Gleich, gleicher, individuell

Vor dem Gesetz sind alle gleich. Aber nur vor dem Gesetz. Im Alltag sind nur mittels Anwendung des Prinzips der Gleichbehandlung alle gleich. Wer für dieses einsteht, behandelt andere aber nicht immer gleich…

Die SP Schweiz gehört – wenn auch nur halbherzig – zu jenen, welche sowohl die Ausschaffungsinitiative der SVP wie auch den Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament ablehnen. Sie vertritt damit auch die Meinung, dass es keine Ungleichbehandlung und damit keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben dürfe und dass die Grundrechte – in diesem Fall geht es um die Rechtsgleichheit – zu verteidigen seien. Solche Töne seitens SP sind nicht neu und auch nicht falsch.

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Schluddrig bis professionell

Politische Werbung und Internet – da steckt hierzulande noch vieles in den Kinderschuhen. Interessanterweise kommt manches von privater Seite professioneller daher als von den hochoffiziellen Abstimmungskomitees mit entsprechendem Budget.

Wie hiess doch schon wieder diese Steuer-Initiative der SP? Ach ja: Steuergerechtigkeitsinitiative. So wird es seitens Initianten kommuniziert, so steht es im Abstimmungsbüchlein, so kennen es die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.

Nur bei der FDP Die Liberalen ist die Rede von der «Steuerharmonisierungsinitiative»:

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Entweder hat da jemand nicht aufgepasst oder es war jemand der Ansicht, dass es klüger sei, diese Initiative anders zu nennen als sie auf dem Abstimmungszettel steht…

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Aline, 30, IV-Bezügerin mit psychischer Erkrankung (Teil 2/2)

Die Diskussion um die Finanzlage der Sozialwerke und um den Missbrauch der Sozialversicherungen veranlasst einige, sämtliche IV-Bezüger gleich unter einen Generalverdacht zu stellen. «IV-Rente» ist schon beinahe zu einem Schimpfwort geworden.

Wenig hört man von den Betroffenen selbst. Das ist auch verständlich, denn wer sich öffentlich exponiert, dem kann nicht nur ein rauer Wind entgegen blasen, sondern er (oder sie) muss plötzlich der breiten Öffentlichkeit noch die eigene Invalidität erklären…

Nach dem ersten Teil gibt dieser zweite Teil des schriftlich geführten Interviews weitere Einblicke in das Schicksal einer IV-Bezügerin. Es ist einer von vielen Einzelfällen, welcher in keinem Fall verallgemeinert werden darf. Er soll aufzeigen, was es bedeuten kann, IV-Bezügerin oder IV-Bezüger zu sein und dass die Sichtweise der Nicht-Invaliden, also der Nicht-Betroffenen, manchmal vielleicht etwas gar zu einfach ist, insbesondere dann, wenn eine Krankheit äusserlich kaum sichtbar ist.

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