Gleich, gleicher, individuell

Vor dem Gesetz sind alle gleich. Aber nur vor dem Gesetz. Im Alltag sind nur mittels Anwendung des Prinzips der Gleichbehandlung alle gleich. Wer für dieses einsteht, behandelt andere aber nicht immer gleich…

Die SP Schweiz gehört – wenn auch nur halbherzig – zu jenen, welche sowohl die Ausschaffungsinitiative der SVP wie auch den Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament ablehnen. Sie vertritt damit auch die Meinung, dass es keine Ungleichbehandlung und damit keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben dürfe und dass die Grundrechte – in diesem Fall geht es um die Rechtsgleichheit – zu verteidigen seien. Solche Töne seitens SP sind nicht neu und auch nicht falsch.

Vorsorgliche Rücktrittsforderung

Neu ist allerdings, dass sie es selber mit den eigenen Mitgliedern wie auch mit den Grundrechten nicht so genau nimmt. Dies zeigt sich jüngst im Fall des Bieler SP-Nationalrats Ricardo Lumengo. Dieser wurde zwar erstinstanzlich wegen Wahlfälschung anlässlich der vorletzten Berner Grossratswahlen verurteilt. Doch da er dieses Urteil weiterziehen will, ist es noch nicht rechtskräftig.

Das Weiterziehen eines Urteils an die nächsthöhere Instanz ist ein legitimes Vorgehen innerhalb eines Rechtsstaates – auch für Nationalräte und Parteimitglieder. Da Lumengo nicht alle der fraglichen 44 Wahlzettel zu seinen Gunsten ausgefüllt hatte, besteht durchaus die Chance, dass dieser Umstand das nächsthöhere Gericht eher als Indiz dafür wertet, dass es dabei nicht um Wahlfälschung zwecks Erringung eines persönlichen Vorteils ging.

Trotz noch nicht rechtskräftigem Urteil und trotz möglichen Chancen vor der nächsthöheren Gerichtsinstanz hinderte dies die Berner SP-Kantonalpartei nicht daran, schon einmal auf Reserve den Rücktritt Lumengos aus dem Nationalrat zu fordern, sollte er verurteilt werden. Bekanntlich hat er die Rücktrittsforderung inzwischen dahingehend «beantwortet», indem er seinen Austritt aus der Partei bekannt gab.

Ungeachtet dessen wurde mit der «definitiven» Rücktrittsforderung seitens Kantonalpartei unmittelbar nach Urteilsverkündung ein noch nicht rechtskräftig Verurteilter quasi zu einem rechtskräftig Verurteilten, zumindest aus SP-Sicht. Wie ging das doch gleich wieder: Keine Zwei-Klassen-Gesellschaft? Verteidigung der Grundrechte, wozu auch gehört, dass jemand so lange als unbescholten gilt, bis er rechtskräftig verurteilt wurde? Und: Jeder verdient eine zweite Chance?

Unterschiedlicher Partei-Rückhalt

Es wäre nichts als fair gewesen, wenn man mit Rücktrittsforderungen bis zu einem rechtskräftigen Urteil zugewartet hätte. Die SVP, welche sich kürzlich damit konfrontiert sah, dass ihr Aargauer Nationalrat Lieni Füglistaller wegen Wuchers auf der Anklagebank sass, hielt sich auf jeden Fall mit vorauseilenden Rücktrittsforderungen zurück. Sie tat gut daran, denn Füglistaller wurde schliesslich freigesprochen.

Doch wenn es ums eigene Image geht, scheinen bei den Genossen plötzlich alle bisher immer verteidigten Grundprinzipien vergessen zu sein und man lässt Lumengo fallen wie eine heisse Kartoffel. Zu sehr fürchtet man offensichtlich die Quittung der Wählenden in knapp einem Jahr.

Ob diese bereits vor dem erstinstanzlichen Urteil angekündigte und nach der Urteilsverkündung ausgesprochene Rücktrittsforderung aus den eigenen Reihen nicht etwas gar eilig erfolgte, wird sich erst noch zeigen müssen. Sollte nämlich Lumengos Rekurs tatsächlich Erfolg haben, wäre er wieder rehabilitiert – und die SP Bern käme in Erklärungsnot…

Das Niveau, welches hier die SP mit ihrer Rücktrittsforderung an den Tag legte, ähnelt jenem der SVP. Letztere hantiert nämlich im Rahmen der Ausschaffungsinitiative mit der Anzahl beschuldigter Ausländer – und nicht der Anzahl tatsächlich verurteilter Ausländer. Differenzierung tut also Not, also etwas, was auch die SP gegenüber anderen immer bemängelt, aber offensichtlich selber nicht kann…

Überforderte Stimm- und Wahlberechtigte?

Erstaunlich ist ob all dem, dass es in der Sache selbst keinerlei Vorstösse weder seitens der SP noch seitens einer anderen Partei gibt. Gemeint ist damit die Überforderung der Stimmenden und Wählenden beim jeweiligen Abstimmungs- oder Wahlprozedere.

Ob eine solche Überforderung vorliegt, kommt wohl von Fall zu Fall an. Sicher ist aber, dass gewisse Parteien bei der aktuell vorliegenden Ausschaffungsinitiative und deren Gegenvorschlag von überforderten Stimmenden ausgehen. Wie sonst lässt sich erklären, dass man dem Stimmvolk bildlich zu erklären versucht, wie sie wo welche Antwort zu geben haben?

Die SVP machte für ihre Volksinitiative vor, wie man ja nichts falsch macht…

…und die Mitte-Parteien machten es für den Gegenentwurf nach.

Wenn also schon bei einem Thema mit drei zu gebenden Antworten seitens Parteien eine Überforderung der Stimmenden vermutet wird, wie kann man da dann erwarten, dass die gleichen Personen wissen, wie man alle vier Jahre einen Wahlzettel korrekt auszufüllen hat?

Wem wirklich etwas an fairen Wahlen liegt, der stellt nicht Lumengo in Frage. Wem wirklich etwas an fairen Wahlen und Abstimmungen liegt, der stellt entweder die Fähigkeiten der Wahl- und Stimmberechtigten oder aber das Wahl- oder Abstimmungsprozedere in Frage.

Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg

Kann man das Wahl- und Abstimmungsprozedere vereinfachen? Hier muss wohl unterschieden werden zwischen Wahlen und Abstimmungen. Bei den Abstimmungen, selbst wenn noch eine Stichfrage vorliegt, wird eine Vereinfachung schwierig – womit man sich auch fragen kann, für wie dumm die Parteien die Abstimmenden eigentlich halten, wenn sie Bilder wie oben für notwendig halten…

Bei Wahlen auf der Basis von Wahllisten gäbe es allerdings durchaus noch ein gewisses Potential, die Dinge durch Streichung gewisser Optionen verständlicher zu machen. Damit geht aber nicht automatisch eine Vereinfachung des Wählens an sich einher, was in Zeiten magerer Stimmbeteiligungen wohl aber eine Voraussetzung wäre.

Es stellt sich jedoch auch die Frage: Liegt den Parteien wirklich etwas daran, dass jeder über die nötige «Wahl- und Abstimmungskompetenz» verfügt, um frei wählen oder abstimmen zu können oder vertreiben die Parteien nicht lieber weiterhin «vorgestanzte» Antworten in Form von Wahllisten oder Bildern von ausgefüllten Abstimmungszetteln?

Kürzlich sorgte die Zürcher FDP für Furore, weil ihre Kandidaten für die Wahlen im 2011 bis zu 40‘000 Franken für einen Listenplatz hinzublättern hätten. Diese Praxis liefert ein Indiz dafür, welche Bedeutung die FDP Zürich einerseits den vorgedruckten Wahllisten beimisst und dass die Kandidierenden der FDP Zürich andererseits gar kein Interesse an frei ausgefüllten Wahllisten haben.

Wehe dem, dem Unheil droht…

Natürlich wäre es falsch, nun davon auszugehen, dass diese Praxis für alle Parteien in allen Kantonen gälte. Aber zu glauben, dass die FDP Zürich ein Einzelfall sei, dürfte den Nagel ebenso wenig auf den Kopf treffen.

Damit wird deutlich, dass eine Ungleichbehandlung der Kandidierenden stattfindet oder möglich ist. Den Parteien liegt zumindest nicht in jedem Fall etwas daran, dass jeder frei wählen und abstimmen kann – oder können müsste.

Was lernen wir aus all dem?

Von links bis rechts reden zwar viele ziemlich pauschal von Gleichbehandlung. Sobald jedoch jemand einen Nachteil befürchtet oder befürchten muss, gilt das plötzlich nicht mehr. Dann gilt das Prinzip: Gleich, gleicher, individuell. Und individuell ist nicht immer fair.

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41 Antworten auf „Gleich, gleicher, individuell“

  1. Es herrscht doch schon lange eine Zwei-Drei-Vier-Klassen-Gesellschaft, auch vor dem Gesetz, was soll man denn da noch verhindern?

    Das alle vor dem Gesetz gleich sind, ist auch nur eine Illusion, genau so wie alles andere auch. Es wird gesagt dass, aber es ist nicht!

    Wer Kohle hat der kann sich auch in Sachen Gesetz frei kaufen, das haben ja viele Fälle gezeigt, meist fängt es schon sehr früh an, schon bei der Staatsanwaltschaft die dann einfach gewisse Fälle wegwischt und gar nicht verfolgt und dergleichen.

    Und dann geht es ja weiter, mit Themen die auch mich betreffen, bei der Opferhilfe dem Opferhilfegesetz nämlich. Alleine im OHG gibt es heute schon mehr als vier verschiedene Klassen von Opfer.

    Für eine Klasse von Opfer gilt nicht mal das OHG, für andere gilt das alte OHG, für eine das neuere und für die vierte Klasse gilt dann das total revidierte OHG. Weiter geht es mit der Unverjährbarkeit, da gibt es wieder mehrere Klassen, diejenigen für die sie gilt und diejenigen für die sie nicht gilt, und neuerdings ergeben sich dann noch wegen dem Alter zwei neue Klassen.

    Aber auch im Strafrecht wurden die Verjährungsfristen so viele male nach oben und nach unten korrigiert, dass es alleine da wieder 4-5 Klassen von Opfer gibt, die Berechnung ist so kompliziert, dass es gute Anwälte dazu braucht, die Opferberatungsstellen haben den Durchblick schon lange verloren.

    Ja, so ist das, also von wegen alle sind vor dem Gesetz gleich, ist alles gelogen und dient in erster Linie dazu, dass man die Täter schützen kann, egal ob das nun Sexualstraftäter oder Wirtschaftskriminelle sind.

    Es ist eine reine Tätergesellschaft mit ganzen Täterphalanxen die nur darauf aus sind, ihre Schweinereien zu kaschieren und ja nicht auffliegen.

    Die Verjährung gibt es doch nur um die Täter zu schützen, eigentlich ein Unding vor allem wenn es um Schadenersatz und Haftpflichtrecht geht sollte die Verjährung sofort abgeschafft werden, denn alles andere ist Unrecht gegenüber den Geschädigten.

    So jedenfalls präsentierte sich die Gesellschaft in den letzten Jahren mir!

    Und solange es in unserer Gesellschaft so aussieht, sollte man aufpassen mit so Ausschaffungsinitiativen, da sollte man zuerst mal vor der eigenen Tür aufräumen!

    Und meine Täter waren übrigens Schweizer, nach seinem Heimatort zu urteilen sogar Ur-Schweizer und mehrfacher Sexualstraftäter und Kinderschänder und der andere ein Vergewaltiger auch Schweizer. Die wurden bis heute nicht mal befragt, die wissen nicht einmal dass ich sie alle angezeigt habe, und auf die Idee diese Auszuschaffen kam bisher auch niemand, interessant oder?

    Mir kam in den letzten Tagen eine Idee für ein Karikaturbild, das aufzeigt wie das so läuft bei der Justiz->Opferhilfe->IV->Sozialamt->Gosse etc. Dazu werde ich dann den selben SVP-Plakat-Style nehmen und mal darstellen wie die Opfer von allen weitergeschoben werden und keiner verantwortlich sein will und wie die Täter gehätschelt werden und wie man sich um die sorgt. Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte.

    Der Stimmzettel hätte ich eigentlich als Toilettenpapier benutzen und ihn danach ins Couvert stecken sollen, wäre angemessener gewesen…

  2. Die SP hat die Wähler/innen entmündigt. Als ich zum ersten Mal von „Wahlfälschung“ las, dachte ich, dass der Lumengo wirklich etwas schlimmes getan habe. Wie mehr Details man aber kennt, desto absurder wird alles, das geht eher in Richtung üble Nachrede und Verleumdung gegen Lumengo. Wenn sich die SP nach dem mobbenden Pöbel ausrichten will, solle sie es tun, aber ohne mich. Wenn man dem Urteil der Richterin folgt, folgt daraus, dass Nicht-Behinderte, die SP wählen, keine Verantwortung für die Liste tragen, die sie letztendlich abgeben.

    Ursula Schüpbach

  3. @ Chris
    Ja, wir leben in einer Mehrklassen-Gesellschaft. Zudem vermute ich, dass nur eine Klasse wohl auch illusorisch ist.

    Aber: Dass alle das Recht auf Gleichbehandlung haben, ist ein Ideal. Dieses kann man in unzähligen Konventionen oder Rechtstexten festschreiben. Für die Umsetzung von Idealen muss man kämpfen, sie werden nicht automatisch Praxis, nur weil sie irgendwo festgeschrieben wurden. Darum ist für mich Resignation keine Antwort auf Ungleichbehandlung. Vielmehr gilt es, ständig den Finger drauf zu halten und zwar selbst gegenüber jenen, die das Wort „sozial“ auf ihrer Flagge tragen.

    @ Ursula
    Der fragliche Gesetzesartikel will bezwecken, dass nicht „gewerbsmässig“ Dritte eine Liste ausfüllen oder verwenden. Eigentlich wissen alle, dass es bei Lumengo nicht um „gewerbsmässige“ Fälschung ging. Dafür spricht die geringe Zahl oder die falsch ausgefüllten Wahllisten.

    Lumengo mag man vorwerfen, dass er zu gutmütig war – manche nennen es auch naiv – als er glaubte, dass seine „Schüler“ eine neue Liste ausfüllen würden. Aber Gutmütigkeit oder Naivität ist noch kein Vergehen. Und Hand aufs Herz: Waren wir nicht alle auch schon mal zu gutmütig? Darum finde ich die Reaktion seiner eigenen Partei für unverhältnismässig. Etwas mehr Rückhalt hätte man nach Jahren der Parteizugehörigkeit für eine vielleicht naive Handlung schon erwarten können.

    Doch wie erwähnt, stört mich eben auch, dass niemand auch nur im Ansatz daran denkt, etwas an diesem Wahlprozedere zu ändern. Schick‘ Du mir beispielsweise Deine Wahlunterlagen für die bevorstehenden Bieler Gemeinderats- und Stadtpräsidenten-Wahlen und es wird mir gelingen, vom Wahlbüro unbemerkt für Dich zu wählen…

    Wenn man also Lumengo Naivität vorwerfen will, dann gilt es diesen Vorwurf an den Gesetzgeber zu retournieren, denn dieser geht mit dem gleichen Mass an Naivität davon aus, dass jeder für sich völlig unabhängig seine Wahl- oder Abstimmungsunterlagen ausfüllt. Anzeichen dafür, dass dies nicht immer der Fall ist, gab es in der Vergangenheit schon genug…

  4. @Titus

    Jemand schenkte mir mal eine CD, drauf war dieses Lied, fand es auch auf Youtube (sandte es vorher auch Lumengo, senden Sie doch auch ihm Ihren Link zu Ihrem Text), es handelt von Angola, der Welt, der Politik, somit wohl auch der Schweiz:
    Dulce Pontes & W. Bastos _ Velha chica _ Live 1999
    http://www.youtube.com/watch?v=-d94ponPFG4

    Übrigens denke ich nicht, dass die SP-Leitungen böse vorgingen, aber unglücklich, besonders jene des Kantons Bern.

  5. Ich habe mehr mit den ständigen Lügen ein Problem als mit der Tatsache dass es so ist. Sollen die doch gerade aus sagen wie es ist, dann weiss man es und wird dementsprechend handeln. Doch stattdessen lügen die einem was vor und wollen allen weiss machen das alles so toll ist, was es aber nicht ist.

  6. Daneben ist auch das Gerede dieses Herrn Näfs der SP Kanton Bern. Er baut seine Argumentation auf seinem eigenen Fehler auf, vorschnell auf einen Rücktritt gepocht zu haben, ob schriftlich oder mündlich, ist mir egal, da wurde Lumengo aber schlecht beraten. Und wenn Herr Näf dann den Medien sagt, dass die Kritik auf der Homepage nicht „repräsentativ* ist, ist das mir auch egal, denn ich brauche ich zuerst 99 andere um selbst zu denken. Die Betroffenen 44 kommen zudem nirgends zu Wort, möglicherweise wollten sie gar nicht, dass ihnen die Verantwortung weggenommen wurde, indem Lumengo verurteilt wurde, weil sie selbst unsorgfältig waren. Wem mit dieses Urteil gedient sein solle, ist völlig unklar. So gesehen war es eher die Richterin, die den Wunsch und Willen der 44 Personen missachtet hat.

  7. „Au tribunal, ses anciens camarades socialistes ne se sont pas bousculés pour venir lui apporter leur soutien. «J’étais entouré par mes amis africains, raconte Ricardo Lumengo. Mais il n’y avait pas d’amis politiques présents, à part un membre du Parti socialiste de Bienne.»

    Le PS n’a pas attendu le verdict du tribunal pour le laisser tomber: «Au congrès du parti, fin octobre, les gens tournaient la tête pour ne pas avoir à me saluer. Avant cela, en mars, on avait déjà laissé entendre que j’étais responsable des mauvais résultats du PS aux élections cantonales bernoises. J’ai été traité comme un bouc émissaire et j’ai compris que j’étais devenu indésirable.»“
    http://www.lematin.ch/actu/suisse/ricardo-lumengo-senti-seul-abandonne-colere-351639

    Diese Mobberpartei wähle ich nie mehr.

  8. @ Ursula Schüpbach
    Ob die SP deshalb nicht mehr den Slogan „Klar sozial“ trägt? 😉

    Ich denke, hier spielt die Vergangenheit auch noch eine Rolle: Lumengo wurde im 2007 für alle überraschend in den Nationalrat gewählt. Oder anders ausgedrückt: Man hat ihn zwar auf die Liste gesetzt, aber wohl eher pro forma – man ist ja „weltoffen“… Als er dann gewählt war, hat man gute Miene zum bösen Spiel gemacht – was hätte man den sonst machen sollen?

    Lumengo fiel vor allem wegen seiner Hautfarbe und weniger wegen eines polternden Charakters auf. Auch thematisch trat er nie in den Vordergrund und scheint dementsprechend keine Stricke zerrissen zu haben. Das stimmt natürlich nicht ganz. Wahrscheinlich hat er in den letzten drei Jahren mehr Vorstösse im Nationalrat eingereicht als manch anderer „Hinterbänkler“.

    „Sein Problem“ ist aber, dass er sich bis anhin vorwiegend auf Themen über die Behandlung von Ausländern fixiert hatte und dass die SP bis heute hier keinen Schwerpunkt sieht. Stattdessen gibt die SVP hierzu den Ton an und dies mit einem gewissen Erfolg. Da kommt einer höchst ungelegen, der dann noch auf die Rechte von „Ausländern“ pocht.

    Wenn man all das berücksichtigt, überrascht es nicht, dass er nun fallengelassen wird und der kantonale Parteipräsident irgendwas von „wir müssen an die Partei denken“ redet. Die SP hat nach meiner Auffassung Lumengo einfach machen lassen statt dass sie die Gelegenheit beim Schopf packte und auf die von Lumengo aufgeworfenen Themen eingestiegen wäre.

    Wenn die SP weiter an Wähleranteilen verliert, dann nicht wegen Lumengo, sondern weil sie in drängenden Fragen seitens der Bevölkerung keinen klaren Gegenpol setzt. Dazu gehört auch die Thematik Ausländer.

  9. @Titus

    Ja, ich denke auch so. Ich habe Lumengo unter anderem auch gewählt, weil er oft die Ruhe bewahrt hat, auch wenn er sehr primitiv attackiert wurde. Und die polternden „Vorderbänkler“ mag ich oft schon gar nicht mehr hören. Störend in der Sache finde ich aber auch „Politologen“, die so PR-Image-mässig und blutleer daherreden, hier ein Beispiel:

    „Für das Image der SP sei ein Rücktritt Lumengos entscheidend, sagt Politologe Andreas Ladner: «Mit dem Urteil gegen Lumengo hat die SP ein Problem. Wichtig ist, dass sich die Partei jetzt davon distanziert.» Wahlbetrug sei ein gravierendes Vergehen, das jedoch immer wieder vorkomme. Trete Lumengo nun nicht zurück, müsse die SP Konsequenz beweisen. «Möglich wäre, ihn bei den nächsten Wahlen nicht mehr zu nominieren. Auch ein Parteiausschluss wäre ein Szenario», sagt Ladner. Es wäre nicht der erste Parteiausschluss wegen Wahlbetrugs.“
    http://m.solothurnerzeitung.ch/news.htm?newsPos=101463770&cat=top

    Der Ladner hat wohl keine Ahnung, was Lumengo gemacht oder nicht gemacht hat. Aber schwafelt von „Image“ und „Wahlbetrug“. Sein Kommentar ist nicht viel anders als der vieler Kommentatoren in den Zeilen unter den Online-Artikeln, sehr oberflächlich, mager und opportunistisch. Da ist ja dein Beitrag hier viel logischer und konsequenter in der Überlegung, ohne zu fragen, was die „Masse“ denkt.

  10. „Wenn man all das berücksichtigt, überrascht es nicht, dass er nun fallengelassen wird und der kantonale Parteipräsident irgendwas von “wir müssen an die Partei denken” redet.“ – Titus

    Oder er ist “nicht mehr tragbar”, um dann wieder zu sagen, er habe bloss einen Fehler gemacht, nicht böswillig, um dann wieder zu meinen, dass einem alles “leid tue” und man das “Mitgefühl” verstehe, das manche mit Lumengo jetzt hätten, aber von “konsequenter Haltung” schwafelte. Und wenn besonders Bieler SPler dann auch noch über Lumengo giften, auch aus der welschen SP, die aber dann geschlossen antraben, um den total fragwürdigen Moeschler in das Stapi-Amt zu hieven in der internen Ausmarchung, alle SP-Leitungen (auch die nationale) eine extreme Machtdemonstration gegenüber Lumengo zum Besten gaben mit ihren forschen Rücktrittsforderungen, dann reicht es mir einfach mal. Man hat ja nicht mal das Urteil der Richterin kritisch hinterfragt. Ob sie diese 44 betroffenen Stimmen “vertreten” hat, ist unklar und fragwürdig, den Betroffenen ist ja auch eine Unsorgfältigkeit unterlaufen, aber die haben in der ganzen Sache nichts zu sagen, ist ja alles total absurd. Ich weiss gar nicht, um was es eigentlich bei der ganzen Sache geht, das hat alles dermaßen groteske Züge angenommen, auch medial.

  11. @ Ursula
    Zitat: „Ich weiss gar nicht, um was es eigentlich bei der ganzen Sache geht…“

    Wir wär’s mit Neid seitens derer, die auch Ambitionen für ein höheres Amt haben?

  12. Mir fällt seit einiger Zeit unangenehm auf, dass die Halblinken (Genossen und Grüne) mit der Distanzierung hurtig zur Hand sind, wird einer ihrer Notablen angeklagt oder gar straffällig. Man könnte fast schon sagen, da sind ihre politischen Gegner massvoller. Es geht hier wahrscheinlich um vorauseilenden Gehorsam – ja keine Angriffsfläche bieten, und sei es auch auf Kosten von Kollegen.

    Aufrechter Gang sieht anders aus.

  13. Die SP ist vor allem enttäuscht.
    Da haben sie einen Verzeige-Ex-Ausländer als Nationalrat und er erweist sich eben als nicht so Vorzeige wie gewünscht.
    Er würde doch nur zum Vorzeigen, wie fortschrittlich die SP ist, auf die Liste gesetzt.
    Wenn jemand wegen seiner Hautfarbe anders behandelt wird, ist das nicht Rassismus?

    Mag sich noch jemand an das Verhalten der SP erinnern, als sie mit Frau Uchtenhagen die erste Bundesrätin habedn wollten und sie nicht gewählt wurde?
    Bei Frau Uchtenhagen ging es nicht um eine Vorzeige-Frau, sie hatte einen grossen Leistungsausweis.
    Es ging auch darum, die SP als fortschrittliche Partei zu präsentieren.

    Werden sie es nochmals veruchen?
    Vieleicht mit einer Vorzeige-Muslima?

  14. @ Hotcha
    Naja, Boris Banga wurde glaube ich noch nicht „verurteilt“ – und bei Moritz Leuenberger lässt sich schwer etwas machen…

    @ Kikri
    Ich habe keine Ahnung, aus wessen Gründen Lumengo auf die NR-Liste kam, aber interessant wäre die Frage schon.

  15. Interessante, aber vorwiegend einseitige Kommentare. Würde man sich auch so engagieren, wenn es sich um einen SVP’ler handeln würde? Wären dann auch noch alle gleich, oder die einen doch etwas gleicher?

    Es ging doch bei diesen 44 Wahlzetteln um die Grossratswahlen und wenn es denn wirklich Wahlfälschung war, so dürfte das einer Partei sehr sauer aufgestossen sein und zwar der Partei, die deswegen abgewählt wurde.

    Abgesehen, wir alle kennen die Wahrheit nicht, aber wenn ein Herr Lumengo als Asylbewerber in unser Land kommt und vergessen hat, aus welchem Land er stammt, ist das alleine schon sehr fragwürdig.
    Als er abgewiesen wurde, heiratete er eine Schweizerin und erhielt somit Gastrecht.
    Als er auf der Autobahn auf Felgen fuhr, war doch seine Begründung, er hätte Angst gehabt vor Rassisten und sei deshalb weitergefahren. Als obs auf unseren Autobahnen nur so vor Rassisten wimmeln würde? Oder wie war das mit dieser blonden Frau, die ihm im NA eine Banane anwarf?
    All das entnahm ich den Medien. Werden vermutlich auch als Rassisten abgetan.

    Das einzige, dass ich im hinterwäldlerischen Zürich von Herrn Lumengo aufgreifen konnte, war, dass er das Red Bull in der Schweiz verbieten wollte. Nur das, mehr nicht.

    All das kann mir egal sein, aber wenn man bereits schon einen Schuldspruch eines Richters in Frage stellt, nur weil man die Wahrheit nicht aktzepieren will oder kann, wärs denn aber ein SVP’ler gewesen, man frohlocken würde, dann ja dann verstehe ich meine Mitmenschen nicht mehr. Vermutlich ists das Helfersyndrom, merkt aber nicht, dass man sich doch eigentlich selbst belügt.

  16. @ Ate
    Nein, diese 44 Wahlzettel stiessen keiner Partei sauer auf, weil sie nicht ausschlaggebend waren. Wäre dies der Fall gewesen, sähe die Sache sicher anders aus.

    Worauf Du anspielst bezüglich „hat vergessen, aus welchem Land er stammt“, weiss ich nicht. Aber auf seiner Homepage kannst Du unter anderem lesen: „Ich kam sehr früh mit Politik in Berührung. Schon in Angola, dem Land, in dem ich geboren wurde, trat ich mit 17 der Jugendgruppe einer Partei bei.“

    Zur Banane: Wenn sich Ausländer in der Schweiz wie Gäste zu benehmen haben, so wie das zurzeit die SVP bezüglich Ausschaffungsinitiative sagt, dann frage ich mich: Bewirft man Gäste mit Bananen? Was Du mit „NA“ meinst, weiss ich nicht (und meintest Du NR = Nationalrat?), aber die fragliche Banane flog anlässlich einer 1. Mai-Feier in Langenthal.

    Zur Red Bull-Sache: Ich persönlich finde es legitim, dass man Produkte genauer anschaut, die uns versprechen, mehr Leistung erbringen zu können, also quasi so eine Art „Dünger für Menschen“ zu sein scheinen. Lumengo hat sich deshalb dafür angestrengt, weil es in Frankreich angeblich Tote wegen Red Bull gegeben haben soll. Kann man ihm da einen Vorwurf machen? Übrigens, gemäss diesem Medienbericht hat Toni Bortoluzzi schon früher ein Verbot von Red Bull in Schulen gefordert…

  17. Natürlich NR Titus, verzeih den Schreibfehler.
    Wart es ab, sobald das Urteil rechtskräftig ist (was es in meinen Augen bereits durch einen Richterspruch ist) wird sich diese Partei schon zu Wort melden. Nur bringst nun nichts mehr.

    Du Titus, was er auf seiner Hompage schreibt, mag seine Berechtigung haben, aber das frisst die Tatsache nicht weg, dass er bei seiner Asylbewerbung nicht wissen wollte, woher er kommt. Und genau das darf mich doch an seiner Glaubwüridgkeit zweifeln lassen.

    Zur Banane: Alles kann ich mir halt auch nicht merken, doch denke Du, die Banane die auf ihn geschossen wurde, stammte von einer blonden Frau (Rassismus-Bonus). Seine Felgenfahrt (Begründung: Angst vor rassistischen Angriffen = schon wieder ein Rassismus-Bonus). Titus, hast Du Kontakt zu Ausländern? Mein nicht nur so einen oberflächlichen, sondern einen wobei Du Tag und Nacht in deren Leben involviert bist? Nein? Dann lerne bitte mal deren Mentalität kennen. Ich mein aber jez nicht die besser gestellten, sondern diejenigen, die z.B von der Sozialhilfe abhängig sind. Schau rein, nimm Anteil an ihrem Leben (tolle Themen für Deinen Blog könnten dadurch entsehen), aber schau tiefer. Und dann wirst Du merken, dass gewisse Mentalitäten mit unserer Schweizerischen nicht kompatibel sind.
    Ich schweife vom Thema ab, aber auch dieses Thema ist wichtig. Was soll ich davon halten, dass Schweizer Männer, in ihren Augen exotische Frauen in die Schweiz holen und sobald das Exotische verblasst ist, sie sich scheiden lassen, diese Frauen entwurzelt in ihrer Heimat in der Schweiz bleiben, dem Sozialamt zur Last fallen. Sorry, das ist der Job von Micha, aber ich kam aus dem Konzept.

    Mentalitäten oder wie es Sarrazin meint diverse Gene, und es gibt Differenzen in den Mentalitäten. Doch wenn man auf dem „Wir Welt sind eine einzige Einheit“ fährt, dann will man diese Sauerei die man mit importieren Frauen veranstaltet nicht sehen.
    Ein halbes Jahr ist nicht viel, aber wenn ich in diesem halben Jahr drei Töchter kennenlernte und die mir erzählten, dass, ihre Mutter Peruanerin, Brasilianerin vom Vater in die Schweiz geholt, aber in der Zwischenzeit wieder geschieden. Komm, das ist ein anderes Thema.

    Wollte eigentlich nur auf die Mentalitäten raus. Und die sollte man bevor man sie beurteilt, vielleicht mal kennen und verstehen lernen.
    Und erst dann kann man einem Menschen, gleich welcher Herkunft urteilen dürfen. Machs Titus und zwar intensiv. Dir werden Welten aufgehen.

  18. „Interessante, aber vorwiegend einseitige Kommentare. Würde man sich auch so engagieren, wenn es sich um einen SVP’ler handeln würde? Wären dann auch noch alle gleich, oder die einen doch etwas gleicher?“ – Ate

    Es gab einen vergleichbaren Fall im Kanton Aargau bei einem SVPler, die Bundesanwaltschaft aber stellte das Verfahren später ein, weil sie nichts Betrügerisches oder Verwerfliches fand. Ates Argumentation ist also ein Eigentor, die Frage ist eher, warum wird bei einem Lumengo dermassen von schier allen Seiten Druck gemacht, aber vom SVPler stand kaum mal etwas national in den Medien? Und wenn Ate betrügen möchte, würde sie wohl auch nicht als Beispiel ihren Namen 3x auf eine Liste setzen, um zu zeigen, was nicht geht. Ferner geht es jetzt darum, in dem Falle den Begriff „Wahlfälschung“ auf kantonaler wie eidgenössischer Ebene genauer zu klären. Ich habe mich jetzt sehr intensiv mit der Sache auseinandergesetzt, denn ich habe Lumengo auch schon gewählt. Mir ist aber die öffentliche Diskussion oft zu oberflächlich und zu einseitig. Lumengo ging unsorgfältig vor, er holte auf dem Einwohneramt neue Zettel, als ihn Betroffene, die Mühe hatten mit dem Prozedere, nach Rat fragten. Er hätte bloss den Kopierer benutzen müssen, um zu Üben. Aber Unsorgfalt ging auch von den Personen aus, die dann diese Beispielzettel letztendlich abgaben. Folgt man dem Urteil der Richterin, können nur im Falle einer Behinderung Ausnahmen gelten (z.B. für Blinde). Nur: Ich sehe nicht ein, warum dann Nicht-Behinderte nicht auch mitverantwortlich sind für ihre Zettel, die sie letztendlich abgeben, auch wenn die aufgrund von unsorgfältigem Wählen ungültig sind (wie in dem Fall 42 von 44 Zettel). Die Richterin sagte, Lumengo hätte es in „Kauf nehmen“ müssen, dass sie diese Zettel einwerfen, auch wenn er sie darauf hinwies, dass sie zu Hause ihre eigenen Zettel ausfüllen müssten. Aber ich vermisse beim Urteil die Mitverantwortung der effektiv Betroffenen, die haben keine Stimme, inwiefern die Richterin ihren Wunsch missachtet, ist auch unklar. Die 44 hatten nichts zu sagen, es ist nicht auszuschliessen, dass sie ihre eigene Unsorgfältigkeit ja ohnehin auf ihre eigene „Kappe“ nehmen täten, sie haben vor allem sich selbst geschadet, zumindest in 42 war ihre Stimme ungültig (fehlender Stimmrechtsausweis, nicht unterschrieben). Hätte Lumengo Hand an die Stimmrechtsausweise gelegt, wäre der Fall wohl klar. Aber sogar bei E-Voting fragt niemand mehr, wer die Wahllisten ausfüllt, weil es keine „Handschrift“ mehr gibt.

  19. @kikri
    Weshalb schliesst du von „… der Sache der Integration und Akzeptanz der Migrantinnen und Migranten …“ auf die Hautfarbe und damit auf Rassismus? Nur mal so aus Neugierde.

    Schade stammt Herr Lumengo nicht aus Portugal (2009: 4 annerkannte Flüchtlinge). Dann wäre der Pigment-Rassismus erst mal vom Tisch. 😉

    So, wieder seriös.
    Zitat Roland Näf (www.sp-be.ch), Parteipräsident der SP Kanton Bern:

    „Wir haben immer betont, dass bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt. In Gesprächen mit Ricardo Lumengo waren wir uns aber einig, dass ein Rücktritt aus dem Nationalrat bei einer erstinstanzlichen Verurteilung erfolgen sollte. Ricardo Lumengo hat dies auch öffentlich so geäussert.“

    Eine klare Abmachung, sollte man meinen. Entweder lügt die SP bezüglich Wortlaut der Vereinbarung oder Herr Lumengo beging Vertrauensbruch. Dabei wäre es egal, ob es sich um das Begleichen der Kaffeekasse Ende Monat, oder eben eine wahltaktisch oportune Rücktrittsvorderung handelt.
    Abmachung ist Abmachung, finde ich.

  20. Warum sollte ich mir ein Eigentor geschossen haben Frau Schüpbach?

    Wie Sie selbst schreiben, wurde das Verfahren gegen den Aargauer SVP’ler eingestellt, weil die Bundesanwaltschaft nichts Betrügerisches oder Verwerfliches fand. Das sollte doch alles aussagen, oder meinen Sie, dass da mit zwei verschiedenen Ellen gemessen wird?

    Herrn Lumengo zu verurteilen liegt mir fern, denn wir alle hören nur das was wir hören wollen und einen Einblick in diesen gesamten Sachverhalt haben wir eh nicht, aber gestatten Sie mir an der Glaubwürdigkeit dieses Herrn zu zweifeln. Warum? Wenn einer hinsteht und verspricht aus dem NR zurückzutreten, falls er verurteilt wird, und es nach der Verurteilung doch nicht tut, nein, im Gegenteil sich bei anderen Parteien anbiedert, dann frage ich mich was denn schlussendlich wichtiger war: Die Parteizugehörigkeit oder das Prestige? Aber auch das muss jeder mit sich selbst in Einklang bringen, darf sich aber nicht wundern, wenn sich der Wähler halt doch so seine Fragen stellt.

    Eigentlich war die Frage die ich mir stellte lediglich die, ob man sich beim gleichen Delikt auch mit soviel Herzblut für einen SVP’ler einsetzen würde. Nur diese Frage nahm mich Wunder, mehr nicht.

  21. @Bodsmile
    Aus der Aussage schliesse ich auf die Enttäuschung der SP, dass gerade, R. Lumengo, ausgerechnet der Vorzeigeintegrierte „der Sache der Integration schade.“
    Das lässt mich darauf schliessen, dass R. Lumengo hauptsächlich als Vorzeigeintegrieter einen aussichtsreichen Platz auf der Liste bekommen hat.
    Ob er auch sonst diesen Listenplatz erhalten hätte…..?
    Wie schon erwähnt, es geht nicht gegen R. Lumengo sondern gegen seine Partei.
    (nur so, um dem Rassismusvorwurf vorzubeugen, muss man in der heutigen, politisch korrekten,Zeit anscheinend so machen)
    Wenn etwas von „schadet dem Ansehen/Wahlchancen der Partei“ geschrieben worden wäre könnte man sagen: die SP schaut ihn als normalen SP-Nationalrat an.
    Ist aber offenbar nicht so

  22. @ Bobsmile / Ate
    Der Teufel steckt halt manchmal im Detail: Genauso wie das Unschuldsprinzip zu unserem Rechtsstaat gehört, gehört auch das Recht dazu, sich innerhalb einer vorgegebenen Frist an die nächsthöhere Gerichtsinstanz zu wenden. Verstreicht diese Frist ungenutzt, also zieht keine der beiden Parteien ein Urteil weiter, gilt das Urteil als rechtskräftig. Aber eben erst dann.

    Im gegenteiligen Fall kommt es zu einer aufschiebenden Wirkung bis dass die nächsthöhere Instanz ein Urteil gefällt hat. Bis dahin gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Es könnte ja sein, dass Lumengo dann eben doch nicht verurteilt wird.

    Schon alleine deswegen war es etwas gar voreilig seitens SP Bern, von Lumengo den Rücktritt zu fordern. Dass das Ganze sogar schon 18 Minuten (!) nach Verkündung des Urteils erfolgte, zeigt eben auch, dass er in den Augen der SP Bern schon lange schuldig war. Die Urteilsverkündung war da nur noch ein pro forma-Akt.

    Und: Was ist denn das für ein Verhalten unter Parteikollegen, wenn man via Medienmitteilung, also via Öffentlichkeit, den Rücktritt eines Parteikollegen fordert, zumal jedem bekannt war, dass er keinem Schaden zugefügt hatte (es ging nicht um Geld, nicht um Gewalt, nicht um Diebstahl usw.)? Ist meine Vorstellung zu romantisch, dass man nach Urteilsverkündung doch erst einmal zusammengesessen wäre und die Situation neu beurteilt hätte?

    @ Ate
    Solange Du mein soziales Umfeld nicht kennst, bitte ich Dich, mir nicht etwas zu unterstellen.

    Ebenso bitte ich Dich, Menschen ausländischer Herkunft, welche Sozialhilfe beziehen, nicht unter einen Generalverdacht zu stellen, zumal genau Du mich im gleichen Atemzug bittest, diese Menschen nicht bloss oberflächlich anzuschauen…

    Und: Was gehört denn alles zur schweizerischen Mentalität?

  23. „Eine klare Abmachung, sollte man meinen. Entweder lügt die SP bezüglich Wortlaut der Vereinbarung oder Herr Lumengo beging Vertrauensbruch. Dabei wäre es egal, ob es sich um das Begleichen der Kaffeekasse Ende Monat, oder eben eine wahltaktisch oportune Rücktrittsvorderung handelt.
    Abmachung ist Abmachung, finde ich.“ -Bobsmile

    Ich denke nicht, dass es da um Lügen geht, sondern um Überforderung aller. Wenn die SDA ihre Titel-Maschine anwirft, bleibt bloss „Lumengo lügt“ oder „SP lügt“ hängen. Es gibt extrem viele Akteure in der Sache. Es ist sehr kompliziert, aber auch menschlich. Würde ja auch nicht behaupten, dass wir Menschen einfach seien.

  24. „Wenn einer hinsteht und verspricht aus dem NR zurückzutreten, falls er verurteilt wird, und es nach der Verurteilung doch nicht tut, nein, im Gegenteil sich bei anderen Parteien anbiedert, dann frage ich mich was denn schlussendlich wichtiger war:“ – Ate

    Ich verstehe, dass dieses Hin und Her zwischen Zurücktreten oder Vortreten verwirren kann, nur: Waren Sie noch nie unsicher? Und wissen Sie, Lumengo fehlt in Bienne, in der welschen SP, genannt PS, ein Netzwerk, man unterstützt dort lieber einen Herrn Moeschler, der stur jeden noch grösseren Fehler als Bagatelle abtut. Googeln Sie etwas. Was ich sagen will: Die ganze Geschichte hat auch eine lokale Komponente. Es geht nicht nur darum, was man nicht hören will, sondern auch darum, was man noch nie hören, oder zumindest lesen konnte, weil kaum niemand (ausser Bieler Tagblatt) darauf hinwies, die SDA eh nicht, dieser anonyme Moloch. Ein NZZ-Journalist schrieb mal sinngemäss, dass viele Löcher entstehen würden in den sog. Medien, wenn alle SDA-Artikel abgezogen würden.

  25. @ Titus
    Und schon geht es wieder los, oder soll ich schreiben, weiter?

    Ohne schroff wirken zu wollen, Du gabst uns den Link zu SP-Seite durch und darin steht, dass man das Gespräch zu Lumengo suchte und wie wir alle aus den Medien erfahren durften, er sich politisch doch schon blitzartig anderweitig orientierte. Ist dass nun auch schon wieder falsch von meiner Seite her, wenn ich mich hinterfrage, was ihm die Parteizugehörigkeit eigentlich bedeuet?

    In welchem Satz, in welcher Aussage stellte ich Sozialhilfebezüger, ganz gleich welcher Herkunft, unter einen Generalverdacht? Ich bat Dich lediglich die diversen Mentalitäten, nicht nur aus der Sicht der Studierten, oder Bessergestellten, sondern auch aus der Sicht der zum Beispiel Sozialhilfebezüger kennen zu lernen. Was war denn daran wieder falsch?

    Was ist falsch dran einen Menschen aufzufordern die verschiedenen Menschen und ihre Mentalität,kommen sie jetzt aus der Ober- oder Unterschicht kennenzulernen? Was ist falsch daran zu sagen, dass gewisse Verschiedenheiten/Diversitäten nicht zusammen passen? Wie auch? Man will ja immer der Bessere als der Gute sein, merkt aber dabei nicht wie man dabei den imporierten Frauen, eben bestückt mit einer ganz anderen Mentalität, schadet. Diese Frauen werden entwurzelt, sorry, ich geh schon wieder am Thema vorbei. Micha kann Dir sicher stundenlange Abhandlungen darüber erzählen, denn er ist an der Quelle, aber da ist der Gutmensch (blödes Wort, aber es trifft zu), der meint, man könne die ganze Welt vereinen. Damit hätte ich absolut kein Problem, aber eben es hapert an den Mentalitäten und das will der Gutmensch nicht wahrhaben. Eben, wie ich bereits schon erwähnte, er sich selbst belügt. Nur, kann man aus Lügen raus, aus dem nicht wahrhaben wollen eine neue Ära schaffen? Kann man aus zwei verschiedenen Mentalitäten raus eine Einheit gründen? Nein, sagen diejenigen, die sich so eine Exotin in die Schweiz holten und wie ich gestern schon schrieb, sobald das exotische vorbei ist, wenn der Alltag einkehrt, merkt man, dass das
    zwei Teile aufeinandergestossen sind, die mentalitätsmässig gar nicht zusammen passen. Wer ist schuld? Mit Sicherheit nicht die exotische Frau.

    Deine letzte Frage ist spannend. Was gehört denn alles zu einer Schweizer Mentalität. Tja, da wäre, dass sich der Schweizer die Aldi und den Lidl aufbürden liess, sich die Hymne von einer Negerin (sorry, politisch nicht korrekt, aber so in der Schule gelernt und sobald man die Indianer nicht „Rote“, die die Chinesen nicht „Gelbe“ nennen darf, sehe ich keinen Grund die Neger als „Schwarze“ zu betiteln, nein im Gegenteil, diskredidiert man die Neger damit, wenn man sie als „Schwarze“ abtut. Frag mal einen Neger, denn mir ist es mehr als egal. Aber die Schweizer in ihrer Gerechtigkeit nehmen sogar hin dass man nun nicht mehr Vater und Mutter sagen darf, sondern von Elter, kann nichts dafür, nicht Eltern, sondern Elter schreiben muss.

    Du Titus musst mich nicht fragen was denn konkret die schweizerische Mentalität ist. Nein, Du solltest Dir die Frage stellen ob die schweizerische Mentalität mit allen Mentalitäten dieser Erde kompatibel ist. Und wenn Du mir nicht glaubst, frag Micha, der öffnet Dir Welten. Welten, die Du vermutlich als nein, so kanns doch nicht sein, abtun würdest.

  26. @ Ate
    Lass uns einen Handel abschliessen: Ich schicke Dir einen Topf mit schwarzer Farbe und einen mit weisser Farbe. Du schickst mir im Gegenzug ein gemalenes Bild zurück, welches ich in einem separaten Beitrag veröffentlichen werde. Dies gilt allerdings nur, wenn Dein Bild keinen rein schwarzen und keinen rein weissen Ton enthält, dafür allerlei Grautöne. Um es Dir zu erleichtern, schicke ich Dir nicht zwei, sondern nur einen Pinsel mit. Dann reden wir wieder über Mentalitäten und andere Themen.

    OK?

  27. „Nein, Du solltest Dir die Frage stellen ob die schweizerische Mentalität mit allen Mentalitäten dieser Erde kompatibel ist.“ – Ate an Titus

    Jetzt will Ate anderen auch noch Fragen diktieren, die für diese selbst keine sind.- Ziemlich despot, finde ich.

  28. Nur damit da keine Missverstände aufkommen und ich eventuell als Rassist durchgehe.
    Ja, es gab lustige Episoden, die aber schlussendlich denn doch verdammt traurig waren. Wollte mich doch ein Asylant aus Tunesien vom Fleck weg heiraten, da, so seine Begründung, ich doch so natürlich aussehe. Gut, diese Geschichten die europäischen Frauen widerfuhren kann man auf 1001 Geschichten nachlesen. Wenn man da reinliest, stehen einem die Haare zu Berg, aber nicht wegen den Negern, sondern wegen diesen primitiven, gutgläubigen westlichen Frauen. Eben denen, die es halt erst später merken. Aber das soll ein Dateil sein und auch bleiben, denn gescheiter werden die eh nicht.

    Doch nun zu mir bitteschön. Ich lernte eine Frau kennen, die mit dem Bürgermeister einer Stadt verheiratet war, sie seine Sekretärin war, als es dann aber zum Krieg kam, er sie wegen ihres Glaubens, da katholisch fallen liess. Via Italien flüchtete sie mit ihrer Tochter in die Schweiz.
    Diese Frau lehrte mich was Integration heisst. Sie war es die hinstand und schweizerdeutsch zu sprechen begann. Sie war aber auch diejenige, die sich in der Schweiz mit Putzfrauenarbeit über die Runden bringen musste, obwohl sie mehr Potenzial hatte. Und zusätzlich, wusstest Du das, dass ein Asylant, im Heim aufgenommen, dann später die Schulden abtragen muss? Gut, meine Bekannte tat es, trug ihre Schulden ab.

    Was mich aber schwer beschäftigt, ist dass meine Bekannte sich, sagen wir mal, bei einer der grössten Schweizer Institutionen beworben hat, man sie eingestellt hätte, unter der Voraussetzung, wenn sie schwarz arbeiten würde. Das hat sie abgelehnt, was sie verdammt sympatisch macht, mir aber verdammt viele Fragen auf den Weg gibt.

    Und meine Bekannte ist auch eine Lustige, so fragte sie mich doch, was passierieren würde, wenn alle Ausländer an die Grenze gestellt würden? Keine Antwort hatte ich parat, aber sie meinte, dann müsste die Migros ihre Pforten dichtmachen. Diesen Witz hatte sie übrigens von ihrem chinesischem Nachbar.

  29. Nein Frau Schüpbach, ich wäre die letzte, die anderen Personen Fragen aufdocktrieen würde. Warum auch? Jeder Mensch ist eine eigenstädnige Persönlichkeit.

  30. @Ursula Schüppach
    „[…]Und wissen Sie, Lumengo fehlt in Bienne, in der welschen SP, genannt PS,[…]“

    Aber war das nicht der (hypothetische) Rettungsring für Herrn Lumengo? Er tritt per sofort aus dem NR zurück, die welsche PS hilft ihm bei der Jobsuche und er engagiert sich weiterhin als Lokalpolitiker, dabei lernt er noch etwas mehr über schweizerische Partei-Mentalität und wird zum ersten schwarzen Kantonalpräsident emporgehievt. Yes, they can!
    Ok, das ganze ist bereits Makulatur, aber ein Gedanke war’s wert, oder?

  31. @ Bobsmile
    Nach 30 Kommentaren gibt’s einen Seitenumbruch und dann beginnen die Kommentare zuoberst mit dem ältesten der jüngsten Kommentare 😉 Ich habe nun diese Anzahl erhöht.

    @ Alle
    Wer nicht zugeschaut hat: Hier die „Club“-Sendung von gestern. Spannend fand ich die Aussage von Andi Gross über die innerparteilichen Hahnenkämpfe…

  32. [off topic, darf gerne gelöscht werden.]
    Sorry, Titus,
    hätte mich genauer ausdrücken sollen.
    Der Seitenumbruch war schon ok, nur, die Links zu den anderen Kommentaren waren falsch beschriftet.
    (Da hiess es „Jüngere Kommentare“ und die Pfeile zeigten nach rechts, folgte man dem Link, landete man aber tatsächlich bei den älteren Kommentaren. Dort fand sich dann der andere Link „Ältere Kommentare“ nach links.)

  33. @Bobsmile

    Es gibt keinen Grund, dass Lumengo zurücktreten sollte. Wenn jemand in Biel aus der PS rausgeworfen sollte, dann wäre es Moeschler, der ist das Hauptproblem, und die Truppe dahinter.

  34. @Ursula Schüpbach
    Habe gegoogelt. 😀

    Das Bildungswesen um Herrn Moeschler scheint mir ja ziemlich im Argen zu liegen. Lehrer, die frustriert abtreten. Pädophilie Vorwürfe, zu frühes Früh-Bilingue, usw. Wurde deshalb schlussendlich der weniger in der Schusslinie stehende Herr Fehr fürs Stapiamt nominiert? 😉

  35. @Bobsmile

    Moeschler wäre gar fast nominiert worden, seine Truppe wirkt wie ein Block. Lumengo gehörte formell dazu. Aber eben, der Block mit Moeschler ist national unbekannt, würden so viele Scheinwerfer mal auf diesen Block gerichtet werden wie auf Lumengo, würde man dann sehen… Ich bin echt froh, dass weder ich noch mein persönliches Umfeld etwas mit diesem Partei-Filz zu tun hat. Betroffen sind manche höchstens beruflich.

  36. „Pädophilie Vorwürfe“

    Das muss man korrigieren, die stammen von einer Einzelperson, die wohl als Einzelperson Krach mit Moeschler hatte und auch sonst verbal oft über die Ziellinie hinausschiesst. Jeder ist halt in seiner eigenen Welt der grösste Held.
    Aber bei Moeschler geht es darum, wie er die Ämter führt und wie viele Stimmen zu unterdrücken versucht, statt sie zu koordinieren. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe, das gebe ich zu, aber er lässt sich offenber eben selbst nichts sagen und blockiert.

  37. @ Titus
    Nun musst Du mir weiterhelfen, da ich weiter oben von gelb, rot, schwarz schrieb.
    Las heute eine Leseranfrage, in der es um ein Plakat geht, dass in Bern hängt. Das Plakat mit der Meinung „Die Welt wartet nicht auf Bern“ ergäbe eine eigenständige und vermutlich interessante Diskussion, aber mir geht es momentan um etwas anderes. Dieser Leser schreibt über Chinesenkinder und das wirft bei mir die Frage auf, wie ich, sollte ich mich inskünftig politisch korrekt ausdrücken müssen, schreiben und reden darf. „Chinesenkinder, Indianerkinder …und ja was nun? Neger sollte ich ja nicht sagen, da politisch nicht korrekt, aber ich kann doch nicht von „schwarzen Kindern“ reden! Oder doch?

    Um Auklärung wird gebeten!

    P.S.: Hab Dich zwar schon verstanden, hast aber dennoch mit den Farbkübeln meine Fantasie angeregt. Ein hellgrauer Hintergrund mit dunkelgrauen, langen schwertartigen Blütenblättern. Und je nach Lichteinfluss erscheinen sogar ganz blass und zart, wegen dem weiss, dass natürlich nicht ersichtlich sein darf, Farbkomponenten. Und da schwarz und weiss zwar Farbe haben, aber nicht als Farbe eingestuft werden, grau hingegen schon, ergibt es doch tatsächlich ein farbliches Bild.
    Auch wenn Du es anders gemeint hast, einige Landsleute ihre Mitbürger mit rechts-konservativem Gedankengut am liebsten auch ausschaffen würden (da hat halt jeder seine eigene Meinung und Ansicht von), so machtest Du mit Deinen Farbkübeln einen Teil meiner Hobbies wieder lebendig, hast sie sozusagen entstaubt und mir wieder ins Leben gerufen. Malen, zeichnen und fotografieren.

    Danke Titus

  38. @ Ursula Schüpbach
    Ich will nun Ihren Kommentar auf dem Stadtwanderer nicht mit Ihren Kommentaren auf der Augenreiberei vermischen, zumal gehts um die Stadt Biel, ich mich als Nichtwissende eh nicht einmischen kann und auch nicht sollte. Gut, bei Herrn Kneubühl hab ich mich eingemischt und es ensteht langsam der Eindruck als ob ich nicht ganz unrecht hatte. Doch das war eine Einmischung aus einer Distanz heraus und wir Leser die Informationen nur tröpfchenweise erhielten.

    Aber im Fall Lumengo, der sich nicht nur auf Biel bezieht, Sie sich für ihn sehr ins Zeug legten, ich meine gewissen Bedenken wegen seiner Glaubwürdigkeit hatte, sorry, immer noch habe, sind Sie für mich der beste Ansprechspartner für meine Frage: Es war allgemein bekannt, dass Herr Lumengo einen Beitrittsgesuch bei den Grünen stellte. Heute las ich, dass er diesen sistiert hätte und zwar mit der Begründung, dass er seitens der SP (Entschuldigung, schreib da vom Tagi ab) Gesprächsbereitschaft gespürt habe.

    Meine Infos hab ich aus den Tageszeitungen und aus dem Club und da hiess es, dass man Herrn Lumengo in der Partei behalten wolle, er aber aus dem NR zurücktreten solle (vorübergehend).

    Ich schweife vom Thema ab. Eben die Gesprächsbereitschaft der SP. Wortwörtlich lese ich im Tages-Anzeiger: „Vertreter der SP zeigten sich über diese Aussage überrascht“.

    Da Sie Frau Schüpbach in diesem Fall grosse Emotionen an den Tag legen (was ich super finde), erlaube ich mir dennoch die Frage in Bezug auf die Glaubwürdikeit.

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