Die tägliche Gehirnwäsche

Die Botschaftsdepeschen auf Wikileaks zeigen auf, wie man in US-Kreisen wirklich denkt. Verglichen mit dem, was öffentlich kommuniziert wird, besteht eine grosse Differenz. Das gilt allerdings auch für andere Bereiche.

Wenn wir einmal versuchen die Vogelperspektive zu den jüngsten Veröffentlichungen von Wikileaks betreffend Botschaftsdepeschen einzunehmen, was lernen wir daraus?

Vorab ist festzuhalten, dass es sich bei diesen Depeschen entweder um Berichte zu Begegnungen mit Repräsentanten anderer Länder oder um Einschätzungen über damals aktuelle Begebenheiten handelt, beides verfasst vom jeweiligen Botschaftspersonal.

Diese Feststellung ist vor allem deshalb wichtig, weil in diesen Tagen verschiedentlich Medienberichte zu lesen sind, welche gewisse Depeschen schon fast als unwiderrufliche Tatsachen darstellen. Das ist falsch.

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Heute geht hier die Post ab!

Der 10. Dezember ist traditionsgemäss der Tag, an dem der Friedensnobelpreis verliehen wird. Es ist aber auch der Tag der Menschenrechte. Beide stehen in engem Verhältnis zueinander, wie auch der Preisträger des diesjährigen Friedesnobelpreises deutlich macht.

Stünde das Kürzel «CH» nicht für Confoederatio Helvetica, sondern für China, dann gäbe es dieses Blog wohl schon lange nicht mehr. Zu oft wurde hier schon die Meinung frei geäussert, zu oft gab es gar «regimekritische» Töne.

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Amerikanische «Fakten» und andere Halbwahrheiten

Vieles ist Interpretationssache. Manches sind jedoch harte Fakten, die keine Interpretation zulassen. Leider wird aber zunehmend mit falschen oder ungenauen Fakten «hausiert». Und niemand muckt auf.

Wikileaks ist zurzeit in aller Munde. Hierzulande stehen im Moment allerdings weniger irgendwelche «Enthüllungen» im Bereich der Kommunikation zwischen den diplomatischen US-Vertretungen und Washington im Vordergrund.

So war bis anhin das Überraschendste vor allem die ungeschminkte Art der Berichte, welche einige Staatschefs wenig charmant aussehen lässt. Trotzdem: Es glaubt wohl schon lange niemand mehr daran, dass man das Verhältnis zweier Staaten nur am Gesichtsausdruck oder am Händeschütteln zweier Staatschefs vor dem Blitzlichtgewitter der Fotografen beurteilen kann. Diplomatie ist schliesslich auch die Kunst, Dinge beschönigt auszudrücken und zwar auch dann, wenn sie nicht so schön sind.

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