Archiv für die Kategorie „Gesellschaft“
Jährlich werden in der Schweiz mehrere Unterschriftensammlungen zu Volksinitiativen gestartet. Viele dieser Begehren bleiben für die breite Bevölkerung unbekannt, da sie auch kaum mediale Aufmerksamkeit erregen. Und bei anderen stellt sich die Frage, ob sie nicht gar «missbräuchlich» lanciert wurden…
Sie schreckte auf, die Volksinitiative «Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch». Kurz nach dem Bestehen der formellen Prüfung durch die Bundeskanzlei wurde sie aber auch bereits wieder zurückgezogen.
Es wäre ihnen nur darum gegangen, sich in der breiten Bevölkerung Gehör für ihre Anliegen zu verschaffen, konnte man online für einige Zeit seitens der Initianten lesen. So kam auch in diesem Blog die Frage auf: Haben mit diesem Verhalten die Initianten das Recht für die Lancierung einer Volksinitiative missbraucht?
Diesen Beitrag weiterlesen »
Weltmeisterschaften, Talentshows, Lotterien, Wettbewerbe, Wettkämpfe zwischen Vereinen, berufliche Karrieren – ja eigentlich das gesamte Leben zielt darauf ab, aus Menschen Gewinner zu machen. Ob das ein guter Ansatz ist?
Die Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika ist vorbei und der Weltmeister für die nächsten vier Jahre ist mit Spanien erkoren. Auch wenn etwas Glück und manchmal auch Pech mit dazu gehören – und auch wenn wir Schweizer die Spanier wohl auch mit etwas Glück und für die Spanier mit etwas Pech geschlagen hatten – mussten sich die Südeuropäer ihren Sieg doch auch erkämpfen.
Gespielt, und damit ebenfalls gekämpft, haben Mannschaften aus insgesamt 32 Ländern. Rein rational betrachtet ist die Bilanz dieser Fussball-WM genau gleich ernüchternd wie alle bisherigen Weltmeisterschaften: Eine Mannschaft gehört zu den Gewinnern, 31 zu den Verlierern.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Hohe Wellen hatte sie geworfen, die Ankündigung des Initiativkomitees zur Wiedereinführung der «Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch». Nun wird sie bereits wieder zurückgezogen…
Noch gestern zierte ein Filmchen mit sieben Argumenten die Website der Urheber der Volksinitiative «Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch», welche Kim von «Nichts ist klar» ebenso gut gekontert wurde wie von Quantensprung.
Inzwischen heisst es an derselben Stelle jedoch:
«Die Initiative wird zurückgezogen!»
Was ist geschehen?
Diesen Beitrag weiterlesen »
Humanitäre Hilfe ist ein Milliardengeschäft. Das wissen auch jene, denen die Milliarden näher liegen als humanitäre Hilfe. Wer Geld spenden will, braucht darum immer häufiger genau hinzuschauen – vor allem im Ausland.
Heute ist der nationale Sammeltag der «Glückskette» für die Opfer der Überschwemmungen in Pakistan. Das ist gut so, denn dieses Ereignis übertrifft wohl alle bisherigen Katastrophen.
Verständlicherweise ist es schwierig, das ganze Ausmass in Zahlen zu fassen. Es sind daher nur Schätzungen möglich, welche von 20 Millionen Betroffenen und einer überschwemmten Fläche sprechen, die so gross ist wie die Schweiz, Österreich und Belgien zusammen.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Wie bewegt man Massen? Wie bewegt sich die Masse? Und wie bewegt man sich in der Masse?
Bei der tragischen Massenpanik in Duisburg wurden in den Medien die Schuldigen schnell gefunden: Es sind all jene, welche für die Organisation und die Umsetzung des Sicherheitskonzepts zuständig waren.
Allerdings – und das mag für einige wie Hohn klingen – todgetrampelt, erdrückt oder verletzt wurden die Opfer nicht durch die für die Sicherheit zuständigen Personen. Es war vielmehr die Masse, die ungewollt plötzlich zum tödlichen «Instrument» wurde.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Bequem im Wohnzimmer sitzend lassen wir uns von den Medienberichten über die Unglücke der letzten Tage berieseln. Menschen werden dabei zu Nummern und das wirklich Wichtige, der Gedanke an die Betroffenen, geht vergessen.
Die Medienberichterstattung über die jüngsten Unglücke in Deutschland und der Schweiz hat in diesen Tagen einen Grad erreicht, welcher bei mir einfach nur Ekel auslöst. Das ist dann der Fall, wenn Unglücke zu eigentlichen Medienevents hochstilisiert werden.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nichts. Aber gleich gar nichts wissen tut schon fast irgendwie weh…
Es gibt manchmal Dinge, bei denen man nicht so richtig weiss, ob man lachen oder weinen soll. Dazu gehört auch das Video in diesem Blog-Beitrag bei BodeständiX.
Allerdings: Würden die Bewohner unseres Landes besser antworten? Es gibt manchmal Strassenumfragen, die einem daran zweifeln lassen…
Und wenn eine Diskussion darüber aufkommt, ob Zuwanderer einen Intelligenztest abzulegen hätten – so wie das zurzeit in Deutschland aufgeworfen wurde – dann sollte man sich fragen, ob die jeweiligen Einheimischen nicht auch so einen Test bestehen müssten – bevor ihnen das Wahl- und Stimmrecht entzogen oder sie gar des Landes verwiesen werden…
Grenzen werden landläufig als etwas Negatives aufgefasst. Ihr schlechter «Ruf» überwiegt allerdings meistens zu Unrecht die positiven Seiten. Doch, ja, die gibt es…
Die einen meinen, man müsse Grenzen abbauen. Andere wiederum finden, man müssen Grenzen aufzeigen und setzen. So oder so: Grenzen werden häufig als etwas Negatives aufgefasst, weil sie einschränken.
Doch kann man ihnen auch etwas Positives abgewinnen? Sind Grenzen immer gleichbedeutend mit dem Verlust eines Stückchens Freiheit?
Diesen Beitrag weiterlesen »
Gemessen an den Medien ist es ruhiger geworden in Sachen «Islam-Debatte». Das ist vielleicht gar nicht so schlecht, denn so kann darüber weniger emotional diskutiert werden. Zum Beispiel anhand des nachfolgenden Interviews mit einer Muslima.
Die Gefahr der «Islamisierung der Schweiz» ist gebannt. Dies könnte man meinen, wenn es nach der aktuellen Medien-Präsenz des Themas «Islam» geht. So gross kann diese Gefahr allerdings nicht gewesen sein wenn heute kaum mehr jemand darüber spricht…
Trotzdem: Muslime unter uns sind eine Realität. Die bisherigen Debatten haben vor allem gezeigt, dass es – Religionsfreiheit hin oder her – noch einen grossen Graben gibt zwischen den Religionen und nicht zuletzt auch bezüglich der Auslegung der jeweiligen Religion.
Was bisher aber auch zu kurz kam, waren Stimmen von Direktbetroffenen. Darum hat die Augenreiberei ein Gespräch mit einer Muslima geführt. Es ist eine Stimme von vielen möglichen Stimmen. Sie ist natürlich nicht automatisch repräsentativ für alle. Aber sie gibt einen Einblick über das Leben einer Muslima in der Schweiz.





