Landwirtschaft schrumpfen lässt … nämlich diejenige Partei, die Landwirtschaftsland in Bauzonen verwandelt.

    Hingegen schon fast ketzerisch ist der Artikel Seite 36: Wie die Personenfreizügigkeit versagt.
    Da wird gegen die bürgerlichen Politiker und die Wirtschaft geschossen, aber nicht gesagt, dass Blocher persönlich die Personenfreizügigkeit eingeführt hat und flankierende Massnahmen bewusst wegggelassen hat.

  14. @ Raffnix, aber nein zuerst kommt @ Mia

    Gib mir bitte noch ein wenig Zeit. Diese zwei Links würde ich gerne mal in aller Ruhe durchlesen, zumal ich sehe, dass da noch Kommentare nachzulesen sind, auch Kommentare von Dir.
    Aber Mia, würdest Du mir eine Frage bezüglich den Inhalten der Weltwoche beantworten? Zum Beispiel im Bezug auf Herrn Grunder. Hätte es nicht der Wahrheit entsprochen, warum hat er sich nicht gewehrt, nicht das Gegenargument geliefert? Ergo lag doch die Weltwoche recht. Oder meinst Du, denkst Du und laässt gewähren.

    Und nun zu Dir mein Allerliebster, namens Raffnix
    Schreibst Du doch tatsächlich, dass Blocher die Personenfreizügigkeit eingeführt hätte. Sorry, es waren Deine obigen Worte. Zumal Du immer rumgetrudelt hast, Blocher hätte gesagt, man solle es versuchen. Warum er seine Meinung änderte? Komm, überleg selbst.

    @ Titus
    Ich bin hin und weg. Morgen gibt es auf dem Paradeplatz in Zürich eine Demo. Das Thema ist dasselbe, dachte ich zu denken, wie dasjendige der Amerikaner. Banker. Doch unsere auf der faulen Haut sitzenden, den Kapitualismus abschaffend wollenden (dammi, wie soll das gehen, wenn jeder Bürger Fr. 3.500.– erhält?) klar doch, der dumme Arbeiter zahlt denen ihre Lebenslust!

    Was ich eigentlich sagen wollte, sowie ich es dem heutigen Tages-Anzeiger entnommen habe, gibt es morgen ne Demo, streben die einer Matrix zu. Kennst Du Matrix? Hast Du den Film gesehen?Wer will der soll, dachte aber nicht, dass sich unsere Gesellschaft von Filmen leiten lässt, wobei, wenn ich unsere heuteige Gesellschaft anschaue, warum nicht

  15. @ Ate
    Wer den Kapitalismus abschaffen will oder wer auch nur schon Kritik am heutigen System übt, ist nicht automatisch ein fauler Sack. Schliesslich ist jemand, der unverhältnismässig viel verdient, auch nicht automatisch ein Chrampfer.

    Ich kenne den von Dir angesprochenen Tagi-Artikel nicht, vermute aber ohnehin, dass Du da etwas falsch verstanden hast, denn: Leben wir nicht heute in der Matrix der Reichen und Schönoperierten?

  16. @Ate (Allerliebste 🙂 )
    ….dass Blocher die Personenfreizügigkeit eingeführt hätte. Blocher hätte gesagt, man solle es versuchen.
    Beides waren meine Worte, ja, beides stimmt.

    Und: Die Vertreter des Kapitalismus schaffen ihn wohl in Kürze selber ab, sie hat einen guten Anfang gemacht.
    Wer denn, wenn nicht die Vertreter des Kapitalismus, sorgen dafür, dass derjenige an der Basis, der hart arbeitet, nur 3500 bekommt?

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