Gleichheit

Ein wichtiges Prinzip unserer heutigen Gesellschaftsordnung ist die Gleichheit, also die Gleichbehandlung aller Menschen überall dort, wo sich das Handeln auf eine rechtsstaatliche Basis abstützt. Dieses Prinzip ist so selbstverständlich geworden, dass wir es manchmal vergessen und deshalb gelegentlich ziemlich leichtfüssig in Frage stellen.

Die Schweizer, dieses kleine kauzige Bergvölklein inmitten Europas, hatten es nie so besonders mit Kaisern und Königen und der gesamten familiären Hierarchie, welche eine Monarchie mit sich bringt.

Man liess sich nie gerne von Einzelpersonen regieren, weshalb man sich auch vor Jahrhunderten wiederholt von den Habsburgern leidvoll loskämpfte und lossagte. Trotzdem: Ganz ohne Aristokratie ging es auch in der Schweiz nicht. Sie brachte genauso wie eine Monarchie Unterschiede zwischen den Menschen mit sich.

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Kriminelle Schweizer ausschaffen – aber wohin?

Die so genannte «Ausschaffungsinitiative» der SVP und der direkte Gegenvorschlag des Parlaments wollen kriminelle Ausländer aus der Schweiz schaffen. Aber warum soll man kriminelle Schweizer nicht gleich behandeln und ebenso ausschaffen?

Es herrscht ein unheimlicher Konsens zwischen der rechtskonservativen SVP und dem bürgerlich dominierten Parlament: Verurteilte kriminelle Ausländer sollen ausser Landes geschafft werden.

Das geschieht nicht sofort, sondern erst nach dem Verbüssen der jeweiligen Strafe. Sinn und Zweck von Strafen ist es bekanntlich, dass ein Verurteilter durch die jeweilige Massnahme quasi «geläutert» wird, sodass er letzten Endes nicht mehr kriminell ist oder in die Kriminalität zurückfällt.

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Demontage des Friedensnobelpreises

Die jährlich von der Nobel-Stiftung vergebenen Nobelpreise geniessen ein hohes Ansehen. Die Vergabe des Friedensnobelpreises ist aber vielfach nicht unumstritten. Die jüngsten Verleihungen werfen auch die Frage auf, ob sie der Sache nicht mehr schaden als nutzen.

Erinnern Sie sich noch: Vor ziemlich genau einem Jahr erhielt der amtierende amerikanische Präsident, Barack Obama, den Friedensnobelpreis verliehen. Das Nobel-Komitee begründete seinen Entscheid mit Obamas «ausserordentlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Kooperation zwischen den Völkern».

Diese Preisvergabe überraschte alle, Barack Obama inklusive. Zwar mag er im Vergleich zu seinem Vorgänger, George W. Bush, tatsächlich einen anderen Stil im Umgang mit globalen oder supranationalen Problemen an den Tag gelegt haben.

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