Orientierungslos (2)

Im letzten Beitrag ging es um die orientierungslos wirkenden westlichen Regierungen. Dieser Beitrag behandelt einen möglichen Grund für unser heutiges «Dilemma».

Obschon immer mehr Personen aus der Kirche austreten und obschon die meisten westlichen Länder (wenigstens auf dem Papier) Religionsfreiheit kennen, sind diese Länder kulturell doch immer noch vom Christentum geprägt. Wir «Westler» sind uns dessen aber nicht immer ganz bewusst.

Dies soll kein religiöser Diskurs werden. Doch die religiöse Prägung der aktuellen Kultur hat massgeblich Einfluss auf unser alltägliches Verhalten und unsere heutige Gesellschaftsordnung.

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Orientierungslos (1)

Die westlichen Regierungen sind grösstenteils orientierungslos. Natürlich gibt das keine zu. Das liegt vielleicht auch daran, weil sie es selber noch gar nicht gemerkt haben…

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich eine Gesellschaftsordnung verfestigt, welche auf der Vermehrung des Kapitals beruht. Der Kampf gegen den «bösen» Kommunismus legitimierte jegliches Handeln, das zu einer Vermehrung des Kapitals führen sollte.

In der Politik hat man sich zunehmend darauf eingestellt, den «Nebenwirkungen» dieses Handelns entgegen zu wirken. So wurden beispielsweise Sozialwerke (weiter) auf- und ausgebaut.

Mit der aktuellen Wirtschafts-, Banken- oder Finanzkrise (sie hat viele Namen, diese Krise) hat sich jedoch gezeigt, dass das, woran man Jahrzehnte lang geglaubte hatte, im Kern einen Mangel hat. Es kann nicht uneingeschränkt immer mehr und noch mehr geben – ausser man nimmt den Zusammenbruch der aktuellen Gesellschaftsordnung in Kauf.

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Färbt sie röter!

Die so genannte «Swissness»-Vorlage soll den Mehrwert «Schweiz» durch einen verstärkten Schutz der Herkunftsangabe «Schweiz» schützen. Das ist gut. Notwendiger wäre aber eine weltweite Deklaration der Herkünfte sämtlicher Rohstoffe und Produkte.

Die Marke «Schweiz» in Form der Herkunftsbezeichnungen «Swiss Made», «Made in Switzerland» oder in Form des Schweizer Kreuzes hat einen Mehrwert. Dies geht auch aus einer Studie der Universität St. Gallen zum Thema «Swissness Worldwide» hervor. Die Schweizer Herkunft steht dabei für Exklusivität, Tradition und Qualität.

Dessen sind sich viele Hersteller bewusst – auch solche, welche gar nicht oder nur einen gewissen Teil ihrer Produkte in der Schweiz herstellen. Um die Konsumenten nicht zu täuschen und die Marke «Schweiz» an sich zu schützen, wurde die so genannte «Swissness»-Vorlage lanciert, welche zurzeit von der Rechtskommission des Nationalrats behandelt wird.

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