Dem Gesichtlosen trotzdem ein Gesicht geben

Die Personifizierung in der Politik macht auch vor Sachvorlagen ohne Bezug zu einer bestimmten Personen keinen Halt. Also muss so etwas Personenähnliches geschaffen werden…

Krankheiten lähmen uns wohl nicht nur der Krankheit wegen, sondern auch, weil wir sie oftmals gar nicht sehen können. Gegen etwas anzukämpfen, das man nicht sieht, fällt vielen schwer. Abhilfe schafft in solchen Fällen oftmals der Fiebermesser. Er gibt der Krankheit ein Gesicht.

Vermutlich liegt es tief in unserem Innersten, dass wir vor allem dann etwas bekämpfen können oder wollen, wenn wir diese Sache sehen oder ihr ein Gesicht geben können – und zwar nicht nur bei Krankheiten. Und dort, wo ein Gesicht fehlt, muss ein Fiebermesser her, muss also etwas her, dass der Sache ein Gesicht verleiht.

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Offener Brief an Karin Keller-Sutter

Sehr geehrte Frau Keller

Hans Fehr und ich haben politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Ebenso ist mir sein Stil des Politisierens zu unsachlich, zu plump und zu populistisch, ich nehme da kein Blatt vor den Mund.

Trotzdem: Die Attacke von vergangenem Freitag gegen ihn wie auch jede andere Attacke gegen eine Politikerin oder gegen einen Politiker – und seien es nur fliegende Gummistiefel – verurteile ich genauso wie wohl die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey fand dazu im Albisgüetli die richtigen Worte: «Wir sind hier um mit Worten zu kämpfen, nicht mit Fäusten.»

Gegenüber «tagesschau.sf.tv» liessen Sie verlauten, dass Blogs, soziale Netzwerke wie Facebook oder E-Mails Hasstiraden begünstigen würden. Dem möchte ich nachfolgend widersprechen.

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Trennungsängste überwinden

Am kommenden 13. Februar stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» ab. Lesen und hören Sie dazu nachfolgend einige Worte.

Viel zu sagen gibt es zur erwähnten Initiative eigentlich nicht, ausser vielleicht, dass sie harmlos.

Wer den Initiativtext liest, merkt schnell einmal, dass sie niemandem die Waffe wegnimmt, der sie regelmässig braucht: Weder dem Metzger noch dem Polizisten, Jäger, Sportschützen oder Waffenverkäufer.

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